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	<title>KaffeeWiki - die Wissensdatenbank rund um Espresso, Espressomaschinen und Kaffee - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-25T13:38:30Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Latte_Art&amp;diff=25549</id>
		<title>Diskussion:Latte Art</title>
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		<updated>2016-04-29T21:34:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Antwort&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Verhältnis: Ziehen zu Rollen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine Frage zum Ziehen und Rollen beim Milchschaum. Das Zeitverhältnis zwischen Ziehen und Rollen wird im Artikel mit 2:1 angegeben. Wenn man die Zeiten zwischen Ziehen und Rollen im angehängten Video miteinander vergleicht, so stehen Sie sehr genau im Verhältnis 1:1. Was denn nun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Hallo Unbekannter, Deine Frage bezieht sich sicher auf den Artikel [[Milchaufschäumen]] und nicht auf diesen hier, oder? Das Zeitverhältnis  kommt ein bißchen auf die Qualität des Ziehens an, also wie intensiv Luft untergehoben wird. Und zweitens auch darauf, welche Konsistenz man anstrebt. Wenn der Milchschaum zu fest wird, lohnt es sich auf jeden Fall die Ziehphase erst einmal (subjektiv) fast auszulassen, und sich dann von dort aus langsam an die richtige Konsistenz heranzutasten. Im Normalfall wird man dann irgendwo zwischen 1:2 (Ziehen zu Rollen) bzw. 1:1 landen. ––[[Benutzer:Chris weinert|chris_weinert]] ([[Benutzer Diskussion:Chris weinert|Diskussion]]) 23:34, 29. Apr. 2016 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
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		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=25447</id>
		<title>Milchaufschäumen</title>
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		<updated>2016-02-14T12:43:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Hochwald-Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Anmerkung zum Anfang:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel (und der dazugehörige, weil anschließende über [[Latte Art]]) erscheint auf den ersten Blick relativ lang. Ist er vielleicht auch, gleichzeitig ist das Ziel dieses Artikels, wirklich keine Fragen offen zu lassen. Nach dem Lesen dieser Anleitung schafft es &amp;lt;u&amp;gt;jeder&amp;lt;/u&amp;gt;. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die komplette Anleitung ist in zwei Teile geteilt:&lt;br /&gt;
# Einen Artikel zum Schäumen (dieser hier) und &lt;br /&gt;
# einen zum eigentlichen Gießen der [[Latte Art]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgeschrittene, die nur Latte Art lernen wollen, können die ihnen bekannten Punkte überspringen, oder den Artikel [[Latte Art für Fortgeschrittene]] lesen, der mit einer anderen Didaktik direkt typische Missverständnisse der Latte Art behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung: Das Ziel des Ganzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herstellung eines Cappuccino braucht man Milchschaum. Das Milchschäumen wird von Anfängern immer wieder als besonders schwierig empfunden. Herumstochern in der Milch, Blubbern und Spritzen, und am Ende ist der Milchschaum grobporig und fällt schnell zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich ist das Ganze jedoch relativ einfach (und uneigentlich auch), es erfordert kein großes Geschick, sondern man muss nur &amp;lt;u&amp;gt;wissen&amp;lt;/u&amp;gt; wie es geht, danach wird es nicht lange dauern bis man die Technik beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''An die Einsteiger:''' In diesem Artikel wird man Dinge lesen, die für manch einen genau das Gegenteil sind von dem, was er bisher &amp;quot;gelernt&amp;quot; hat. Davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Am einfachsten ist es, ersteinmal alles zu vergessen, was man von anderswo kennt, insbesondere von der Gastronomie – zumindest außerhalb Italiens – oder auch aus Werbung für Saeco Vollautomaten mit Latte Macchiato auf Knopfdruck. In diesem Artikel geht es nicht um den echten italienischen Cappuccino, wie ihn sich Starbucks oder Tchibo vorstellen, sondern um den echten italienischen Cappuccino, wie er in Italien getrunken wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor hier die Beschreibung losgeht, ist es sinnvoll ersteinmal das Ziel der ganzen Schäumerei festzuhalten. Dass das Milchschaum ist, ist klar, aber die Beschaffenheit/Qualität desselben ist der entscheidende Unterschied. Räumen wir mal auf mit dem ersten Anfängerfehler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #1: Schaum muss fest sein'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Was man &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; haben will, ist der sog. [[Bauschaum]]. Einsteiger berichten immer wieder, Ihr Milchschaum gelänge ihnen “schon sehr gut, er ist so fest, dass ich ihn mit dem Löffel formen kann.” Genau diese Konsistenz ist es jedoch, die in Fachkreisen “verachtet” wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Milchschaum sollte vielmehr &amp;lt;u&amp;gt;cremig&amp;lt;/u&amp;gt; sein, ähnlich nicht ganz fest geschlagener Sahne, also eine dickflüssige, viskose Konsistenz. Warum das? Nun, erstens schmeckt cremiger Milchschaum in einem Cappucino deutlich besser als Bauschaum, der einen eher an die Krone bei einem Bier denken läßt. Und zweitens hat die cremige Konsistenz einen weiteren großen Vorteil, denn: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #2: Kakaopulver oben drauf'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Auf einen richtigen Cappuccino gehört kein Kakaopulver! &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja richtig: Keins! In all den Bahnhofscafés und Starbucks-Filialen mit Ihren Vanilla-flavored Latte-Cino to go (size: tall) Kaffeegetränken wird einem zwar etwas anderes suggeriert, aber so ist es. Kein Kakaopulver? Aber wie mache ich das meinen Gästen klar? Ohne Probleme, denn wenn man also schön cremigen Milchschaum hat, kann man damit durch gezieltes Eingießen der Milch Muster “zeichnen”, die sogenannte “Latte Art”. Die beliebteste Figur ist das Blatt oder Bäumchen. Hier mal ein Bild von einem Profi-Werk (die dunklen Flecken oben allerdings sind Kakaopulver): &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art (Quelle: LaPotenza.com)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dürfte dieser Punkt geklärt sein. Bleibt nur noch die Frage: Wie kommt man da hin? Nun, ein Bäumchen wie das oben abgebildete wird man sicherlich nicht auf Anhieb zeichnen können. Aber eine Annäherung geht schnell und ist ganz einfach. Die Bewertung als “einfach” ist übrigens ehrlich gemeint, denn der Autor ist selbst nicht das, was man als “motorisch begabt” einstufen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen: Wie denn jetzt?==&lt;br /&gt;
Als Einsteiger denkt man immer, man muss möglichst viel Schaum haben, man “stochert” mit der Dampflanze in der Milch herum, es spritzt und blubbert, aber richtig schönen Milchschaum hat man am Ende nicht. Kein Wunder, denn meistens hat man keinen Plan, was man da eigentlich machen soll. Hier ist er: Milchschaum besteht aus Milch und Luft, d.h. man muss der Milch 1. ''Luft unterheben'' und diese dann 2. möglichst gut ''in der Milch verteilen''. Das geht nicht mit herumstochern, sondern ganz gesittet in zwei Phasen: dem sog. “Ziehen” und dem “Rollen”. Während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Ziehphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; wird Luft unter die Oberfläche der Milch gezogen, während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Rollphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; nicht mehr, sondern die Milch nur “durcheinandergewirbelt”, damit sich die Luft verteilt und der Schaum möglichst fein wird. Wie geht das konkret?&lt;br /&gt;
Zunächst braucht man das richtige '''Equipment''':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Espressomaschine''' mit Dampflanze (explizit ohne “Aufschäumhilfe”, sonst ist das ganze schwierig, siehe auch die maschinenspezifischen Tips am Ende des Artikels!)&lt;br /&gt;
* '''Tassen''' in der richtigen Größe (ca. 180 ml oder ein bisschen mehr) und der richtigen Form (keine komplett senkrechten Seitenwände, je runder das Profil, desto besser)&lt;br /&gt;
* Ein gutes '''Aufschäumkännchen''' mit ausgeprägter Tülle und 0,2 bis 0,7 Liter Inhalt (je nach Maschine und deren Dampfpower). Für Maschinen mit kleinem Dampfboiler funktionieren die kleinen Kannen besser, weil sie nicht genug &amp;quot;Ausdauer&amp;quot; für eine 0,6-Liter Kanne haben. Für größere Maschinen kann umgekehrt ein kleines Kännchen zu Problemen führen, weil der Dampfdruck die Milch aus dem Kännchen &amp;quot;befördert&amp;quot;. Unabhängig davon gilt: Das Schäumen ist umso einfacher, je größer das Kännchen, das Latte Art Gießen ist umso einfacher, je kleiner das Kännchen.&lt;br /&gt;
* '''Milch''': kalt, und je höher der Fettanteil, desto cremiger wird im allgemeinen der Schaum, also mindestens 3,5%, besser sind über 3,8%. Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen verschiedenen Marken, wer das nicht glaubt, kann mal &amp;quot;Bärenmarke&amp;quot;-Milch ausprobieren, bei der der Schaum am feinporigsten wird. (Bärenmarke ist mittlerweile ein Produkt Hochwald Nahrungsmittel-Werke GmbH (Thalfang; Hunsrück). Angeblich wird hier Futter aus Gentechnik eingesetzt; zum Ausprobieren ist diese Milch also ok, generell empfiehlt es sich allerdings, die lokalen Lieferanten vorzuziehen. Einfach im Supermarkt auf der Verpackung nachschauen, Frischmilch kommt fast immer aus dem Umland.)&lt;br /&gt;
Allerdings ist für die Stabilität des Milchschaums nicht der Fettgehalt, sondern der Eiweißgehalt verantwortlich. Dies ist wissenswert, da Eiweiß ab ca. 40°C gerinnt, was die Entstehung des festen &amp;quot;Bauschaums&amp;quot; bei zu hohen Temperaturen erklärt. Relevant wird dies beim Milcheiweiß etwa zwischen 65 und 70°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# '''Milchkännchen zur Hälfte mit Milch füllen'''. Immer. Wenn man guten Milchschaum haben will, kann die Füllhöhe nicht variiert werden. Will man weniger Milch schäumen, muss man eine kleinere Kanne nehmen. Warum? Sonst stimmen die Proportionen (Füllhöhe und Oberfläche) nicht mehr, um richtig Schäumen zu können. Klingt komisch, aber für den Anfang einfach erstmal akzeptieren und dann erst später verstehen. ;-)&lt;br /&gt;
# '''Die Milch muss kalt sein.''' Das hat einen ganz einfachen Grund: je kälter die Milch, desto mehr Zeit hat man als Barista mit dem Schäumen. Der Dampf heizt die Milch natürlich auf, und wenn man zu lange schäumt, wird die Höchsttemperatur überschritten, so dass der Schaum nicht gut wird. Also: Je kälter die Milch, desto einfacher das Schäumen. &lt;br /&gt;
# [[Bild:Milchkanne_Hand.jpg|thumb|right|Kännchen direkt in der Hand halten]]'''Kännchen direkt in die Hand.''' Damit man weiß, wann Schluss ist mit Schäumen, nimmt man das Kännchen am besten direkt in die Hand und nicht am Griff. Alternativ kann man auch eine Hand an die Kännchenwand legen, um die Temperatur mit dieser Hand zu fühlen. Die Höchsttemperatur liegt übrigens bei ca. 60°C, praktischerweise ist das genau die Temperatur, die man gerade noch so eben als “aushaltbar” empfindet. Wenn diese Temperatur erreicht ist, ist Schluss mit Schäumen – und zwar in jedem Fall. Denn: Was man bis dahin nicht an Schaumqualität erreicht hat, holt man danach nicht mehr heraus. Kurz bevor es anfängt wehzutun, macht man also den Dampfhahn zu. Danach fängt das Milcheiweiß an zu gerinnen, der Schaum wird fester: [[Bauschaum]], und den will ja niemand.&lt;br /&gt;
# '''Kondenswasser ablassen'''. In der Dampflanze befindet sich schon nach 10-20 Sekunden Nichtbenutzung Kondenswasser. Deshalb vor jedem Schäumen kurz das Ventil aufdrehen bis nur noch Dampf kommt. Dazu kann man eine andere Kanne unter die Dampflanze halten. Dann Ventil zu, mit Milch gefülltes Kännchen nehmen und es kann losgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schäumen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Die richtige Position der Dampflanze====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Draufsicht.jpg|thumb|left|Optimale Lanzenposition (roter Pfeil=Sollbewegung der Milch)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Schema.jpg|thumb|left|Wirbelbewegung beim Ziehen und Rollen bei richtiger Positionierung (schematisch)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Lanze muss nicht in die Mitte der Kanne, sondern etwas versetzt eingetaucht werden, so wie die Nadel auf einer Schallplatte liegt (siehe unten). Diese Stellung ist wichtig, damit die Milch beim Schäumen in eine Wirbelbewegung versetzt wird, die wie in einer Steilkurve immer an der Wand entlang verläuft (roter Pfeil). Die Position und genaue Ausprägung dieser Wirbelbewegung ist je nach Maschine und der Stellung der Lanze (schräg wie bei der [[La Uno|Carimali Uno]] oder weniger schräg wie bei den meisten anderen Maschinen oder ganz gerade wie bei der [[Gaggia Classic Coffee]]) etwas unterschiedlich, das weitere Prozedere ist jedoch bei allen Maschinen gleich. Sehr zu empfehlen ist es, die Tülle der Kanne als Führung für die Dampflanze zu benutzen, sofern das (je nach Maschine) geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tipp:''' Die Position lässt sich sehr gut finden, indem man mit Wasser statt Milch übt (ohne Ziehen). Hier kann man ohne Hektik herumprobieren, bis man die richtige Position für die Wirbelbewegung der Flüssigkeit gefunden hat. Bei einigen Maschinen muss man das Kännchen ankippen, bei anderen nicht.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Volldampf: Ziehen und Rollen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht’s los, aber erst lesen, denn die Beschreibung ist ausführlich, das Prozedere dagegen sehr schnell. Entgegen vieler Darstellungen selbst in guten Büchern unterscheidet sich die Tätigkeit des Barista bei der Zieh- und Rollphase nicht wirklich: Die oben beschriebene Position der Dampflanze wird &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; geändert (!), &amp;lt;u&amp;gt;lediglich die Eintauchtiefe&amp;lt;/u&amp;gt;, und auch diese nur leicht! Wenn die Tülle zur Führung verwendet wird, ist dies noch einfacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ziehen=====&lt;br /&gt;
Zunächst die Ziehphase, um Luft unterzuheben. Dazu muss der Kopf der Lanze (mit den Löchern) ganz knapp an der Oberfläche der wirbelnden Milch “kratzen”, man erkennt die richtige Tiefe daran, dass man ein Schlürfgeräusch hört – kein Blubbern und Spritzen! Am einfachsten kommt man dort hin, indem man sich “vortastet”: Lanze ganz in die Milch tauchen, Dampfhahn auf, Wirbelbewegung abwarten (1-3 Sekunden, je nach Dampfpower), und dann die Lanze wieder so weit aus der Milch herausziehen, dass &amp;lt;u&amp;gt;gerade eben keine&amp;lt;/u&amp;gt; Luft eingezogen wird, der Kopf also gerade eben noch unter der Oberfläche ist. Das ist der Punkt, an dem man das Ziehen &amp;quot;kontrolliert&amp;quot;: Von dort kann man dann die Lanze dann ganz vorsichtig noch ein bisschen weiter herausziehen, bis das Schlürfen einsetzt – es wird Luft untergehoben. Das Schlürfen kann auch immer wieder kurz aussetzen, die Oberfläche bewegt sich ja. Während der Ziehphase muß man das Kännchen mehrmals ein solch kleines Stück weiter zurückziehen, denn das Volumen vergrößert sich ja, d.h. die Oberfläche steigt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Rollen=====&lt;br /&gt;
Wenn sich das Volumen der Milch ein wenig vergrößert hat (nicht verdoppelt, sondern ungefähr um die Hälfte zugelegt), die Lanze wieder eine Idee zurück in die Milch schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Achtung:''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tiefe des Eintauchens ist auch beim Rollen eher gering. Auch dies gehört zu den Fehlbeschreibungen selbst in guten Büchern, dass man zum Rollen die Lanze schön tief in der Kanne versenken muss. Falsch! Was man braucht ist nur die Tiefe, die gerade eben keine Luft unter die Milch zieht. Wenn man tiefer geht, wird der Schaum nicht effektiv genug verwirbelt und wird nicht so glatt und cremig. &lt;br /&gt;
Sobald’s zu heiß wird an den Flossen: Dampfhahn zu!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum Mythos #3: Schön viel Volumen'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Das Volumen sollte nicht stark zulegen (ca. 50%). Deshalb auch nicht lang ziehen, wenig Rollen, sondern genau umgekehrt. Das Zeitverhältnis zwischen Ziehen und Rollen sollte ca. 1:2 sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die detaillierte Beschreibung führt vielleicht von der Zeitvorstellung des ganzen Prozesses in die Irre, in der Praxis geht der aber relativ schnell, wenn man einmal die Lanzenposition für obige &amp;quot;Milchbewegung&amp;quot; gefunden hat. Also Lanze rein, Dampf auf, Wirbeln, dann kurz ziehen, Lanze wieder ein bisschen zurück, weiterrollen bis auf Temperatur (zu heiß für die Pfoten), fertig. Wer's sehen will, schaue sich das unten verlinkte Video an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Schäumen kann das Kännchen kurz auf die Tischplatte geklopft werden (als würde man es mit Schmackes abstellen), um die letzten groben Luftbläschen zu beseitigen. Schwenken hilft, um den Schaum gleichmäßiger verteilt zu halten oder nach dem Schlagen wieder ein wenig zu vermischen. Danach sofort mit dem Eingießen beginnen und wenn gewünscht Latte Art gießen. Wie das geht, steht [[Latte Art|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
|'''Der ultimative Supertipp:''' Zum Üben kann man statt Milch einfach kaltes Wasser in das Milchkännchen füllen, in das man einen Tropfen Spüli gibt. Das Spüliwasser ist in seinem Aufschäumverhalten der Milch täuschend ähnlich - und auch optisch, wenn man richtig geschäumt hat. Also Vorsicht, daß niemand das Zeug aus Versehen trinkt!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Nicht vergessen: Sofort reinigen!====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milch ist kein Produkt, dessen Reste man gerne irgendwo vergammelt sammeln möchte, und schon gar nicht in der Espressomaschine. Ja, richtig: &amp;lt;u&amp;gt;In&amp;lt;/u&amp;gt; der Maschine. Denn beim Zudrehen des Ventils entsteht durch das Abkühlen des Dampfes in der Lanze in Sekundenbruchteilen ein Unterdruck, so dass etwas Milch angesogen wird. Deshalb nach jedem Aufschäumen nicht nur die Lanze von außen mit einem sauberen und feuchten Lappen reinigen, sondern auch noch einmal kurz für einen Dampfstoß aufdrehen, damit die Milchreste aus der Lanze gepustet werden. Man kann dazu einfach das Kännchen nehmen, das man schon für das Ablassen des Kondenswassers genommen hat, oder - das spart einen Arbeitsgang - den Lappen um die Lanze legen, mit dem man gerade außen gereinigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Checkliste.jpg|thumb|right|150px|Die Latte-Art-Checkliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Checkliste===&lt;br /&gt;
Hier zum Ausdrucken auf A4 (ein JPEG in 300dpi, weil man hier keine PDFs hochladen kann, gibt aber ein sauberes Druckbild) eine '''Checkliste''', um sie neben die Espressomaschine zu legen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video==&lt;br /&gt;
Der komplette Prozess des Aufschäumens in einem 0,6er-Kännchen läßt sich [http://www.youtube.com/watch?v=Fk7gf5v2S0w in diesem Video] sehen. Dort zu sehen/hören:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Tonarmposition&amp;quot; der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Führung&amp;quot; der Kanne mit der Tülle an der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die Wirbelbewegung der Milch&lt;br /&gt;
* Die Schlürfgeräusche beim Ziehen&lt;br /&gt;
* Den geringen Unterschied der Eintauchtiefe beim Ziehen und Rollen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte auch die Beschreibung auf Youtube lesen bezüglich der Einschränkungen des Videos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maschinenspezifische Tips==&lt;br /&gt;
Hier noch ein paar Tips, die sich spezifisch auf bestimmte Espressomaschinen beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[La Spaziale S1 Vivaldi II]]====&lt;br /&gt;
Immer vor dem Aufschäumen das Kondenswasser aus der Dampflanze in die Abtropfschale &amp;quot;dampfen&amp;quot;!&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Falls bei kleinen Milchmengen, wegen zu viel Dampfpower, das Aufschäumen zu schnell abläuft empfiehlt es sich eine kleinere Dampfdüse mit 3 oder 4 Löchern (tidaka) zu montieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Es gibt zwei gute Möglichkeiten bei kleinen Milchkännchen:&lt;br /&gt;
:'''Einfache Aufschäum-Methode:'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Einfach das Dampfrohr senkrecht einstellen und mittig etwa 0,5cm in die Milch tauchen. Milchkännchen mit der Hand umgreifen und Dampf voll aufdrehen. Es entsteht ein riesen Wirbel und dabei die Dampflanze nur soweit herausziehen dass nur minimal ein schlürfendes Geräusch entsteht. Keinesfalls Luft ansaugen, eher Lanze tiefer eintauchen. Position der Dampflanze immer mittig belassen und eventuell nur in der Höhe variieren bis das Milchkännchen sehr warm, aber nicht heiß, wird. Dampfzufuhr schnell stoppen. Fertig ist feinste, dickflüssige Milchcreme mit Mikroporen von oben bis unten. &lt;br /&gt;
: Achtung: Wenn zu lange aufgeschäumt wird, dann entsteht statt homogener Milchcreme ein oberflächlicher Schaum an der Milchoberfläche, daher rechtzeitig stoppen &amp;lt;u&amp;gt;bevor&amp;lt;/u&amp;gt; das Kännchen an der Aussenwand unangenehm heiß wird.  &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:PAPPL|PAPPL]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
:'''Coffeesnob Koffee Kosmo's Aufschäum-Methode:'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[http://www.youtube.com/watch?v=DlUI0t3-2SE Coffeesnob Koffee Kosmo's Technik] funktioniert gleich wie die einfache Aufschäum-Methode nur, dass es in der Roll-Phase die Lanzenposition von mittig auf seitlich geändert wird.  &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Kosmo aus dem Coffeesnob Forum&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Classic_Coffee|Gaggia Classic Coffee]]====&lt;br /&gt;
* [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_2.JPG|thumb|right|120px|Zusammenbau]] [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_3.JPG|thumb|right|120px|Innenansicht]] '''Modifikation:''' Die Classic Coffee besitzt standardmäßig ein sog. ''[[Panarello]]'', eine Aufschäumhilfe, die einem das Milchschäumen auch ohne großartige Kenntnisse ermöglichen soll. Das Problem dabei ist, dass dadurch “richtiger” Milchschaum nur schwer möglich ist, weil man keine Kontrolle über Ziehen und Rollen hat. Hier hilft ein Austausch der Dampflanze gegen die von der [[Silvia|Rancilio Silvia]] (gibt es z.B. bei [http://www.tidaka.net TIDAKA] oder [http://www.espressoxxl.de EspressoXXL], Artnr. R9064 + Adapter 520680). Ganz nebenbei sieht die Silvia-Dampflanze auch noch professioneller aus. Das Dampfrohr kann entweder mit einem Adapter angebracht werden oder mit der Mutter der Gaggia Dampflanze. &lt;br /&gt;
* Bei der Montage mit dem ''Adapter'' wichtig: Der Adapter muss innerhalb des Gehäuses liegen, damit er nicht beim Entnehmen des Wassebehälters im Weg ist. Dazu muss das Dampfrohr entsprechend gebogen werden. Achtung, das Biegen muss sachte (!) erfolgen, denn das Rohr knickt schnell - schneller als man denkt! Das Rohr wird dann inkl. Dampflanze an das Dampfventil verbaut, da bei montiertem Dampfrohr kein Zugang zum Adapter besteht. Beim Anziehen des Adapters immer mit einem zweiten Gabelschlüssel gegenhalten. Funktioniert sehr gut. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:Joho|Joho]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die bessere Alternative: mit ''Originalschraube'' (funktioniert nicht beim Austausch gegen den Panarello -- jedenfalls nicht, ohne diesen zu zerstören --, da sich dort die Mutter nicht abziehen lässt.) Vorteil: Man spart sich das Öffnen des Gehäuses (Garantie) und das (gefährliche) Verbiegen des Dampfrohres. Um die Mutter der Gaggia-Dampflanze von dieser abzuziehen, muss die Dampflanze etwas gerader gebogen werden, da man sonst nicht um den Knick kommt. Die Silvia Dampflanze muss ebenfalls Ihrer Originalschraube entledigt werden, hierzu die Düse von der Dampflanze abschrauben und den Gummischutz an der Krümmung abziehen, evtl. vorhandene Dichtungsringe und die Metallscheibe auch entfernen. Dann kann die Mutter der Gaggia-Dampflanze auf die neue Dampflanze geschoben und wieder mit dem Dampfrohr verschraubt werden. Hilfreich kann auch das ausführliche YouTube [http://www.youtube.com/watch?v=1hCcwmxj5lw Video des Einbaus] sein (mit schwedischen Untertiteln).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei neueren Maschinen scheint der Einbau deutlich einfacher zu sein. Es ist nicht mehr nötig, die Dampflanze zu biegen, um die Mutter abzuziehen.&lt;br /&gt;
* '''Spezielle Dampfdüse:''' Noch besser hat sich die Dampfdüse Bullett von tidaka erwiesen, hiermit bekommt man ohne Umbau der Maschine perfekten Mikroschaum. Die Düse ist allerdings relativ teuer.&lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Ein Geheimtip für maximale Dampfpower ist, nach dem Umschalten nicht bis zum Leuchten der Lampe zu warten, sondern den Dampfhahn zunächst sofort für ca. 10 Sekunden zu öffnen, um das Kondenswassser abzulassen. Nach weiteren 30 Sekunden dann mit dem Schäumen beginnen, ohne auf das Lampensignal zu warten. Effekt: Der Dampf hält deutlich länger an, weil die ganze Zeit von der Maschine geheizt wird.&lt;br /&gt;
* '''viel Milch aufschäumen:''' Damit der Gaggia beim Schäumen größerer Mengen Milch nicht der Dampf ausgeht, kann man zwischendurch die Pumpe anschalten (also während des Schäumens zusätzlich die Bezugstaste drücken). Dann wird wieder Wasser in den Kessel befördert.&lt;br /&gt;
* Zur Gaggia CC gibt es auch schöne [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=9305 Videos (Videos nicht mehr Online!)] im Kaffee-Netz, die oben genannte Punkte illustrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Domobar|Vibiemme Domobar]]====&lt;br /&gt;
* '''Modifikation:''' Mit der Standard 4-Loch Düse haben viele Anwender Probleme durch zu viel Dampf uns schnell abfallenden Druck, die meist durch den Austausch gegen eine Düse mit feineren Bohrungen behoben werden (auch z.B. bei tidaka). &lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Sofort nach dem Betätigen des Dampfschalters das Ventil aufdrehen, um das Kondenswasser abzulassen. So ungefähr 10-20 Sekunden offen lassen bis nur noch Dampf kommt, dann Ventil wieder zu. Aber dann auch hier nicht warten bis die Heiz-Lampe ausgeht, sondern vorher anfangen zu schäumen. Effekt: Die Maschine heizt noch nach während man schon schäumt und der Druck hält länger an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Technik]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Gerätetips und -modifikationen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=25446</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=25446"/>
		<updated>2016-02-14T12:37:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Nestlé =&amp;gt;Hochwald&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffè Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt; nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muss der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es kann den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger machen, wenn er das noch nicht ist. Auf jeden Fall aber wird der Schaum homogener, weil das Schwenken die Phasen (Schaum und Flüssigkeit) mischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen====&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tipp:''' Die Größe macht eben doch einen Unterschied: Gerade für Einsteiger ist das Latte-Art-Gießen deutlich einfacher mit einer '''kleinen 0,3-Liter Kanne'''. Der Autor hatte nach monatelangen Versuchen mit der 0,6er-Kanne sein Aha-Erlebnis, als er die kleine Kanne verwendet hat. Probiert es aus! (Am besten auch gleich im kleinen Kännchen schäumen, dann spart man sich auch den ganzen Umgieß-Zirkus dieses Punktes Nr. 2!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
:[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|]]Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccini in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Abgießen, Schwenken, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muss sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muss &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Strömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in dem bereits oben verlinkten [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] erkennen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muss, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
: Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, dass die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Noch ein kleiner Hinweis zum Üben:'''&lt;br /&gt;
Wenn man kaltes Wasser in das Milchkännchen füllt und dann noch einen Tropfen Seife dazugibt, kann man damit das Aufschäumen üben (wenn man richtig schäumt, sieht das Seifenwasser geschäumter Milch zum Verwechseln ähnlich). Da außerdem zum Gießen von Latte Art nicht unbedingt eine Crema notwendig ist, kann man mit dem geschäumten Seifenwasser auch einfach das Gießen üben, indem man statt Espresso Instant- oder Filterkaffee verwendet. So kann man gleich mehrere Versuche hintereinander starten, ohne dass man Espresso und Milch verschwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
* Neben den obigen Videos kann man das sich auch sehr gut die Latte-Art von [http://www.youtube.com/user/flyingthud diesem jungen Herrn] oder auch [http://www.youtube.com/watch?v=EIobkFn3sFY dieses ziemlich perfekte Kunstwerk] - allerdings typisch amerikanisch in einer riesigen Tasse - mal anschauen.&lt;br /&gt;
* Den Heureka-Moment als Auslöser für diesen Artikel hat [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc dieses Video mit Marcus] geliefert, weil er dort erwähnt, dass die Milch &amp;quot;nicht viel mehr geworden&amp;quot; ist. -&amp;gt; weniger Ziehen, mehr Rollen!&lt;br /&gt;
* Beim Suchen nach &amp;quot;Latte Art&amp;quot; wird man auf YouTube zudem schnell fündig und kann sich Einblick in verschiedene Cafés und Küchen von Baristas auf der ganzen Welt verschaffen. ;-)&lt;br /&gt;
* '''Der offizielle Clip zu diesem Artikel''': Zudem gibt es natürlich auch noch den Teil 2 der im Aufschäumartikel angefangenen Kaffeewiki-TV-Serie: [http://www.youtube.com/watch?v=5l2YZzvuotE '''Hier klicken!''']&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. &lt;br /&gt;
* Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. (Diese Milch ist von Hochwald, die angeblich Futter aus Gentechnik einsetzen. Zum Ausprobieren ok, generell empfiehlt es sich allerdings, die lokalen Lieferanten vorzuziehen. Einfach im Supermarkt auf der Verpackung nachschauen, Frischmilch kommt fast immer aus dem Umland.)&lt;br /&gt;
* Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings sehr häufig nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, dass er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
* Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, dass ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren. Nach einigen hundert aufgeschäumten Kännchen Routine läßt sich irgendwann so ziemlich mit jeder Milchsorte passabler Schaum herstellen, und die Auswahl wird schlicht eine Frage des Geschmacks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Zwar läßt sich auch ohne Tülle Latte Art gießen, aber diese Fähigkeit bleibt einer kleinen &amp;quot;Barista-Elite&amp;quot; vorbehalten, insbesondere bei komplizierteren Motiven. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über die Kannenqualität herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, dass bei Vielen bestimmte Kannen besser funktionieren als andere. Einige verbreitetere Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffeezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Motta.jpg|Motta-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muss aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, dass der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/results?search_query=latte+art&amp;amp;search_type=&amp;amp;aq=f Latte Art Videos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=iwIloOYQa2k Latte Art Basic Übungen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in einigen der Latte-Art-Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen der Videos mit Marcus auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''[[T0m]]'': Für das Foto der Motta Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=25445</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=25445"/>
		<updated>2016-02-14T12:34:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Klarstellung Schwenken&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffè Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt; nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muss der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es kann den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger machen, wenn er das noch nicht ist. Auf jeden Fall aber wird der Schaum homogener, weil das Schwenken die Phasen (Schaum und Flüssigkeit) mischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen====&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tipp:''' Die Größe macht eben doch einen Unterschied: Gerade für Einsteiger ist das Latte-Art-Gießen deutlich einfacher mit einer '''kleinen 0,3-Liter Kanne'''. Der Autor hatte nach monatelangen Versuchen mit der 0,6er-Kanne sein Aha-Erlebnis, als er die kleine Kanne verwendet hat. Probiert es aus! (Am besten auch gleich im kleinen Kännchen schäumen, dann spart man sich auch den ganzen Umgieß-Zirkus dieses Punktes Nr. 2!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
:[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|]]Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccini in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Abgießen, Schwenken, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muss sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muss &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Strömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in dem bereits oben verlinkten [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] erkennen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muss, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
: Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, dass die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Noch ein kleiner Hinweis zum Üben:'''&lt;br /&gt;
Wenn man kaltes Wasser in das Milchkännchen füllt und dann noch einen Tropfen Seife dazugibt, kann man damit das Aufschäumen üben (wenn man richtig schäumt, sieht das Seifenwasser geschäumter Milch zum Verwechseln ähnlich). Da außerdem zum Gießen von Latte Art nicht unbedingt eine Crema notwendig ist, kann man mit dem geschäumten Seifenwasser auch einfach das Gießen üben, indem man statt Espresso Instant- oder Filterkaffee verwendet. So kann man gleich mehrere Versuche hintereinander starten, ohne dass man Espresso und Milch verschwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
* Neben den obigen Videos kann man das sich auch sehr gut die Latte-Art von [http://www.youtube.com/user/flyingthud diesem jungen Herrn] oder auch [http://www.youtube.com/watch?v=EIobkFn3sFY dieses ziemlich perfekte Kunstwerk] - allerdings typisch amerikanisch in einer riesigen Tasse - mal anschauen.&lt;br /&gt;
* Den Heureka-Moment als Auslöser für diesen Artikel hat [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc dieses Video mit Marcus] geliefert, weil er dort erwähnt, dass die Milch &amp;quot;nicht viel mehr geworden&amp;quot; ist. -&amp;gt; weniger Ziehen, mehr Rollen!&lt;br /&gt;
* Beim Suchen nach &amp;quot;Latte Art&amp;quot; wird man auf YouTube zudem schnell fündig und kann sich Einblick in verschiedene Cafés und Küchen von Baristas auf der ganzen Welt verschaffen. ;-)&lt;br /&gt;
* '''Der offizielle Clip zu diesem Artikel''': Zudem gibt es natürlich auch noch den Teil 2 der im Aufschäumartikel angefangenen Kaffeewiki-TV-Serie: [http://www.youtube.com/watch?v=5l2YZzvuotE '''Hier klicken!''']&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. &lt;br /&gt;
* Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. (Diese Milch ist von Nestlé und zum Ausprobieren ok, generell empfiehlt es sich allerdings, die lokalen Lieferanten vorzuziehen. Einfach im Supermarkt auf der Verpackung nachschauen, Frischmilch kommt fast immer aus dem Umland.)&lt;br /&gt;
* Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings sehr häufig nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, dass er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
* Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, dass ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren. Nach einigen hundert aufgeschäumten Kännchen Routine läßt sich irgendwann so ziemlich mit jeder Milchsorte passabler Schaum herstellen, und die Auswahl wird schlicht eine Frage des Geschmacks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Zwar läßt sich auch ohne Tülle Latte Art gießen, aber diese Fähigkeit bleibt einer kleinen &amp;quot;Barista-Elite&amp;quot; vorbehalten, insbesondere bei komplizierteren Motiven. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über die Kannenqualität herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, dass bei Vielen bestimmte Kannen besser funktionieren als andere. Einige verbreitetere Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffeezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Motta.jpg|Motta-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muss aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, dass der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/results?search_query=latte+art&amp;amp;search_type=&amp;amp;aq=f Latte Art Videos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=iwIloOYQa2k Latte Art Basic Übungen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in einigen der Latte-Art-Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen der Videos mit Marcus auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''[[T0m]]'': Für das Foto der Motta Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Gastroback_Design_Advanced_Control_42636&amp;diff=25444</id>
		<title>Diskussion:Gastroback Design Advanced Control 42636</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Gastroback_Design_Advanced_Control_42636&amp;diff=25444"/>
		<updated>2016-02-14T11:05:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Neuer Abschnitt /* Preinfusion: &amp;quot;Zeit und Druck einstellbar&amp;quot; */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Habe gerade angefangen, die Seite anzulegen,&lt;br /&gt;
am Wochenende werde ich sie spätestens komplettieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preinfusion: &amp;quot;Zeit und Druck einstellbar&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo, wie soll denn der ''Druck'' der Preinfusion einstellbar sein, wenn es nur um eine Vibra geht, die kurz aussetzt? ––[[Benutzer:Chris weinert|chris_weinert]] ([[Benutzer Diskussion:Chris weinert|Diskussion]]) 12:05, 14. Feb. 2016 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=24581</id>
		<title>Diskussion:Milchaufschäumen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=24581"/>
		<updated>2015-01-10T01:08:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Antworten&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Danksagungen==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tipps und für seine Rolle als Protagonist in den oben verlinkten Videos auf der Seite des [[Latte Art|Latte-Art-Artikels]]&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen des ersten dieser Videos auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Goglo'' (&amp;quot;Goglo&amp;quot;): Für die Anregung, diesen Artikel überhaupt in die Kaffeewiki zu stellen&lt;br /&gt;
* ''Christian'' (&amp;quot;qwert&amp;quot;): Für die Anregung mit den maschinenspezifischen Tips&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Joho|''Joho'']]: Für die Fotos und die Montagetips im Absatz über das Dampfrohr an der Gaggia CC&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorschlag für kleine Ergänzungen zur Handhabung: ==&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:K.R.ausDO|K.R.ausDO]] 23:59, 4. Sep 2007 (CEST)&lt;br /&gt;
*Der Hinweis auf das Ablaufenlassen von Kondenswasser steht nur unter &amp;quot;Maschinenspezifische Tips&amp;quot; ist aber praktisch für alle Art von Maschinen relevant. Daher sollte er (auch) unter &amp;quot;Vorbereitung&amp;quot; stehen.&lt;br /&gt;
*Ein Hinweis auf die Reinigung / das Sauberwischen des Dampfrohres bald nach Abschluß der jeweiligen Aufschäumtätigkeit ist auch angebracht. Zu oft sieht man noch diese eingesüfften Dampfrüssel...&lt;br /&gt;
*Auch sollte auf den kleinen Dampfstoß zum Schluß der Reinigung hingewiesen werden, mit dem das Fett, das durch das Sauberwischen in die Düsenöffnung gelangt ist, wieder entfernt wird.&lt;br /&gt;
Gruß Klaus&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:chris_weinert|Chris Weinert]] 00:05, 5. Sep 2007 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für die Hinweise, hast natürlich Recht! Habe das eben mal eingearbeitet.&lt;br /&gt;
Grüße, Chris&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unabhängig vom Fett? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-- Chris_weinert 00:44, 14. Nov 2006 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo anonymer Editor mit der 80.132.118.92, Du hast vorhin den Teil über den Fettanteil in der Milch bearbeitet und geschrieben daß es darauf nicht ankommt. Die Diskussion ist uralt und kommt offensichtlich überall und immer wieder auf. Der gemeinsame Nenner der &amp;quot;selbsternannten Experten&amp;quot; wie Du sie nennst, ist: Je höher der Fettanteil, desto cremiger der Schaum. Das hat nichts mit Glaubenskrieg zu tun, sondern mit Ausprobieren. Das führt auch zu der Aussage, daß  bestimmte Milchsorten bzw. Marken offensichtlich zu einem besseren Ergebnis führen als andere. Auch das ist Erfahrung, die ziemlich viele Leute bestätigen können, mich eingeschlossen - und ich bin sicherlich alles andere als ein Markenfetischist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruß,&lt;br /&gt;
Chris&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Hallo Chris,&lt;br /&gt;
:ich bleibe bei meiner Meinung zum Eiweiß und hab dazu einen unabhängignen Experten befragt. Prof Dr. Thomas Viglis ist Physikprofessor und Kochbuchautor. Sein absolut geniales Kochbuch Molekulare Küche erklärt das Kochen physikalisch. Kochen ist angewandte Physik&lt;br /&gt;
:So, Ihn habe ich gefragt und nun anbei seine Antwort.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Für mein Dafürhalten sind die Eiweiße wichtiger. Für einen stabilen Schaum brauchen Sie immer grenzflächenaktive Moleküle, also solche Moleküle, die sowohl Wasser als auch Fett mögen, die sich also nicht entscheiden können, wo sie wirklich hinmarschieren sollen. Daher bleiben sie immer an Grenzflächen sitzen. Beim Milchschaum gibt es zwar Fett, aber auch viel Luft in den Bläschen. Das Fett bleibt in den Milchstegen zwischen den Luftbläschen emulgiert. Die Molkenproteine (lactoglobuline) werden (wie beim geschlagenen Eiweiß) für die Schaumstabilität sorgen. Daher funktioniert Milchschaum, sowohl bei Vollfettmilch, als auch bei entrahmter, oder Halbfettmilch nahezu gleich gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Reicht Ihnen das als rasche Erklärung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Viele Grüße,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Thomas Vilgis&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gruß Ursula&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Hallo Ursula, es geht bei den Unterschieden nicht um die physikalische Erklärung des Schäum-Prozesses oder um Schaum-Stabilität, sondern um die feinen Unterschiede in der Qualität im Milchschaum in bezug auf die Variable Cremigkeit. Daß das insgesamt mit allen Fettgehalten und Milchsorten irgendwie funktioniert und der physikalische Prozess gleich ist, ist nicht das Thema. Sondern die feinen (!) Unterschiede in der Konsistenz. Das kannst Du empirisch überprüfen, indem Du einfach mal selbst vergleichst (mit einer ordentlichen Maschine, nicht mit dem Vollautomaten). Um schöne Unterschiede zu sehen, probier doch mal die Milch von Lidl, die von Landliebe 3,8% Fett und die von Bärenmarke. Das ist ein schönes Extremgruppendesign für Deine empirische Studie. Wenn Du festgestellt hast, wie unterschiedlich diese Sorten Schaum produzieren, schaust Du auf die Eiweißwerte und kannst Dich mit den Ergebnissen hier noch mal melden. ;-) &lt;br /&gt;
::Auch beim Fettgehalt kannst Du eine Versuchsreihe machen: Ein und die selbe Milchmarke, zwei Fettstufen, A-B-Vergleich. Die mit dem höheren Fettgehalt produziert leicht cremigeren Schaum – es wäre auch komisch, wenn nicht, denn die Emulsion hat... einfach mehr Fett! ;-) --[[Benutzer:Chris weinert|chris_weinert]] ([[Benutzer Diskussion:Chris weinert|Diskussion]]) 02:08, 10. Jan. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Italienisches Kulturmonopol ? Für mich bitte nur Bauschaum ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mag sein, dass Italiener einen flachen cremigen Schaum lieben, aber man sollte das doch bitte nicht als die einzig mögliche Warheit darstellen. Ich bevorzuge als passionierter Kaffeetrinker ganz klar den hier als Bauschaum verunglimpften hohen und festen Schaum. Es scheint mir geradezu lächerlich, die eine Schaumart als richtig un die andere als falsch hinzustellen. Nix für ungut und Gruß ! Kaffeemeiste &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Espresso, Capucino und Latte sind nunmal aus der italienischen Kultur hervorgegangen. Daher halte ich es für legitim wenn Puristen an dem Original festhalten und es als die ursprünglich richtige Methode darstellen.&lt;br /&gt;
: -- Manuel 15:11, 8. Jan 2010 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Text bezieht sich auf den alten Artikel, bevor er am 30.10.2006 grundlegend überarbeitet wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Satz wird behauptet, der Milchschaum sei unabhängig vom Fett. Das steht aber im Widerspruch zu diversen Quellen aus dem Internet, z.B. auch&lt;br /&gt;
http://de.wikipedia.org/wiki/Milchschaum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer hat nun Recht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-- Dirk [[Benutzer:195.14.219.244|195.14.219.244]] 13:39, 9. Sep 2006 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probiere es doch mal aus! :-)Nach meinem Empfinden gibt es geschmacklich schon erhebliche Unterschiede. Beim Vorgang an sich habe ich keine Unterschiede feststellen können. Vielleicht wäre es eine Diskussion im Kaffeenetzforum wert...&lt;br /&gt;
Grüße, Ole&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Nun, die von mir erwähnte Quelle beruft sich auf chemische Reaktionen. Ich würde es ja gerne verstehen, und nicht einfach irgendetwas ohne wirkliche Grundlage glauben. Auf der Kaffeewiki-Seite wird es halt einfach behauptet, dass es so sei, ohne eine Begründung zu liefern. Deswegen halte ich die andere Meinung für glaubhafter. Da ich mich aber mit Chemie nicht wirklich gut auskenne, frage ich lieber.&lt;br /&gt;
: -- Dirk [[Benutzer:81.173.139.89|81.173.139.89]] 19:58, 10. Sep 2006 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Berufen auf eine chemische Reaktion, sagt noch nichts über den Wahrheitsgehalt der Behauptung aus. ;-) Ich kenne die Aussage, ein höherer Fettgehalt würde beim Aufschäumen der Milch negativ zu Buche schlagen. Nur in der Praxis konnte ich diesen Effekt einfach nicht nachvollziehen. Und da bin ich nicht alleine: Thomas Leeb und Ingo Rogalla schreiben in Ihrem Buch &amp;quot; Kaffee, Espresso &amp;amp; Barista&amp;quot; wörtlich: &amp;quot;Um einen cremigen Milchschaum zu erhalten, ist die verwendete Milchsorte und deren Fettgehalt nicht von grosser Bedeutung,...&amp;quot;&lt;br /&gt;
Im Kaffee-Netz Forum herrscht ebenfalls die Meinung vor, dass der Fettgehalt für die Konsistenz(und die sollte cremig und fliessfähig sein) keine Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße, Ole&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Na, entschuldige mal, aber wir sollten doch objektiv bleiben und nicht über die Wahrheit abstimmen, oder? Wenn das anders gesehen wird, muss ich aber wirklich generell dieses Wiki in Frage stellen. Wer weiß, wieviel Quatsch hier so steht. Ohje...&lt;br /&gt;
: -- Dirk [[Benutzer:81.173.137.156|81.173.137.156]] 18:49, 11. Sep 2006 (CEST)&lt;br /&gt;
::Daß in diesem Wiki jeder schreiben kann, was er für die Wahrheit hält ist doch vollkommen in Ordnung. So funktionieren Wikis - auch die Wikipedia. Ich für meinen Teil schätze die Erfahrungen von Profi-Bariste und den Kaffee-Board-Regulars als zuverlässige Quelle ein was Milchschaum angeht. Der Artikel aus Wikipedia  gibt als Quelle ausschließlich die Fernsehsendung &amp;quot;Kaffee oder Tee&amp;quot; an - was soll daran glaubwürdiger sein. Die chemischen Erklärungen halte ich ebenfalls für fragwürdig. Wenn man sich andere Kaffee-Artikel der WP anschaut steht dort auch so mancher Unsinn z.B. habe ich erst vor kurzem die Behauptung korrigiert, daß Espresso mittels Dampf extrhiert wird.&amp;lt;p&amp;gt;Ohne dich angreifen zu wollen: Wikis leben davon, daß man Artikel bearbeitet und erstellt, auch auf die Gefahr hin, nicht ganz 100% richtig zu liegen. Zu erwarten, daß auf Diskussionsseiten geübte Kritik in einem Wiki mit so wenigen Benutzern von irgend jemand anderem im Artikel umgesetzt wird - darauf kannst du lange warten. Wenn du also andere Erfahrungen oder Quellen zum Thema Milchschaum hast, dann ändere den Artikel doch einfach - bisher ist er sowieso nur ein 1:1 Kopie einer Website.--[[Benutzer:Mark Twain|Mark Twain]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Sorry, da ist jetzt was falsch rüber gekommen. Ich wollte Dich nicht angreifen oder Dir gar über den Mund fahren. Und das Wiki-Prinzip wollte ich als Betreiber dieser Seite schon gar nicht in Frage stellen. :-) Ich halte die Aussagen im Wikipedia bzgl. des Milchschaums (wie Du scheinbar auch) nur für wenig glaubhaft, da praktisch nicht nachvollziehbar. Nochmals ein Entschuldigung für den etwas rüden Ton! Grüße,Ole&lt;br /&gt;
::::Meine Zeilen waren doch gar nicht an dich gerichtet! Ich wollte damit nur Dirks Beitrag beantworten, der eben das Kaffeewiki in Frage gestellt hat. Nebenbei fand ich deinen Ton an keiner Stelle rüde :-)--[[Benutzer:Mark Twain|Mark Twain]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::: @Mark: Natürlich funktionieren Wikis so, daß jeder etwas schreiben und ändern darf. ABER: das ganze funktioniert nur, wenn zumindest die Mehrheit der Beteiligten darin übereinstimmen, daß man Dinge auch in Frage stellt, und Sachverhalte nicht nur aufgrund von Hörensagen aufschreibt. &lt;br /&gt;
::::: Was Deinen Vorwurf anbelangt, dass ich doch einfach die Seite ändern soll, die mir nicht paßt: SO funktioniert es jedenfalls nicht, da sich sonst andere Leute auf den Schlips getreten fühlen, und die Änderung wieder rückgängig machen. Zudem sage ich nur: &amp;quot;Ich weiß es auch nicht besser.&amp;quot; Aber wenigstens versuche ich, zu lernen.&lt;br /&gt;
::::: Ich habe jedenfalls nach während dieser Diskussion neben der chemischen keine andere Erklärung gehört. Dann werde ich die Seite mal vorsichtig ändern.&lt;br /&gt;
::::: -- Dirk [[Benutzer:81.173.138.148|81.173.138.148]] 18:24, 13. Sep 2006 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technikforum? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe so den Eindruck, dass es Zeit wird, die verschiedenen Tips rund um bestimmte Maschinen in einem Technik-Artikel zusammenzufassen oder ggf diese Tips in die Artikel der jew. Seiten zu integrieren.&lt;br /&gt;
Wie ist denn da so die Meinung?&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Joho|Joho]] 19:21, 5. Jan 2007 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finde ich auch gut - wenn Du das so meinst, wie ich es verstehe. Ich fände es gut, wenn die Technik-Tips z.B. im Milchschaum Artikel stehen bleiben. Trotzdem kann man sie ja an anderer Stelle ebenso auftauchen lassen, z.B. auf einer entsprechenden Seite mit gesammelten Tips aus allen Bereichen.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Chris_weinert|Chris Weinert]] 22:29, 5. Jan 2007 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier einige weitere Tips, die ich zur Diskussion stellen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wenn man keine kalte Milch hat, kann man auch aufschäumen. Das geht mit den mechanischen Aufschäumern, die man im Handel findet, auch ganz ordentlich. Milch mit der Dampfdüse etwas erhitzen, dann mit dem Quirl aufschäumen, danach mit Dampf fertig erhitzen, wie im exzellenten Artikel beschrieben. Ich produziere damit und mit H-Milch im Büro ohne Kühlschrank exzellenten Milchschaum (IMHO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Meine Saeco hat wie viele Maschinen eine Aufschäumhilfe. Ich bin mit dem Schaum ebenfalls voll zufrieden. Einfach in kühlschrankkalte Milch zwei cm tief hineinhalten und am Edelstahlkännchen fühlen, wann die Milch heiß ist. Ich weiß nicht, was dagegen einzuwenden sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Saeco hat auch den Capuccinatore, der die Milch ansaugt und aus einem Schlauch die aufgeschäumte Milch produziert. Der Schaum ist deutlich fester (Bauschaum, wie ich in diesem Artikel gelernt habe), und das Teil ist nicht ganz einfach zu reinigen. Am besten, man lässt anschließend nochmal so viel heißes Wasser durchlaufen, und spült regelmäßig das ganze Teil auseinandergebaut aus. Ich finde den Milchaufschäumer besser und einfacher zu handhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo zusammen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollte der Artikel nicht evtl. zusätzlich in die 2 Kategorien aufgenommen werden (wg. Technik-Tips...)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Technik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gerätetips und -modifikationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
joho&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textverständlichkeit für noch Unwissende ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo,&lt;br /&gt;
den Artikel im Ganzen finde ich sehr schön und klasse, dass viele Leute diesen Wiki füllen. Aber als Interessierter an Milchschaumerstellung ohne praktische Erfahrung sind mir die beiden Absätze  zu ziehen und rollen sehr unverständlich.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Zurückziehen&amp;quot; ist unverständlich: wohin zurück? Zurück tiefer in die Milch oder zurück tiefer aus der Milch heraus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ziehen&lt;br /&gt;
Zunächst die Ziehphase, um Luft unterzuheben. Dazu muss der Kopf der Lanze ganz knapp an der Oberfläche der wirbelnden Milch “kratzen”, man erkennt die richtige Tiefe daran, dass man ein Schlürfgeräusch hört. Am einfachsten kommt man dort hin, indem man sich “vortastet”: Lanze rein '''[richtig inklusive des kleinen Lochs im Rohr in die Milch versenken?]''', Dampfhahn auf, Wirbelbewegung abwarten (1-3 Sekunden, je nach Dampfpower), und dann die Lanze so wieder rausziehen, dass gerade eben keine Luft eingezogen wird. '''[also das kleine Loch im Rohr immer noch in der Milch?]''' Von dort kann man dann ganz vorsichtig ein bisschen zurückziehen '''[rein oder raus?]''', bis das Schlürfen einsetzt. Das Schlürfen kann auch immer wieder kurz aussetzen, die Oberfläche bewegt sich ja.&lt;br /&gt;
'''Ich weiß nicht, wann in diesem Schritt nun eigentlich die Luft untergezogen werden soll. Denn laut Beschreibung hört es sich so an, als sei Lanze inklusive Loch immer in der Milch.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rollen&lt;br /&gt;
Wenn sich das Volumen der Milch ein wenig vergrößert hat (nicht verdoppelt, sondern ungefähr um die Hälfte zugelegt), die Lanze wieder eine Idee zurück in die Milch schieben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Hallo Unbekannte(r), danke für das Feedback, ich weiß nicht, wie lange es hier schon steht. Habe es jedenfalls in den Artikel eingearbeitet. Gruß --[[Benutzer:Chris weinert|chris_weinert]] ([[Benutzer Diskussion:Chris weinert|Diskussion]]) 02:08, 10. Jan. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
== Kakao auf dem Cap. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Dank für die vielen Erklärungen. Aber warum wird das alles so dogmatisch gesehen? Wer Kakao auf seinem Cappuccino mag, soll das doch so machen. Der Hinweis, dass der echte italienische ohne auskommt, reicht doch auch neutral. (Genauso wie auch die Art des Schaums nun wirklich Geschmacksache ist.) Der Abschnitt wird völlig lächerlich, wenn dann nach der großen Erklärung des &amp;quot;Kakao-Verbots&amp;quot; ein Bild von Latte-Art MIT Kakao gezeigt wird. Ist dieser jetzt von Starbucks oder wie? Würde mich freuen, wenn das alles etwas neutraler dargestellt wird und man sich nicht über alles lächerlich macht, was nicht einer bestimmten Vorstellung entspricht.&lt;br /&gt;
Zetano--[[Benutzer:79.204.131.252|79.204.131.252]] 12:48, 7. Jun 2009 (CEST)&lt;br /&gt;
: Hallo, guter Einwand, ich möchte allerdings noch etwas dazu sagen: Im echten Leben wird es ja nicht dogmatisch gesehen, eher im Gegenteil, da wird fast dogmatisch Kakaopulver draufgestreut. Im Club wo ich Urlaub gemacht habe stand sogar ein Kakaostreuer neben dem Getränkeautomaten zum nachstreuen. &amp;lt;br&amp;gt;Ich bin auch der Meinung, wer Kakao auf dem Cappu mag, soll das doch so trinken. Leider hätte ich es eben optional gerne und nicht so, dass er meist schon drauf ist wenn er serviert wird. Das macht mich dann etwas crazy, da ich der Auffassung bin wer eine Cafe-Bar betreibt sollte auch wissen was er tut. Das jedes Kaffee-Netz Mitglied mit Minimalausrüstung (200-300+ Euro) und etwas Übung einen Besseren Kaffee hinkriegt als 90% dessen was ich in Kaffeehäusern aus Gastronomiegeräten um 3000Euro+ vorgesetzt bekomme ist leider auch ein Fakt, da kommt leider Starbucks sogar im Vergleich ganz gut weg.&amp;lt;br&amp;gt;Den Artikel habe ich mir gerade angesehen und er wirkt auf mich neutral, da es ja auch darum geht die Wichtigkeit des Nicht-Kakaostreuens zu untermalen, denn der Kakao verfälscht meiner Ansicht nach zwangsläufig den Geschmack des Kaffees den ich/wir schmecken wollen. Wobei in manchen miesen Cafes kann der Kakao schon aufwertend wirken, bei guten Kaffeesorten ist es üblicherweise unerwünscht. Der Kaffee wird meist aufwändig geröstet und gemischt und auch sehr mühsam geerntet, da ist es wohl auch in meinem Augen etwas undankbar den sorgfältig erarbeiteten Kaffeegeschmack mit Kakaogeschmack zu übertünchen. Das Bild mit dem Kakaopulver auf Latte-Art ist natürlich korrekterweise kein Burner und ist der Seriösität des Artikels nicht förderlich.  Ich habe leider kein passenderes zur Hand. Wenn sich jemand aus dem Latte-Art Thread im Forum sein Bild zur Verfügung stellt wäre das toll.&lt;br /&gt;
:[[Benutzer:PAPPL|PAPPL]] 21:16, 8. Jun 2009 (CEST)&lt;br /&gt;
::Danke für die ausführliche Antwort. Ich trinke ja meinen Capuccino auch meist lieber ohne Kakao. Die Frage ist nur 1.), wer bzw. wie man denn nun festlegt, was ein ''richtiger'' ist (so wie der Artikel es jetzt suggeriert), und 2.), wie sehr das hier eine &amp;quot;ernsthafte Enzyklopädie&amp;quot; sein soll. Liest man das mit etwas Humor, kann man das alles natürlich locker sehen. Und zu 1): Ich habe mir jetzt ebenfalls nochmal erzählen lassen, dass man in Italien in manchen Bars durchaus auch Kakao draufstreut. Tja, also was ist denn nun ''richtig''...? Die Erklärung, die Du hier gibst, könnte man doch gut in den Artikel einarbeiten und wäre eine schöne Bereicherung. Sowas wie: ''der Kakao verfälscht zwangsläufig den Geschmack des Kaffees und kann feine Nuancen überdecken. Daher lehnen manche bei der Zubereitung ihres C. das Streuen von Kakao ab'' Das wäre dann für mich differenzierter und somit auch neutraler.&lt;br /&gt;
::Zetano--[[Benutzer:79.204.142.38|79.204.142.38]] 01:02, 1. Jul 2009 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=24580</id>
		<title>Milchaufschäumen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=24580"/>
		<updated>2015-01-10T00:49:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Ergänzungen nach Feedback auf der Diskussionsseite.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Anmerkung zum Anfang:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel (und der dazugehörige, weil anschließende über [[Latte Art]]) erscheint auf den ersten Blick relativ lang. Ist er vielleicht auch, gleichzeitig ist das Ziel dieses Artikels, wirklich keine Fragen offen zu lassen. Nach dem Lesen dieser Anleitung schafft es &amp;lt;u&amp;gt;jeder&amp;lt;/u&amp;gt;. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die komplette Anleitung ist in zwei Teile geteilt:&lt;br /&gt;
# Einen Artikel zum Schäumen (dieser hier) und &lt;br /&gt;
# einen zum eigentlichen Gießen der [[Latte Art]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgeschrittene, die nur Latte Art lernen wollen, können die ihnen bekannten Punkte überspringen, oder den Artikel [[Latte Art für Fortgeschrittene]] lesen, der mit einer anderen Didaktik direkt typische Missverständnisse der Latte Art behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung: Das Ziel des Ganzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herstellung eines Cappuccino braucht man Milchschaum. Das Milchschäumen wird von Anfängern immer wieder als besonders schwierig empfunden. Herumstochern in der Milch, Blubbern und Spritzen, und am Ende ist der Milchschaum grobporig und fällt schnell zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich ist das Ganze jedoch relativ einfach (und uneigentlich auch), es erfordert kein großes Geschick, sondern man muss nur &amp;lt;u&amp;gt;wissen&amp;lt;/u&amp;gt; wie es geht, danach wird es nicht lange dauern bis man die Technik beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''An die Einsteiger:''' In diesem Artikel wird man Dinge lesen, die für manch einen genau das Gegenteil sind von dem, was er bisher &amp;quot;gelernt&amp;quot; hat. Davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Am einfachsten ist es, ersteinmal alles zu vergessen, was man von anderswo kennt, insbesondere von der Gastronomie – zumindest außerhalb Italiens – oder auch aus Werbung für Saeco Vollautomaten mit Latte Macchiato auf Knopfdruck. In diesem Artikel geht es nicht um den echten italienischen Cappuccino, wie ihn sich Starbucks oder Tchibo vorstellen, sondern um den echten italienischen Cappuccino, wie er in Italien getrunken wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor hier die Beschreibung losgeht, ist es sinnvoll ersteinmal das Ziel der ganzen Schäumerei festzuhalten. Dass das Milchschaum ist, ist klar, aber die Beschaffenheit/Qualität desselben ist der entscheidende Unterschied. Räumen wir mal auf mit dem ersten Anfängerfehler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #1: Schaum muss fest sein'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Was man &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; haben will, ist der sog. [[Bauschaum]]. Einsteiger berichten immer wieder, Ihr Milchschaum gelänge ihnen “schon sehr gut, er ist so fest, dass ich ihn mit dem Löffel formen kann.” Genau diese Konsistenz ist es jedoch, die in Fachkreisen “verachtet” wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Milchschaum sollte vielmehr &amp;lt;u&amp;gt;cremig&amp;lt;/u&amp;gt; sein, ähnlich nicht ganz fest geschlagener Sahne, also eine dickflüssige, viskose Konsistenz. Warum das? Nun, erstens schmeckt cremiger Milchschaum in einem Cappucino deutlich besser als Bauschaum, der einen eher an die Krone bei einem Bier denken läßt. Und zweitens hat die cremige Konsistenz einen weiteren großen Vorteil, denn: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #2: Kakaopulver oben drauf'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Auf einen richtigen Cappuccino gehört kein Kakaopulver! &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja richtig: Keins! In all den Bahnhofscafés und Starbucks-Filialen mit Ihren Vanilla-flavored Latte-Cino to go (size: tall) Kaffeegetränken wird einem zwar etwas anderes suggeriert, aber so ist es. Kein Kakaopulver? Aber wie mache ich das meinen Gästen klar? Ohne Probleme, denn wenn man also schön cremigen Milchschaum hat, kann man damit durch gezieltes Eingießen der Milch Muster “zeichnen”, die sogenannte “Latte Art”. Die beliebteste Figur ist das Blatt oder Bäumchen. Hier mal ein Bild von einem Profi-Werk (die dunklen Flecken oben allerdings sind Kakaopulver): &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art (Quelle: LaPotenza.com)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dürfte dieser Punkt geklärt sein. Bleibt nur noch die Frage: Wie kommt man da hin? Nun, ein Bäumchen wie das oben abgebildete wird man sicherlich nicht auf Anhieb zeichnen können. Aber eine Annäherung geht schnell und ist ganz einfach. Die Bewertung als “einfach” ist übrigens ehrlich gemeint, denn der Autor ist selbst nicht das, was man als “motorisch begabt” einstufen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen: Wie denn jetzt?==&lt;br /&gt;
Als Einsteiger denkt man immer, man muss möglichst viel Schaum haben, man “stochert” mit der Dampflanze in der Milch herum, es spritzt und blubbert, aber richtig schönen Milchschaum hat man am Ende nicht. Kein Wunder, denn meistens hat man keinen Plan, was man da eigentlich machen soll. Hier ist er: Milchschaum besteht aus Milch und Luft, d.h. man muss der Milch 1. ''Luft unterheben'' und diese dann 2. möglichst gut ''in der Milch verteilen''. Das geht nicht mit herumstochern, sondern ganz gesittet in zwei Phasen: dem sog. “Ziehen” und dem “Rollen”. Während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Ziehphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; wird Luft unter die Oberfläche der Milch gezogen, während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Rollphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; nicht mehr, sondern die Milch nur “durcheinandergewirbelt”, damit sich die Luft verteilt und der Schaum möglichst fein wird. Wie geht das konkret?&lt;br /&gt;
Zunächst braucht man das richtige '''Equipment''':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Espressomaschine''' mit Dampflanze (explizit ohne “Aufschäumhilfe”, sonst ist das ganze schwierig, siehe auch die maschinenspezifischen Tips am Ende des Artikels!)&lt;br /&gt;
* '''Tassen''' in der richtigen Größe (ca. 180 ml oder ein bisschen mehr) und der richtigen Form (keine komplett senkrechten Seitenwände, je runder das Profil, desto besser)&lt;br /&gt;
* Ein gutes '''Aufschäumkännchen''' mit ausgeprägter Tülle und 0,2 bis 0,7 Liter Inhalt (je nach Maschine und deren Dampfpower). Für Maschinen mit kleinem Dampfboiler funktionieren die kleinen Kannen besser, weil sie nicht genug &amp;quot;Ausdauer&amp;quot; für eine 0,6-Liter Kanne haben. Für größere Maschinen kann umgekehrt ein kleines Kännchen zu Problemen führen, weil der Dampfdruck die Milch aus dem Kännchen &amp;quot;befördert&amp;quot;. Unabhängig davon gilt: Das Schäumen ist umso einfacher, je größer das Kännchen, das Latte Art Gießen ist umso einfacher, je kleiner das Kännchen.&lt;br /&gt;
* '''Milch''': kalt, und je höher der Fettanteil, desto cremiger wird im allgemeinen der Schaum, also mindestens 3,5%, besser sind über 3,8%. Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen verschiedenen Marken, wer das nicht glaubt, kann mal Bärenmarke Milch ausprobieren, bei der der Schaum am feinporigsten wird. (Bärenmarke ist mittlerweile ein Produkt Hochwald Nahrungsmittel-Werke GmbH (Thalfang; Hunsrück). Die Marke Bärenmarke wird unter der Tochtergesellschaft Allgäuer Alpenmilch GmbH von Hochwald geführt. Für Bärenmarke Produkte wird ausschließlich Milch von bäuerlichen Betrieben aus den bayrischen Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf, südliches Rottal und aus dem südlichen Landkreis Landshut verwendet. ...also nix mehr mit Nestlé)&lt;br /&gt;
Allerdings ist für die Stabilität des Milchschaums nicht der Fettgehalt, sondern der Eiweißgehalt verantwortlich. Dies ist wissenswert, da Eiweiß ab ca. 40°C gerinnt, was die Entstehung des festen &amp;quot;Bauschaums&amp;quot; bei zu hohen Temperaturen erklärt. Relevant wird dies beim Milcheiweiß etwa zwischen 65 und 70°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# '''Milchkännchen zur Hälfte mit Milch füllen'''. Immer. Wenn man guten Milchschaum haben will, kann die Füllhöhe nicht variiert werden. Will man weniger Milch schäumen, muss man eine kleinere Kanne nehmen. Warum? Sonst stimmen die Proportionen (Füllhöhe und Oberfläche) nicht mehr, um richtig Schäumen zu können. Klingt komisch, aber für den Anfang einfach erstmal akzeptieren und dann erst später verstehen. ;-)&lt;br /&gt;
# '''Die Milch muss kalt sein.''' Das hat einen ganz einfachen Grund: je kälter die Milch, desto mehr Zeit hat man als Barista mit dem Schäumen. Der Dampf heizt die Milch natürlich auf, und wenn man zu lange schäumt, wird die Höchsttemperatur überschritten, so dass der Schaum nicht gut wird. Also: Je kälter die Milch, desto einfacher das Schäumen. &lt;br /&gt;
# [[Bild:Milchkanne_Hand.jpg|thumb|right|Kännchen direkt in der Hand halten]]'''Kännchen direkt in die Hand.''' Damit man weiß, wann Schluss ist mit Schäumen, nimmt man das Kännchen am besten direkt in die Hand und nicht am Griff. Alternativ kann man auch eine Hand an die Kännchenwand legen, um die Temperatur mit dieser Hand zu fühlen. Die Höchsttemperatur liegt übrigens bei ca. 60°C, praktischerweise ist das genau die Temperatur, die man gerade noch so eben als “aushaltbar” empfindet. Wenn diese Temperatur erreicht ist, ist Schluss mit Schäumen – und zwar in jedem Fall. Denn: Was man bis dahin nicht an Schaumqualität erreicht hat, holt man danach nicht mehr heraus. Kurz bevor es anfängt wehzutun, macht man also den Dampfhahn zu. Danach fängt das Milcheiweiß an zu gerinnen, der Schaum wird fester: [[Bauschaum]], und den will ja niemand.&lt;br /&gt;
# '''Kondenswasser ablassen'''. In der Dampflanze befindet sich schon nach 10-20 Sekunden Nichtbenutzung Kondenswasser. Deshalb vor jedem Schäumen kurz das Ventil aufdrehen bis nur noch Dampf kommt. Dazu kann man eine andere Kanne unter die Dampflanze halten. Dann Ventil zu, mit Milch gefülltes Kännchen nehmen und es kann losgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schäumen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Die richtige Position der Dampflanze====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Draufsicht.jpg|thumb|left|Optimale Lanzenposition (roter Pfeil=Sollbewegung der Milch)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Schema.jpg|thumb|left|Wirbelbewegung beim Ziehen und Rollen bei richtiger Positionierung (schematisch)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Lanze muss nicht in die Mitte der Kanne, sondern etwas versetzt eingetaucht werden, so wie die Nadel auf einer Schallplatte liegt (siehe unten). Diese Stellung ist wichtig, damit die Milch beim Schäumen in eine Wirbelbewegung versetzt wird, die wie in einer Steilkurve immer an der Wand entlang verläuft (roter Pfeil). Die Position und genaue Ausprägung dieser Wirbelbewegung ist je nach Maschine und der Stellung der Lanze (schräg wie bei der [[La Uno|Carimali Uno]] oder weniger schräg wie bei den meisten anderen Maschinen oder ganz gerade wie bei der [[Gaggia Classic Coffee]]) etwas unterschiedlich, das weitere Prozedere ist jedoch bei allen Maschinen gleich. Sehr zu empfehlen ist es, die Tülle der Kanne als Führung für die Dampflanze zu benutzen, sofern das (je nach Maschine) geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tipp:''' Die Position lässt sich sehr gut finden, indem man mit Wasser statt Milch übt (ohne Ziehen). Hier kann man ohne Hektik herumprobieren, bis man die richtige Position für die Wirbelbewegung der Flüssigkeit gefunden hat. Bei einigen Maschinen muss man das Kännchen ankippen, bei anderen nicht.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Volldampf: Ziehen und Rollen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht’s los, aber erst lesen, denn die Beschreibung ist ausführlich, das Prozedere dagegen sehr schnell. Entgegen vieler Darstellungen selbst in guten Büchern unterscheidet sich die Tätigkeit des Barista bei der Zieh- und Rollphase nicht wirklich: Die oben beschriebene Position der Dampflanze wird &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; geändert (!), &amp;lt;u&amp;gt;lediglich die Eintauchtiefe&amp;lt;/u&amp;gt;, und auch diese nur leicht! Wenn die Tülle zur Führung verwendet wird, ist dies noch einfacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ziehen=====&lt;br /&gt;
Zunächst die Ziehphase, um Luft unterzuheben. Dazu muss der Kopf der Lanze (mit den Löchern) ganz knapp an der Oberfläche der wirbelnden Milch “kratzen”, man erkennt die richtige Tiefe daran, dass man ein Schlürfgeräusch hört – kein Blubbern und Spritzen! Am einfachsten kommt man dort hin, indem man sich “vortastet”: Lanze ganz in die Milch tauchen, Dampfhahn auf, Wirbelbewegung abwarten (1-3 Sekunden, je nach Dampfpower), und dann die Lanze wieder so weit aus der Milch herausziehen, dass &amp;lt;u&amp;gt;gerade eben keine&amp;lt;/u&amp;gt; Luft eingezogen wird, der Kopf also gerade eben noch unter der Oberfläche ist. Das ist der Punkt, an dem man das Ziehen &amp;quot;kontrolliert&amp;quot;: Von dort kann man dann die Lanze dann ganz vorsichtig noch ein bisschen weiter herausziehen, bis das Schlürfen einsetzt – es wird Luft untergehoben. Das Schlürfen kann auch immer wieder kurz aussetzen, die Oberfläche bewegt sich ja. Während der Ziehphase muß man das Kännchen mehrmals ein solch kleines Stück weiter zurückziehen, denn das Volumen vergrößert sich ja, d.h. die Oberfläche steigt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Rollen=====&lt;br /&gt;
Wenn sich das Volumen der Milch ein wenig vergrößert hat (nicht verdoppelt, sondern ungefähr um die Hälfte zugelegt), die Lanze wieder eine Idee zurück in die Milch schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Achtung:''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tiefe des Eintauchens ist auch beim Rollen eher gering. Auch dies gehört zu den Fehlbeschreibungen selbst in guten Büchern, dass man zum Rollen die Lanze schön tief in der Kanne versenken muss. Falsch! Was man braucht ist nur die Tiefe, die gerade eben keine Luft unter die Milch zieht. Wenn man tiefer geht, wird der Schaum nicht effektiv genug verwirbelt und wird nicht so glatt und cremig. &lt;br /&gt;
Sobald’s zu heiß wird an den Flossen: Dampfhahn zu!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum Mythos #3: Schön viel Volumen'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Das Volumen sollte nicht stark zulegen (ca. 50%). Deshalb auch nicht lang ziehen, wenig Rollen, sondern genau umgekehrt. Das Zeitverhältnis zwischen Ziehen und Rollen sollte ca. 1:2 sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die detaillierte Beschreibung führt vielleicht von der Zeitvorstellung des ganzen Prozesses in die Irre, in der Praxis geht der aber relativ schnell, wenn man einmal die Lanzenposition für obige &amp;quot;Milchbewegung&amp;quot; gefunden hat. Also Lanze rein, Dampf auf, Wirbeln, dann kurz ziehen, Lanze wieder ein bisschen zurück, weiterrollen bis auf Temperatur (zu heiß für die Pfoten), fertig. Wer's sehen will, schaue sich das unten verlinkte Video an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Schäumen kann das Kännchen kurz auf die Tischplatte geklopft werden (als würde man es mit Schmackes abstellen), um die letzten groben Luftbläschen zu beseitigen. Schwenken hilft, um den Schaum gleichmäßiger verteilt zu halten oder nach dem Schlagen wieder ein wenig zu vermischen. Danach sofort mit dem Eingießen beginnen und wenn gewünscht Latte Art gießen. Wie das geht, steht [[Latte Art|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
|'''Der ultimative Supertipp:''' Zum Üben kann man statt Milch einfach kaltes Wasser in das Milchkännchen füllen, in das man einen Tropfen Spüli gibt. Das Spüliwasser ist in seinem Aufschäumverhalten der Milch täuschend ähnlich - und auch optisch, wenn man richtig geschäumt hat. Also Vorsicht, daß niemand das Zeug aus Versehen trinkt!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Nicht vergessen: Sofort reinigen!====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milch ist kein Produkt, dessen Reste man gerne irgendwo vergammelt sammeln möchte, und schon gar nicht in der Espressomaschine. Ja, richtig: &amp;lt;u&amp;gt;In&amp;lt;/u&amp;gt; der Maschine. Denn beim Zudrehen des Ventils entsteht durch das Abkühlen des Dampfes in der Lanze in Sekundenbruchteilen ein Unterdruck, so dass etwas Milch angesogen wird. Deshalb nach jedem Aufschäumen nicht nur die Lanze von außen mit einem sauberen und feuchten Lappen reinigen, sondern auch noch einmal kurz für einen Dampfstoß aufdrehen, damit die Milchreste aus der Lanze gepustet werden. Man kann dazu einfach das Kännchen nehmen, das man schon für das Ablassen des Kondenswassers genommen hat, oder - das spart einen Arbeitsgang - den Lappen um die Lanze legen, mit dem man gerade außen gereinigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Checkliste.jpg|thumb|right|150px|Die Latte-Art-Checkliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Checkliste===&lt;br /&gt;
Hier zum Ausdrucken auf A4 (ein JPEG in 300dpi, weil man hier keine PDFs hochladen kann, gibt aber ein sauberes Druckbild) eine '''Checkliste''', um sie neben die Espressomaschine zu legen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video==&lt;br /&gt;
Der komplette Prozess des Aufschäumens in einem 0,6er-Kännchen läßt sich [http://www.youtube.com/watch?v=Fk7gf5v2S0w in diesem Video] sehen. Dort zu sehen/hören:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Tonarmposition&amp;quot; der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Führung&amp;quot; der Kanne mit der Tülle an der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die Wirbelbewegung der Milch&lt;br /&gt;
* Die Schlürfgeräusche beim Ziehen&lt;br /&gt;
* Den geringen Unterschied der Eintauchtiefe beim Ziehen und Rollen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte auch die Beschreibung auf Youtube lesen bezüglich der Einschränkungen des Videos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maschinenspezifische Tips==&lt;br /&gt;
Hier noch ein paar Tips, die sich spezifisch auf bestimmte Espressomaschinen beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[La Spaziale S1 Vivaldi II]]====&lt;br /&gt;
Immer vor dem Aufschäumen das Kondenswasser aus der Dampflanze in die Abtropfschale &amp;quot;dampfen&amp;quot;!&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Falls bei kleinen Milchmengen, wegen zu viel Dampfpower, das Aufschäumen zu schnell abläuft empfiehlt es sich die kleinere Dampfdüse mit 4x0,9mm Löchern zu montieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Es gibt zwei gute Möglichkeiten bei kleinen Milchkännchen:&lt;br /&gt;
:'''Einfache Aufschäum-Methode:'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Einfach das Dampfrohr senkrecht einstellen und mittig etwa 0,5cm in die Milch tauchen. Milchkännchen mit der Hand umgreifen und Dampf voll aufdrehen. Es entsteht ein riesen Wirbel und dabei die Dampflanze nur soweit herausziehen dass nur minimal ein schlürfendes Geräusch entsteht. Keinesfalls Luft ansaugen, eher Lanze tiefer eintauchen. Position der Dampflanze immer mittig belassen und eventuell nur in der Höhe variieren bis das Milchkännchen sehr warm, aber nicht heiß, wird. Dampfzufuhr schnell stoppen. Fertig ist feinste, dickflüssige Milchcreme mit Mikroporen von oben bis unten. &lt;br /&gt;
: Achtung: Wenn zu lange aufgeschäumt wird, dann entsteht statt homogener Milchcreme ein oberflächlicher Schaum an der Milchoberfläche, daher rechtzeitig stoppen &amp;lt;u&amp;gt;bevor&amp;lt;/u&amp;gt; das Kännchen an der Aussenwand unangenehm heiß wird.  &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:PAPPL|PAPPL]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
:'''Coffeesnob Koffee Kosmo's Aufschäum-Methode:'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[http://www.youtube.com/watch?v=DlUI0t3-2SE Coffeesnob Koffee Kosmo's Technik] funktioniert gleich wie die einfache Aufschäum-Methode nur, dass es in der Roll-Phase die Lanzenposition von mittig auf seitlich geändert wird.  &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Kosmo aus dem Coffeesnob Forum&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Classic_Coffee|Gaggia Classic Coffee]]====&lt;br /&gt;
* [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_2.JPG|thumb|right|120px|Zusammenbau]] [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_3.JPG|thumb|right|120px|Innenansicht]] '''Modifikation:''' Die Classic Coffee besitzt standardmäßig ein sog. ''[[Panarello]]'', eine Aufschäumhilfe, die einem das Milchschäumen auch ohne großartige Kenntnisse ermöglichen soll. Das Problem dabei ist, dass dadurch “richtiger” Milchschaum nur schwer möglich ist, weil man keine Kontrolle über Ziehen und Rollen hat. Hier hilft ein Austausch der Dampflanze gegen die von der [[Silvia|Rancilio Silvia]] (gibt es z.B. bei [http://www.tidaka.net TIDAKA] oder [http://www.espressoxxl.de EspressoXXL], Artnr. R9064 + Adapter 520680). Ganz nebenbei sieht die Silvia-Dampflanze auch noch professioneller aus. Das Dampfrohr kann entweder mit einem Adapter angebracht werden oder mit der Mutter der Gaggia Dampflanze. &lt;br /&gt;
* Bei der Montage mit dem ''Adapter'' wichtig: Der Adapter muss innerhalb des Gehäuses liegen, damit er nicht beim Entnehmen des Wassebehälters im Weg ist. Dazu muss das Dampfrohr entsprechend gebogen werden. Achtung, das Biegen muss sachte (!) erfolgen, denn das Rohr knickt schnell - schneller als man denkt! Das Rohr wird dann inkl. Dampflanze an das Dampfventil verbaut, da bei montiertem Dampfrohr kein Zugang zum Adapter besteht. Beim Anziehen des Adapters immer mit einem zweiten Gabelschlüssel gegenhalten. Funktioniert sehr gut. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:Joho|Joho]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die bessere Alternative: mit ''Originalschraube'' (funktioniert nicht beim Austausch gegen den Panarello -- jedenfalls nicht, ohne diesen zu zerstören --, da sich dort die Mutter nicht abziehen lässt.) Vorteil: Man spart sich das Öffnen des Gehäuses (Garantie) und das (gefährliche) Verbiegen des Dampfrohres. Um die Mutter der Gaggia-Dampflanze von dieser abzuziehen, muss die Dampflanze etwas gerader gebogen werden, da man sonst nicht um den Knick kommt. Die Silvia Dampflanze muss ebenfalls Ihrer Originalschraube entledigt werden, hierzu die Düse von der Dampflanze abschrauben und den Gummischutz an der Krümmung abziehen, evtl. vorhandene Dichtungsringe und die Metallscheibe auch entfernen. Dann kann die Mutter der Gaggia-Dampflanze auf die neue Dampflanze geschoben und wieder mit dem Dampfrohr verschraubt werden. Hilfreich kann auch das ausführliche YouTube [http://www.youtube.com/watch?v=1hCcwmxj5lw Video des Einbaus] sein (mit schwedischen Untertiteln).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei neueren Maschinen scheint der Einbau deutlich einfacher zu sein. Es ist nicht mehr nötig, die Dampflanze zu biegen, um die Mutter abzuziehen.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Alternative: die Dampflanze der alten Coffee Gaggia paßt perfekt - allerdings läßt sie sich als Ersatzteil offensichtlich nicht mehr nachbestellen.&lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Ein Geheimtip für maximale Dampfpower ist, nach dem Umschalten nicht bis zum Leuchten der Lampe zu warten, sondern den Dampfhahn zunächst sofort für ca. 10 Sekunden zu öffnen, um das Kondenswassser abzulassen. Nach weiteren 30 Sekunden dann mit dem Schäumen beginnen, ohne auf das Lampensignal zu warten. Effekt: Der Dampf hält deutlich länger an, weil die ganze Zeit von der Maschine geheizt wird.&lt;br /&gt;
* '''viel Milch aufschäumen:''' Damit der Gaggia beim Schäumen größerer Mengen Milch nicht der Dampf ausgeht, kann man zwischendurch die Pumpe anschalten (also während des Schäumens zusätzlich die Bezugstaste drücken). Dann wird wieder Wasser in den Kessel befördert.&lt;br /&gt;
* Zur Gaggia CC gibt es auch schöne [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=9305 Videos (Videos nicht mehr Online!)] im Kaffee-Netz, die oben genannte Punkte illustrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Domobar|Vibiemme Domobar]]====&lt;br /&gt;
* '''Modifikation:''' Mit der Standard 4-Loch Düse haben viele Anwender Probleme, die meist durch den Austausch gegen eine 2-Loch-Düse behoben werden (auch z.B. bei EspressoXXL). &lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Sofort nach dem Betätigen des Dampfschalters das Ventil aufdrehen, um das Kondenswasser abzulassen. So ungefähr 10-20 Sekunden offen lassen bis nur noch Dampf kommt, dann Ventil wieder zu. Aber dann auch hier nicht warten bis die Heiz-Lampe ausgeht, sondern vorher anfangen zu schäumen. Effekt: Die Maschine heizt noch nach während man schon schäumt und der Druck hält länger an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Technik]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Gerätetips und -modifikationen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=19305</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=19305"/>
		<updated>2011-11-08T13:16:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: /* 3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muss sitzen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffè Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt;''' nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muss der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es macht den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen====&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tipp:''' Die Größe macht eben doch einen Unterschied: Gerade für Einsteiger ist das Latte-Art-Gießen deutlich einfacher mit einer '''kleinen 0,3-Liter Kanne'''. Der Autor hatte nach monatelangen Versuchen mit der 0,6er-Kanne sein Aha-Erlebnis, als er die kleine Kanne verwendet hat. Probiert es aus! (Am besten auch gleich im kleinen Kännchen schäumen, dann spart man sich auch den ganzen Umgieß-Zirkus dieses Punktes Nr. 2!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
:[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|]]Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccini in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Abgießen, Schwenken, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muss sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muss &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Strömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in dem bereits oben verlinkten [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] erkennen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muss, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
:Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, dass die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Noch ein kleiner Hinweis zum Üben:'''&lt;br /&gt;
Wenn man kaltes Wasser in das Milchkännchen füllt und dann noch einen Tropfen Seife dazugibt, kann man damit das Aufschäumen üben (wenn man richtig schäumt, sieht das Seifenwasser geschäumter Milch zum Verwechseln ähnlich). Da außerdem zum Gießen von Latte Art nicht unbedingt eine Crema notwendig ist, kann man mit dem geschäumten Seifenwasser auch einfach das Gießen üben, indem man statt Espresso Instant- oder Filterkaffee verwendet. So kann man gleich mehrere Versuche hintereinander starten, ohne dass man Espresso und Milch verschwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
* Neben den obigen Videos kann man das sich auch sehr gut die Latte-Art von [http://www.youtube.com/user/flyingthud diesem jungen Herrn] oder auch [http://www.youtube.com/watch?v=EIobkFn3sFY dieses ziemlich perfekte Kunstwerk] - allerdings typisch amerikanisch in einer riesigen Tasse - mal anschauen.&lt;br /&gt;
* Den Heureka-Moment als Auslöser für diesen Artikel hat [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc dieses Video mit Marcus] geliefert, weil er dort erwähnt, dass die Milch &amp;quot;nicht viel mehr geworden&amp;quot; ist. -&amp;gt; weniger Ziehen, mehr Rollen!&lt;br /&gt;
* Beim Suchen nach &amp;quot;Latte Art&amp;quot; wird man auf YouTube zudem schnell fündig und kann sich Einblick in verschiedene Cafés und Küchen von Baristas auf der ganzen Welt verschaffen. ;-)&lt;br /&gt;
* '''Der offizielle Clip zu diesem Artikel''': Zudem gibt es natürlich auch noch den Teil 2 der im Aufschäumartikel angefangenen Kaffeewiki-TV-Serie: [http://www.youtube.com/watch?v=5l2YZzvuotE '''Hier klicken!''']&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. &lt;br /&gt;
* Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. (Diese Milch ist von Nestlé und zum Ausprobieren ok, generell empfiehlt es sich allerdings, die lokalen Lieferanten vorzuziehen. Einfach im Supermarkt auf der Verpackung nachschauen, Frischmilch kommt fast immer aus dem Umland.)&lt;br /&gt;
* Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings sehr häufig nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, dass er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
* Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, dass ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren. Nach einigen hundert aufgeschäumten Kännchen Routine läßt sich irgendwann so ziemlich mit jeder Milchsorte passabler Schaum herstellen, und die Auswahl wird schlicht eine Frage des Geschmacks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Zwar läßt sich auch ohne Tülle Latte Art gießen, aber diese Fähigkeit bleibt einer kleinen &amp;quot;Barista-Elite&amp;quot; vorbehalten, insbesondere bei komplizierteren Motiven. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über die Kannenqualität herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, dass bei Vielen bestimmte Kannen besser funktionieren als andere. Einige verbreitetere Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffeezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Motta.jpg|Motta-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muss aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, dass der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/results?search_query=latte+art&amp;amp;search_type=&amp;amp;aq=f Latte Art Videos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in einigen der Latte-Art-Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen der Videos mit Marcus auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''[[T0m]]'': Für das Foto der Motta Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=19304</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=19304"/>
		<updated>2011-11-08T13:15:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Wort&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffè Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt;''' nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muss der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es macht den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen====&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tipp:''' Die Größe macht eben doch einen Unterschied: Gerade für Einsteiger ist das Latte-Art-Gießen deutlich einfacher mit einer '''kleinen 0,3-Liter Kanne'''. Der Autor hatte nach monatelangen Versuchen mit der 0,6er-Kanne sein Aha-Erlebnis, als er die kleine Kanne verwendet hat. Probiert es aus! (Am besten auch gleich im kleinen Kännchen schäumen, dann spart man sich auch den ganzen Umgieß-Zirkus dieses Punktes Nr. 2!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
:[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|]]Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccini in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Abgießen, Schwenken, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muss sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muss &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Strömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und vorsichtig kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in dem bereits oben verlinkten [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] erkennen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muss, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
:Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, dass die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Noch ein kleiner Hinweis zum Üben:'''&lt;br /&gt;
Wenn man kaltes Wasser in das Milchkännchen füllt und dann noch einen Tropfen Seife dazugibt, kann man damit das Aufschäumen üben (wenn man richtig schäumt, sieht das Seifenwasser geschäumter Milch zum Verwechseln ähnlich). Da außerdem zum Gießen von Latte Art nicht unbedingt eine Crema notwendig ist, kann man mit dem geschäumten Seifenwasser auch einfach das Gießen üben, indem man statt Espresso Instant- oder Filterkaffee verwendet. So kann man gleich mehrere Versuche hintereinander starten, ohne dass man Espresso und Milch verschwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
* Neben den obigen Videos kann man das sich auch sehr gut die Latte-Art von [http://www.youtube.com/user/flyingthud diesem jungen Herrn] oder auch [http://www.youtube.com/watch?v=EIobkFn3sFY dieses ziemlich perfekte Kunstwerk] - allerdings typisch amerikanisch in einer riesigen Tasse - mal anschauen.&lt;br /&gt;
* Den Heureka-Moment als Auslöser für diesen Artikel hat [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc dieses Video mit Marcus] geliefert, weil er dort erwähnt, dass die Milch &amp;quot;nicht viel mehr geworden&amp;quot; ist. -&amp;gt; weniger Ziehen, mehr Rollen!&lt;br /&gt;
* Beim Suchen nach &amp;quot;Latte Art&amp;quot; wird man auf YouTube zudem schnell fündig und kann sich Einblick in verschiedene Cafés und Küchen von Baristas auf der ganzen Welt verschaffen. ;-)&lt;br /&gt;
* '''Der offizielle Clip zu diesem Artikel''': Zudem gibt es natürlich auch noch den Teil 2 der im Aufschäumartikel angefangenen Kaffeewiki-TV-Serie: [http://www.youtube.com/watch?v=5l2YZzvuotE '''Hier klicken!''']&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. &lt;br /&gt;
* Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. (Diese Milch ist von Nestlé und zum Ausprobieren ok, generell empfiehlt es sich allerdings, die lokalen Lieferanten vorzuziehen. Einfach im Supermarkt auf der Verpackung nachschauen, Frischmilch kommt fast immer aus dem Umland.)&lt;br /&gt;
* Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings sehr häufig nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, dass er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
* Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, dass ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren. Nach einigen hundert aufgeschäumten Kännchen Routine läßt sich irgendwann so ziemlich mit jeder Milchsorte passabler Schaum herstellen, und die Auswahl wird schlicht eine Frage des Geschmacks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Zwar läßt sich auch ohne Tülle Latte Art gießen, aber diese Fähigkeit bleibt einer kleinen &amp;quot;Barista-Elite&amp;quot; vorbehalten, insbesondere bei komplizierteren Motiven. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über die Kannenqualität herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, dass bei Vielen bestimmte Kannen besser funktionieren als andere. Einige verbreitetere Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffeezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Motta.jpg|Motta-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muss aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, dass der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/results?search_query=latte+art&amp;amp;search_type=&amp;amp;aq=f Latte Art Videos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in einigen der Latte-Art-Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen der Videos mit Marcus auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''[[T0m]]'': Für das Foto der Motta Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Magnetventil&amp;diff=18307</id>
		<title>Diskussion:Magnetventil</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Magnetventil&amp;diff=18307"/>
		<updated>2011-01-18T23:06:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich habe die Änderungen von Chris Weinert ohne weitere Rückfrage entfernt. Ich gehe davon aus, dies sollte mit dem allgemeinen Verständnis des Kaffee-Netz übereinstimmen. Falls Zweifel bestehen, bitte einen beliebigen Ersatzteilplan einer gängigen Pumpenmaschine zur Hand nehmen, solche findet man u.A. auf der Seite www.bezzera.it . Dort kann man deutlich sehen, welche Art von Ventil an welche Stelle verbaut ist. Wer ein Gegenbeispiel findet, kann es natürlich dazu schreiben.&lt;br /&gt;
Schöne Grüße, meister eder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Meister Eder, ich verstehe nicht ganz, was die Löschung von klarstellenden Informationen zur Klarstellung beiträgt? Oder gibt es die Teile alle gar nicht, was Du gelöscht hast? Danke, [[Benutzer:Chris weinert|chris_weinert]] 08:27, 18. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo chris_weinert, ich hatte nicht die Absicht, hier einen &amp;quot;Versions-War&amp;quot; anzuzetteln. Wenn ich mich recht entsinne, hast Du eine Carimali Uno, richtig? So eine hatte ich noch nicht offen vor mir, ich kann also nicht genau sagen, wie dort die Ventile angeordnet sind, gehe aber vom üblichen Aufbau aus. Bei meiner Maschine und allen, in die ich bisher einen Blick werfen konnte oder zu denen ich die Ersatzteilschemata kenne, ist es jedenfalls genau umgekehrt zu Deiner Darstellung, die ich heraus genommen hatte.&lt;br /&gt;
Ich habe gerade mal auf der Seite von Bezzera die erstbeste Zeichnung aufgerufen: http://www.g.bezzera.it/home_ted.html bzw. http://www.bezzera.it/pdf/19-de-B2000_GB_ed08.05_rev02.pdf und dort die beiden Ventile rausgesucht. Das 2-Wege-Ventil findest Du auf Seite 35, Teil 19, eins der 3-Wege-Ventile auf Seite 43, Teil 6. Teil 19 öffnet oder sperrt den Zugang zum Kessel, es gibt nur 2 Anschlüsse, also ist es ein 2-Wege-Ventil. Teil 6 hat oben auf der Platte zwei Eingänge, einen vom HX und einen Richtung Dusche. Der Dritte Ein-/Ausgang geht nach unten weg. Also ist es ein 3-Wege-Ventil.&lt;br /&gt;
Du hattest außerdem geschrieben, das 3-Wege-Ventil würde umschalten zwischen Kesselfüllung und Espressobezug. Die meisten Maschinen können aber gleichzeitig den Kessel nachfüllen und Espresso brühen. Die Flussrate nimmt dabei zwar mehr oder weniger ab, das kommt aber nur durch den einbrechenden Druck.&lt;br /&gt;
Andersrum behauptest Du, ein 2-Wege-Ventil öffne entweder den Zugang zum Brühkopf oder verschließe ihn. Wenn dem so wäre, wie könnte dann der Restdruck auf dem Puck abgebaut werden, wenn der einzige Weg, der zum HX, nach dem Bezug verschlossen ist? Oder, wenn es einen zusätzlichen Weg zur Entlastung gibt, wie wird der dann während des Bezugs verschlossen, damit ein Druckaufbau erst ermöglicht wird? Es muss also ein 3-Wege-Ventil sein. Alternativ hätte man zwei 2-Wege-Ventile nehmen können, um diese Funktion zu ermöglichen, sowas habe ich aber noch nirgends gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war sicher nicht die feine Art von mir, Deine Änderungen ohne weitere Diskussion zu löschen, im bitte um Entschuldigung dafür. Andererseits habe ich mir vor der Änderung sehr genau angesehen, wie die Sachlage ist. Du hättest ebenso meine Ausführungen aufmerksam lesen können, dann müsste ich mich hier nicht wiederholen, denn das mache ich im Prinzip, nur ausführlicher und mit Verweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Artikel hier wurde ich aufmerksam durch eine Diskussion im Kaffeenetz, wo ein Nutzer etwas Verwirrung stiftete, mit Verweis auf Deine Passagen in diesem Beitrag hier. Niemand sonst schien Deine Ausführungen zu stützen, deshalb sah ich sie als veraltet und überarbeitungswürdig an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöne Grüße, Max&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo, das wilde Zurücksetzen der Änderungen des jeweils Anderen bringt uns in der Sache wohl nicht weiter. Vielleicht könnt Ihr einen Thread im Forum eröffnen und die Sache dort mit dem Sachverstand aller klären. Hier lesen zu wenige mit, um bei Unstimmigkeiten eine gesicherte Aussage treffen zu können. Danke! Grüße [[Benutzer:Ole|Ole]] 20:38, 18. Jan. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Max, hallo Ole, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sorry, ich wollte hier auch keinen Edit-War anzetteln oder dergleichen, hab das &amp;quot;Zurücksetzen des Zurücksetzens&amp;quot; vorhin nur gemacht, weil ich das Gelösche ohne weitere Erklärungen sehr merkwürdig fand. Ich hatte den Artikel damals ergänzt, weil ich selber beim Bestellen/Reparieren auf diese Differenzierung gestoßen war und nach dem Prinzip &amp;quot;diese Info hätte ich mir in der Wiki gewünscht&amp;quot; weitergegeben habe, was ich recherchiert hatte und mir erklärt worden war. Diese Nummer mit dem I-Prinzip (vs. Y-Prinzip) kann ich ehrlich gesagt selbst nicht mehr nachvollziehen, hört sich jedenfalls nicht logisch an, es sollte sich eigentlich bei beiden Bauteilen um Y-Prinzip handeln. Ich zieh' mich zurück, macht was Ihr wollt mit dem Artikel, Hauptsache da steht am Ende eine vollständige Info. Vielleicht könnten sich ja im Kaffee-Netz noch ein paar Reparaturerfahrene dazu äußern, inwieweit auch bei anderen außer UNO noch ein MV für die Kessel/BG-Distribution verwendet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöne Grüße, [[Benutzer:Chris weinert|chris_weinert]] 00:06, 19. Jan. 2011 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Magnetventil&amp;diff=18303</id>
		<title>Magnetventil</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Magnetventil&amp;diff=18303"/>
		<updated>2011-01-18T12:33:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Änderung 18285 von Meister eder (Diskussion) wurde rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Magnetventil''' ist ein elektrisch schaltbares Ventil. An einer Espressomaschine kann dieses an zwei Stellen verbaut werden, wie im folgenden erläutert wird. Ohne weitere Angaben bezeichnet der Begriff '''Magnetventil''' in Unterscheidung zum [[Expansionsventil]] aber üblicherweise das dem Druckabbau nach dem Kaffeebezug dienende Ventil, welches direkt an der Brühgruppe sitzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1. Das Magnetventil an der Brühgruppe (2-Wege-Magnetventil)==&lt;br /&gt;
Beim Espressobezug wird von der Pumpe ein Druck von ca. 9 bar in der [[Brühgruppe]] aufgebaut, der dann beim Ausschalten der Pumpe durch das sich dann öffnende Magnetventil abgelassen wird. Das Restwasser, welches immer mit Kaffeekrümeln vermischt ist, wird aus der Brühgruppe in die Abwasserschale abgeleitet und erzeugt so einen trockeneren Kaffeepuck. Ein trockener Kaffeepuck lässt sich einfacher aus dem Siebträger ausklopfen. Außerdem verhindert das Magnetventil, dass zwischen den Bezügen Wasser aus der Brühgruppe austritt, was vor allem bei Maschinen mit [[Festwasseranschluss]] wichtig ist. Bei Maschinen ohne Magnetventil sollte man mit dem Ausdrehen des Siebträgers ein bisschen warten, damit der Brühdruck sich durch den Puck abbauen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch handelt es sich hierbei um ein sog. '''2-Wege-Magnetventil''', weil nur zwei Anschlüsse vorhanden sind: die 'Zufuhr' und der 'Abfluß', schematisch also wie ein I. Das Ventil ist lediglich entweder geschlossen (während des Bezugs) oder geöffnet (Druckabbau). '''Wird bei Espressomaschinen vom &amp;quot;Magnetventil&amp;quot; als Ausstattungsmerkmal gesprochen, so ist damit das 2-Wege-Magnetventil zum Druckabbau gemeint.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei Maschinen mit Magnetventil das Wasser in beiden Richtungen durch das [[Duschsieb]] läuft - sauberes Wasser in Richtung Puck und mit Kaffeeresten vermischtes in die andere - sollten diese Maschinen in regelmäßigen Intervallen durch [[Rückspülen]] von den sich ansammelnden Kaffeeresten befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Espressomaschinen mit der klassischen [[E61]]-Brühgruppe haben übrigens kein '''Magnetventil''', hier wird das Auslassventil durch den Bedienhebel an der Brühgruppe gesteuert. Als Nebenfunktion schaltet der Bedienhebel noch die Pumpe. Eine abgewandelte Bauform der E61 mit elektrischen Bezugstasten arbeitet mit einem Magnetventil anstelle des Hebels und des Exzenters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfache Einkreismaschinen wie Saeco Aroma, Lelith 42 , Gaggia Evolutione u.a. haben kein Magnetventil. Hier tropft nach Bezugsende immer etwas Wasser aus dem Siebträger nach. Bei allen Handhebelmaschinen ist dies bauartbedingt ebenfalls so.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für Espressomaschinen mit Thermoblock. In diesen eher einfachen Maschinen läuft das Restwasser aus dem Thermoblock nach Bezugsende in die Abtropfschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2. Das Magnetventil zur Kesselbefüllung (3-Wege Magnetventil, nur bei Zweikreisern)==&lt;br /&gt;
Bei [[Zweikreiser|Zweikreisern]] kommt das Magnetventil als Bauteil auch an einer weiteren Stelle zum Einsatz, nämlich als &amp;quot;Weiche&amp;quot; hinter der Pumpe, die zwei Stellungen hat:&lt;br /&gt;
* Beim Espressobezug wird das von der Pumpe geförderte Wasser in den [[Wärmetauscher]] und damit zur Brühgruppe geleitet (Stellung 1).&lt;br /&gt;
* Bei der Kesselbefüllung springt das Magnetventil um und leitet das Wasser in den [[Boiler|Dampfkessel]] (Stellung 2). &lt;br /&gt;
Dieses Magnetventil erfüllt also eine völlig andere Funktion als das oben beschriebene zum Druckabbau an der Brühgruppe nach dem Bezug. Technisch handelt es sich bei dem Magnetventil zur Kesselbefüllung um ein sog. '''3-Wege-Magnetventil''', weil drei Anschlüsse vorhanden sind: die Zufuhr auf der einen Seite sowie die beiden aufnehmenden Wege auf der anderen, schematisch also wie ein Y.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:Espressomaschinen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Magnetventil&amp;diff=18302</id>
		<title>Magnetventil</title>
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		<updated>2011-01-18T12:32:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Änderung 18286 von Meister eder (Diskussion) wurde rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Magnetventil''' ist ein elektrisch schaltbares Ventil. An einer Espressomaschine kann dieses an zwei Stellen verbaut werden, wie im folgenden erläutert wird. Ohne weitere Angaben bezeichnet der Begriff '''Magnetventil''' in Unterscheidung zum [[Expansionsventil]] aber üblicherweise das dem Druckabbau nach dem Kaffeebezug dienende Ventil, welches direkt an der Brühgruppe sitzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1. Das Magnetventil an der Brühgruppe (2-Wege-Magnetventil)==&lt;br /&gt;
Beim Espressobezug wird von der Pumpe ein Druck von ca. 9 bar in der [[Brühgruppe]] aufgebaut, der dann beim Ausschalten der Pumpe durch das sich dann öffnende Magnetventil abgelassen wird. Das Restwasser, welches immer mit Kaffeekrümeln vermischt ist, wird aus der Brühgruppe in die Abwasserschale abgeleitet und erzeugt so einen trockeneren Kaffeepuck. Ein trockener Kaffeepuck lässt sich einfacher aus dem Siebträger ausklopfen. Außerdem verhindert das Magnetventil, dass zwischen den Bezügen Wasser aus der Brühgruppe austritt, was vor allem bei Maschinen mit [[Festwasseranschluss]] wichtig ist. Bei Maschinen ohne Magnetventil sollte man mit dem Ausdrehen des Siebträgers ein bisschen warten, damit der Brühdruck sich durch den Puck abbauen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch handelt es sich hierbei um ein sog. '''2-Wege-Magnetventil''', weil nur zwei Anschlüsse vorhanden sind: die 'Zufuhr' und der 'Abfluß', schematisch also wie ein I. Das Ventil ist lediglich entweder geschlossen (während des Bezugs) oder geöffnet (Druckabbau). '''Wird bei Espressomaschinen vom &amp;quot;Magnetventil&amp;quot; als Ausstattungsmerkmal gesprochen, so ist damit das 2-Wege-Magnetventil zum Druckabbau gemeint.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei Maschinen mit Magnetventil das Wasser in beiden Richtungen durch das [[Duschsieb]] läuft - sauberes Wasser in Richtung Puck und mit Kaffeeresten vermischtes in die andere - sollten diese Maschinen in regelmäßigen Intervallen durch [[Rückspülen]] von den sich ansammelnden Kaffeeresten befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Espressomaschinen mit der klassischen [[E61]]-Brühgruppe haben übrigens kein '''Magnetventil''', hier wird der Wasserweg durch den Bedienhebel an der Brühgruppe gesteuert. Als Nebenfunktion schaltet der Bedienhebel noch die Pumpe. Eine abgewandelte Bauform der E61 arbeitet mit einem Magnetventil anstelle des Hebels und des Exzenters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfache Einkreismaschinen wie Saeco Aroma, Lelith 42 , Gaggia Evolutione u.a. haben kein Magnetventil. Hier tropft nach Bezugsende immer etwas Wasser aus dem Siebträger nach. Bei allen Handhebelmaschinen ist dies bauartbedingt ebenfalls so.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für Espressomaschinen mit Thermoblock. In diesen eher einfachen Maschinen läuft das Restwasser aus dem Thermoblock nach Bezugsende in die Abtropfschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2. Das Magnetventil zur Kesselbefüllung (3-Wege Magnetventil, nur bei Zweikreisern)==&lt;br /&gt;
Bei [[Zweikreiser|Zweikreisern]] kommt das Magnetventil als Bauteil auch an einer weiteren Stelle zum Einsatz, nämlich als &amp;quot;Weiche&amp;quot; hinter der Pumpe, die zwei Stellungen hat:&lt;br /&gt;
* Beim Espressobezug wird das von der Pumpe geförderte Wasser in den [[Wärmetauscher]] und damit zur Brühgruppe geleitet (Stellung 1).&lt;br /&gt;
* Bei der Kesselbefüllung springt das Magnetventil um und leitet das Wasser in den [[Boiler|Dampfkessel]] (Stellung 2). &lt;br /&gt;
Dieses Magnetventil erfüllt also eine völlig andere Funktion als das oben beschriebene zum Druckabbau an der Brühgruppe nach dem Bezug. Technisch handelt es sich bei dem Magnetventil zur Kesselbefüllung um ein sog. '''3-Wege-Magnetventil''', weil drei Anschlüsse vorhanden sind: die Zufuhr auf der einen Seite sowie die beiden aufnehmenden Wege auf der anderen, schematisch also wie ein Y.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:Espressomaschinen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Magnetventil&amp;diff=18301</id>
		<title>Magnetventil</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Magnetventil&amp;diff=18301"/>
		<updated>2011-01-18T12:31:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Änderung 18287 von Meister eder (Diskussion) wurde rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Magnetventil''' ist ein elektrisch schaltbares Ventil. An einer Espressomaschine kann dieses an zwei Stellen verbaut werden, wie im folgenden erläutert wird. Ohne weitere Angaben bezeichnet der Begriff '''Magnetventil''' in Unterscheidung zum [[Expansionsventil]] aber üblicherweise das dem Druckabbau nach dem Kaffeebezug dienende Ventil, welches direkt an der Brühgruppe sitzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1. Das Magnetventil an der Brühgruppe (2-Wege-Magnetventil)==&lt;br /&gt;
Beim Espressobezug wird von der Pumpe ein Druck von ca. 9 bar in der [[Brühgruppe]] aufgebaut, der dann beim Ausschalten der Pumpe durch das sich dann öffnende Magnetventil abgelassen wird. Das Restwasser, welches immer mit Kaffeekrümeln vermischt ist, wird aus der Brühgruppe in die Abwasserschale abgeleitet und erzeugt so einen trockeneren Kaffeepuck. Ein trockener Kaffeepuck lässt sich einfacher aus dem Siebträger ausklopfen. Außerdem verhindert das Magnetventil, dass zwischen den Bezügen Wasser aus der Brühgruppe austritt, was vor allem bei Maschinen mit [[Festwasseranschluss]] wichtig ist. Bei Maschinen ohne Magnetventil sollte man mit dem Ausdrehen des Siebträgers ein bisschen warten, damit der Brühdruck sich durch den Puck abbauen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch handelt es sich hierbei um ein sog. '''2-Wege-Magnetventil''', weil nur zwei Anschlüsse vorhanden sind: die 'Zufuhr' und der 'Abfluß', schematisch also wie ein I. Das Ventil ist lediglich entweder geschlossen (während des Bezugs) oder geöffnet (Druckabbau). '''Wird bei Espressomaschinen vom &amp;quot;Magnetventil&amp;quot; als Ausstattungsmerkmal gesprochen, so ist damit das 2-Wege-Magnetventil zum Druckabbau gemeint.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei Maschinen mit Magnetventil das Wasser in beiden Richtungen durch das [[Duschsieb]] läuft - sauberes Wasser in Richtung Puck und mit Kaffeeresten vermischtes in die andere - sollten diese Maschinen in regelmäßigen Intervallen durch [[Rückspülen]] von den sich ansammelnden Kaffeeresten befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Espressomaschinen mit der klassischen [[E61]]-Brühgruppe haben übrigens kein '''Magnetventil''', hier wird der Wasserweg durch den Bedienhebel an der Brühgruppe gesteuert. Als Nebenfunktion schaltet der Bedienhebel noch die Pumpe. Eine abgewandelte Bauform der E61 arbeitet mit einem Magnetventil anstelle des Hebels und des Exzenters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2. Das Magnetventil zur Kesselbefüllung (3-Wege Magnetventil, nur bei Zweikreisern)==&lt;br /&gt;
Bei [[Zweikreiser|Zweikreisern]] kommt das Magnetventil als Bauteil auch an einer weiteren Stelle zum Einsatz, nämlich als &amp;quot;Weiche&amp;quot; hinter der Pumpe, die zwei Stellungen hat:&lt;br /&gt;
* Beim Espressobezug wird das von der Pumpe geförderte Wasser in den [[Wärmetauscher]] und damit zur Brühgruppe geleitet (Stellung 1).&lt;br /&gt;
* Bei der Kesselbefüllung springt das Magnetventil um und leitet das Wasser in den [[Boiler|Dampfkessel]] (Stellung 2). &lt;br /&gt;
Dieses Magnetventil erfüllt also eine völlig andere Funktion als das oben beschriebene zum Druckabbau an der Brühgruppe nach dem Bezug. Technisch handelt es sich bei dem Magnetventil zur Kesselbefüllung um ein sog. '''3-Wege-Magnetventil''', weil drei Anschlüsse vorhanden sind: die Zufuhr auf der einen Seite sowie die beiden aufnehmenden Wege auf der anderen, schematisch also wie ein Y.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:Espressomaschinen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Magnetventil&amp;diff=18300</id>
		<title>Magnetventil</title>
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		<updated>2011-01-18T12:31:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Änderung 18288 von Meister eder (Diskussion) wurde rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Magnetventil''' ist ein elektrisch schaltbares Ventil. An einer Espressomaschine kann dieses an zwei Stellen verbaut werden, wie im folgenden erläutert wird. Ohne weitere Angaben bezeichnet der Begriff '''Magnetventil''' in Unterscheidung zum [[Expansionsventil]] aber üblicherweise das dem Druckabbau nach dem Kaffeebezug dienende Ventil, welches direkt an der Brühgruppe sitzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1. Das Magnetventil an der Brühgruppe (2-Wege-Magnetventil)==&lt;br /&gt;
Beim Espressobezug wird von der Pumpe ein Druck von ca. 9 bar in der [[Brühgruppe]] aufgebaut, der dann beim Ausschalten der Pumpe durch das sich dann öffnende Magnetventil abgelassen wird. Das Restwasser, welches immer mit Kaffeekrümeln vermischt ist, wird aus der Brühgruppe in die Abwasserschale abgeleitet und erzeugt so einen trockeneren Kaffeepuck. Ein trockener Kaffeepuck lässt sich einfacher aus dem Siebträger ausklopfen. Außerdem verhindert das Magnetventil, dass zwischen den Bezügen Wasser aus der Brühgruppe austritt, was vor allem bei Maschinen mit [[Festwasseranschluss]] wichtig ist. Bei Maschinen ohne Magnetventil sollte man mit dem Ausdrehen des Siebträgers ein bisschen warten, damit der Brühdruck sich durch den Puck abbauen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch handelt es sich hierbei um ein sog. '''2-Wege-Magnetventil''', weil nur zwei Anschlüsse vorhanden sind: die 'Zufuhr' und der 'Abfluß', schematisch also wie ein I. Das Ventil ist lediglich entweder geschlossen (während des Bezugs) oder geöffnet (Druckabbau). '''Wird bei Espressomaschinen vom &amp;quot;Magnetventil&amp;quot; als Ausstattungsmerkmal gesprochen, so ist damit das 2-Wege-Magnetventil zum Druckabbau gemeint.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei Maschinen mit Magnetventil das Wasser in beiden Richtungen durch das [[Duschsieb]] läuft - sauberes Wasser in Richtung Puck und mit Kaffeeresten vermischtes in die andere - sollten diese Maschinen in regelmäßigen Intervallen durch [[Rückspülen]] von den sich ansammelnden Kaffeeresten befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Espressomaschinen mit der klassischen [[E61]]-Brühgruppe haben übrigens kein '''Magnetventil''', hier wird der Wasserweg durch den Bedienhebel an der Brühgruppe gesteuert. Als Nebenfunktion schaltet der Bedienhebel noch die Pumpe. Eine abgewandelte Bauform der E61 arbeitet mit einem Magnetventil anstelle des Hebels und des Exzenters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2. Das Magnetventil zur Kesselbefüllung (3-Wege Magnetventil, nur bei Zweikreisern)==&lt;br /&gt;
Bei [[Zweikreiser|Zweikreisern]] kommt das Magnetventil als Bauteil auch an einer weiteren Stelle zum Einsatz, nämlich als &amp;quot;Weiche&amp;quot; hinter der Pumpe, die zwei Stellungen hat:&lt;br /&gt;
* Beim Espressobezug wird das von der Pumpe geförderte Wasser in den [[Wärmetauscher]] und damit zur Brühgruppe geleitet (Stellung 1).&lt;br /&gt;
* Bei der Kesselbefüllung springt das Magnetventil um und leitet das Wasser in den [[Boiler|Dampfkessel]] (Stellung 2). &lt;br /&gt;
Dieses Magnetventil erfüllt also eine völlig andere Funktion als das oben beschriebene zum Druckabbau an der Brühgruppe nach dem Bezug. Technisch handelt es sich bei dem Magnetventil zur Kesselbefüllung um ein sog. '''3-Wege-Magnetventil''', weil drei Anschlüsse vorhanden sind: die Zufuhr auf der einen Seite sowie die beiden aufnehmenden Wege auf der anderen, schmematisch also wie ein Y.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:Espressomaschinen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
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		<updated>2011-01-18T12:31:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Änderung 18289 von Meister eder (Diskussion) wurde rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Magnetventil''' ist ein elektrisch schaltbares Ventil. An einer Espressomaschine verbaut, bezeichnet '''Magnetventil''' in Unterscheidung zum [[Expansionsventil]] üblicherweise das dem Druckabbau nach dem Kaffeebezug dienende Ventil. Beim Espressobezug wird von der Pumpe ein Druck von ca. 9 bar in der [[Brühgruppe]] aufgebaut, der dann beim Ausschalten der Pumpe durch das sich dann öffnende Magnetventil abgelassen wird. Das Restwasser, welches immer mit Kaffeekrümeln vermischt ist, wird aus der Brühgruppe in die Abwasserschale abgeleitet und erzeugt so einen trockeneren Kaffeepuck. Ein trockener Kaffeepuck lässt sich einfacher aus dem Siebträger ausklopfen. Außerdem verhindert das Magnetventil, dass zwischen den Bezügen Wasser aus der Brühgruppe austritt, was vor allem bei Maschinen mit Festwasseranschluss wichtig ist. Bei Maschinen ohne Magnetventil sollte man mit dem Ausdrehen des Siebträgers ein bisschen warten, damit der Brühdruck sich durch den Puck abbauen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei Maschinen mit Magnetventil das Wasser in beiden Richtungen durch das [[Duschsieb]] läuft - sauberes Wasser in Richtung Puck und mit Kaffeeresten vermischtes in die andere - sollten diese Maschinen durch [[Rückspülen]] von den sich ansammelnden Kaffeeresten befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Espressomaschinen mit der klassischen [[E61]]-Brühgruppe haben übrigens kein '''Magnetventil''', hier wird der Wasserweg durch den Bedienhebel an der Brühgruppe gesteuert. Als Nebenfunktion schaltet der Bedienhebel noch die Pumpe. Eine abgewandelte Bauform der E61 arbeitet mit einem Magnetventil anstelle des Hebels und des Exzenters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber sei noch angemerkt, dass bei Zweikreisern zur Kesselbefüllung ein zusätzliches Magnetventil einen Weg von der Pumpe zum Kessel freigibt. Dieses Magnetventil ist aber kein Ausstattungsmerkmal und somit bleibt es landläufig bei der obigen Definition.&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:Espressomaschinen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
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		<title>Magnetventil</title>
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		<updated>2011-01-18T12:30:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Änderung 18290 von Meister eder (Diskussion) wurde rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Magnetventil''' ist ein elektrisch schaltbares Ventil. An einer Espressomaschine verbaut, bezeichnet '''Magnetventil''' in Unterscheidung zum [[Expansionsventil]] üblicherweise das dem Druckabbau nach dem Kaffeebezug dienende Ventil. Beim Espressobezug wird von der Pumpe ein Druck von ca. 9 bar in der [[Brühgruppe]] aufgebaut, der dann beim Ausschalten der Pumpe durch das sich dann öffnende Magnetventil abgelassen wird. Das Restwasser, welches immer mit Kaffeekrümeln vermischt ist, wird aus der Brühgruppe in die Abwasserschale abgeleitet und erzeugt so einen trockeneren Kaffeepuck. Ein trockener Kaffeepuck lässt sich einfacher aus dem Siebträger ausklopfen. Außerdem verhindert das Magnetventil, dass zwischen den Bezügen Wasser aus der Brühgruppe austritt, was vor allem bei Maschinen mit Festwasseranschluss wichtig ist. Bei Maschinen ohne Magnetventil sollte man mit dem Ausdrehen des Siebträgers ein bisschen warten, damit der Brühdruck sich durch den Puck abbauen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei Maschinen mit Magnetventil das Wasser in beiden Richtungen durch das [[Duschsieb]] läuft - sauberes Wasser in Richtung Puck und mit Kaffeeresten vermischtes in die andere - sollten diese Maschinen durch [[Rückspülen]] von den sich ansammelnden Kaffeeresten befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Espressomaschinen mit der klassischen [[E61]]-Brühgruppe haben übrigens kein '''Magnetventil''', hier wird der Wasserweg durch den Bedienhebel an der Brühgruppe gesteuert. Als Nebenfunktion schaltet der Bedienhebel noch die Pumpe. Eine abgewandelte Bauform der E61 )ohne Hebel, aber mit elektrischen Bezugsschaltern) arbeitet mit einem Magnetventil anstelle des Hebels und des Exzenters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfache Einkreismaschinen wie Saeco Aroma, Lelith 42 , Gaggia Evolutione u.a. haben kein Magnetventil. Hier tropft nach Bezugsende immer etwas Wasser aus dem Siebträger nach. Bei allen Handhebelmaschinen ist dies bauartbedingt ebenfalls so. Das gleiche gilt für Espressomaschinen mit Thermoblock. In diesen eher einfachen Maschinen läuft das Restwasser aus dem Thermoblock nach Bezugsende in die Abtropfschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber sei noch angemerkt, dass bei Zweikreisern zur Kesselbefüllung ein zusätzliches Magnetventil einen Weg von der Pumpe zum Kessel freigibt. Dieses Magnetventil ist aber kein Ausstattungsmerkmal und somit bleibt es landläufig bei der obigen Definition.&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:Espressomaschinen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
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		<updated>2011-01-18T12:30:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Änderung 18291 von Meister eder (Diskussion) wurde rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Magnetventil''' ist ein elektrisch schaltbares Ventil. An einer Espressomaschine verbaut, bezeichnet '''Magnetventil''' in Unterscheidung zum [[Expansionsventil]] üblicherweise das dem Druckabbau nach dem Kaffeebezug dienende Ventil. Beim Espressobezug wird von der Pumpe ein Druck von ca. 9 Bar in der [[Brühgruppe]] aufgebaut, der dann beim Ausschalten der Pumpe durch das sich dann öffnende Magnetventil abgelassen wird. Das Restwasser, welches immer mit Kaffeekrümeln vermischt ist, wird aus der Brühgruppe in die Abwasserschale abgeleitet und erzeugt so einen trockeneren Kaffeepuck. Ein trockener Kaffeepuck lässt sich einfacher aus dem Siebträger ausklopfen. Außerdem verhindert das Magnetventil, dass zwischen den Bezügen Wasser aus der Brühgruppe austritt, was vor allem bei Maschinen mit Festwasseranschluss wichtig ist. Bei Maschinen ohne Magnetventil sollte man mit dem Ausdrehen des Siebträgers ein bisschen warten, damit der Brühdruck sich durch den Puck abbauen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei Maschinen mit Magnetventil das Wasser in beiden Richtungen durch das [[Duschsieb]] läuft - sauberes Wasser in Richtung Puck und mit Kaffeeresten vermischtes in die andere - sollten diese Maschinen durch [[Rückspülen]] von den sich ansammelnden Kaffeeresten befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Espressomaschinen mit der klassischen [[E61]]-Brühgruppe haben übrigens kein '''Magnetventil''', hier wird der Wasserweg durch den Bedienhebel an der Brühgruppe gesteuert. Als Nebenfunktion schaltet der Bedienhebel noch die Pumpe. Eine abgewandelte Bauform der E61 (ohne Hebel, aber mit elektrischen Bezugsschaltern) arbeitet mit einem Magnetventil anstelle des Hebels und des Exzenters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfache Einkreismaschinen wie Saeco Aroma, Lelith 42 , Gaggia Evolutione u.a. haben kein Magnetventil. Hier tropft nach Bezugsende immer etwas Wasser aus dem Siebträger nach. Bei allen Handhebelmaschinen ist dies bauartbedingt ebenfalls so. Das gleiche gilt für Espressomaschinen mit Thermoblock. In diesen eher einfachen Maschinen läuft das Restwasser aus dem Thermoblock nach Bezugsende in die Abtropfschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber sei noch angemerkt, dass bei Zweikreisern zur Kesselbefüllung ein zusätzliches Magnetventil einen Weg von der Pumpe zum Kessel freigibt. Dieses Magnetventil ist aber kein Ausstattungsmerkmal und somit bleibt es landläufig bei der obigen Definition.&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:Espressomaschinen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Magnetventil&amp;diff=18296</id>
		<title>Magnetventil</title>
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		<updated>2011-01-18T12:29:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Änderung 18292 von Meister eder (Diskussion) wurde rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Magnetventil''' ist ein elektrisch schaltbares Ventil. An einer Espressomaschine verbaut, bezeichnet '''Magnetventil''' in Unterscheidung zum [[Expansionsventil]] üblicherweise das dem Druckabbau nach dem Kaffeebezug dienende Ventil. Dieses Ventil hat drei Anschlüsse: Einen vom Kessel bzw. Wärmetauscher, einen zum Duschsieb und einen zur Tropftasse. Im Ruhezustand verbindet das Ventil Das Duschsieb mit der Tropftasse und verschließt den Weg zum Kessel/Wärmetauscher. Beim Espressobezug scahltet das Ventil um, sodass der Kessel/Wärmetauscher mit dem Duschsieb verbunden wird, der Weg zur Tropftasse aber verschlossen. Jetzt wird von der Pumpe ein Druck von ca. 9 Bar in der [[Brühgruppe]] aufgebaut. Am Ende des Bezugs wird die Pumpe gestopppt und das Ventil schaltet zurück, wobei der Restdruck aus dem Bereich zwischen Duschsieb und Magnetventil  Richtung Tropftasse abgelassen wird. Da das Restwasser, welches immer mit Kaffeekrümeln vermischt ist, nicht langsam durch den Puck sickert und ihn bei sinkendem Druck aufweicht, erhält man so einen trockeneren Kaffeepuck. Ein trockener Kaffeepuck lässt sich einfacher aus dem Siebträger ausklopfen. Außerdem verhindert das Magnetventil, dass zwischen den Bezügen Wasser aus der Brühgruppe austritt, was vor allem bei Maschinen mit Festwasseranschluss wichtig ist. Bei Maschinen ohne Magnetventil sollte man mit dem Ausdrehen des Siebträgers ein bisschen warten, damit der Brühdruck sich durch den Puck abbauen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei Maschinen mit Magnetventil das Wasser in beiden Richtungen durch das [[Duschsieb]] läuft - sauberes Wasser in Richtung Puck und mit Kaffeeresten vermischtes in die andere - sollten diese Maschinen durch [[Rückspülen]] von den sich ansammelnden Kaffeeresten befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Espressomaschinen mit der klassischen [[E61]]-Brühgruppe haben übrigens kein '''Magnetventil''', hier wird der Wasserweg durch den Bedienhebel an der Brühgruppe gesteuert. Als Nebenfunktion schaltet der Bedienhebel noch die Pumpe. Eine abgewandelte Bauform der E61 (ohne Hebel, aber mit elektrischen Bezugsschaltern) arbeitet mit einem Magnetventil anstelle des Hebels und des Exzenters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfache Einkreismaschinen wie Saeco Aroma, Lelith 42 , Gaggia Evolutione u.a. haben kein Magnetventil. Hier tropft nach Bezugsende immer etwas Wasser aus dem Siebträger nach. Bei allen Handhebelmaschinen ist dies bauartbedingt ebenfalls so. Das gleiche gilt für Espressomaschinen mit Thermoblock. In diesen eher einfachen Maschinen läuft das Restwasser aus dem Thermoblock nach Bezugsende in die Abtropfschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber sei noch angemerkt, dass bei Zweikreisern zur Kesselbefüllung ein zusätzliches Magnetventil einen Weg von der Pumpe zum Kessel freigibt. Dieses Magnetventil ist aber kein Ausstattungsmerkmal und somit bleibt es landläufig bei der obigen Definition.&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:Espressomaschinen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Magnetventil&amp;diff=18295</id>
		<title>Diskussion:Magnetventil</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Magnetventil&amp;diff=18295"/>
		<updated>2011-01-18T07:27:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich habe die Änderungen von Chris Weinert ohne weitere Rückfrage entfernt. Ich gehe davon aus, dies sollte mit dem allgemeinen Verständnis des Kaffee-Netz übereinstimmen. Falls Zweifel bestehen, bitte einen beliebigen Ersatzteilplan einer gängigen Pumpenmaschine zur Hand nehmen, solche findet man u.A. auf der Seite www.bezzera.it . Dort kann man deutlich sehen, welche Art von Ventil an welche Stelle verbaut ist. Wer ein Gegenbeispiel findet, kann es natürlich dazu schreiben.&lt;br /&gt;
Schöne Grüße, meister eder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Meister Eder, ich verstehe nicht ganz, was die Löschung von klarstellenden Informationen zur Klarstellung beiträgt? Oder gibt es die Teile alle gar nicht, was Du gelöscht hast? Danke, [[Benutzer:Chris weinert|chris_weinert]] 08:27, 18. Jan. 2011 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=17637</id>
		<title>Milchaufschäumen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=17637"/>
		<updated>2010-08-08T00:33:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Nochmal, einige Änderungen wurden unabsichtlich gelöscht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Anmerkung zum Anfang:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel (und der dazugehörige, weil anschließende über [[Latte Art]]) erscheint auf den ersten Blick relativ lang. Ist er vielleicht auch, gleichzeitig ist das Ziel dieses Artikels, wirklich keine Fragen offen zu lassen. Nach dem Lesen dieser Anleitung schafft es &amp;lt;u&amp;gt;jeder&amp;lt;/u&amp;gt;. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die komplette Anleitung ist in zwei Teile geteilt:&lt;br /&gt;
# Einen Artikel zum Schäumen (dieser hier) und &lt;br /&gt;
# einen zum eigentlichen Gießen der [[Latte Art]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgeschrittene, die nur Latte Art lernen wollen, können die ihnen bekannten Punkte überspringen, oder den Artikel [[Latte Art für Fortgeschrittene]] lesen, der mit einer anderen Didaktik direkt typische Missverständnisse der Latte Art behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung: Das Ziel des Ganzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herstellung eines Cappuccino braucht man Milchschaum. Das Milchschäumen wird von Anfängern immer wieder als besonders schwierig empfunden. Herumstochern in der Milch, Blubbern und Spritzen, und am Ende ist der Milchschaum grobporig und fällt schnell zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich ist das Ganze jedoch relativ einfach (und uneigentlich auch), es erfordert kein großes Geschick, sondern man muss nur &amp;lt;u&amp;gt;wissen&amp;lt;/u&amp;gt; wie es geht, danach wird es nicht lange dauern bis man die Technik beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''An die Einsteiger:''' In diesem Artikel wird man Dinge lesen, die für manch einen genau das Gegenteil sind von dem, was er bisher &amp;quot;gelernt&amp;quot; hat. Davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Am einfachsten ist es, ersteinmal alles zu vergessen, was man von anderswo kennt, insbesondere von der Gastronomie – zumindest außerhalb Italiens – oder auch aus Werbung für Saeco Vollautomaten mit Latte Macchiato auf Knopfdruck. In diesem Artikel geht es nicht um den echten italienischen Cappuccino, wie ihn sich Starbucks oder Tchibo vorstellen, sondern um den echten italienischen Cappuccino, wie er in Italien getrunken wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor hier die Beschreibung losgeht, ist es sinnvoll ersteinmal das Ziel der ganzen Schäumerei festzuhalten. Dass das Milchschaum ist, ist klar, aber die Beschaffenheit/Qualität desselben ist der entscheidende Unterschied. Räumen wir mal auf mit dem ersten Anfängerfehler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #1: Schaum muss fest sein'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Was man &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; haben will, ist der sog. [[Bauschaum]]. Einsteiger berichten immer wieder, Ihr Milchschaum gelänge ihnen “schon sehr gut, er ist so fest, dass ich ihn mit dem Löffel formen kann.” Genau diese Konsistenz ist es jedoch, die in Fachkreisen “verachtet” wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Milchschaum sollte vielmehr &amp;lt;u&amp;gt;cremig&amp;lt;/u&amp;gt; sein, ähnlich nicht ganz fest geschlagener Sahne, also eine dickflüssige, viskose Konsistenz. Warum das? Nun, erstens schmeckt cremiger Milchschaum in einem Cappucino deutlich besser als Bauschaum, der einen eher an die Krone bei einem Bier denken läßt. Und zweitens hat die cremige Konsistenz einen weiteren großen Vorteil, denn: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #2: Kakaopulver oben drauf'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Auf einen richtigen Cappuccino gehört kein Kakaopulver! &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja richtig: Keins! In all den Bahnhofscafés und Starbucks-Filialen mit Ihren Vanilla-flavored Latte-Cino to go (size: tall) Kaffeegetränken wird einem zwar etwas anderes suggeriert, aber so ist es. Kein Kakaopulver? Aber wie mache ich das meinen Gästen klar? Ohne Probleme, denn wenn man also schön cremigen Milchschaum hat, kann man damit durch gezieltes Eingießen der Milch Muster “zeichnen”, die sogenannte “Latte Art”. Die beliebteste Figur ist das Blatt oder Bäumchen. Hier mal ein Bild von einem Profi-Werk (die dunklen Flecken oben allerdings sind Kakaopulver): &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art (Quelle: LaPotenza.com)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dürfte dieser Punkt geklärt sein. Bleibt nur noch die Frage: Wie kommt man da hin? Nun, ein Bäumchen wie das oben abgebildete wird man sicherlich nicht auf Anhieb zeichnen können. Aber eine Annäherung geht schnell und ist ganz einfach. Die Bewertung als “einfach” ist übrigens ehrlich gemeint, denn der Autor ist selbst nicht das, was man als “motorisch begabt” einstufen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen: Wie denn jetzt?==&lt;br /&gt;
Als Einsteiger denkt man immer, man muss möglichst viel Schaum haben, man “stochert” mit der Dampflanze in der Milch herum, es spritzt und blubbert, aber richtig schönen Milchschaum hat man am Ende nicht. Kein Wunder, denn meistens hat man keinen Plan, was man da eigentlich machen soll. Hier ist er: Milchschaum besteht aus Milch und Luft, d.h. man muss der Milch 1. ''Luft unterheben'' und diese dann 2. möglichst gut ''in der Milch verteilen''. Das geht nicht mit herumstochern, sondern ganz gesittet in zwei Phasen: dem sog. “Ziehen” und dem “Rollen”. Während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Ziehphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; wird Luft unter die Oberfläche der Milch gezogen, während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Rollphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; nicht mehr, sondern die Milch nur “durcheinandergewirbelt”, damit sich die Luft verteilt und der Schaum möglichst fein wird. Wie geht das konkret?&lt;br /&gt;
Zunächst braucht man das richtige '''Equipment''':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Espressomaschine''' mit Dampflanze (explizit ohne “Aufschäumhilfe”, sonst ist das ganze schwierig, siehe auch die maschinenspezifischen Tips am Ende des Artikels!)&lt;br /&gt;
* '''Tassen''' in der richtigen Größe (ca. 180 ml oder ein bisschen mehr) und der richtigen Form (keine komplett senkrechten Seitenwände, je runder das Profil, desto besser)&lt;br /&gt;
* Ein gutes '''Aufschäumkännchen''' mit ausgeprägter Tülle und 0,2 bis 0,7 Liter Inhalt (je nach Maschine und deren Dampfpower). Für Maschinen mit kleinem Dampfboiler funktionieren die kleinen Kannen besser, weil sie nicht genug &amp;quot;Ausdauer&amp;quot; für eine 0,6-Liter Kanne haben. Für größere Maschinen kann umgekehrt ein kleines Kännchen zu Problemen führen, weil der Dampfdruck die Milch aus dem Kännchen &amp;quot;befördert&amp;quot;. Unabhängig davon gilt: Das Schäumen ist umso einfacher, je größer das Kännchen, das Latte Art Gießen ist umso einfacher, je kleiner das Kännchen.&lt;br /&gt;
* '''Milch''': kalt, und je höher der Fettanteil, desto cremiger wird im allgemeinen der Schaum, also mindestens 3,5%, besser sind über 3,8%. Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen verschiedenen Marken, wer das nicht glaubt, kann mal Bärenmarke Milch ausprobieren, bei der der Schaum am feinporigsten wird. (Bärenmarke ist ein Produkt des ethisch nicht unfragwürdigen Nestlé-Konzerns; wer Wert auf bewußteres Konsumieren legt, sollte nach dem Ausprobieren wieder die Milch eines lokalen Abfüllers verwenden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# '''Milchkännchen zur Hälfte mit Milch füllen'''. Immer. Wenn man guten Milchschaum haben will, kann die Füllhöhe nicht variiert werden. Will man weniger Milch schäumen, muss man eine kleinere Kanne nehmen. Warum? Sonst stimmen die Proportionen (Füllhöhe und Oberfläche) nicht mehr, um richtig Schäumen zu können. Klingt komisch, aber für den Anfang einfach erstmal akzeptieren und dann erst später verstehen. ;-)&lt;br /&gt;
# '''Die Milch muss kalt sein.''' Das hat einen ganz einfachen Grund: je kälter die Milch, desto mehr Zeit hat man als Barista mit dem Schäumen. Der Dampf heizt die Milch natürlich auf, und wenn man zu lange schäumt, wird die Höchsttemperatur überschritten, so dass der Schaum nicht gut wird. Also: Je kälter die Milch, desto einfacher das Schäumen. &lt;br /&gt;
# [[Bild:Milchkanne_Hand.jpg|thumb|right|Kännchen direkt in der Hand halten]]'''Kännchen direkt in die Hand.''' Damit man weiß, wann Schluss ist mit Schäumen, nimmt man das Kännchen am besten direkt in die Hand und nicht am Griff. Alternativ kann man auch eine Hand an die Kännchenwand legen, um die Temperatur mit dieser Hand zu fühlen. Die Höchsttemperatur liegt übrigens bei ca. 60°C, praktischerweise ist das genau die Temperatur, die man gerade noch so eben als “aushaltbar” empfindet. Wenn diese Temperatur erreicht ist, ist Schluss mit Schäumen – und zwar in jedem Fall. Denn: Was man bis dahin nicht an Schaumqualität erreicht hat, holt man danach nicht mehr heraus. Kurz bevor es anfängt wehzutun, macht man also den Dampfhahn zu. Danach fängt das Milcheiweiß an zu gerinnen, der Schaum wird fester: [[Bauschaum]], und den will ja niemand.&lt;br /&gt;
# '''Kondenswasser ablassen'''. In der Dampflanze befindet sich schon nach 10-20 Sekunden Nichtbenutzung Kondenswasser. Deshalb vor jedem Schäumen kurz das Ventil aufdrehen bis nur noch Dampf kommt. Dazu kann man eine andere Kanne unter die Dampflanze halten. Dann Ventil zu, mit Milch gefülltes Kännchen nehmen und es kann losgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schäumen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Die richtige Position der Dampflanze====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Draufsicht.jpg|thumb|left|Optimale Lanzenposition (roter Pfeil=Sollbewegung der Milch)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Schema.jpg|thumb|left|Wirbelbewegung beim Ziehen und Rollen bei richtiger Positionierung (schematisch)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Lanze muss nicht in die Mitte der Kanne, sondern etwas versetzt eingetaucht werden, so wie die Nadel auf einer Schallplatte liegt (siehe unten). Diese Stellung ist wichtig, damit die Milch beim Schäumen in eine Wirbelbewegung versetzt wird, die wie in einer Steilkurve immer an der Wand entlang verläuft (roter Pfeil). Die Position und genaue Ausprägung dieser Wirbelbewegung ist je nach Maschine und der Stellung der Lanze (schräg wie bei der [[La Uno|Carimali Uno]] oder weniger schräg wie bei den meisten anderen Maschinen oder ganz gerade wie bei der [[Gaggia Classic Coffee]]) etwas unterschiedlich, das weitere Prozedere ist jedoch bei allen Maschinen gleich. Sehr zu empfehlen ist es, die Tülle der Kanne als Führung für die Dampflanze zu benutzen, sofern das (je nach Maschine) geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tipp:''' Die Position lässt sich sehr gut finden, indem man mit Wasser statt Milch übt (ohne Ziehen). Hier kann man ohne Hektik herumprobieren, bis man die richtige Position für die Wirbelbewegung der Flüssigkeit gefunden hat. Bei einigen Maschinen muss man das Kännchen ankippen, bei anderen nicht.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Volldampf: Ziehen und Rollen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht’s los, aber erst lesen, denn die Beschreibung ist ausführlich, das Prozedere dagegen sehr schnell. Entgegen vieler Darstellungen selbst in guten Büchern unterscheidet sich die Tätigkeit des Barista bei der Zieh- und Rollphase nicht wirklich: Die oben beschriebene Position der Dampflanze wird &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; geändert (!), &amp;lt;u&amp;gt;lediglich die Eintauchtiefe&amp;lt;/u&amp;gt;, und auch diese nur leicht! Wenn die Tülle zur Führung verwendet wird, ist dies noch einfacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ziehen=====&lt;br /&gt;
Zunächst die Ziehphase, um Luft unterzuheben. Dazu muss der Kopf der Lanze ganz knapp an der Oberfläche der wirbelnden Milch “kratzen”, man erkennt die richtige Tiefe daran, dass man ein Schlürfgeräusch hört – kein Blubbern und Spritzen! Am einfachsten kommt man dort hin, indem man sich “vortastet”: Lanze rein, Dampfhahn auf, Wirbelbewegung abwarten (1-3 Sekunden, je nach Dampfpower), und dann die Lanze wieder so weit herausziehen, dass &amp;lt;u&amp;gt;gerade eben keine&amp;lt;/u&amp;gt; Luft eingezogen wird. Das ist der Punkt, an dem man das Ziehen &amp;quot;kontrolliert&amp;quot;: Von dort kann man dann ganz vorsichtig ein bisschen zurückziehen, bis das Schlürfen einsetzt. Das Schlürfen kann auch immer wieder kurz aussetzen, die Oberfläche bewegt sich ja. Während der Ziehphase muß man das Kännchen mehrmals ein solch kleines Stück weiter zurückziehen, denn das Volumen vergrößert sich ja, d.h. die Oberfläche steigt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Rollen=====&lt;br /&gt;
Wenn sich das Volumen der Milch ein wenig vergrößert hat (nicht verdoppelt, sondern ungefähr um die Hälfte zugelegt), die Lanze wieder eine Idee zurück in die Milch schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Achtung:''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tiefe des Eintauchens ist auch beim Rollen eher gering. Auch dies gehört zu den Fehlbeschreibungen selbst in guten Büchern, dass man zum Rollen die Lanze schön tief in der Kanne versenken muss. Falsch! Was man braucht ist nur die Tiefe, die gerade eben keine Luft unter die Milch zieht. Wenn man tiefer geht, wird der Schaum nicht effektiv genug verwirbelt und wird nicht so glatt und cremig. &lt;br /&gt;
Sobald’s zu heiß wird an den Flossen: Dampfhahn zu!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum Mythos #3: Schön viel Volumen'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Das Volumen sollte nicht stark zulegen (ca. 50%). Deshalb auch nicht lang ziehen, wenig Rollen, sondern genau umgekehrt. Das Zeitverhältnis zwischen Ziehen und Rollen sollte ca. 1:2 sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die detaillierte Beschreibung führt vielleicht von der Zeitvorstellung des ganzen Prozesses in die Irre, in der Praxis geht der aber relativ schnell, wenn man einmal die Lanzenposition für obige &amp;quot;Milchbewegung&amp;quot; gefunden hat. Also Lanze rein, Dampf auf, Wirbeln, dann kurz ziehen, Lanze wieder ein bisschen zurück, weiterrollen bis auf Temperatur (zu heiß für die Pfoten), fertig. Wer's sehen will, schaue sich das unten verlinkte Video an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Schäumen kann das Kännchen kurz auf die Tischplatte geschlagen werden (als würde man es mit Schmackes abstellen), um die letzten groben Luftbläschen zu beseitigen. Schwenken hilft, um den Schaum gleichmäßiger verteilt zu halten oder nach dem Schlagen wieder ein wenig zu vermischen. Danach sofort mit dem Eingießen beginnen und wenn gewünscht Latte Art gießen. Wie das geht, steht [[Latte Art|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
|'''Der ultimative Supertipp:''' Zum Üben kann man statt Milch einfach kaltes Wasser in das Milchkännchen füllen, in das man einen Tropfen Spüli gibt. Das Spüliwasser ist in seinem Aufschäumverhalten der Milch täuschend ähnlich - und auch optisch, wenn man richtig geschäumt hat. Also Vorsicht, daß niemand das Zeug aus Versehen trinkt!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Nicht vergessen: Sofort reinigen!====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milch ist kein Produkt, dessen Reste man gerne irgendwo vergammelt sammeln möchte, und schon gar nicht in der Espressomaschine. Ja, richtig: &amp;lt;u&amp;gt;In&amp;lt;/u&amp;gt; der Maschine. Denn beim Zudrehen des Ventils entsteht durch das Abkühlen des Dampfes in der Lanze in Sekundenbruchteilen ein Unterdruck, so dass etwas Milch angesogen wird. Deshalb nach jedem Aufschäumen nicht nur die Lanze von außen mit einem sauberen und feuchten Lappen reinigen, sondern auch noch einmal kurz für einen Dampfstoß aufdrehen, damit die Milchreste aus der Lanze gepustet werden. Man kann dazu einfach das Kännchen nehmen, das man schon für das Ablassen des Kondenswassers genommen hat, oder - das spart einen Arbeitsgang - den Lappen um die Lanze legen, mit dem man gerade außen gereinigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Checkliste.jpg|thumb|right|150px|Die Latte-Art-Checkliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Checkliste===&lt;br /&gt;
Hier zum Ausdrucken auf A4 (ein JPEG in 300dpi, weil man hier keine PDFs hochladen kann, gibt aber ein sauberes Druckbild) eine '''Checkliste''', um sie neben die Espressomaschine zu legen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video==&lt;br /&gt;
Der komplette Prozess des Aufschäumens in einem 0,6er-Kännchen läßt sich [http://www.youtube.com/watch?v=Fk7gf5v2S0w in diesem Video] sehen. Dort zu sehen/hören:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Tonarmposition&amp;quot; der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Führung&amp;quot; der Kanne mit der Tülle an der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die Wirbelbewegung der Milch&lt;br /&gt;
* Die Schlürfgeräusche beim Ziehen&lt;br /&gt;
* Den geringen Unterschied der Eintauchtiefe beim Ziehen und Rollen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte auch die Beschreibung auf Youtube lesen bezüglich der Einschränkungen des Videos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maschinenspezifische Tips==&lt;br /&gt;
Hier noch ein paar Tips, die sich spezifisch auf bestimmte Espressomaschinen beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[La Spaziale S1 Vivaldi II]]====&lt;br /&gt;
Immer vor dem Aufschäumen das Kondenswasser aus der Dampflanze in die Abtropfschale &amp;quot;dampfen&amp;quot;!&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Falls bei kleinen Milchmengen, wegen zu viel Dampfpower, das Aufschäumen zu schnell abläuft empfiehlt es sich die kleinere Dampfdüse mit 4x0,9mm Löchern zu montieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Es gibt zwei gute Möglichkeiten bei kleinen Milchkännchen:&lt;br /&gt;
:'''Einfache Aufschäum-Methode:'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Einfach das Dampfrohr senkrecht einstellen und mittig etwa 0,5cm in die Milch tauchen. Milchkännchen mit der Hand umgreifen und Dampf voll aufdrehen. Es entsteht ein riesen Wirbel und dabei die Dampflanze nur soweit herausziehen dass nur minimal ein schlürfendes Geräusch entsteht. Keinesfalls Luft ansaugen, eher Lanze tiefer eintauchen. Position der Dampflanze immer mittig belassen und eventuell nur in der Höhe variieren bis das Milchkännchen sehr warm, aber nicht heiß, wird. Dampfzufuhr schnell stoppen. Fertig ist feinste, dickflüssige Milchcreme mit Mikroporen von oben bis unten. &lt;br /&gt;
: Achtung: Wenn zu lange aufgeschäumt wird, dann entsteht statt homogener Milchcreme ein oberflächlicher Schaum an der Milchoberfläche, daher rechtzeitig stoppen &amp;lt;u&amp;gt;bevor&amp;lt;/u&amp;gt; das Kännchen an der Aussenwand unangenehm heiß wird.  &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:PAPPL|PAPPL]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
:'''Coffeesnob Koffee Kosmo's Aufschäum-Methode:'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[http://www.youtube.com/watch?v=DlUI0t3-2SE Coffeesnob Koffee Kosmo's Technik] funktioniert gleich wie die einfache Aufschäum-Methode nur, dass es in der Roll-Phase die Lanzenposition von mittig auf seitlich geändert wird.  &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Kosmo aus dem Coffeesnob Forum&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Classic_Coffee|Gaggia Classic Coffee]]====&lt;br /&gt;
* [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_2.JPG|thumb|right|120px|Zusammenbau]] [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_3.JPG|thumb|right|120px|Innenansicht]] '''Modifikation:''' Die Classic Coffee besitzt standardmäßig ein sog. ''[[Panarello]]'', eine Aufschäumhilfe, die einem das Milchschäumen auch ohne großartige Kenntnisse ermöglichen soll. Das Problem dabei ist, dass dadurch “richtiger” Milchschaum nur schwer möglich ist, weil man keine Kontrolle über Ziehen und Rollen hat. Hier hilft ein Austausch der Dampflanze gegen die von der [[Silvia|Rancilio Silvia]] (gibt es z.B. bei [http://www.espressoxxl.de EspressoXXL], Artnr. R9046 + Adapter 520680). Ganz nebenbei sieht die Silvia-Dampflanze auch noch professioneller aus. Das Dampfrohr kann entweder mit einem Adapter angebracht werden oder mit der Mutter der Gaggia Dampflanze. &lt;br /&gt;
* Bei der Montage mit dem ''Adapter'' wichtig: Der Adapter muss innerhalb des Gehäuses liegen, damit er nicht beim Entnehmen des Wassebehälters im Weg ist. Dazu muss das Dampfrohr entsprechend gebogen werden. Achtung, das Biegen muss sachte (!) erfolgen, denn das Rohr knickt schnell - schneller als man denkt! Das Rohr wird dann inkl. Dampflanze an das Dampfventil verbaut, da bei montiertem Dampfrohr kein Zugang zum Adapter besteht. Beim Anziehen des Adapters immer mit einem zweiten Gabelschlüssel gegenhalten. Funktioniert sehr gut. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:Joho|Joho]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die bessere Alternative: mit ''Originalschraube'' (funktioniert nicht beim Austausch gegen den Panarello -- jedenfalls nicht, ohne diesen zu zerstören --, da sich dort die Mutter nicht abziehen lässt.) Vorteil: Man spart sich das Öffnen des Gehäuses (Garantie) und das (gefährliche) Verbiegen des Dampfrohres. Um die Mutter der Gaggia-Dampflanze von dieser abzuziehen, muss die Dampflanze etwas gerader gebogen werden, da man sonst nicht um den Knick kommt. Die Silvia Dampflanze muss ebenfalls Ihrer Originalschraube entledigt werden, hierzu die Düse von der Dampflanze abschrauben und den Gummischutz an der Krümmung abziehen, evtl. vorhandene Dichtungsringe und die Metallscheibe auch entfernen. Dann kann die Mutter der Gaggia-Dampflanze auf die neue Dampflanze geschoben und wieder mit dem Dampfrohr verschraubt werden. Hilfreich kann auch das ausführliche YouTube [http://www.youtube.com/watch?v=1hCcwmxj5lw Video des Einbaus] sein (mit schwedischen Untertiteln).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei neueren Maschinen scheint der Einbau deutlich einfacher zu sein. Es ist nicht mehr nötig, die Dampflanze zu biegen, um die Mutter abzuziehen.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Alternative: die Dampflanze der alten Coffee Gaggia paßt perfekt - allerdings läßt sie sich als Ersatzteil offensichtlich nicht mehr nachbestellen.&lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Ein Geheimtip für maximale Dampfpower ist, nach dem Umschalten nicht bis zum Leuchten der Lampe zu warten, sondern den Dampfhahn zunächst sofort für ca. 10 Sekunden zu öffnen, um das Kondenswassser abzulassen. Nach weiteren 30 Sekunden dann mit dem Schäumen beginnen, ohne auf das Lampensignal zu warten. Effekt: Der Dampf hält deutlich länger an, weil die ganze Zeit von der Maschine geheizt wird.&lt;br /&gt;
* Zur Gaggia CC gibt es auch schöne [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=9305 Videos (Videos nicht mehr Online!)] im Kaffee-Netz, die oben genannte Punkte illustrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Domobar|Vibiemme Domobar]]====&lt;br /&gt;
* '''Modifikation:''' Mit der Standard 4-Loch Düse haben viele Anwender Probleme, die meist durch den Austausch gegen eine 2-Loch-Düse behoben werden (auch z.B. bei EspressoXXL). &lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Sofort nach dem Betätigen des Dampfschalters das Ventil aufdrehen, um das Kondenswasser abzulassen. So ungefähr 10-20 Sekunden offen lassen bis nur noch Dampf kommt, dann Ventil wieder zu. Aber dann auch hier nicht warten bis die Heiz-Lampe ausgeht, sondern vorher anfangen zu schäumen. Effekt: Die Maschine heizt noch nach während man schon schäumt und der Druck hält länger an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Technik]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Gerätetips und -modifikationen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=17616</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=17616"/>
		<updated>2010-08-06T13:22:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Ergänzung Hinweiß Kannengröße&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffè Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt;''' nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muss der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es macht den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen====&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tipp:''' Die Größe macht eben doch einen Unterschied: Gerade für Einsteiger ist das Latte-Art-Gießen deutlich einfacher mit einer '''kleinen 0,3-Liter Kanne'''. Der Autor hatte nach monatelangen Versuchen mit der 0,6er-Kanne sein Aha-Erlebnis, als er die kleine Kanne verwendet hat. Probiert es aus! (Am besten auch gleich im kleinen Kännchen schäumen, dann man sich auch den ganzen Umgieß-Zirkus dieses Punktes Nr. 2!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
:[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|]]Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccini in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Abgießen, Schwenken, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muss sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muss &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Strömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und vorsichtig kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in dem bereits oben verlinkten [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] erkennen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muss, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
:Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, dass die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Noch ein kleiner Hinweis zum Üben:'''&lt;br /&gt;
Wenn man kaltes Wasser in das Milchkännchen füllt und dann noch einen Tropfen Seife dazugibt, kann man damit das Aufschäumen üben (wenn man richtig schäumt, sieht das Seifenwasser geschäumter Milch zum Verwechseln ähnlich). Da außerdem zum Gießen von Latte Art nicht unbedingt eine Crema notwendig ist, kann man mit dem geschäumten Seifenwasser auch einfach das Gießen üben, indem man statt Espresso Instant- oder Filterkaffee verwendet. So kann man gleich mehrere Versuche hintereinander starten, ohne dass man Espresso und Milch verschwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
* Neben den obigen Videos kann man das sich auch sehr gut die Latte-Art von [http://www.youtube.com/user/flyingthud diesem jungen Herrn] oder auch [http://www.youtube.com/watch?v=EIobkFn3sFY dieses ziemlich perfekte Kunstwerk] - allerdings typisch amerikanisch in einer riesigen Tasse - mal anschauen.&lt;br /&gt;
* Den Heureka-Moment als Auslöser für diesen Artikel hat [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc dieses Video mit Marcus] geliefert, weil er dort erwähnt, dass die Milch &amp;quot;nicht viel mehr geworden&amp;quot; ist. -&amp;gt; weniger Ziehen, mehr Rollen!&lt;br /&gt;
* Beim Suchen nach &amp;quot;Latte Art&amp;quot; wird man auf YouTube zudem schnell fündig und kann sich Einblick in verschiedene Cafés und Küchen von Baristas auf der ganzen Welt verschaffen. ;-)&lt;br /&gt;
* '''Der offizielle Clip zu diesem Artikel''': Zudem gibt es natürlich auch noch den Teil 2 der im Aufschäumartikel angefangenen Kaffeewiki-TV-Serie: [http://www.youtube.com/watch?v=5l2YZzvuotE '''Hier klicken!''']&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. &lt;br /&gt;
* Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. (Diese Milch ist von Nestlé und zum Ausprobieren ok, generell empfiehlt es sich allerdings, die lokalen Lieferanten vorzuziehen. Einfach im Supermarkt auf der Verpackung nachschauen, Frischmilch kommt fast immer aus dem Umland.)&lt;br /&gt;
* Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings sehr häufig nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, dass er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
* Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, dass ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren. Nach einigen hundert aufgeschäumten Kännchen Routine läßt sich irgendwann so ziemlich mit jeder Milchsorte passabler Schaum herstellen, und die Auswahl wird schlicht eine Frage des Geschmacks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Zwar läßt sich auch ohne Tülle Latte Art gießen, aber diese Fähigkeit bleibt einer kleinen &amp;quot;Barista-Elite&amp;quot; vorbehalten, insbesondere bei komplizierteren Motiven. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über die Kannenqualität herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, dass bei Vielen bestimmte Kannen besser funktionieren als andere. Einige verbreitetere Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffeezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Motta.jpg|Motta-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muss aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, dass der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/results?search_query=latte+art&amp;amp;search_type=&amp;amp;aq=f Latte Art Videos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in einigen der Latte-Art-Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen der Videos mit Marcus auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''[[T0m]]'': Für das Foto der Motta Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=17614</id>
		<title>Milchaufschäumen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=17614"/>
		<updated>2010-08-06T13:10:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Korrektur Beschreibung (wurde offensichtlich vor einiger Zeit fehlerhaft korrigiert) und Präzisierungsversuch bei Formulierungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Anmerkung zum Anfang:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel (und der dazugehörige, weil anschließende über [[Latte Art]]) erscheint auf den ersten Blick relativ lang. Ist er vielleicht auch, gleichzeitig ist das Ziel dieses Artikels, wirklich keine Fragen offen zu lassen. Nach dem Lesen dieser Anleitung schafft es &amp;lt;u&amp;gt;jeder&amp;lt;/u&amp;gt;. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die komplette Anleitung ist in zwei Teile geteilt:&lt;br /&gt;
# Einen Artikel zum Schäumen (dieser hier) und &lt;br /&gt;
# einen zum eigentlichen Gießen der [[Latte Art]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgeschrittene, die nur Latte Art lernen wollen, können die ihnen bekannten Punkte überspringen, oder den Artikel [[Latte Art für Fortgeschrittene]] lesen, der mit einer anderen Didaktik direkt typische Missverständnisse der Latte Art behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung: Das Ziel des Ganzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herstellung eines Cappuccino braucht man Milchschaum. Das Milchschäumen wird von Anfängern immer wieder als besonders schwierig empfunden. Herumstochern in der Milch, Blubbern und Spritzen, und am Ende ist der Milchschaum grobporig und fällt schnell zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich ist das Ganze jedoch relativ einfach (und uneigentlich auch), es erfordert kein großes Geschick, sondern man muss nur &amp;lt;u&amp;gt;wissen&amp;lt;/u&amp;gt; wie es geht, danach wird es nicht lange dauern bis man die Technik beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''An die Einsteiger:''' In diesem Artikel wird man Dinge lesen, die für manch einen genau das Gegenteil sind von dem, was er bisher &amp;quot;gelernt&amp;quot; hat. Davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Am einfachsten ist es, ersteinmal alles zu vergessen, was man von anderswo kennt, insbesondere von der Gastronomie – zumindest außerhalb Italiens – oder auch aus Werbung für Saeco Vollautomaten mit Latte Macchiato auf Knopfdruck. In diesem Artikel geht es nicht um den echten italienischen Cappuccino, wie ihn sich Starbucks oder Tchibo vorstellen, sondern um den echten italienischen Cappuccino, wie er echt in Italien getrunken wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor hier die Beschreibung losgeht, ist es sinnvoll ersteinmal das Ziel der ganzen Schäumerei festzuhalten. Dass das Milchschaum ist, ist klar, aber die Beschaffenheit/Qualität desselben ist der entscheidende Unterschied. Räumen wir mal auf mit dem ersten Anfängerfehler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #1: Schaum muss fest sein'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Was man &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; haben will, ist der sog. [[Bauschaum]]. Einsteiger berichten immer wieder, Ihr Milchschaum gelänge ihnen “schon sehr gut, er ist so fest, dass ich ihn mit dem Löffel formen kann.” Genau diese Konsistenz ist es jedoch, die in Fachkreisen “verachtet” wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Milchschaum sollte vielmehr &amp;lt;u&amp;gt;cremig&amp;lt;/u&amp;gt; sein, ähnlich nicht ganz fest geschlagener Sahne, also eine dickflüssige, viskose Konsistenz. Warum das? Nun, erstens schmeckt cremiger Milchschaum in einem Cappucino deutlich besser als Bauschaum, der einen eher an die Krone bei einem Bier denken läßt. Und zweitens hat die cremige Konsistenz einen weiteren großen Vorteil, denn: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #2: Kakaopulver oben drauf'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Auf einen richtigen Cappuccino gehört kein Kakaopulver! &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja richtig: Keins! In all den Bahnhofscafés und Starbucks-Filialen mit Ihren Vanilla-flavored Latte-Cino to go (size: tall) Kaffeegetränken wird einem zwar etwas anderes suggeriert, aber so ist es. Kein Kakaopulver? Aber wie mache ich das meinen Gästen klar? Ohne Probleme, denn wenn man also schön cremigen Milchschaum hat, kann man damit durch gezieltes Eingießen der Milch Muster “zeichnen”, die sogenannte “Latte Art”. Die beliebteste Figur ist das Blatt oder Bäumchen. Hier mal ein Bild von einem Profi-Werk (die dunklen Flecken oben allerdings sind Kakaopulver): &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art (Quelle: LaPotenza.com)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dürfte dieser Punkt geklärt sein. Bleibt nur noch die Frage: Wie kommt man da hin? Nun, ein Bäumchen wie das oben abgebildete wird man sicherlich nicht auf Anhieb zeichnen können. Aber eine Annäherung geht schnell und ist ganz einfach. Die Bewertung als “einfach” ist übrigens ehrlich gemeint, denn der Autor ist selbst nicht das, was man als “motorisch begabt” einstufen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen: Wie denn jetzt?==&lt;br /&gt;
Als Einsteiger denkt man immer, man muss möglichst viel Schaum haben, man “stochert” mit der Dampflanze in der Milch herum, es spritzt und blubbert, aber richtig schönen Milchschaum hat man am Ende nicht. Kein Wunder, denn meistens hat man keinen Plan, was man da eigentlich machen soll. Hier ist er: Milchschaum besteht aus Milch und Luft, d.h. man muss der Milch 1. ''Luft unterheben'' und diese dann 2. möglichst gut ''in der Milch verteilen''. Das geht nicht mit herumstochern, sondern ganz gesittet in zwei Phasen: dem sog. “Ziehen” und dem “Rollen”. Während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Ziehphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; wird Luft unter die Oberfläche der Milch gezogen, während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Rollphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; nicht mehr, sondern die Milch nur “durcheinandergewirbelt”, damit sich die Luft verteilt und der Schaum möglichst fein wird. Wie geht das konkret?&lt;br /&gt;
Zunächst braucht man das richtige '''Equipment''':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Espressomaschine''' mit Dampflanze (explizit ohne “Aufschäumhilfe”, sonst ist das ganze schwierig, siehe auch die maschinenspezifischen Tips am Ende des Artikels!)&lt;br /&gt;
* '''Tassen''' in der richtigen Größe (ca. 180 ml oder ein bisschen mehr) und der richtigen Form (keine komplett senkrechten Seitenwände, je runder das Profil, desto besser)&lt;br /&gt;
* Ein gutes '''Aufschäumkännchen''' mit ausgeprägter Tülle und 0,2 bis 0,7 Liter Inhalt (je nach Maschine und deren Dampfpower). Für Maschinen mit kleinem Dampfboiler funktionieren die kleinen Kannen besser, weil sie nicht genug &amp;quot;Ausdauer&amp;quot; für eine 0,6-Liter Kanne haben. Für größere Maschinen kann umgekehrt ein kleines Kännchen zu Problemen führen, weil der Dampfdruck die Milch aus dem Kännchen &amp;quot;befördert&amp;quot;. Unabhängig davon gilt: Das Schäumen ist umso einfacher, je größer das Kännchen, das Latte Art Gießen ist umso einfacher, je kleiner das Kännchen.&lt;br /&gt;
* '''Milch''': kalt, und je höher der Fettanteil, desto cremiger wird im allgemeinen der Schaum, also mindestens 3,5%, besser sind über 3,8%. Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen verschiedenen Marken, wer das nicht glaubt, kann mal Bärenmarke Milch ausprobieren, bei der der Schaum am feinporigsten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# '''Milchkännchen zur Hälfte mit Milch füllen'''. Immer. Wenn man guten Milchschaum haben will, kann die Füllhöhe nicht variiert werden. Will man weniger Milch schäumen, muss man eine kleinere Kanne nehmen. Warum? Sonst stimmen die Proportionen (Füllhöhe und Oberfläche) nicht mehr, um richtig Schäumen zu können. Klingt komisch, aber für den Anfang einfach erstmal akzeptieren und dann erst später verstehen. ;-)&lt;br /&gt;
# '''Die Milch muss kalt sein.''' Das hat einen ganz einfachen Grund: je kälter die Milch, desto mehr Zeit hat man als Barista mit dem Schäumen. Der Dampf heizt die Milch natürlich auf, und wenn man zu lange schäumt, wird die Höchsttemperatur überschritten, so dass der Schaum nicht gut wird. Also: Je kälter die Milch, desto einfacher das Schäumen. &lt;br /&gt;
# [[Bild:Milchkanne_Hand.jpg|thumb|right|Kännchen direkt in der Hand halten]]'''Kännchen direkt in die Hand.''' Damit man weiß, wann Schluss ist mit Schäumen, nimmt man das Kännchen am besten direkt in die Hand und nicht am Griff. Alternativ kann man auch eine Hand an die Kännchenwand legen, um die Temperatur mit dieser Hand zu fühlen. Die Höchsttemperatur liegt übrigens bei ca. 60°C, praktischerweise ist das genau die Temperatur, die man gerade noch so eben als “aushaltbar” empfindet. Wenn diese Temperatur erreicht ist, ist Schluss mit Schäumen – und zwar in jedem Fall. Denn: Was man bis dahin nicht an Schaumqualität erreicht hat, holt man danach nicht mehr heraus. Kurz bevor es anfängt wehzutun, macht man also den Dampfhahn zu. Danach fängt das Milcheiweiß an zu gerinnen, der Schaum wird fester: [[Bauschaum]], und den will ja niemand.&lt;br /&gt;
# '''Kondenswasser ablassen'''. In der Dampflanze befindet sich schon nach 10-20 Sekunden Nichtbenutzung Kondenswasser. Deshalb vor jedem Schäumen kurz das Ventil aufdrehen bis nur noch Dampf kommt. Dazu kann man eine andere Kanne unter die Dampflanze halten. Dann Ventil zu, mit Milch gefülltes Kännchen nehmen und es kann losgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schäumen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Die richtige Position der Dampflanze====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Draufsicht.jpg|thumb|left|Optimale Lanzenposition (roter Pfeil=Sollbewegung der Milch)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Schema.jpg|thumb|left|Wirbelbewegung beim Ziehen und Rollen bei richtiger Positionierung (schematisch)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Lanze muss nicht in die Mitte der Kanne, sondern etwas versetzt eingetaucht werden, so wie die Nadel auf einer Schallplatte liegt (siehe unten). Diese Stellung ist wichtig, damit die Milch beim Schäumen in eine Wirbelbewegung versetzt wird, die wie in einer Steilkurve immer an der Wand entlang verläuft (roter Pfeil). Die Position und genaue Ausprägung dieser Wirbelbewegung ist je nach Maschine und der Stellung der Lanze (schräg wie bei der [[La Uno|Carimali Uno]] oder weniger schräg wie bei den meisten anderen Maschinen oder ganz gerade wie bei der [[Gaggia Classic Coffee]]) etwas unterschiedlich, das weitere Prozedere ist jedoch bei allen Maschinen gleich. Sehr zu empfehlen ist es, die Tülle der Kanne als Führung für die Dampflanze zu benutzen, sofern das (je nach Maschine) geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tipp:''' Die Position lässt sich sehr gut finden, indem man mit Wasser statt Milch übt. Hier kann man ohne Hektik herumprobieren, bis man die richtige Position für die Wirbelbewegung der Flüssigkeit gefunden hat. Bei einigen Maschinen muss man das Kännchen ankippen, bei anderen nicht.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Volldampf: Ziehen und Rollen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht’s los, aber erst lesen, denn die Beschreibung ist ausführlich, das Prozedere dagegen sehr schnell. Entgegen vieler Darstellungen selbst in guten Büchern unterscheidet sich die Tätigkeit des Barista bei der Zieh- und Rollphase nicht wirklich: Die oben beschriebene Position der Dampflanze wird &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; geändert (!), &amp;lt;u&amp;gt;lediglich die Eintauchtiefe&amp;lt;/u&amp;gt;, und auch diese nur leicht! Wenn die Tülle zur Führung verwendet wird, ist dies noch einfacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ziehen=====&lt;br /&gt;
Zunächst die Ziehphase, um Luft unterzuheben. Dazu muss der Kopf der Lanze ganz knapp an der Oberfläche der wirbelnden Milch “kratzen”, man erkennt die richtige Tiefe daran, dass man ein Schlürfgeräusch hört – kein Blubbern und Spritzen! Am einfachsten kommt man dort hin, indem man sich “vortastet”: Lanze rein, Dampfhahn auf, Wirbelbewegung abwarten (1-3 Sekunden, je nach Dampfpower), und dann die Lanze wieder so weit herausziehen, dass &amp;lt;u&amp;gt;gerade eben keine&amp;lt;/u&amp;gt; Luft eingezogen wird. Das ist der Punkt, an dem man das Ziehen &amp;quot;kontrolliert&amp;quot;: Von dort kann man dann ganz vorsichtig ein bisschen zurückziehen, bis das Schlürfen einsetzt. Das Schlürfen kann auch immer wieder kurz aussetzen, die Oberfläche bewegt sich ja. Während der Ziehphase muß man das Kännchen mehrmals ein solch kleines Stück weiter zurückziehen, denn das Volumen vergrößert sich ja, d.h. die Oberfläche steigt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Rollen=====&lt;br /&gt;
Wenn sich das Volumen der Milch ein wenig vergrößert hat (nicht verdoppelt, sondern ungefähr um die Hälfte zugelegt), die Lanze wieder eine Idee zurück in die Milch schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Achtung:''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tiefe des Eintauchens ist auch beim Rollen eher gering. Auch dies gehört zu den Fehlbeschreibungen selbst in guten Büchern, dass man zum Rollen die Lanze schön tief in der Kanne versenken muss. Falsch! Was man braucht ist nur die Tiefe, die gerade eben keine Luft unter die Milch zieht. Wenn man tiefer geht, wird der Schaum nicht effektiv genug verwirbelt und wird nicht so glatt und cremig. &lt;br /&gt;
Sobald’s zu heiß wird an den Flossen: Dampfhahn zu!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum Mythos #3: Schön viel Volumen'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Das Volumen sollte nicht stark zulegen (ca. 50%). Deshalb auch nicht lang ziehen, wenig Rollen, sondern genau umgekehrt. Das Zeitverhältnis zwischen Ziehen und Rollen sollte ca. 1:2 sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die detaillierte Beschreibung führt vielleicht von der Zeitvorstellung des ganzen Prozesses in die Irre, in der Praxis geht der aber relativ schnell, wenn man einmal die Lanzenposition für obige &amp;quot;Milchbewegung&amp;quot; gefunden hat. Also Lanze rein, Dampf auf, Wirbeln, dann kurz ziehen, Lanze wieder ein bisschen zurück, weiterrollen bis auf Temperatur (zu heiß für die Pfoten), fertig. Wer's sehen will, schaue sich das unten verlinkte Video an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Schäumen kann das Kännchen kurz auf die Tischplatte geschlagen werden (als würde man es mit Schmackes abstellen), um die letzten groben Luftbläschen zu beseitigen. Schwenken hilft, um den Schaum gleichmäßiger verteilt zu halten oder nach dem Schlagen wieder ein wenig zu vermischen. Danach sofort mit dem Eingießen beginnen und wenn gewünscht Latte Art gießen. Wie das geht, steht [[Latte Art|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Als kleiner Tipp zum Üben:'''&lt;br /&gt;
Wenn man kaltes Wasser in das Milchkännchen füllt und dann noch einen Tropfen Seife dazugibt, kann man damit das Aufschäumen üben (wenn man richtig schäumt, sieht das Seifenwasser geschäumter Milch zum Verwechseln ähnlich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Nicht vergessen: Sofort reinigen!====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milch ist kein Produkt, dessen Reste man gerne irgendwo vergammelt sammeln möchte, und schon gar nicht in der Espressomaschine. Ja, richtig: &amp;lt;u&amp;gt;In&amp;lt;/u&amp;gt; der Maschine. Denn beim Zudrehen des Ventils entsteht durch das Abkühlen des Dampfes in der Lanze in Sekundenbruchteilen ein Unterdruck, so dass etwas Milch angesogen wird. Deshalb nach jedem Aufschäumen nicht nur die Lanze von außen mit einem sauberen und feuchten Lappen reinigen, sondern auch noch einmal kurz für einen Dampfstoß aufdrehen, damit die Milchreste aus der Lanze gepustet werden. Man kann dazu einfach das Kännchen nehmen, das man schon für das Ablassen des Kondenswassers genommen hat, oder - das spart einen Arbeitsgang - den Lappen um die Lanze legen, mit dem man gerade außen gereinigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Checkliste.jpg|thumb|right|150px|Die Latte-Art-Checkliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Checkliste===&lt;br /&gt;
Hier zum Ausdrucken auf A4 (ein JPEG in 300dpi, weil man hier keine PDFs hochladen kann, gibt aber ein sauberes Druckbild) eine '''Checkliste''', um sie neben die Espressomaschine zu legen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video==&lt;br /&gt;
Der komplette Prozess des Aufschäumens in einem 0,6er-Kännchen läßt sich [http://www.youtube.com/watch?v=Fk7gf5v2S0w in diesem Video] sehen. Dort zu sehen/hören:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Tonarmposition&amp;quot; der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Führung&amp;quot; der Kanne mit der Tülle an der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die Wirbelbewegung der Milch&lt;br /&gt;
* Die Schlürfgeräusche beim Ziehen&lt;br /&gt;
* Den geringen Unterschied der Eintauchtiefe beim Ziehen und Rollen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte auch die Beschreibung auf Youtube lesen bezüglich der Einschränkungen des Videos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maschinenspezifische Tips==&lt;br /&gt;
Hier noch ein paar Tips, die sich spezifisch auf bestimmte Espressomaschinen beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[La Spaziale S1 Vivaldi II]]====&lt;br /&gt;
Immer vor dem Aufschäumen das Kondenswasser aus der Dampflanze in die Abtropfschale &amp;quot;dampfen&amp;quot;!&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Falls bei kleinen Milchmengen, wegen zu viel Dampfpower, das Aufschäumen zu schnell abläuft empfiehlt es sich die kleinere Dampfdüse mit 4x0,9mm Löchern zu montieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Es gibt zwei gute Möglichkeiten bei kleinen Milchkännchen:&lt;br /&gt;
:'''Einfache Aufschäum-Methode:'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Einfach das Dampfrohr senkrecht einstellen und mittig etwa 0,5cm in die Milch tauchen. Milchkännchen mit der Hand umgreifen und Dampf voll aufdrehen. Es entsteht ein riesen Wirbel und dabei die Dampflanze nur soweit herausziehen dass nur minimal ein schlürfendes Geräusch entsteht. Keinesfalls Luft ansaugen, eher Lanze tiefer eintauchen. Position der Dampflanze immer mittig belassen und eventuell nur in der Höhe variieren bis das Milchkännchen sehr warm, aber nicht heiß, wird. Dampfzufuhr schnell stoppen. Fertig ist feinste, dickflüssige Milchcreme mit Mikroporen von oben bis unten. &lt;br /&gt;
: Achtung: Wenn zu lange aufgeschäumt wird, dann entsteht statt homogener Milchcreme ein oberflächlicher Schaum an der Milchoberfläche, daher rechtzeitig stoppen &amp;lt;u&amp;gt;bevor&amp;lt;/u&amp;gt; das Kännchen an der Aussenwand unangenehm heiß wird.  &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:PAPPL|PAPPL]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
:'''Coffeesnob Koffee Kosmo's Aufschäum-Methode:'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[http://www.youtube.com/watch?v=DlUI0t3-2SE Coffeesnob Koffee Kosmo's Technik] funktioniert gleich wie die einfache Aufschäum-Methode nur, dass es in der Roll-Phase die Lanzenposition von mittig auf seitlich geändert wird.  &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Kosmo aus dem Coffeesnob Forum&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Classic_Coffee|Gaggia Classic Coffee]]====&lt;br /&gt;
* [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_2.JPG|thumb|right|120px|Zusammenbau]] [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_3.JPG|thumb|right|120px|Innenansicht]] '''Modifikation:''' Die Classic Coffee besitzt standardmäßig ein sog. ''[[Panarello]]'', eine Aufschäumhilfe, die einem das Milchschäumen auch ohne großartige Kenntnisse ermöglichen soll. Das Problem dabei ist, dass dadurch “richtiger” Milchschaum nur schwer möglich ist, weil man keine Kontrolle über Ziehen und Rollen hat. Hier hilft ein Austausch der Dampflanze gegen die von der [[Silvia|Rancilio Silvia]] (gibt es z.B. bei [http://www.espressoxxl.de EspressoXXL], Artnr. R9046 + Adapter 520680). Ganz nebenbei sieht die Silvia-Dampflanze auch noch professioneller aus. Das Dampfrohr kann entweder mit einem Adapter angebracht werden oder mit der Mutter der Gaggia Dampflanze. &lt;br /&gt;
* Bei der Montage mit dem ''Adapter'' wichtig: Der Adapter muss innerhalb des Gehäuses liegen, damit er nicht beim Entnehmen des Wassebehälters im Weg ist. Dazu muss das Dampfrohr entsprechend gebogen werden. Achtung, das Biegen muss sachte (!) erfolgen, denn das Rohr knickt schnell - schneller als man denkt! Das Rohr wird dann inkl. Dampflanze an das Dampfventil verbaut, da bei montiertem Dampfrohr kein Zugang zum Adapter besteht. Beim Anziehen des Adapters immer mit einem zweiten Gabelschlüssel gegenhalten. Funktioniert sehr gut. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:Joho|Joho]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die bessere Alternative: mit ''Originalschraube'' (funktioniert nicht beim Austausch gegen den Panarello -- jedenfalls nicht, ohne diesen zu zerstören --, da sich dort die Mutter nicht abziehen lässt.) Vorteil: Man spart sich das Öffnen des Gehäuses (Garantie) und das (gefährliche) Verbiegen des Dampfrohres. Um die Mutter der Gaggia-Dampflanze von dieser abzuziehen, muss die Dampflanze etwas gerader gebogen werden, da man sonst nicht um den Knick kommt. Die Silvia Dampflanze muss ebenfalls Ihrer Originalschraube entledigt werden, hierzu die Düse von der Dampflanze abschrauben und den Gummischutz an der Krümmung abziehen, evtl. vorhandene Dichtungsringe und die Metallscheibe auch entfernen. Dann kann die Mutter der Gaggia-Dampflanze auf die neue Dampflanze geschoben und wieder mit dem Dampfrohr verschraubt werden. Hilfreich kann auch das ausführliche YouTube [http://www.youtube.com/watch?v=1hCcwmxj5lw Video des Einbaus] sein (mit schwedischen Untertiteln).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei neueren Maschinen scheint der Einbau deutlich einfacher zu sein. Es ist nicht mehr nötig, die Dampflanze zu biegen, um die Mutter abzuziehen.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Alternative: die Dampflanze der alten Coffee Gaggia paßt perfekt - allerdings läßt sie sich als Ersatzteil offensichtlich nicht mehr nachbestellen.&lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Ein Geheimtip für maximale Dampfpower ist, nach dem Umschalten nicht bis zum Leuchten der Lampe zu warten, sondern den Dampfhahn zunächst sofort für ca. 10 Sekunden zu öffnen, um das Kondenswassser abzulassen. Nach weiteren 30 Sekunden dann mit dem Schäumen beginnen, ohne auf das Lampensignal zu warten. Effekt: Der Dampf hält deutlich länger an, weil die ganze Zeit von der Maschine geheizt wird.&lt;br /&gt;
* Zur Gaggia CC gibt es auch schöne [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=9305 Videos (Videos nicht mehr Online!)] im Kaffee-Netz, die oben genannte Punkte illustrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Domobar|Vibiemme Domobar]]====&lt;br /&gt;
* '''Modifikation:''' Mit der Standard 4-Loch Düse haben viele Anwender Probleme, die meist durch den Austausch gegen eine 2-Loch-Düse behoben werden (auch z.B. bei EspressoXXL). &lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Sofort nach dem Betätigen des Dampfschalters das Ventil aufdrehen, um das Kondenswasser abzulassen. So ungefähr 10-20 Sekunden offen lassen bis nur noch Dampf kommt, dann Ventil wieder zu. Aber dann auch hier nicht warten bis die Heiz-Lampe ausgeht, sondern vorher anfangen zu schäumen. Effekt: Die Maschine heizt noch nach während man schon schäumt und der Druck hält länger an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Technik]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Gerätetips und -modifikationen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=17613</id>
		<title>Milchaufschäumen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=17613"/>
		<updated>2010-08-06T12:58:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Ergänzungen (Spüliwasser)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Anmerkung zum Anfang:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel (und der dazugehörige, weil anschließende über [[Latte Art]]) erscheint auf den ersten Blick relativ lang. Ist er vielleicht auch, gleichzeitig ist das Ziel dieses Artikels, wirklich keine Fragen offen zu lassen. Nach dem Lesen dieser Anleitung schafft es &amp;lt;u&amp;gt;jeder&amp;lt;/u&amp;gt;. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die komplette Anleitung ist in zwei Teile geteilt:&lt;br /&gt;
# Einen Artikel zum Schäumen (dieser hier) und &lt;br /&gt;
# einen zum eigentlichen Gießen der [[Latte Art]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgeschrittene, die nur Latte Art lernen wollen, können die ihnen bekannten Punkte überspringen, oder den Artikel [[Latte Art für Fortgeschrittene]] lesen, der mit einer anderen Didaktik direkt typische Missverständnisse der Latte Art behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung: Das Ziel des Ganzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herstellung eines Cappuccino braucht man Milchschaum. Das Milchschäumen wird von Anfängern immer wieder als besonders schwierig empfunden. Herumstochern in der Milch, Blubbern und Spritzen, und am Ende ist der Milchschaum grobporig und fällt schnell zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich ist das Ganze jedoch relativ einfach (und uneigentlich auch), es erfordert kein großes Geschick, sondern man muss nur &amp;lt;u&amp;gt;wissen&amp;lt;/u&amp;gt; wie es geht, danach wird es nicht lange dauern bis man die Technik beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''An die Einsteiger:''' In diesem Artikel wird man Dinge lesen, die für manch einen genau das Gegenteil sind von dem, was er bisher &amp;quot;gelernt&amp;quot; hat. Davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Am einfachsten ist es, ersteinmal alles zu vergessen, was man von anderswo kennt, insbesondere von der Gastronomie – zumindest außerhalb Italiens – oder auch aus Werbung für Saeco Vollautomaten mit Latte Macchiato auf Knopfdruck. In diesem Artikel geht es nicht um den echten italienischen Cappuccino, wie ihn sich Starbucks oder Tchibo vorstellen, sondern um den echten italienischen Cappuccino, wie er in Italien getrunken wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor hier die Beschreibung losgeht, ist es sinnvoll ersteinmal das Ziel der ganzen Schäumerei festzuhalten. Dass das Milchschaum ist, ist klar, aber die Beschaffenheit/Qualität desselben ist der entscheidende Unterschied. Räumen wir mal auf mit dem ersten Anfängerfehler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #1: Schaum muss fest sein'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Was man &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; haben will, ist der sog. [[Bauschaum]]. Einsteiger berichten immer wieder, Ihr Milchschaum gelänge ihnen “schon sehr gut, er ist so fest, dass ich ihn mit dem Löffel formen kann.” Genau diese Konsistenz ist es jedoch, die in Fachkreisen “verachtet” wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Milchschaum sollte vielmehr &amp;lt;u&amp;gt;cremig&amp;lt;/u&amp;gt; sein, ähnlich nicht ganz fest geschlagener Sahne, also eine dickflüssige, viskose Konsistenz. Warum das? Nun, erstens schmeckt cremiger Milchschaum in einem Cappucino deutlich besser als Bauschaum, der einen eher an die Krone bei einem Bier denken läßt. Und zweitens hat die cremige Konsistenz einen weiteren großen Vorteil, denn: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #2: Kakaopulver oben drauf'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Auf einen richtigen Cappuccino gehört kein Kakaopulver! &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja richtig: Keins! In all den Bahnhofscafés und Starbucks-Filialen mit Ihren Vanilla-flavored Latte-Cino to go (size: tall) Kaffeegetränken wird einem zwar etwas anderes suggeriert, aber so ist es. Kein Kakaopulver? Aber wie mache ich das meinen Gästen klar? Ohne Probleme, denn wenn man also schön cremigen Milchschaum hat, kann man damit durch gezieltes Eingießen der Milch Muster “zeichnen”, die sogenannte “Latte Art”. Die beliebteste Figur ist das Blatt oder Bäumchen. Hier mal ein Bild von einem Profi-Werk (die dunklen Flecken oben allerdings sind Kakaopulver): &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art (Quelle: LaPotenza.com)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dürfte dieser Punkt geklärt sein. Bleibt nur noch die Frage: Wie kommt man da hin? Nun, ein Bäumchen wie das oben abgebildete wird man sicherlich nicht auf Anhieb zeichnen können. Aber eine Annäherung geht schnell und ist ganz einfach. Die Bewertung als “einfach” ist übrigens ehrlich gemeint, denn der Autor ist selbst nicht das, was man als “motorisch begabt” einstufen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen: Wie denn jetzt?==&lt;br /&gt;
Als Einsteiger denkt man immer, man muss möglichst viel Schaum haben, man “stochert” mit der Dampflanze in der Milch herum, es spritzt und blubbert, aber richtig schönen Milchschaum hat man am Ende nicht. Kein Wunder, denn meistens hat man keinen Plan, was man da eigentlich machen soll. Hier ist er: Milchschaum besteht aus Milch und Luft, d.h. man muss der Milch 1. ''Luft unterheben'' und diese dann 2. möglichst gut ''in der Milch verteilen''. Das geht nicht mit herumstochern, sondern ganz gesittet in zwei Phasen: dem sog. “Ziehen” und dem “Rollen”. Während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Ziehphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; wird Luft unter die Oberfläche der Milch gezogen, während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Rollphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; nicht mehr, sondern die Milch nur “durcheinandergewirbelt”, damit sich die Luft verteilt und der Schaum möglichst fein wird. Wie geht das konkret?&lt;br /&gt;
Zunächst braucht man das richtige '''Equipment''':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Espressomaschine''' mit Dampflanze (explizit ohne “Aufschäumhilfe”, sonst ist das ganze schwierig, siehe auch die maschinenspezifischen Tips am Ende des Artikels!)&lt;br /&gt;
* '''Tassen''' in der richtigen Größe (ca. 180 ml oder ein bisschen mehr) und der richtigen Form (keine komplett senkrechten Seitenwände, je runder das Profil, desto besser)&lt;br /&gt;
* Ein gutes '''Aufschäumkännchen''' mit ausgeprägter Tülle und 0,2 bis 0,7 Liter Inhalt (je nach Maschine und deren Dampfpower). Für Maschinen mit kleinem Dampfboiler funktionieren die kleinen Kannen besser, weil sie nicht genug &amp;quot;Ausdauer&amp;quot; für eine 0,6-Liter Kanne haben. Für größere Maschinen kann umgekehrt ein kleines Kännchen zu Problemen führen, weil der Dampfdruck die Milch aus dem Kännchen &amp;quot;befördert&amp;quot;. Unabhängig davon gilt: Das Schäumen ist umso einfacher, je größer das Kännchen, das Latte Art Gießen ist umso einfacher, je kleiner das Kännchen.&lt;br /&gt;
* '''Milch''': kalt, und je höher der Fettanteil, desto cremiger wird im allgemeinen der Schaum, also mindestens 3,5%, besser sind über 3,8%. Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen verschiedenen Marken, wer das nicht glaubt, kann mal Bärenmarke Milch ausprobieren, bei der der Schaum am feinporigsten wird. (Bärenmarke ist ein Produkt des ethisch nicht unfragwürdigen Nestlé-Konzerns; wer Wert auf bewußteres Konsumieren legt, sollte nach dem Ausprobieren wieder die Milch eines lokalen Abfüllers verwenden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# '''Milchkännchen zur Hälfte mit Milch füllen'''. Immer. Wenn man guten Milchschaum haben will, kann die Füllhöhe nicht variiert werden. Will man weniger Milch schäumen, muss man eine kleinere Kanne nehmen. Warum? Sonst stimmen die Proportionen (Füllhöhe und Oberfläche) nicht mehr, um richtig Schäumen zu können. Klingt komisch, aber für den Anfang einfach erstmal akzeptieren und dann erst später verstehen. ;-)&lt;br /&gt;
# '''Die Milch muss kalt sein.''' Das hat einen ganz einfachen Grund: je kälter die Milch, desto mehr Zeit hat man als Barista mit dem Schäumen. Der Dampf heizt die Milch natürlich auf, und wenn man zu lange schäumt, wird die Höchsttemperatur überschritten, so dass der Schaum nicht gut wird. Also: Je kälter die Milch, desto einfacher das Schäumen. &lt;br /&gt;
# [[Bild:Milchkanne_Hand.jpg|thumb|right|Kännchen direkt in der Hand halten]]'''Kännchen direkt in die Hand.''' Damit man weiß, wann Schluss ist mit Schäumen, nimmt man das Kännchen am besten direkt in die Hand und nicht am Griff. Alternativ kann man auch eine Hand an die Kännchenwand legen, um die Temperatur mit dieser Hand zu fühlen. Die Höchsttemperatur liegt übrigens bei ca. 60°C, praktischerweise ist das genau die Temperatur, die man gerade noch so eben als “aushaltbar” empfindet. Wenn diese Temperatur erreicht ist, ist Schluss mit Schäumen – und zwar in jedem Fall. Denn: Was man bis dahin nicht an Schaumqualität erreicht hat, holt man danach nicht mehr heraus. Kurz bevor es anfängt wehzutun, macht man also den Dampfhahn zu. Danach fängt das Milcheiweiß an zu gerinnen, der Schaum wird fester: [[Bauschaum]], und den will ja niemand.&lt;br /&gt;
# '''Kondenswasser ablassen'''. In der Dampflanze befindet sich schon nach 10-20 Sekunden Nichtbenutzung Kondenswasser. Deshalb vor jedem Schäumen kurz das Ventil aufdrehen bis nur noch Dampf kommt. Dazu kann man eine andere Kanne unter die Dampflanze halten. Dann Ventil zu, mit Milch gefülltes Kännchen nehmen und es kann losgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schäumen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Die richtige Position der Dampflanze====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Draufsicht.jpg|thumb|left|Optimale Lanzenposition (roter Pfeil=Sollbewegung der Milch)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Schema.jpg|thumb|left|Wirbelbewegung beim Ziehen und Rollen bei richtiger Positionierung (schematisch)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Lanze muss nicht in die Mitte der Kanne, sondern etwas versetzt eingetaucht werden, so wie die Nadel auf einer Schallplatte liegt (siehe unten). Diese Stellung ist wichtig, damit die Milch beim Schäumen in eine Wirbelbewegung versetzt wird, die wie in einer Steilkurve immer an der Wand entlang verläuft (roter Pfeil). Die Position und genaue Ausprägung dieser Wirbelbewegung ist je nach Maschine und der Stellung der Lanze (schräg wie bei der [[La Uno|Carimali Uno]] oder weniger schräg wie bei den meisten anderen Maschinen oder ganz gerade wie bei der [[Gaggia Classic Coffee]]) etwas unterschiedlich, das weitere Prozedere ist jedoch bei allen Maschinen gleich. Sehr zu empfehlen ist es, die Tülle der Kanne als Führung für die Dampflanze zu benutzen, sofern das (je nach Maschine) geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tipp:''' Die richtige Position lässt sich sehr gut finden, indem man statt mit Milch mit Wasser übt (ohne Ziehen). So kann man ohne Hektik herumprobieren, bis man die richtige Position für die Wirbelbewegung der Flüssigkeit gefunden hat. Bei einigen Maschinen muss man das Kännchen ankippen, bei anderen nicht.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Volldampf: Ziehen und Rollen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht’s los, aber erst lesen, denn die Beschreibung ist ausführlich, das Prozedere dagegen sehr schnell. Entgegen vieler Darstellungen selbst in guten Büchern unterscheidet sich die Tätigkeit des Barista bei der Zieh- und Rollphase nicht wirklich: Die oben beschriebene Position der Dampflanze wird &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; geändert (!), &amp;lt;u&amp;gt;lediglich die Eintauchtiefe&amp;lt;/u&amp;gt;, und auch diese nur leicht! Wenn die Tülle zur Führung verwendet wird, ist dies noch einfacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ziehen=====&lt;br /&gt;
Zunächst die Ziehphase, um Luft unterzuheben. Dazu muss der Kopf der Lanze ganz knapp an der Oberfläche der wirbelnden Milch “kratzen”, man erkennt die richtige Tiefe daran, dass man ein Schlürfgeräusch hört. Am einfachsten kommt man dort hin, indem man sich “vortastet”: Lanze rein, Dampfhahn auf, Wirbelbewegung abwarten (1-3 Sekunden, je nach Dampfpower), und dann die Lanze so wieder in die Milch einführen, dass &amp;lt;u&amp;gt;gerade eben&amp;lt;/u&amp;gt; keine Luft eingezogen wird. Von dort kann man dann ganz vorsichtig ein bisschen zurückziehen, bis das Schlürfen einsetzt. Das Schlürfen kann auch immer wieder kurz aussetzen, die Oberfläche bewegt sich ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Rollen=====&lt;br /&gt;
Wenn sich das Volumen der Milch ein wenig vergrößert hat (nicht verdoppelt, sondern ungefähr um die Hälfte zugelegt), die Lanze wieder eine Idee zurück in die Milch schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Achtung:''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tiefe des Eintauchens ist auch beim Rollen eher gering. Auch dies gehört zu den Fehlbeschreibungen selbst in guten Büchern, dass man zum Rollen die Lanze schön tief in der Kanne versenken muss. Falsch! Was man braucht ist nur die Tiefe, die gerade eben keine Luft unter die Milch zieht. Wenn man tiefer geht, wird der Schaum nicht effektiv genug verwirbelt und wird nicht so glatt und cremig. &lt;br /&gt;
Sobald’s zu heiß wird an den Flossen: Dampfhahn zu!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum Mythos #3: Schön viel Volumen'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Das Volumen sollte nicht stark zulegen (ca. 50%). Deshalb auch nicht lang ziehen, wenig Rollen, sondern genau umgekehrt. Das Zeitverhältnis zwischen Ziehen und Rollen sollte ca. 1:3 sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die detaillierte Beschreibung führt vielleicht von der Zeitvorstellung des ganzen Prozesses in die Irre, in der Praxis geht der aber relativ schnell, wenn man einmal die Lanzenposition für obige &amp;quot;Milchbewegung&amp;quot; gefunden hat. Also Lanze rein, Dampf auf, Wirbeln, dann kurz ziehen, Lanze wieder ein bisschen zurück, weiterrollen bis auf Temperatur (zu heiß für die Pfoten), fertig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Schäumen kann das Kännchen kurz auf die Tischplatte geschlagen werden (als würde man es mit Schmackes abstellen), um die letzten groben Luftbläschen zu beseitigen. Schwenken hilft, um den Schaum gleichmäßiger verteilt zu halten oder nach dem Schlagen wieder ein wenig zu vermischen. Danach sofort mit dem Eingießen beginnen und wenn gewünscht Latte Art gießen. Wie das geht, steht [[Latte Art|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
|'''Der ultimative Supertipp:''' Zum Üben kann man statt Milch einfach kaltes Wasser in das Milchkännchen füllen, in das man einen Tropfen Spüli gibt. Das Spüliwasser ist in seinem Aufschäumverhalten der Milch täuschend ähnlich - und auch optisch, wenn man richtig geschäumt hat. Also Vorsicht, daß niemand das Zeug aus Versehen trinkt!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Nicht vergessen: Sofort reinigen!====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milch ist kein Produkt, dessen Reste man gerne irgendwo vergammelt sammeln möchte, und schon gar nicht in der Espressomaschine. Ja, richtig: &amp;lt;u&amp;gt;In&amp;lt;/u&amp;gt; der Maschine. Denn beim Zudrehen des Ventils entsteht durch das Abkühlen des Dampfes in der Lanze in Sekundenbruchteilen ein Unterdruck, so dass etwas Milch angesogen wird. Deshalb nach jedem Aufschäumen nicht nur die Lanze von außen mit einem sauberen und feuchten Lappen reinigen, sondern auch noch einmal kurz für einen Dampfstoß aufdrehen, damit die Milchreste aus der Lanze gepustet werden. Man kann dazu einfach das Kännchen nehmen, das man schon für das Ablassen des Kondenswassers genommen hat, oder - das spart einen Arbeitsgang - den Lappen um die Lanze legen, mit dem man gerade außen gereinigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Checkliste.jpg|thumb|right|150px|Die Latte-Art-Checkliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Checkliste===&lt;br /&gt;
Hier zum Ausdrucken auf A4 (ein JPEG in 300dpi, weil man hier keine PDFs hochladen kann, gibt aber ein sauberes Druckbild) eine '''Checkliste''', um sie neben die Espressomaschine zu legen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video==&lt;br /&gt;
Der komplette Prozess des Aufschäumens in einem 0,6er-Kännchen läßt sich [http://www.youtube.com/watch?v=Fk7gf5v2S0w in diesem Video] sehen. Dort zu sehen/hören:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Tonarmposition&amp;quot; der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Führung&amp;quot; der Kanne mit der Tülle an der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die Wirbelbewegung der Milch&lt;br /&gt;
* Die Schlürfgeräusche beim Ziehen&lt;br /&gt;
* Den geringen Unterschied der Eintauchtiefe beim Ziehen und Rollen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte auch die Beschreibung auf Youtube lesen bezüglich der Einschränkungen des Videos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maschinenspezifische Tips==&lt;br /&gt;
Hier noch ein paar Tips, die sich spezifisch auf bestimmte Espressomaschinen beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[La Spaziale S1 Vivaldi II]]====&lt;br /&gt;
Immer vor dem Aufschäumen das Kondenswasser aus der Dampflanze in die Abtropfschale &amp;quot;dampfen&amp;quot;!&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Falls bei kleinen Milchmengen, wegen zu viel Dampfpower, das Aufschäumen zu schnell abläuft empfiehlt es sich die kleinere Dampfdüse mit 4x0,9mm Löchern zu montieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Es gibt zwei gute Möglichkeiten bei kleinen Milchkännchen:&lt;br /&gt;
:'''Einfache Aufschäum-Methode:'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Einfach das Dampfrohr senkrecht einstellen und mittig etwa 0,5cm in die Milch tauchen. Milchkännchen mit der Hand umgreifen und Dampf voll aufdrehen. Es entsteht ein riesen Wirbel und dabei die Dampflanze nur soweit herausziehen dass nur minimal ein schlürfendes Geräusch entsteht. Keinesfalls Luft ansaugen, eher Lanze tiefer eintauchen. Position der Dampflanze immer mittig belassen und eventuell nur in der Höhe variieren bis das Milchkännchen sehr warm, aber nicht heiß, wird. Dampfzufuhr schnell stoppen. Fertig ist feinste, dickflüssige Milchcreme mit Mikroporen von oben bis unten. &lt;br /&gt;
: Achtung: Wenn zu lange aufgeschäumt wird, dann entsteht statt homogener Milchcreme ein oberflächlicher Schaum an der Milchoberfläche, daher rechtzeitig stoppen &amp;lt;u&amp;gt;bevor&amp;lt;/u&amp;gt; das Kännchen an der Aussenwand unangenehm heiß wird.  &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:PAPPL|PAPPL]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
:'''Coffeesnob Koffee Kosmo's Aufschäum-Methode:'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[http://www.youtube.com/watch?v=DlUI0t3-2SE Coffeesnob Koffee Kosmo's Technik] funktioniert gleich wie die einfache Aufschäum-Methode nur, dass es in der Roll-Phase die Lanzenposition von mittig auf seitlich geändert wird.  &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Kosmo aus dem Coffeesnob Forum&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Classic_Coffee|Gaggia Classic Coffee]]====&lt;br /&gt;
* [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_2.JPG|thumb|right|120px|Zusammenbau]] [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_3.JPG|thumb|right|120px|Innenansicht]] '''Modifikation:''' Die Classic Coffee besitzt standardmäßig ein sog. ''[[Panarello]]'', eine Aufschäumhilfe, die einem das Milchschäumen auch ohne großartige Kenntnisse ermöglichen soll. Das Problem dabei ist, dass dadurch “richtiger” Milchschaum nur schwer möglich ist, weil man keine Kontrolle über Ziehen und Rollen hat. Hier hilft ein Austausch der Dampflanze gegen die von der [[Silvia|Rancilio Silvia]] (gibt es z.B. bei [http://www.espressoxxl.de EspressoXXL], Artnr. R9046 + Adapter 520680). Ganz nebenbei sieht die Silvia-Dampflanze auch noch professioneller aus. Das Dampfrohr kann entweder mit einem Adapter angebracht werden oder mit der Mutter der Gaggia Dampflanze. &lt;br /&gt;
* Bei der Montage mit dem ''Adapter'' wichtig: Der Adapter muss innerhalb des Gehäuses liegen, damit er nicht beim Entnehmen des Wassebehälters im Weg ist. Dazu muss das Dampfrohr entsprechend gebogen werden. Achtung, das Biegen muss sachte (!) erfolgen, denn das Rohr knickt schnell - schneller als man denkt! Das Rohr wird dann inkl. Dampflanze an das Dampfventil verbaut, da bei montiertem Dampfrohr kein Zugang zum Adapter besteht. Beim Anziehen des Adapters immer mit einem zweiten Gabelschlüssel gegenhalten. Funktioniert sehr gut. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:Joho|Joho]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die bessere Alternative: mit ''Originalschraube'' (funktioniert nicht beim Austausch gegen den Panarello -- jedenfalls nicht, ohne diesen zu zerstören --, da sich dort die Mutter nicht abziehen lässt.) Vorteil: Man spart sich das Öffnen des Gehäuses (Garantie) und das (gefährliche) Verbiegen des Dampfrohres. Um die Mutter der Gaggia-Dampflanze von dieser abzuziehen, muss die Dampflanze etwas gerader gebogen werden, da man sonst nicht um den Knick kommt. Die Silvia Dampflanze muss ebenfalls Ihrer Originalschraube entledigt werden, hierzu die Düse von der Dampflanze abschrauben und den Gummischutz an der Krümmung abziehen, evtl. vorhandene Dichtungsringe und die Metallscheibe auch entfernen. Dann kann die Mutter der Gaggia-Dampflanze auf die neue Dampflanze geschoben und wieder mit dem Dampfrohr verschraubt werden. Hilfreich kann auch das ausführliche YouTube [http://www.youtube.com/watch?v=1hCcwmxj5lw Video des Einbaus] sein (mit schwedischen Untertiteln).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei neueren Maschinen scheint der Einbau deutlich einfacher zu sein. Es ist nicht mehr nötig, die Dampflanze zu biegen, um die Mutter abzuziehen.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Alternative: die Dampflanze der alten Coffee Gaggia paßt perfekt - allerdings läßt sie sich als Ersatzteil offensichtlich nicht mehr nachbestellen.&lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Ein Geheimtip für maximale Dampfpower ist, nach dem Umschalten nicht bis zum Leuchten der Lampe zu warten, sondern den Dampfhahn zunächst sofort für ca. 10 Sekunden zu öffnen, um das Kondenswassser abzulassen. Nach weiteren 30 Sekunden dann mit dem Schäumen beginnen, ohne auf das Lampensignal zu warten. Effekt: Der Dampf hält deutlich länger an, weil die ganze Zeit von der Maschine geheizt wird.&lt;br /&gt;
* Zur Gaggia CC gibt es auch schöne [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=9305 Videos (Videos nicht mehr Online!)] im Kaffee-Netz, die oben genannte Punkte illustrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Domobar|Vibiemme Domobar]]====&lt;br /&gt;
* '''Modifikation:''' Mit der Standard 4-Loch Düse haben viele Anwender Probleme, die meist durch den Austausch gegen eine 2-Loch-Düse behoben werden (auch z.B. bei EspressoXXL). &lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Sofort nach dem Betätigen des Dampfschalters das Ventil aufdrehen, um das Kondenswasser abzulassen. So ungefähr 10-20 Sekunden offen lassen bis nur noch Dampf kommt, dann Ventil wieder zu. Aber dann auch hier nicht warten bis die Heiz-Lampe ausgeht, sondern vorher anfangen zu schäumen. Effekt: Die Maschine heizt noch nach während man schon schäumt und der Druck hält länger an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Technik]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Gerätetips und -modifikationen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Magnetventil&amp;diff=8552</id>
		<title>Magnetventil</title>
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		<updated>2008-09-21T18:00:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Ergänzung und Differenzierung 2-Wege vs. 3-Wege&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein '''Magnetventil''' ist ein elektrisch schaltbares Ventil. An einer Espressomaschine kann dieses an zwei Stellen verbaut werden, wie im folgenden erläutert wird. Ohne weitere Angaben bezeichnet der Begriff '''Magnetventil''' in Unterscheidung zum [[Expansionsventil]] aber üblicherweise das dem Druckabbau nach dem Kaffeebezug dienende Ventil, welches direkt an der Brühgruppe sitzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1. Das Magnetventil an der Brühgruppe (2-Wege-Magnetventil)==&lt;br /&gt;
Beim Espressobezug wird von der Pumpe ein Druck von ca. 9 bar in der [[Brühgruppe]] aufgebaut, der dann beim Ausschalten der Pumpe durch das sich dann öffnende Magnetventil abgelassen wird. Das Restwasser, welches immer mit Kaffeekrümeln vermischt ist, wird aus der Brühgruppe in die Abwasserschale abgeleitet und erzeugt so einen trockeneren Kaffeepuck. Ein trockener Kaffeepuck lässt sich einfacher aus dem Siebträger ausklopfen. Außerdem verhindert das Magnetventil, dass zwischen den Bezügen Wasser aus der Brühgruppe austritt, was vor allem bei Maschinen mit [[Festwasseranschluss]] wichtig ist. Bei Maschinen ohne Magnetventil sollte man mit dem Ausdrehen des Siebträgers ein bisschen warten, damit der Brühdruck sich durch den Puck abbauen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technisch handelt es sich hierbei um ein sog. '''2-Wege-Magnetventil''', weil nur zwei Anschlüsse vorhanden sind: die 'Zufuhr' und der 'Abfluß', schematisch also wie ein I. Das Ventil ist lediglich entweder geschlossen (während des Bezugs) oder geöffnet (Druckabbau). '''Wird bei Espressomaschinen vom &amp;quot;Magnetventil&amp;quot; als Ausstattungsmerkmal gesprochen, so ist damit das 2-Wege-Magnetventil zum Druckabbau gemeint.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei Maschinen mit Magnetventil das Wasser in beiden Richtungen durch das [[Duschsieb]] läuft - sauberes Wasser in Richtung Puck und mit Kaffeeresten vermischtes in die andere - sollten diese Maschinen in regelmäßigen Intervallen durch [[Rückspülen]] von den sich ansammelnden Kaffeeresten befreit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Espressomaschinen mit der klassischen [[E61]]-Brühgruppe haben übrigens kein '''Magnetventil''', hier wird der Wasserweg durch den Bedienhebel an der Brühgruppe gesteuert. Als Nebenfunktion schaltet der Bedienhebel noch die Pumpe. Eine abgewandelte Bauform der E61 arbeitet mit einem Magnetventil anstelle des Hebels und des Exzenters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2. Das Magnetventil zur Kesselbefüllung (3-Wege Magnetventil, nur bei Zweikreisern)==&lt;br /&gt;
Bei [[Zweikreiser|Zweikreisern]] kommt das Magnetventil als Bauteil auch an einer weiteren Stelle zum Einsatz, nämlich als &amp;quot;Weiche&amp;quot; hinter der Pumpe, die zwei Stellungen hat:&lt;br /&gt;
* Beim Espressobezug wird das von der Pumpe geförderte Wasser in den [[Wärmetauscher]] und damit zur Brühgruppe geleitet (Stellung 1).&lt;br /&gt;
* Bei der Kesselbefüllung springt das Magnetventil um und leitet das Wasser in den [[Boiler|Dampfkessel]] (Stellung 2). &lt;br /&gt;
Dieses Magnetventil erfüllt also eine völlig andere Funktion als das oben beschriebene zum Druckabbau an der Brühgruppe nach dem Bezug. Technisch handelt es sich bei dem Magnetventil zur Kesselbefüllung um ein sog. '''3-Wege-Magnetventil''', weil drei Anschlüsse vorhanden sind: die Zufuhr auf der einen Seite sowie die beiden aufnehmenden Wege auf der anderen, schmematisch also wie ein Y.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:Espressomaschinen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7136</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7136"/>
		<updated>2008-02-11T21:16:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Videolink aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffè Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt;''' nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muß der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es macht den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|Umgießen nach dem Aufschäumen]]====&lt;br /&gt;
:Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccino in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Schwenken, Abgießen, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muß sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muß &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Stömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und vorsichtig kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in dem bereits oben verlinkten [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] erkennen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muß, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
:Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, daß die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
* Neben den obigen Videos kann man das sich auch sehr gut die Latte-Art von [http://www.youtube.com/user/flyingthud diesem jungen Herrn] oder auch [http://www.youtube.com/watch?v=EIobkFn3sFY dieses ziemlich perfekte Kunstwerk] - allerdings typisch amerikanisch in einer riesigen Tasse - mal anschauen.&lt;br /&gt;
* Den Heureka-Moment als Auslöser für diesen Artikel hat [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc dieses Video mit Marcus] geliefert, weil er dort erwähnt, daß die Milch &amp;quot;nicht viel mehr geworden&amp;quot; ist. -&amp;gt; weniger Ziehen, mehr Rollen!&lt;br /&gt;
* Beim Suchen nach &amp;quot;Latte Art&amp;quot; wird man auf YouTube zudem schnell fündig und kann sich Einblick in verschiedene Cafés und Küchen von Baristas auf der ganzen Welt verschaffen. ;-)&lt;br /&gt;
* '''Der offizielle Clip zu diesem Artikel''': Zudem gibt es natürlich auch noch den Teil 2 der im Aufschäumartikel angefangenen Kaffeewiki-TV-Serie: [http://www.youtube.com/watch?v=5l2YZzvuotE '''Hier klicken!''']&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. &lt;br /&gt;
* Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. (Diese Milch ist von Nestlé und zum Ausprobieren ok, generell empfiehlt es sich allerdings, die lokalen Lieferanten vorzuziehen. Einfach im Supermarkt auf der Verpackung nachschauen, Frischmilch kommt fast immer aus dem Umland.)&lt;br /&gt;
* Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings sehr häufig nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, daß er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
* Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, daß ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren. Nach einigen hundert aufgeschäumten Kännchen Routine läßt sich irgendwann so ziemlich mit jeder Milchsorte passabler Schaum herstellen, und die Auswahl wird schlicht eine Frage des Geschmacks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Zwar läßt sich auch ohne Tülle Latte Art gießen, aber diese Fähigkeit bleibt einer kleinen &amp;quot;Barista-Elite&amp;quot; vorbehalten, insbesondere bei komplizierteren Motiven. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über die Kannenqualität herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, daß bei Vielen bestimmte Kannen besser funktionieren als andere. Einige verbreitetere Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffeezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Motta.jpg|Motta-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muß aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, daß der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in einigen der Latte-Art-Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen der Videos mit Marcus auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''[[T0m]]'': Für das Foto der Motta Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7113</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7113"/>
		<updated>2008-02-09T20:25:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Änderungen hier und da&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffè Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt;''' nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muß der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es macht den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|Umgießen nach dem Aufschäumen]]====&lt;br /&gt;
:Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccino in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Schwenken, Abgießen, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muß sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muß &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Stömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und vorsichtig kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in dem bereits oben verlinkten [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A Video] erkennen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muß, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
:Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, daß die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos==&lt;br /&gt;
* Neben den obigen Videos kann man das sich auch sehr gut die Latte-Art von [http://www.youtube.com/user/flyingthud diesem jungen Herrn] oder auch [http://www.youtube.com/watch?v=EIobkFn3sFY dieses ziemlich perfekte Kunstwerk] - allerdings typisch amerikanisch in einer riesigen Tasse - mal anschauen.&lt;br /&gt;
* Den Heureka-Moment als Auslöser für diesen Artikel hat [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc dieses Video mit Marcus] geliefert, weil er dort erwähnt, daß die Milch &amp;quot;nicht viel mehr geworden&amp;quot; ist. -&amp;gt; weniger Ziehen, mehr Rollen!&lt;br /&gt;
* Beim Suchen nach &amp;quot;Latte Art&amp;quot; wird man auf YouTube zudem schnell fündig und kann sich Einblick in verschiedene Cafés und Küchen von Baristas auf der ganzen Welt verschaffen. ;-)&lt;br /&gt;
* '''Der offizielle Clip zu diesem Artikel''': Zudem gibt es natürlich auch noch den Teil 2 der im Aufschäumartikel angefangenen Kaffeewiki-TV-Serie: [http://www.youtube.com/watch?v=t4qQN3u38-c Hier klicken!]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. &lt;br /&gt;
* Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. (Diese Milch ist von Nestlé und zum Ausprobieren ok, generell empfiehlt es sich allerdings, die lokalen Lieferanten vorzuziehen. Einfach im Supermarkt auf der Verpackung nachschauen, Frischmilch kommt fast immer aus dem Umland.)&lt;br /&gt;
* Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings sehr häufig nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, daß er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
* Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, daß ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren. Nach einigen hundert aufgeschäumten Kännchen Routine läßt sich irgendwann so ziemlich mit jeder Milchsorte passabler Schaum herstellen, und die Auswahl wird schlicht eine Frage des Geschmacks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Zwar läßt sich auch ohne Tülle Latte Art gießen, aber diese Fähigkeit bleibt einer kleinen &amp;quot;Barista-Elite&amp;quot; vorbehalten, insbesondere bei komplizierteren Motiven. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über die Kannenqualität herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, daß bei Vielen bestimmte Kannen besser funktionieren als andere. Einige verbreitetere Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffeezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Motta.jpg|Motta-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muß aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, daß der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in einigen der Latte-Art-Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen der Videos mit Marcus auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''[[T0m]]'': Für das Foto der Motta Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=7112</id>
		<title>Milchaufschäumen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=7112"/>
		<updated>2008-02-09T19:29:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Überschriftsniveau&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Anmerkung zum Anfang:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel (und der dazugehörige, weil anschließende über [[Latte Art]]) erscheint auf den ersten Blick relativ lang. Ist er vielleicht auch, gleichzeitig ist das Ziel dieses Artikels, wirklich keine Fragen offen zu lassen. Nach dem Lesen dieser Anleitung schafft es &amp;lt;u&amp;gt;jeder&amp;lt;/u&amp;gt;. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die komplette Anleitung ist in zwei Teile geteilt:&lt;br /&gt;
# Einen Artikel zum Schäumen (dieser hier) und &lt;br /&gt;
# einen zum eigentlichen Gießen der [[Latte Art]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgeschrittene, die nur Latte Art lernen wollen, können die ihnen bekannten Punkte überspringen, oder den Artikel [[Latte Art für Fortgeschrittene]] lesen, der mit einer anderen Didaktik direkt typische Missverständnisse der Latte Art behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung: Das Ziel des Ganzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herstellung eines Cappuccino braucht man Milchschaum. Das Milchschäumen wird von Anfängern immer wieder als besonders schwierig empfunden. Herumstochern in der Milch, Blubbern und Spritzen, und am Ende ist der Milchschaum grobporig und fällt schnell zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich ist das Ganze jedoch relativ einfach (und uneigentlich auch), es erfordert kein großes Geschick, sondern man muß nur &amp;lt;u&amp;gt;wissen&amp;lt;/u&amp;gt; wie es geht, danach wird es nicht lange dauern bis man die Technik beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''An die Einsteiger:''' In diesem Artikel wird man Dinge lesen, die für manch einen genau das Gegenteil sind von dem, was er bisher &amp;quot;gelernt&amp;quot; hat. Davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Am einfachsten ist es, ersteinmal alles zu vergessen, was man von anderswo kennt, insbesondere von der Gastronomie – zumindest außerhalb Italiens – oder auch aus Werbung für Saeco Vollautomaten mit Latte Macchiato auf Knopfdruck. In diesem Artikel geht es nicht um den echten italienischen Cappuccino, wie ihn sich Starbucks oder Tchibo vorstellen, sondern um den echten italienischen Cappuccino, wie er echt in Italien getrunken wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor hier die Beschreibung losgeht, macht es Sinn, ersteinmal das Ziel der ganzen Schäumerei festzuhalten. Dass das Milchschaum ist, ist klar, aber die Beschaffenheit/Qualiät desselben ist der entscheidende Unterschied. Räumen wir mal auf mit dem ersten Anfängerfehler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #1: Schaum muß fest sein'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Was man &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; haben will, ist der sog. [[Bauschaum]]. Einsteiger berichten immer wieder, Ihr Milchschaum gelänge ihnen “schon sehr gut, er ist so fest, dass ich ihn mit dem Löffel formen kann.” Genau diese Konsistenz ist es jedoch, die in Fachkreisen “verachtet” wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Milchschaum sollte vielmehr &amp;lt;u&amp;gt;cremig&amp;lt;/u&amp;gt; sein, ähnlich nicht ganz fest geschlagener Sahne, also eine dickflüssige, viskose Konsistenz. Warum das? Nun, erstens schmeckt cremiger Milchschaum in einem Cappucino deutlich besser als Bauschaum, der einen eher an die Krone bei einem Bier denken läßt. Und zweitens hat die cremige Konsistenz einen weiteren großen Vorteil, denn: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #2: Kakaopulver oben drauf'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Auf einen richtigen Cappuccino gehört kein Kakaopulver!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja richtig: Keins! In all den Bahnhofscafés und Starbucks-Filialen mit Ihren Vanilla-flavored Latte-Cino to go (size: tall) Kaffeegetränken wird einem zwar etwas anderes suggeriert, aber so ist es. Kein Kakaopulver? Aber wie mache ich das meinen Gästen klar? Ohne Probleme, denn wenn man also schön cremigen Milchschaum hat, kann man damit durch gezieltes Eingießen der Milch Muster “zeichnen”, die sogenannte “Latte Art”. Die beliebteste Figur ist das Blatt oder Bäumchen. Hier mal ein Bild von einem Profi-Werk: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art (Quelle: LaPotenza.com)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dürfte dieser Punkt geklärt sein. Bleibt nur noch die Frage: Wie kommt man da hin? Nun, ein Bäumchen wie das oben abgebildete wird man sicherlich nicht auf Anhieb zeichnen können. Aber eine Annäherung geht schnell und ist ganz einfach. Die Bewertung als “einfach” ist übrigens ehrlich gemeint, denn der Autor ist selbst nicht das, was man als “motorisch begabt” einstufen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen: Wie denn jetzt?==&lt;br /&gt;
Als Einsteiger denkt man immer, man muss möglichst viel Schaum haben, man “stochert” mit der Dampflanze in der Milch herum, es spritzt und blubbert, aber richtig schönen Milchschaum hat man am Ende nicht. Kein Wunder, denn meistens hat man keinen Plan, was man da eigentlich machen soll. Hier ist er: Milchschaum besteht aus Milch und Luft, d.h. man muss der Milch 1. ''Luft unterheben'' und diese dann 2. möglichst gut ''in der Milch verteilen''. Das geht nicht mit herumstochern, sondern ganz gesittet in zwei Phasen: dem sog. “Ziehen” und dem “Rollen”. Während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Ziehphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; wird Luft unter die Oberfläche der Milch gezogen, während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Rollphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; nicht mehr, sondern die Milch nur “durcheinandergewirbelt”, damit sich die Luft verteilt und der Schaum möglichst fein wird. Wie geht das konkret?&lt;br /&gt;
Zunächst braucht man das richtige '''Equipment''':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Espressomaschine''' mit Dampflanze (explizit ohne “Aufschäumhilfe”, sonst ist das ganze schwierig, siehe auch die maschinenspezifischen Tips am Ende des Artikels!)&lt;br /&gt;
* '''Tassen''' in der richtigen Größe (ca. 180 ml oder ein bisschen mehr) und der richtigen Form (keine komplett senkrechten Seitenwände, je runder das Profil, desto besser)&lt;br /&gt;
* Ein gutes '''Aufschäumkännchen''' mit ausgeprägter Tülle und 0,2 bis 0,7 Liter Inhalt (je nach Maschine und deren Dampfpower). Für Maschinen mit kleinem Dampfboiler funktionieren die kleinen Kannen besser, weil sie nicht genug &amp;quot;Ausdauer&amp;quot; für eine 0,6-Liter Kanne haben. Für größere Maschinen kann umgekehrt ein kleines Kännchen zu Problemen führen, weil der Dampfdruck die Milch aus dem Kännchen &amp;quot;befördert&amp;quot;. Unabhängig davon gilt: Das Schäumen ist umso einfacher, je größer das Kännchen, das Latte Art Gießen ist umso einfacher, je kleiner das Kännchen.&lt;br /&gt;
* '''Milch''': kalt, und je höher der Fettanteil, desto cremiger wird im allgemeinen der Schaum, also mindestens 3,5%, besser sind über 3,8%. Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen verschiedenen Marken, wer das nicht glaubt, kann mal Bärenmarke Milch ausprobieren, bei der der Schaum am feinporigsten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# '''Milchkännchen zur Hälfte mit Milch füllen'''. Immer. Wenn man guten Milchschaum haben will, kann die Füllhöhe nicht variiert werden. Will man weniger Milch schäumen, muss man eine kleinere Kanne nehmen. Warum? Sonst stimmen die Proportionen (Füllhöhe und Oberfläche) nicht mehr, um richtig Schäumen zu können. Klingt komisch, aber für den Anfang einfach erstmal akzeptieren und dann erst später verstehen. ;-)&lt;br /&gt;
# '''Die Milch muss kalt sein.''' Das hat einen ganz einfachen Grund: je kälter die Milch, desto mehr Zeit hat man als Barista mit dem Schäumen. Der Dampf heizt die Milch natürlich auf, und wenn man zu lange schäumt, wird die Höchsttemperatur überschritten, so dass der Schaum nicht gut wird. Also: Je kälter die Milch, desto einfacher das Schäumen. &lt;br /&gt;
# [[Bild:Milchkanne_Hand.jpg|thumb|right|Kännchen direkt in der Hand halten]]'''Kännchen direkt in die Hand.''' Damit man weiß, wann Schluss ist mit Schäumen, nimmt man das Kännchen am besten direkt in die Hand und nicht am Griff. Alternativ kann man auch eine Hand an die Kännchenwand legen, um die Temperatur mit dieser Hand zu fühlen. Die Höchsttemperatur liegt übrigens bei ca. 60°C, praktischerweise ist das genau die Temperatur, die man gerade noch so eben als “aushaltbar” empfindet. Wenn diese Temperatur erreicht ist, ist Schluss mit Schäumen – und zwar in jedem Fall. Denn: Was man bis dahin nicht an Schaumqualität erreicht hat, holt man danach nicht mehr heraus. Kurz bevor es anfängt wehzutun, macht man also den Dampfhahn zu. Danach fängt das Milcheiweiß an zu gerinnen, der Schaum wird fester: [[Bauschaum]], und den will ja niemand.&lt;br /&gt;
# '''Kondenswasser ablassen'''. In der Dampflanze befindet sich schon nach 10-20 Sekunden Nichtbenutzung Kondenswasser. Deshalb vor jedem Schäumen kurz das Ventil aufdrehen bis nur noch Dampf kommt. Dazu kann man eine andere Kanne unter die Dampflanze halten. Dann Ventil zu, mit Milch gefülltes Kännchen nehmen und es kann losgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schäumen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Die richtige Position der Dampflanze====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Draufsicht.jpg|thumb|left|Optimale Lanzenposition (roter Pfeil=Sollbewegung der Milch)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Schema.jpg|thumb|left|Wirbelbewegung beim Ziehen und Rollen bei richtiger Positionierung (schematisch)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Lanze muss nicht in die Mitte der Kanne, sondern etwas versetzt eingetaucht werden, so wie die Nadel auf einer Schallplatte liegt (siehe unten). Diese Stellung ist wichtig, damit die Milch beim Schäumen in eine Wirbelbewegung versetzt wird, die wie in einer Steilkurve immer an der Wand entlang verläuft (roter Pfeil). Die Position und genaue Ausprägung dieser Wirbelbewegung ist je nach Maschine und der Stellung der Lanze (schräg wie bei der [[La Uno|Carimali Uno]] oder weniger schräg wie bei den meisten anderen Maschinen oder ganz gerade wie bei der [[Gaggia Classic Coffee]]) etwas unterschiedlich, das weitere Prozedere ist jedoch bei allen Maschinen gleich. Sehr zu empfehlen ist es, die Tülle der Kanne als Führung für die Dampflanze zu benutzen, sofern das (je nach Maschine) geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tip:''' Die Position lässt sich sehr gut finden, indem man mit Wasser statt Milch übt. Hier kann man ohne Hektik herumprobieren, bis man die richtige Position für die Wirbelbewegung der Flüssigkeit gefunden hat. Bei einigen Maschinen muss man das Kännchen ankippen, bei anderen nicht.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Volldampf: Ziehen und Rollen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht’s los, aber erst lesen, denn die Beschreibung ist ausführlich, das Prozedere dagegen sehr schnell. Entgegen vieler Darstellungen selbst in guten Büchern unterscheidet sich die Tätigkeit des Barista bei der Zieh- und Rollphase nicht wirklich: Die oben beschriebene Position der Dampflanze wird &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; geändert (!), &amp;lt;u&amp;gt;lediglich die Eintauchtiefe&amp;lt;/u&amp;gt;, und auch diese nur leicht! Wenn die Tülle zur Führung verwendet wird, ist dies noch einfacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ziehen=====&lt;br /&gt;
Zunächst die Ziehphase, um Luft unterzuheben. Dazu muss der Kopf der Lanze ganz knapp an der Oberfläche der wirbelnden Milch “kratzen”, man erkennt die richtige Tiefe daran, dass man ein Schlürfgeräusch hört. Am einfachsten kommt man dort hin, indem man sich “vortastet”: Lanze rein, Dampfhahn auf, Wirbelbewegung abwarten (1-3 Sekunden, je nach Dampfpower), und dann die Lanze so wieder rausziehen, dass &amp;lt;u&amp;gt;gerade eben&amp;lt;/u&amp;gt; keine Luft eingezogen wird. Von dort kann man dann ganz vorsichtig ein bisschen zurückziehen, bis das Schlürfen einsetzt. Das Schlürfen kann auch immer wieder kurz aussetzen, die Oberfläche bewegt sich ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Rollen=====&lt;br /&gt;
Wenn sich das Volumen der Milch ein wenig vergrößert hat (nicht verdoppelt, sondern ungefähr um die Hälfte zugelegt), die Lanze wieder eine Idee zurück in die Milch schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Achtung:''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tiefe des Eintauchens ist auch beim Rollen eher gering. Auch dies gehört zu den Fehlbeschreibungen selbst in guten Büchern, dass man zum Rollen die Lanze schön tief in der Kanne versenken muss. Falsch! Was man braucht ist nur die Tiefe, die gerade eben keine Luft unter die Milch zieht. Wenn man tiefer geht, wird der Schaum nicht effektiv genug verwirbelt und wird nicht so glatt und cremig. &lt;br /&gt;
Sobald’s zu heiß wird an den Flossen: Dampfhahn zu!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum Mythos #3: Schön viel Volumen'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Das Volumen sollte nicht stark zulegen (ca. 50%). Deshalb auch nicht lang ziehen, wenig Rollen, sondern genau umgekehrt. Das Zeitverhältnis zwischen Ziehen und Rollen sollte ca. 1:3 sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die detaillierte Beschreibung führt vielleicht von der Zeitvorstellung des ganzen Prozesses in die Irre, in der Praxis geht der aber relativ schnell, wenn man einmal die Lanzenposition für obige &amp;quot;Milchbewegung&amp;quot; gefunden hat. Also Lanze rein, Dampf auf, Wirbeln, dann kurz ziehen, Lanze wieder ein bisschen zurück, weiterrollen bis auf Temperatur (zu heiß für die Pfoten), fertig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Schäumen kann das Kännchen kurz auf die Tischplatte geschlagen werden (als würde man es mit Schmackes abstellen), um die letzten groben Luftbläschen zu beseitigen. Schwenken hilft, um den Schaum gleichmäßiger verteilt zu halten oder nach dem Schlagen wieder ein wenig zu vermischen. Danach sofort mit dem Eingießen beginnen und wenn gewünscht Latte Art gießen. Wie das geht, steht [[Latte Art|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Nicht vergessen: Sofort reinigen!====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milch ist kein Produkt, dessen Reste man gerne irgendwo vergammelt sammeln möchte, und schon gar nicht in der Espressomaschine. Ja, richtig: &amp;lt;u&amp;gt;In&amp;lt;/u&amp;gt; der Maschine. Denn beim Zudrehen des Ventils entsteht durch das Abkühlen des Dampfes in der Lanze in Sekundenbruchteilen ein Unterdruck, so daß etwas Milch angesogen wird. Deshalb nach jedem Aufschäumen nicht nur die Lanze von außen mit einem sauberen und feuchten Lappen reinigen, sondern auch noch einmal kurz für einen Dampfstoß aufdrehen, damit die Milchreste aus der Lanze gepustet werden. Man kann dazu einfach das Kännchen nehmen, das man schon für das Ablassen des Kondenswassers genommen hat, oder - das spart einen Arbeitsgang - den Lappen um die Lanze legen, mit dem man gerade außen gereinigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Checkliste.jpg|thumb|right|150px|Die Latte-Art-Checkliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Checkliste===&lt;br /&gt;
Hier zum Ausdrucken auf A4 (ein JPEG in 300dpi, weil man hier keine PDFs hochladen kann, gibt aber ein sauberes Druckbild) eine '''Checkliste''', um sie neben die Espressomaschine zu legen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Video==&lt;br /&gt;
Der komplette Prozess des Aufschäumens in einem 0,6er-Kännchen läßt sich [http://www.youtube.com/watch?v=Fk7gf5v2S0w in diesem Video] sehen. Dort zu sehen/hören:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Tonarmposition&amp;quot; der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Führung&amp;quot; der Kanne mit der Tülle an der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die Wirbelbewegung der Milch&lt;br /&gt;
* Die Schlürfgeräusche beim Ziehen&lt;br /&gt;
* Den geringen Unterschied der Eintauchtiefe beim Ziehen und Rollen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte auch die Beschreibung auf Youtube lesen bezüglich der Einschränkungen des Videos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maschinenspezifische Tips==&lt;br /&gt;
Hier noch ein paar Tips, die sich spezifisch auf bestimmte Espressomaschinen beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Classic_Coffee|Gaggia Classic Coffee]]====&lt;br /&gt;
* [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_2.JPG|thumb|right|120px|Zusammenbau]] [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_3.JPG|thumb|right|120px|Innenansicht]] '''Modifikation:''' Die Classic Coffee besitzt standardmäßig ein sog. ''[[Panarello]]'', eine Aufschäumhilfe, die einem das Milchschäumen auch ohne großartige Kenntnisse ermöglichen soll. Das Problem dabei ist, dass dadurch “richtiger” Milchschaum nur schwer möglich ist, weil man keine Kontrolle über Ziehen und Rollen hat. Hier hilft ein Austausch der Dampflanze gegen die von der [[Silvia|Rancilio Silvia]] (gibt es z.B. bei [http://www.espressoxxl.de EspressoXXL], Artnr. R9046 + Adapter 520680). Ganz nebenbei sieht die Silvia-Dampflanze auch noch professioneller aus. Das Dampfrohr kann entweder mit einem Adapter angebracht werden oder mit der Mutter der Gaggia Dampflanze. &lt;br /&gt;
* Bei der Montage mit dem ''Adapter'' wichtig: Der Adapter muß innerhalb des Gehäuses liegen, damit er nicht beim Entnehmen des Wassebehälters im Weg ist. Dazu muß das Dampfrohr entsprechend gebogen werden. Achtung, das Biegen muss sachte (!) erfolgen, denn das Rohr knickt schnell - schneller als man denkt! Das Rohr wird dann inkl. Dampflanze an das Dampfventil verbaut, da bei montiertem Dampfrohr kein Zugang zum Adapter besteht. Beim Anziehen des Adapters immer mit einem zweiten Gabelschlüssel gegenhalten. Funktioniert sehr gut. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:Joho|Joho]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die bessere Alternative: mit ''Originalschraube'' (funktioniert nicht beim Austausch gegen den Panarello -- jedenfalls nicht, ohne diesen zu zerstören --, da sich dort die Mutter nicht abziehen lässt.) Vorteil: Man spart sich das Öffnen des Gehäuses (Garantie) und das (gefährliche) Verbiegen des Dampfrohres. Um die Mutter der Gaggia-Dampflanze von dieser abzuziehen, muss die Dampflanze etwas gerader gebogen werden, da man sonst nicht um den Knick kommt. Die Silvia Dampflanze muß ebenfalls Ihrer Originalschraube entledigt werden, hierzu die Düse von der Dampflanze abschrauben und den Gummischutz an der Krümmung abziehen, evtl. vorhandene Dichtungsringe und die Metallscheibe auch entfernen. Dann kann die Mutter der Gaggia-Dampflanze auf die neue Dampflanze geschoben und wieder mit dem Dampfrohr verschraubt werden.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Alternative: die Dampflanze der alten Coffee Gaggia paßt perfekt - allerdings läßt sie sich als Ersatzteil offensichtlich nicht mehr nachbestellen. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Martin&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Ein Geheimtip für maximale Dampfpower ist, nach dem Umschalten nicht bis zum Leuchten der Lampe zu warten, sondern den Dampfhahn zunächst sofort für ca. 10 Sekunden zu öffnen, um das Kondenswassser abzulassen. Nach weiteren 30 Sekunden dann mit dem Schäumen beginnen, ohne auf das Lampensignal zu warten. Effekt: Der Dampf hält deutlich länger an, weil die ganze Zeit von der Maschine geheizt wird. &amp;lt;small&amp;gt;Diese Tipps kommen von Andreas (&amp;quot;DierdreDipstick&amp;quot;) und Bernhorst (&amp;quot;bernhorst&amp;quot;) aus dem Kaffee-Netz-Forum&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zur Gaggia CC gibt es auch schöne [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=9305 Videos] von Andreas im Kaffee-Netz, die oben genannte Punkte illustrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Domobar|Vibiemme Domobar]]====&lt;br /&gt;
* '''Modifikation:''' Mit der Standard 4-Loch Düse haben viele Anwender Probleme, die meist durch den Austausch gegen eine 2-Loch-Düse behoben werden (auch z.B. bei EspressoXXL). &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Frank (&amp;quot;coffeeslave&amp;quot;) aus dem Kaffee-Netz-Forum&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Sofort nach dem Betätigen des Dampfschalters das Ventil aufdrehen, um das Kondenswasser abzulassen. So ungefähr 10-20 Sekunden offen lassen bis nur noch Dampf kommt, dann Ventil wieder zu. Aber dann auch hier nicht warten bis die Heiz-Lampe ausgeht, sondern vorher anfangen zu schäumen. Effekt: Die Maschine heizt noch nach während man schon schäumt und der Druck hält länger an. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Herrn Beilhard von [http://www.espressoxxl.de EspressoXXL]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tipps und für seine Rolle als Protagonist in den oben verlinkten Videos auf der Seite des [[Latte Art|Latte-Art-Artikels]]&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen des ersten dieser Videos auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Goglo'' (&amp;quot;Goglo&amp;quot;): Für die Anregung, diesen Artikel überhaupt in die Kaffeewiki zu stellen&lt;br /&gt;
* ''Christian'' (&amp;quot;qwert&amp;quot;): Für die Anregung mit den maschinenspezifischen Tips&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Joho|''Joho'']]: Für die Fotos und die Montagetips im Absatz über das Dampfrohr an der Gaggia CC&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Technik]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Gerätetips und -modifikationen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=7111</id>
		<title>Milchaufschäumen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=7111"/>
		<updated>2008-02-09T19:27:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Orrtograffie&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Anmerkung zum Anfang:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel (und der dazugehörige, weil anschließende über [[Latte Art]]) erscheint auf den ersten Blick relativ lang. Ist er vielleicht auch, gleichzeitig ist das Ziel dieses Artikels, wirklich keine Fragen offen zu lassen. Nach dem Lesen dieser Anleitung schafft es &amp;lt;u&amp;gt;jeder&amp;lt;/u&amp;gt;. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die komplette Anleitung ist in zwei Teile geteilt:&lt;br /&gt;
# Einen Artikel zum Schäumen (dieser hier) und &lt;br /&gt;
# einen zum eigentlichen Gießen der [[Latte Art]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgeschrittene, die nur Latte Art lernen wollen, können die ihnen bekannten Punkte überspringen, oder den Artikel [[Latte Art für Fortgeschrittene]] lesen, der mit einer anderen Didaktik direkt typische Missverständnisse der Latte Art behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung: Das Ziel des Ganzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herstellung eines Cappuccino braucht man Milchschaum. Das Milchschäumen wird von Anfängern immer wieder als besonders schwierig empfunden. Herumstochern in der Milch, Blubbern und Spritzen, und am Ende ist der Milchschaum grobporig und fällt schnell zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich ist das Ganze jedoch relativ einfach (und uneigentlich auch), es erfordert kein großes Geschick, sondern man muß nur &amp;lt;u&amp;gt;wissen&amp;lt;/u&amp;gt; wie es geht, danach wird es nicht lange dauern bis man die Technik beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''An die Einsteiger:''' In diesem Artikel wird man Dinge lesen, die für manch einen genau das Gegenteil sind von dem, was er bisher &amp;quot;gelernt&amp;quot; hat. Davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Am einfachsten ist es, ersteinmal alles zu vergessen, was man von anderswo kennt, insbesondere von der Gastronomie – zumindest außerhalb Italiens – oder auch aus Werbung für Saeco Vollautomaten mit Latte Macchiato auf Knopfdruck. In diesem Artikel geht es nicht um den echten italienischen Cappuccino, wie ihn sich Starbucks oder Tchibo vorstellen, sondern um den echten italienischen Cappuccino, wie er echt in Italien getrunken wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor hier die Beschreibung losgeht, macht es Sinn, ersteinmal das Ziel der ganzen Schäumerei festzuhalten. Dass das Milchschaum ist, ist klar, aber die Beschaffenheit/Qualiät desselben ist der entscheidende Unterschied. Räumen wir mal auf mit dem ersten Anfängerfehler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #1: Schaum muß fest sein'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Was man &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; haben will, ist der sog. [[Bauschaum]]. Einsteiger berichten immer wieder, Ihr Milchschaum gelänge ihnen “schon sehr gut, er ist so fest, dass ich ihn mit dem Löffel formen kann.” Genau diese Konsistenz ist es jedoch, die in Fachkreisen “verachtet” wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Milchschaum sollte vielmehr &amp;lt;u&amp;gt;cremig&amp;lt;/u&amp;gt; sein, ähnlich nicht ganz fest geschlagener Sahne, also eine dickflüssige, viskose Konsistenz. Warum das? Nun, erstens schmeckt cremiger Milchschaum in einem Cappucino deutlich besser als Bauschaum, der einen eher an die Krone bei einem Bier denken läßt. Und zweitens hat die cremige Konsistenz einen weiteren großen Vorteil, denn: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #2: Kakaopulver oben drauf'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Auf einen richtigen Cappuccino gehört kein Kakaopulver!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja richtig: Keins! In all den Bahnhofscafés und Starbucks-Filialen mit Ihren Vanilla-flavored Latte-Cino to go (size: tall) Kaffeegetränken wird einem zwar etwas anderes suggeriert, aber so ist es. Kein Kakaopulver? Aber wie mache ich das meinen Gästen klar? Ohne Probleme, denn wenn man also schön cremigen Milchschaum hat, kann man damit durch gezieltes Eingießen der Milch Muster “zeichnen”, die sogenannte “Latte Art”. Die beliebteste Figur ist das Blatt oder Bäumchen. Hier mal ein Bild von einem Profi-Werk: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art (Quelle: LaPotenza.com)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dürfte dieser Punkt geklärt sein. Bleibt nur noch die Frage: Wie kommt man da hin? Nun, ein Bäumchen wie das oben abgebildete wird man sicherlich nicht auf Anhieb zeichnen können. Aber eine Annäherung geht schnell und ist ganz einfach. Die Bewertung als “einfach” ist übrigens ehrlich gemeint, denn der Autor ist selbst nicht das, was man als “motorisch begabt” einstufen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen: Wie denn jetzt?==&lt;br /&gt;
Als Einsteiger denkt man immer, man muss möglichst viel Schaum haben, man “stochert” mit der Dampflanze in der Milch herum, es spritzt und blubbert, aber richtig schönen Milchschaum hat man am Ende nicht. Kein Wunder, denn meistens hat man keinen Plan, was man da eigentlich machen soll. Hier ist er: Milchschaum besteht aus Milch und Luft, d.h. man muss der Milch 1. ''Luft unterheben'' und diese dann 2. möglichst gut ''in der Milch verteilen''. Das geht nicht mit herumstochern, sondern ganz gesittet in zwei Phasen: dem sog. “Ziehen” und dem “Rollen”. Während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Ziehphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; wird Luft unter die Oberfläche der Milch gezogen, während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Rollphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; nicht mehr, sondern die Milch nur “durcheinandergewirbelt”, damit sich die Luft verteilt und der Schaum möglichst fein wird. Wie geht das konkret?&lt;br /&gt;
Zunächst braucht man das richtige '''Equipment''':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Espressomaschine''' mit Dampflanze (explizit ohne “Aufschäumhilfe”, sonst ist das ganze schwierig, siehe auch die maschinenspezifischen Tips am Ende des Artikels!)&lt;br /&gt;
* '''Tassen''' in der richtigen Größe (ca. 180 ml oder ein bisschen mehr) und der richtigen Form (keine komplett senkrechten Seitenwände, je runder das Profil, desto besser)&lt;br /&gt;
* Ein gutes '''Aufschäumkännchen''' mit ausgeprägter Tülle und 0,2 bis 0,7 Liter Inhalt (je nach Maschine und deren Dampfpower). Für Maschinen mit kleinem Dampfboiler funktionieren die kleinen Kannen besser, weil sie nicht genug &amp;quot;Ausdauer&amp;quot; für eine 0,6-Liter Kanne haben. Für größere Maschinen kann umgekehrt ein kleines Kännchen zu Problemen führen, weil der Dampfdruck die Milch aus dem Kännchen &amp;quot;befördert&amp;quot;. Unabhängig davon gilt: Das Schäumen ist umso einfacher, je größer das Kännchen, das Latte Art Gießen ist umso einfacher, je kleiner das Kännchen.&lt;br /&gt;
* '''Milch''': kalt, und je höher der Fettanteil, desto cremiger wird im allgemeinen der Schaum, also mindestens 3,5%, besser sind über 3,8%. Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen verschiedenen Marken, wer das nicht glaubt, kann mal Bärenmarke Milch ausprobieren, bei der der Schaum am feinporigsten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# '''Milchkännchen zur Hälfte mit Milch füllen'''. Immer. Wenn man guten Milchschaum haben will, kann die Füllhöhe nicht variiert werden. Will man weniger Milch schäumen, muss man eine kleinere Kanne nehmen. Warum? Sonst stimmen die Proportionen (Füllhöhe und Oberfläche) nicht mehr, um richtig Schäumen zu können. Klingt komisch, aber für den Anfang einfach erstmal akzeptieren und dann erst später verstehen. ;-)&lt;br /&gt;
# '''Die Milch muss kalt sein.''' Das hat einen ganz einfachen Grund: je kälter die Milch, desto mehr Zeit hat man als Barista mit dem Schäumen. Der Dampf heizt die Milch natürlich auf, und wenn man zu lange schäumt, wird die Höchsttemperatur überschritten, so dass der Schaum nicht gut wird. Also: Je kälter die Milch, desto einfacher das Schäumen. &lt;br /&gt;
# [[Bild:Milchkanne_Hand.jpg|thumb|right|Kännchen direkt in der Hand halten]]'''Kännchen direkt in die Hand.''' Damit man weiß, wann Schluss ist mit Schäumen, nimmt man das Kännchen am besten direkt in die Hand und nicht am Griff. Alternativ kann man auch eine Hand an die Kännchenwand legen, um die Temperatur mit dieser Hand zu fühlen. Die Höchsttemperatur liegt übrigens bei ca. 60°C, praktischerweise ist das genau die Temperatur, die man gerade noch so eben als “aushaltbar” empfindet. Wenn diese Temperatur erreicht ist, ist Schluss mit Schäumen – und zwar in jedem Fall. Denn: Was man bis dahin nicht an Schaumqualität erreicht hat, holt man danach nicht mehr heraus. Kurz bevor es anfängt wehzutun, macht man also den Dampfhahn zu. Danach fängt das Milcheiweiß an zu gerinnen, der Schaum wird fester: [[Bauschaum]], und den will ja niemand.&lt;br /&gt;
# '''Kondenswasser ablassen'''. In der Dampflanze befindet sich schon nach 10-20 Sekunden Nichtbenutzung Kondenswasser. Deshalb vor jedem Schäumen kurz das Ventil aufdrehen bis nur noch Dampf kommt. Dazu kann man eine andere Kanne unter die Dampflanze halten. Dann Ventil zu, mit Milch gefülltes Kännchen nehmen und es kann losgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schäumen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Die richtige Position der Dampflanze====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Draufsicht.jpg|thumb|left|Optimale Lanzenposition (roter Pfeil=Sollbewegung der Milch)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Schema.jpg|thumb|left|Wirbelbewegung beim Ziehen und Rollen bei richtiger Positionierung (schematisch)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Lanze muss nicht in die Mitte der Kanne, sondern etwas versetzt eingetaucht werden, so wie die Nadel auf einer Schallplatte liegt (siehe unten). Diese Stellung ist wichtig, damit die Milch beim Schäumen in eine Wirbelbewegung versetzt wird, die wie in einer Steilkurve immer an der Wand entlang verläuft (roter Pfeil). Die Position und genaue Ausprägung dieser Wirbelbewegung ist je nach Maschine und der Stellung der Lanze (schräg wie bei der [[La Uno|Carimali Uno]] oder weniger schräg wie bei den meisten anderen Maschinen oder ganz gerade wie bei der [[Gaggia Classic Coffee]]) etwas unterschiedlich, das weitere Prozedere ist jedoch bei allen Maschinen gleich. Sehr zu empfehlen ist es, die Tülle der Kanne als Führung für die Dampflanze zu benutzen, sofern das (je nach Maschine) geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tip:''' Die Position lässt sich sehr gut finden, indem man mit Wasser statt Milch übt. Hier kann man ohne Hektik herumprobieren, bis man die richtige Position für die Wirbelbewegung der Flüssigkeit gefunden hat. Bei einigen Maschinen muss man das Kännchen ankippen, bei anderen nicht.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Volldampf: Ziehen und Rollen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht’s los, aber erst lesen, denn die Beschreibung ist ausführlich, das Prozedere dagegen sehr schnell. Entgegen vieler Darstellungen selbst in guten Büchern unterscheidet sich die Tätigkeit des Barista bei der Zieh- und Rollphase nicht wirklich: Die oben beschriebene Position der Dampflanze wird &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; geändert (!), &amp;lt;u&amp;gt;lediglich die Eintauchtiefe&amp;lt;/u&amp;gt;, und auch diese nur leicht! Wenn die Tülle zur Führung verwendet wird, ist dies noch einfacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ziehen=====&lt;br /&gt;
Zunächst die Ziehphase, um Luft unterzuheben. Dazu muss der Kopf der Lanze ganz knapp an der Oberfläche der wirbelnden Milch “kratzen”, man erkennt die richtige Tiefe daran, dass man ein Schlürfgeräusch hört. Am einfachsten kommt man dort hin, indem man sich “vortastet”: Lanze rein, Dampfhahn auf, Wirbelbewegung abwarten (1-3 Sekunden, je nach Dampfpower), und dann die Lanze so wieder rausziehen, dass &amp;lt;u&amp;gt;gerade eben&amp;lt;/u&amp;gt; keine Luft eingezogen wird. Von dort kann man dann ganz vorsichtig ein bisschen zurückziehen, bis das Schlürfen einsetzt. Das Schlürfen kann auch immer wieder kurz aussetzen, die Oberfläche bewegt sich ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Rollen=====&lt;br /&gt;
Wenn sich das Volumen der Milch ein wenig vergrößert hat (nicht verdoppelt, sondern ungefähr um die Hälfte zugelegt), die Lanze wieder eine Idee zurück in die Milch schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Achtung:''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tiefe des Eintauchens ist auch beim Rollen eher gering. Auch dies gehört zu den Fehlbeschreibungen selbst in guten Büchern, dass man zum Rollen die Lanze schön tief in der Kanne versenken muss. Falsch! Was man braucht ist nur die Tiefe, die gerade eben keine Luft unter die Milch zieht. Wenn man tiefer geht, wird der Schaum nicht effektiv genug verwirbelt und wird nicht so glatt und cremig. &lt;br /&gt;
Sobald’s zu heiß wird an den Flossen: Dampfhahn zu!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum Mythos #3: Schön viel Volumen'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Das Volumen sollte nicht stark zulegen (ca. 50%). Deshalb auch nicht lang ziehen, wenig Rollen, sondern genau umgekehrt. Das Zeitverhältnis zwischen Ziehen und Rollen sollte ca. 1:3 sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die detaillierte Beschreibung führt vielleicht von der Zeitvorstellung des ganzen Prozesses in die Irre, in der Praxis geht der aber relativ schnell, wenn man einmal die Lanzenposition für obige &amp;quot;Milchbewegung&amp;quot; gefunden hat. Also Lanze rein, Dampf auf, Wirbeln, dann kurz ziehen, Lanze wieder ein bisschen zurück, weiterrollen bis auf Temperatur (zu heiß für die Pfoten), fertig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Schäumen kann das Kännchen kurz auf die Tischplatte geschlagen werden (als würde man es mit Schmackes abstellen), um die letzten groben Luftbläschen zu beseitigen. Schwenken hilft, um den Schaum gleichmäßiger verteilt zu halten oder nach dem Schlagen wieder ein wenig zu vermischen. Danach sofort mit dem Eingießen beginnen und wenn gewünscht Latte Art gießen. Wie das geht, steht [[Latte Art|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Nicht vergessen: Sofort reinigen!====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milch ist kein Produkt, dessen Reste man gerne irgendwo vergammelt sammeln möchte, und schon gar nicht in der Espressomaschine. Ja, richtig: &amp;lt;u&amp;gt;In&amp;lt;/u&amp;gt; der Maschine. Denn beim Zudrehen des Ventils entsteht durch das Abkühlen des Dampfes in der Lanze in Sekundenbruchteilen ein Unterdruck, so daß etwas Milch angesogen wird. Deshalb nach jedem Aufschäumen nicht nur die Lanze von außen mit einem sauberen und feuchten Lappen reinigen, sondern auch noch einmal kurz für einen Dampfstoß aufdrehen, damit die Milchreste aus der Lanze gepustet werden. Man kann dazu einfach das Kännchen nehmen, das man schon für das Ablassen des Kondenswassers genommen hat, oder - das spart einen Arbeitsgang - den Lappen um die Lanze legen, mit dem man gerade außen gereinigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Checkliste.jpg|thumb|right|150px|Die Latte-Art-Checkliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Checkliste===&lt;br /&gt;
Hier zum Ausdrucken auf A4 (ein JPEG in 300dpi, weil man hier keine PDFs hochladen kann, gibt aber ein sauberes Druckbild) eine '''Checkliste''', um sie neben die Espressomaschine zu legen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Video===&lt;br /&gt;
Der komplette Prozess des Aufschäumens in einem 0,6er-Kännchen läßt sich [http://www.youtube.com/watch?v=Fk7gf5v2S0w in diesem Video] sehen. Dort zu sehen/hören:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Tonarmposition&amp;quot; der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Führung&amp;quot; der Kanne mit der Tülle an der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die Wirbelbewegung der Milch&lt;br /&gt;
* Die Schlürfgeräusche beim Ziehen&lt;br /&gt;
* Den geringen Unterschied der Eintauchtiefe beim Ziehen und Rollen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte auch die Beschreibung auf Youtube lesen bezüglich der Einschränkungen des Videos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maschinenspezifische Tips==&lt;br /&gt;
Hier noch ein paar Tips, die sich spezifisch auf bestimmte Espressomaschinen beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Classic_Coffee|Gaggia Classic Coffee]]====&lt;br /&gt;
* [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_2.JPG|thumb|right|120px|Zusammenbau]] [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_3.JPG|thumb|right|120px|Innenansicht]] '''Modifikation:''' Die Classic Coffee besitzt standardmäßig ein sog. ''[[Panarello]]'', eine Aufschäumhilfe, die einem das Milchschäumen auch ohne großartige Kenntnisse ermöglichen soll. Das Problem dabei ist, dass dadurch “richtiger” Milchschaum nur schwer möglich ist, weil man keine Kontrolle über Ziehen und Rollen hat. Hier hilft ein Austausch der Dampflanze gegen die von der [[Silvia|Rancilio Silvia]] (gibt es z.B. bei [http://www.espressoxxl.de EspressoXXL], Artnr. R9046 + Adapter 520680). Ganz nebenbei sieht die Silvia-Dampflanze auch noch professioneller aus. Das Dampfrohr kann entweder mit einem Adapter angebracht werden oder mit der Mutter der Gaggia Dampflanze. &lt;br /&gt;
* Bei der Montage mit dem ''Adapter'' wichtig: Der Adapter muß innerhalb des Gehäuses liegen, damit er nicht beim Entnehmen des Wassebehälters im Weg ist. Dazu muß das Dampfrohr entsprechend gebogen werden. Achtung, das Biegen muss sachte (!) erfolgen, denn das Rohr knickt schnell - schneller als man denkt! Das Rohr wird dann inkl. Dampflanze an das Dampfventil verbaut, da bei montiertem Dampfrohr kein Zugang zum Adapter besteht. Beim Anziehen des Adapters immer mit einem zweiten Gabelschlüssel gegenhalten. Funktioniert sehr gut. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:Joho|Joho]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die bessere Alternative: mit ''Originalschraube'' (funktioniert nicht beim Austausch gegen den Panarello -- jedenfalls nicht, ohne diesen zu zerstören --, da sich dort die Mutter nicht abziehen lässt.) Vorteil: Man spart sich das Öffnen des Gehäuses (Garantie) und das (gefährliche) Verbiegen des Dampfrohres. Um die Mutter der Gaggia-Dampflanze von dieser abzuziehen, muss die Dampflanze etwas gerader gebogen werden, da man sonst nicht um den Knick kommt. Die Silvia Dampflanze muß ebenfalls Ihrer Originalschraube entledigt werden, hierzu die Düse von der Dampflanze abschrauben und den Gummischutz an der Krümmung abziehen, evtl. vorhandene Dichtungsringe und die Metallscheibe auch entfernen. Dann kann die Mutter der Gaggia-Dampflanze auf die neue Dampflanze geschoben und wieder mit dem Dampfrohr verschraubt werden.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Alternative: die Dampflanze der alten Coffee Gaggia paßt perfekt - allerdings läßt sie sich als Ersatzteil offensichtlich nicht mehr nachbestellen. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Martin&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Ein Geheimtip für maximale Dampfpower ist, nach dem Umschalten nicht bis zum Leuchten der Lampe zu warten, sondern den Dampfhahn zunächst sofort für ca. 10 Sekunden zu öffnen, um das Kondenswassser abzulassen. Nach weiteren 30 Sekunden dann mit dem Schäumen beginnen, ohne auf das Lampensignal zu warten. Effekt: Der Dampf hält deutlich länger an, weil die ganze Zeit von der Maschine geheizt wird. &amp;lt;small&amp;gt;Diese Tipps kommen von Andreas (&amp;quot;DierdreDipstick&amp;quot;) und Bernhorst (&amp;quot;bernhorst&amp;quot;) aus dem Kaffee-Netz-Forum&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zur Gaggia CC gibt es auch schöne [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=9305 Videos] von Andreas im Kaffee-Netz, die oben genannte Punkte illustrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Domobar|Vibiemme Domobar]]====&lt;br /&gt;
* '''Modifikation:''' Mit der Standard 4-Loch Düse haben viele Anwender Probleme, die meist durch den Austausch gegen eine 2-Loch-Düse behoben werden (auch z.B. bei EspressoXXL). &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Frank (&amp;quot;coffeeslave&amp;quot;) aus dem Kaffee-Netz-Forum&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Sofort nach dem Betätigen des Dampfschalters das Ventil aufdrehen, um das Kondenswasser abzulassen. So ungefähr 10-20 Sekunden offen lassen bis nur noch Dampf kommt, dann Ventil wieder zu. Aber dann auch hier nicht warten bis die Heiz-Lampe ausgeht, sondern vorher anfangen zu schäumen. Effekt: Die Maschine heizt noch nach während man schon schäumt und der Druck hält länger an. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Herrn Beilhard von [http://www.espressoxxl.de EspressoXXL]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tipps und für seine Rolle als Protagonist in den oben verlinkten Videos auf der Seite des [[Latte Art|Latte-Art-Artikels]]&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen des ersten dieser Videos auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Goglo'' (&amp;quot;Goglo&amp;quot;): Für die Anregung, diesen Artikel überhaupt in die Kaffeewiki zu stellen&lt;br /&gt;
* ''Christian'' (&amp;quot;qwert&amp;quot;): Für die Anregung mit den maschinenspezifischen Tips&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Joho|''Joho'']]: Für die Fotos und die Montagetips im Absatz über das Dampfrohr an der Gaggia CC&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Technik]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Gerätetips und -modifikationen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=7110</id>
		<title>Milchaufschäumen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Milchaufsch%C3%A4umen&amp;diff=7110"/>
		<updated>2008-02-09T19:25:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Eigenes Video verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Anmerkung zum Anfang:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel (und der dazugehörige, weil anschließende über [[Latte Art]]) erscheint auf den ersten Blick relativ lang. Ist er vielleicht auch, gleichzeitig ist das Ziel dieses Artikels, wirklich keine Fragen offen zu lassen. Nach dem Lesen dieser Anleitung schafft es &amp;lt;u&amp;gt;jeder&amp;lt;/u&amp;gt;. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die komplette Anleitung ist in zwei Teile geteilt:&lt;br /&gt;
# Einen Artikel zum Schäumen (dieser hier) und &lt;br /&gt;
# einen zum eigentlichen Gießen der [[Latte Art]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgeschrittene, die nur Latte Art lernen wollen, können die ihnen bekannten Punkte überspringen, oder den Artikel [[Latte Art für Fortgeschrittene]] lesen, der mit einer anderen Didaktik direkt typische Missverständnisse der Latte Art behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung: Das Ziel des Ganzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herstellung eines Cappuccino braucht man Milchschaum. Das Milchschäumen wird von Anfängern immer wieder als besonders schwierig empfunden. Herumstochern in der Milch, Blubbern und Spritzen, und am Ende ist der Milchschaum grobporig und fällt schnell zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich ist das Ganze jedoch relativ einfach (und uneigentlich auch), es erfordert kein großes Geschick, sondern man muß nur &amp;lt;u&amp;gt;wissen&amp;lt;/u&amp;gt; wie es geht, danach wird es nicht lange dauern bis man die Technik beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''An die Einsteiger:''' In diesem Artikel wird man Dinge lesen, die für manch einen genau das Gegenteil sind von dem, was er bisher &amp;quot;gelernt&amp;quot; hat. Davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Am einfachsten ist es, ersteinmal alles zu vergessen, was man von anderswo kennt, insbesondere von der Gastronomie – zumindest außerhalb Italiens – oder auch aus Werbung für Saeco Vollautomaten mit Latte Macchiato auf Knopfdruck. In diesem Artikel geht es nicht um den echten italienischen Cappuccino, wie ihn sich Starbucks oder Tchibo vorstellen, sondern um den echten italienischen Cappuccino, wie er echt in Italien getrunken wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor hier die Beschreibung losgeht, macht es Sinn, ersteinmal das Ziel der ganzen Schäumerei festzuhalten. Dass das Milchschaum ist, ist klar, aber die Beschaffenheit/Qualiät desselben ist der entscheidende Unterschied. Räumen wir mal auf mit dem ersten Anfängerfehler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #1: Schaum muß fest sein'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Was man &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; haben will, ist der sog. [[Bauschaum]]. Einsteiger berichten immer wieder, Ihr Milchschaum gelänge ihnen “schon sehr gut, er ist so fest, dass ich ihn mit dem Löffel formen kann.” Genau diese Konsistenz ist es jedoch, die in Fachkreisen “verachtet” wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Milchschaum sollte vielmehr &amp;lt;u&amp;gt;cremig&amp;lt;/u&amp;gt; sein, ähnlich nicht ganz fest geschlagener Sahne, also eine dickflüssige, viskose Konsistenz. Warum das? Nun, erstens schmeckt cremiger Milchschaum in einem Cappucino deutlich besser als Bauschaum, der einen eher an die Krone bei einem Bier denken läßt. Und zweitens hat die cremige Konsistenz einen weiteren großen Vorteil, denn: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum-Mythos #2: Kakaopulver oben drauf'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Auf einen richtigen Cappuccino gehört kein Kakaopulver!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja richtig: Keins! In all den Bahnhofscafés und Starbucks-Filialen mit Ihren Vanilla-flavored Latte-Cino to go (size: tall) Kaffeegetränken wird einem zwar etwas anderes suggeriert, aber so ist es. Kein Kakaopulver? Aber wie mache ich das meinen Gästen klar? Ohne Probleme, denn wenn man also schön cremigen Milchschaum hat, kann man damit durch gezieltes Eingießen der Milch Muster “zeichnen”, die sogenannte “Latte Art”. Die beliebteste Figur ist das Blatt oder Bäumchen. Hier mal ein Bild von einem Profi-Werk: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art (Quelle: LaPotenza.com)]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dürfte dieser Punkt geklärt sein. Bleibt nur noch die Frage: Wie kommt man da hin? Nun, ein Bäumchen wie das oben abgebildete wird man sicherlich nicht auf Anhieb zeichnen können. Aber eine Annäherung geht schnell und ist ganz einfach. Die Bewertung als “einfach” ist übrigens ehrlich gemeint, denn der Autor ist selbst nicht das, was man als “motorisch begabt” einstufen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundlagen: Wie denn jetzt?==&lt;br /&gt;
Als Einsteiger denkt man immer, man muss möglichst viel Schaum haben, man “stochert” mit der Dampflanze in der Milch herum, es spritzt und blubbert, aber richtig schönen Milchschaum hat man am Ende nicht. Kein Wunder, denn meistens hat man keinen Plan, was man da eigentlich machen soll. Hier ist er: Milchschaum besteht aus Milch und Luft, d.h. man muss der Milch 1. ''Luft unterheben'' und diese dann 2. möglichst gut ''in der Milch verteilen''. Das geht nicht mit herumstochern, sondern ganz gesittet in zwei Phasen: dem sog. “Ziehen” und dem “Rollen”. Während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Ziehphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; wird Luft unter die Oberfläche der Milch gezogen, während der &amp;lt;u&amp;gt;'''Rollphase'''&amp;lt;/u&amp;gt; nicht mehr, sondern die Milch nur “durcheinandergewirbelt”, damit sich die Luft verteilt und der Schaum möglichst fein wird. Wie geht das konkret?&lt;br /&gt;
Zunächst braucht man das richtige '''Equipment''':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Espressomaschine''' mit Dampflanze (explizit ohne “Aufschäumhilfe”, sonst ist das ganze schwierig, siehe auch die maschinenspezifischen Tips am Ende des Artikels!)&lt;br /&gt;
* '''Tassen''' in der richtigen Größe (ca. 180 ml oder ein bisschen mehr) und der richtigen Form (keine komplett senkrechten Seitenwände, je runder das Profil, desto besser)&lt;br /&gt;
* Ein gutes '''Aufschäumkännchen''' mit ausgeprägter Tülle und 0,2 bis 0,7 Liter Inhalt (je nach Maschine und deren Dampfpower). Für Maschinen mit kleinem Dampfboiler funktionieren die kleinen Kannen besser, weil sie nicht genug &amp;quot;Ausdauer&amp;quot; für eine 0,6-Liter Kanne haben. Für größere Maschinen kann umgekehrt ein kleines Kännchen zu Problemen führen, weil der Dampfdruck die Milch aus dem Kännchen &amp;quot;befördert&amp;quot;. Unabhängig davon gilt: Das Schäumen ist umso einfacher, je größer das Kännchen, das Latte Art Gießen ist umso einfacher, je kleiner das Kännchen.&lt;br /&gt;
* '''Milch''': kalt, und je höher der Fettanteil, desto cremiger wird im allgemeinen der Schaum, also mindestens 3,5%, besser sind über 3,8%. Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen verschiedenen Marken, wer das nicht glaubt, kann mal Bärenmarke Milch ausprobieren, bei der der Schaum am feinporigsten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbereitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# '''Milchkännchen zur Hälfte mit Milch füllen'''. Immer. Wenn man guten Milchschaum haben will, kann die Füllhöhe nicht variiert werden. Will man weniger Milch schäumen, muss man eine kleinere Kanne nehmen. Warum? Sonst stimmen die Proportionen (Füllhöhe und Oberfläche) nicht mehr, um richtig Schäumen zu können. Klingt komisch, aber für den Anfang einfach erstmal akzeptieren und dann erst später verstehen. ;-)&lt;br /&gt;
# '''Die Milch muss kalt sein.''' Das hat einen ganz einfachen Grund: je kälter die Milch, desto mehr Zeit hat man als Barista mit dem Schäumen. Der Dampf heizt die Milch natürlich auf, und wenn man zu lange schäumt, wird die Höchsttemperatur überschritten, so dass der Schaum nicht gut wird. Also: Je kälter die Milch, desto einfacher das Schäumen. &lt;br /&gt;
# [[Bild:Milchkanne_Hand.jpg|thumb|right|Kännchen direkt in der Hand halten]]'''Kännchen direkt in die Hand.''' Damit man weiß, wann Schluss ist mit Schäumen, nimmt man das Kännchen am besten direkt in die Hand und nicht am Griff. Alternativ kann man auch eine Hand an die Kännchenwand legen, um die Temperatur mit dieser Hand zu fühlen. Die Höchsttemperatur liegt übrigens bei ca. 60°C, praktischerweise ist das genau die Temperatur, die man gerade noch so eben als “aushaltbar” empfindet. Wenn diese Temperatur erreicht ist, ist Schluss mit Schäumen – und zwar in jedem Fall. Denn: Was man bis dahin nicht an Schaumqualität erreicht hat, holt man danach nicht mehr heraus. Kurz bevor es anfängt wehzutun, macht man also den Dampfhahn zu. Danach fängt das Milcheiweiß an zu gerinnen, der Schaum wird fester: [[Bauschaum]], und den will ja niemand.&lt;br /&gt;
# '''Kondenswasser ablassen'''. In der Dampflanze befindet sich schon nach 10-20 Sekunden Nichtbenutzung Kondenswasser. Deshalb vor jedem Schäumen kurz das Ventil aufdrehen bis nur noch Dampf kommt. Dazu kann man eine andere Kanne unter die Dampflanze halten. Dann Ventil zu, mit Milch gefülltes Kännchen nehmen und es kann losgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schäumen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Die richtige Position der Dampflanze====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Draufsicht.jpg|thumb|left|Optimale Lanzenposition (roter Pfeil=Sollbewegung der Milch)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Milchschaeumen_Schema.jpg|thumb|left|Wirbelbewegung beim Ziehen und Rollen bei richtiger Positionierung (schematisch)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Lanze muss nicht in die Mitte der Kanne, sondern etwas versetzt eingetaucht werden, so wie die Nadel auf einer Schallplatte liegt (siehe unten). Diese Stellung ist wichtig, damit die Milch beim Schäumen in eine Wirbelbewegung versetzt wird, die wie in einer Steilkurve immer an der Wand entlang verläuft (roter Pfeil). Die Position und genaue Ausprägung dieser Wirbelbewegung ist je nach Maschine und der Stellung der Lanze (schräg wie bei der [[La Uno|Carimali Uno]] oder weniger schräg wie bei den meisten anderen Maschinen oder ganz gerade wie bei der [[Gaggia Classic Coffee]]) etwas unterschiedlich, das weitere Prozedere ist jedoch bei allen Maschinen gleich. Sehr zu empfehlen ist es, die Tülle der Kanne als Führung für die Dampflanze zu benutzen, sofern das (je nach Maschine) geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Tip:''' Die Position lässt sich sehr gut finden, indem man mit Wasser statt Milch übt. Hier kann man ohne Hektik herumprobieren, bis man die richtige Position für die Wirbelbewegung der Flüssigkeit gefunden hat. Bei einigen Maschinen muss man das Kännchen ankippen, bei anderen nicht.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Volldampf: Ziehen und Rollen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht’s los, aber erst lesen, denn die Beschreibung ist ausführlich, das Prozedere dagegen sehr schnell. Entgegen vieler Darstellungen selbst in guten Büchern unterscheidet sich die Tätigkeit des Barista bei der Zieh- und Rollphase nicht wirklich: Die oben beschriebene Position der Dampflanze wird &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; geändert (!), &amp;lt;u&amp;gt;lediglich die Eintauchtiefe&amp;lt;/u&amp;gt;, und auch diese nur leicht! Wenn die Tülle zur Führung verwendet wird, ist dies noch einfacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Ziehen=====&lt;br /&gt;
Zunächst die Ziehphase, um Luft unterzuheben. Dazu muss der Kopf der Lanze ganz knapp an der Oberfläche der wirbelnden Milch “kratzen”, man erkennt die richtige Tiefe daran, dass man ein Schlürfgeräusch hört. Am einfachsten kommt man dort hin, indem man sich “vortastet”: Lanze rein, Dampfhahn auf, Wirbelbewegung abwarten (1-3 Sekunden, je nach Dampfpower), und dann die Lanze so wieder rausziehen, dass &amp;lt;u&amp;gt;gerade eben&amp;lt;/u&amp;gt; keine Luft eingezogen wird. Von dort kann man dann ganz vorsichtig ein bisschen zurückziehen, bis das Schlürfen einsetzt. Das Schlürfen kann auch immer wieder kurz aussetzen, die Oberfläche bewegt sich ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Rollen=====&lt;br /&gt;
Wenn sich das Volumen der Milch ein wenig vergrößert hat (nicht verdoppelt, sondern ungefähr um die Hälfte zugelegt), die Lanze wieder eine Idee zurück in die Milch schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Achtung:''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tiefe des Eintauchens ist auch beim Rollen eher gering. Auch dies gehört zu den Fehlbeschreibungen selbst in guten Büchern, dass man zum Rollen die Lanze schön tief in der Kanne versenken muss. Falsch! Was man braucht ist nur die Tiefe, die gerade eben keine Luft unter die Milch zieht. Wenn man tiefer geht, wird der Schaum nicht effektiv genug verwirbelt und wird nicht so glatt und cremig. &lt;br /&gt;
Sobald’s zu heiß wird an den Flossen: Dampfhahn zu!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{|{{Bausteindesign4}}&lt;br /&gt;
| '''Milchschaum Mythos #3: Schön viel Volumen'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Merke:&amp;lt;/u&amp;gt; Das Volumen sollte nicht stark zulegen (ca. 50%). Deshalb auch nicht lang ziehen, wenig Rollen, sondern genau umgekehrt. Das Zeitverhältnis zwischen Ziehen und Rollen sollte ca. 1:3 sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die detaillierte Beschreibung führt vielleicht von der Zeitvorstellung des ganzen Prozesses in die Irre, in der Praxis geht der aber relativ schnell, wenn man einmal die Lanzenposition für obige &amp;quot;Milchbewegung&amp;quot; gefunden hat. Also Lanze rein, Dampf auf, Wirbeln, dann kurz ziehen, Lanze wieder ein bisschen zurück, weiterrollen bis auf Temperatur (zu heiß für die Pfoten), fertig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Schäumen kann das Kännchen kurz auf die Tischplatte geschlagen werden (als würde man es mit Schmackes abstellen), um die letzten groben Luftbläschen zu beseitigen. Schwenken hilft, um den Schaum gleichmäßiger verteilt zu halten oder nach dem Schlagen wieder ein wenig zu vermischen. Danach sofort mit dem Eingießen beginnen und wenn gewünscht Latte Art gießen. Wie das geht, steht [[Latte Art|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Nicht vergessen: Sofort reinigen!====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milch ist kein Produkt, dessen Reste man gerne irgendwo vergammelt sammeln möchte, und schon gar nicht in der Espressomaschine. Ja, richtig: &amp;lt;u&amp;gt;In&amp;lt;/u&amp;gt; der Maschine. Denn bein Zudrehen des Ventils entsteht durch das Abkühlen des Dampfes in der Lanze ein Unterdruck, so daß etwas Milch angesogen wird. Deshalb nach jedem Aufschäumen nicht nur die Lanze von außen mit einem sauberen und feuchten Lappen reinigen, sondern auch noch einmal kurz für einen Dampfstoß aufdrehen, damit die Milchreste aus der Lanze gepustet werden. Man kann dazu einfach das Kännchen nehmen, das man schon für das Ablassen des Kondenswassers genommen hat, oder - das spart einen Arbeitsgang - den Lappen um die Lanze legen, mit dem man gerade außen gereinigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Checkliste.jpg|thumb|right|150px|Die Latte-Art-Checkliste]]&lt;br /&gt;
===Checkliste===&lt;br /&gt;
Hier zum Ausdrucken auf A4 (ein JPEG in 300dpi, weil man hier keine PDFs hochladen kann, gibt aber ein sauberes Druckbild) eine '''Checkliste''', um sie neben die Espressomaschine zu legen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Video===&lt;br /&gt;
Der komplette Prozess des Aufschäumens in einem 0,6er-Kännchen läßt sich [http://www.youtube.com/watch?v=Fk7gf5v2S0w in diesem Video] sehen. Dort zu sehen/hören:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Tonarmposition&amp;quot; der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;Führung&amp;quot; der Kanne mit der Tülle an der Dampflanze&lt;br /&gt;
* Die Wirbelbewegung der Milch&lt;br /&gt;
* Die Schlürfgeräusche beim Ziehen&lt;br /&gt;
* Den geringen Unterschied der Eintauchtiefe beim Ziehen und Rollen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte auch die Beschreibung auf Youtube lesen bezüglich der Einschränkungen des Videos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maschinenspezifische Tips==&lt;br /&gt;
Hier noch ein paar Tips, die sich spezifisch auf bestimmte Espressomaschinen beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Classic_Coffee|Gaggia Classic Coffee]]====&lt;br /&gt;
* [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_2.JPG|thumb|right|120px|Zusammenbau]] [[Bild:GAGGIA_Dampflanze_Silvia_3.JPG|thumb|right|120px|Innenansicht]] '''Modifikation:''' Die Classic Coffee besitzt standardmäßig ein sog. ''[[Panarello]]'', eine Aufschäumhilfe, die einem das Milchschäumen auch ohne großartige Kenntnisse ermöglichen soll. Das Problem dabei ist, dass dadurch “richtiger” Milchschaum nur schwer möglich ist, weil man keine Kontrolle über Ziehen und Rollen hat. Hier hilft ein Austausch der Dampflanze gegen die von der [[Silvia|Rancilio Silvia]] (gibt es z.B. bei [http://www.espressoxxl.de EspressoXXL], Artnr. R9046 + Adapter 520680). Ganz nebenbei sieht die Silvia-Dampflanze auch noch professioneller aus. Das Dampfrohr kann entweder mit einem Adapter angebracht werden oder mit der Mutter der Gaggia Dampflanze. &lt;br /&gt;
* Bei der Montage mit dem ''Adapter'' wichtig: Der Adapter muß innerhalb des Gehäuses liegen, damit er nicht beim Entnehmen des Wassebehälters im Weg ist. Dazu muß das Dampfrohr entsprechend gebogen werden. Achtung, das Biegen muss sachte (!) erfolgen, denn das Rohr knickt schnell - schneller als man denkt! Das Rohr wird dann inkl. Dampflanze an das Dampfventil verbaut, da bei montiertem Dampfrohr kein Zugang zum Adapter besteht. Beim Anziehen des Adapters immer mit einem zweiten Gabelschlüssel gegenhalten. Funktioniert sehr gut. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von [[Benutzer:Joho|Joho]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die bessere Alternative: mit ''Originalschraube'' (funktioniert nicht beim Austausch gegen den Panarello -- jedenfalls nicht, ohne diesen zu zerstören --, da sich dort die Mutter nicht abziehen lässt.) Vorteil: Man spart sich das Öffnen des Gehäuses (Garantie) und das (gefährliche) Verbiegen des Dampfrohres. Um die Mutter der Gaggia-Dampflanze von dieser abzuziehen, muss die Dampflanze etwas gerader gebogen werden, da man sonst nicht um den Knick kommt. Die Silvia Dampflanze muß ebenfalls Ihrer Originalschraube entledigt werden, hierzu die Düse von der Dampflanze abschrauben und den Gummischutz an der Krümmung abziehen, evtl. vorhandene Dichtungsringe und die Metallscheibe auch entfernen. Dann kann die Mutter der Gaggia-Dampflanze auf die neue Dampflanze geschoben und wieder mit dem Dampfrohr verschraubt werden.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Alternative: die Dampflanze der alten Coffee Gaggia paßt perfekt - allerdings läßt sie sich als Ersatzteil offensichtlich nicht mehr nachbestellen. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Martin&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Ein Geheimtip für maximale Dampfpower ist, nach dem Umschalten nicht bis zum Leuchten der Lampe zu warten, sondern den Dampfhahn zunächst sofort für ca. 10 Sekunden zu öffnen, um das Kondenswassser abzulassen. Nach weiteren 30 Sekunden dann mit dem Schäumen beginnen, ohne auf das Lampensignal zu warten. Effekt: Der Dampf hält deutlich länger an, weil die ganze Zeit von der Maschine geheizt wird. &amp;lt;small&amp;gt;Diese Tipps kommen von Andreas (&amp;quot;DierdreDipstick&amp;quot;) und Bernhorst (&amp;quot;bernhorst&amp;quot;) aus dem Kaffee-Netz-Forum&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zur Gaggia CC gibt es auch schöne [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=9305 Videos] von Andreas im Kaffee-Netz, die oben genannte Punkte illustrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====[[Domobar|Vibiemme Domobar]]====&lt;br /&gt;
* '''Modifikation:''' Mit der Standard 4-Loch Düse haben viele Anwender Probleme, die meist durch den Austausch gegen eine 2-Loch-Düse behoben werden (auch z.B. bei EspressoXXL). &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Frank (&amp;quot;coffeeslave&amp;quot;) aus dem Kaffee-Netz-Forum&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Timing beim Umschalten auf Dampftemperatur:''' Sofort nach dem Betätigen des Dampfschalters das Ventil aufdrehen, um das Kondenswasser abzulassen. So ungefähr 10-20 Sekunden offen lassen bis nur noch Dampf kommt, dann Ventil wieder zu. Aber dann auch hier nicht warten bis die Heiz-Lampe ausgeht, sondern vorher anfangen zu schäumen. Effekt: Die Maschine heizt noch nach während man schon schäumt und der Druck hält länger an. &amp;lt;small&amp;gt;Dieser Tip kommt von Herrn Beilhard von [http://www.espressoxxl.de EspressoXXL]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tipps und für seine Rolle als Protagonist in den oben verlinkten Videos auf der Seite des [[Latte Art|Latte-Art-Artikels]]&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen des ersten dieser Videos auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Goglo'' (&amp;quot;Goglo&amp;quot;): Für die Anregung, diesen Artikel überhaupt in die Kaffeewiki zu stellen&lt;br /&gt;
* ''Christian'' (&amp;quot;qwert&amp;quot;): Für die Anregung mit den maschinenspezifischen Tips&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Joho|''Joho'']]: Für die Fotos und die Montagetips im Absatz über das Dampfrohr an der Gaggia CC&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Technik]]&lt;br /&gt;
[[kategorie:Gerätetips und -modifikationen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7109</id>
		<title>Mahlwerk</title>
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		<updated>2008-02-08T10:55:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: /* Hybridmahlwerk */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
Das Mahlwerk ist das eigentlich wichtigste Bauteil einer [[Kaffeemühle|Kaffeemühle]]. Zu unterscheiden sind nach der Bauart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schlagmahlwerke&lt;br /&gt;
* Scheibenmahlwerk&lt;br /&gt;
* Kegelmahlwerke&lt;br /&gt;
* Walzenmahlwerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schlagmahlwerk===&lt;br /&gt;
Schlagmahlwerke waren früher in elektrischen Kaffeemühlen relativ häufig verbaut. Sie benutzen einen kleinen &amp;quot;Propeller&amp;quot;, mit dem das Mahlgut zerschlagen wird wie in einem Mixer. Das Prinzip sorgt allerdings für ungleichmäßigen Mahlgrad: Während Teile des Pulvers schon mikrofein sind, sind andere immer noch grob. Diese Art von Mahlwerk wird heute nur noch selten verbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheibenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Scheibenmahlwerke sind im Bereich der Espressomühlen heutzutage am meisten verbreitet, sowohl im Heim- als auch im professionellen Bereich. Sie bestehen aus zwei aufeinanderliegenden Scheiben, innen konkav geformt sind und sich an den Außenrändern annähern (siehe Bilder). Diese Scheiben sind meistens aus einer Stahllegierung, seltener (weil teurer) sind Mahlscheiben aus Keramik, beispielsweise bei der 'Swift' von [[La Marzocco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzliche Funktionsweise ist, dass eine der beiden Mahlscheiben feststeht und die andere von einem Elektormotor angetrieben wird. Zwischen diesen Scheiben wird die Kaffeebohne in immer kleinere Teile gebrochen, also gemahlen. Die Kaffeebohne wandert während des Mahlens über die Mahlscheiben von innen nach aussen, wobei sie immer stärker zerkleinert wird und schließlich als Mehl durch die Fliehkraft herausgeschleudert wird. Über eine mechanische Vorrichtung (meist ein Gewinde) kann der Abstand der beiden Scheiben verändert werden, was den Mahlgrad bestimmt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_geschlossen.jpg|'''Scheibenmahlwerk''' der [[Demoka M203]] Mühle (Außenansicht, Trichter abgenommen)&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_offen.jpg|Einsicht in das '''Scheibenmahlwerk''' der Demoka (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kegelmahlwerk===&lt;br /&gt;
Kegelmahlwerke sind streng genommen eine spezielle Form der Scheibenmahlwerke. Anstatt zweier Scheiben kommen hier Kegel zum Einsatz, ein &amp;quot;positiver&amp;quot; (der untere Teil) und ein &amp;quot;Gegenstück&amp;quot;, der obere Teil (siehe Bilder). Während bei einem Scheibenmahlwerk das Kaffeemehl ausschliesslich durch die Zentrifugalkraft durch die Mahlscheiben hindurchbewegt wird, unterstützt bei einem Kegelmahlwerk die Erdanziehungskraft die Bewegung des Mahlguts. Dadurch kommt man bei dieser Bauart in der Regel mit geringeren Drehzahlen aus - das Mahlgut erhitzt sich also nicht so stark wie bei höheren Drehzahlen eines Scheibenmahlwerks, und die empfindlichen Aromen im Kaffeewerden geschont. Allerdings lassen sich die Scheibenmahlwerke nicht pauschal wegen ihrer hohen Drehzahlen verteufeln: Beispielsweise läßt sich der Erwärmung durch eine Erhöhung des Scheibendurchmessers begegnen, so das die Hitzeentwicklung vernachlässigbar wird. Die Frage &amp;quot;Was ist besser? Kegel- oder Scheibenmahlwerk?&amp;quot; läßt sich also nicht pauschal beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bautyp der Kegelmahlwerke kommt jedoch auch in kleinen Mühlen geringerer Qualität zum Einsatz; viele einfache Consumer-Kaffeemühlen besitzen Kegelmahlwerke. Allerdings sind diese den  professionellen Mühlen deutlich unterlegen und verkehren deren Vorteile quasi ins Negative. Während die professionellen konischen Mühlen ja Ihren Vorteil der schonenden Mahlung aus der großen Mahlfläche und den starken Motoren (hohes Drehmoment, niedrige Drehzahl) generieren, besitzen die kleinen Consumer-Modelle (wie z.B. Solis) nur sehr kleine Mahlwerke und deutlich schwächere Motoren, die Ihr geringes Drehmoment durch hohe Drehzahlen ausgleichen müssen.  Wenn also über die Überlegenheit von konischen Mahlwerken (=Kegelmahlwerken) diskutiert wird, sind damit immer ''große'' konische Mahlwerke gemeint. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk_geschlossen.jpg|Großes '''Kegelmahlwerk''' der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk.jpg|Freiliegender unterer Mahlkegel der Mazzer Kony (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlscheibe_oben.jpg|Obere Mahlscheibe der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sonderform: Hybridmahlwerk===&lt;br /&gt;
Eine Sonderform ist das Hybridmahlwerk, bei dem Kegel und Scheiben als zwei hintereinandergeschaltete Mahlstufen zum Einsatz kommen. In den zwei Stufen werden die Bohnen zunächst grob vor-gebrochen, um dann in der zweiten Stufe feingemahlen zu werden. Beabsichtigt wird dadurch nicht nur eine schonendere, sondern auch eine gleichmäßigere Mahlung. Diese Art von Mahlwerk ist relativ selten, die &amp;quot;Max&amp;quot; von [[La Cimbali]] ist beispielsweise so aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walzenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Walzenmahlwerke (auch: Langsammahlwerke) besitzen zwei gerillte Walzen, die sich '''langsam''' drehen und den Kaffee primär nicht zerreiben sondern zerdrücken. Die Walzen sind dabei meist unterschiedlicher Geometrie (Größe, Anordnung der Rillen) und laufen mit leicht unterschiedlicher Geschwindigkeit. Weil von allen Verfahren die Erwärmung bei diesem am unkritischsten ist, wird dieses Prinzip als das schonendste bewertet: Das Aroma bleibt bei dieser Bauart mutmaßlich am Besten erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider sind diese Mahlwerke ''sehr'' teuer und im Endkundenbereich auch relativ selten. Die Fa. [[Schärf]] bietet z.B. ein Modell an. Sehr verbreitet dagegen sind Walzenmahlwerke in der Röstindustrie, wo mit diesen Mühlen (natürlich in entsprechenden Dimensionen) hohe Mengen verarbeitet werden. In großen Anlagen werden zwei bis drei Walzenpaare hintereinander verwendet, um so (ähnlich der Hybridmahlwerke, s.o.) in mehreren Stufen zu mahlen. Außerdem werden die Walzen dabei häufig gekühlt, wodurch eine höhere Geschwindigkeit und/oder Durchsatzmenge im Dauerbetrieb erreicht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7108</id>
		<title>Mahlwerk</title>
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		<updated>2008-02-08T10:53:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Ergänzung Hybridmahlwerk&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
Das Mahlwerk ist das eigentlich wichtigste Bauteil einer [[Kaffeemühle|Kaffeemühle]]. Zu unterscheiden sind nach der Bauart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schlagmahlwerke&lt;br /&gt;
* Scheibenmahlwerk&lt;br /&gt;
* Kegelmahlwerke&lt;br /&gt;
* Walzenmahlwerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schlagmahlwerk===&lt;br /&gt;
Schlagmahlwerke waren früher in elektrischen Kaffeemühlen relativ häufig verbaut. Sie benutzen einen kleinen &amp;quot;Propeller&amp;quot;, mit dem das Mahlgut zerschlagen wird wie in einem Mixer. Das Prinzip sorgt allerdings für ungleichmäßigen Mahlgrad: Während Teile des Pulvers schon mikrofein sind, sind andere immer noch grob. Diese Art von Mahlwerk wird heute nur noch selten verbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheibenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Scheibenmahlwerke sind im Bereich der Espressomühlen heutzutage am meisten verbreitet, sowohl im Heim- als auch im professionellen Bereich. Sie bestehen aus zwei aufeinanderliegenden Scheiben, innen konkav geformt sind und sich an den Außenrändern annähern (siehe Bilder). Diese Scheiben sind meistens aus einer Stahllegierung, seltener (weil teurer) sind Mahlscheiben aus Keramik, beispielsweise bei der 'Swift' von [[La Marzocco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzliche Funktionsweise ist, dass eine der beiden Mahlscheiben feststeht und die andere von einem Elektormotor angetrieben wird. Zwischen diesen Scheiben wird die Kaffeebohne in immer kleinere Teile gebrochen, also gemahlen. Die Kaffeebohne wandert während des Mahlens über die Mahlscheiben von innen nach aussen, wobei sie immer stärker zerkleinert wird und schließlich als Mehl durch die Fliehkraft herausgeschleudert wird. Über eine mechanische Vorrichtung (meist ein Gewinde) kann der Abstand der beiden Scheiben verändert werden, was den Mahlgrad bestimmt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_geschlossen.jpg|'''Scheibenmahlwerk''' der [[Demoka M203]] Mühle (Außenansicht, Trichter abgenommen)&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_offen.jpg|Einsicht in das '''Scheibenmahlwerk''' der Demoka (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kegelmahlwerk===&lt;br /&gt;
Kegelmahlwerke sind streng genommen eine spezielle Form der Scheibenmahlwerke. Anstatt zweier Scheiben kommen hier Kegel zum Einsatz, ein &amp;quot;positiver&amp;quot; (der untere Teil) und ein &amp;quot;Gegenstück&amp;quot;, der obere Teil (siehe Bilder). Während bei einem Scheibenmahlwerk das Kaffeemehl ausschliesslich durch die Zentrifugalkraft durch die Mahlscheiben hindurchbewegt wird, unterstützt bei einem Kegelmahlwerk die Erdanziehungskraft die Bewegung des Mahlguts. Dadurch kommt man bei dieser Bauart in der Regel mit geringeren Drehzahlen aus - das Mahlgut erhitzt sich also nicht so stark wie bei höheren Drehzahlen eines Scheibenmahlwerks, und die empfindlichen Aromen im Kaffeewerden geschont. Allerdings lassen sich die Scheibenmahlwerke nicht pauschal wegen ihrer hohen Drehzahlen verteufeln: Beispielsweise läßt sich der Erwärmung durch eine Erhöhung des Scheibendurchmessers begegnen, so das die Hitzeentwicklung vernachlässigbar wird. Die Frage &amp;quot;Was ist besser? Kegel- oder Scheibenmahlwerk?&amp;quot; läßt sich also nicht pauschal beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bautyp der Kegelmahlwerke kommt jedoch auch in kleinen Mühlen geringerer Qualität zum Einsatz; viele einfache Consumer-Kaffeemühlen besitzen Kegelmahlwerke. Allerdings sind diese den  professionellen Mühlen deutlich unterlegen und verkehren deren Vorteile quasi ins Negative. Während die professionellen konischen Mühlen ja Ihren Vorteil der schonenden Mahlung aus der großen Mahlfläche und den starken Motoren (hohes Drehmoment, niedrige Drehzahl) generieren, besitzen die kleinen Consumer-Modelle (wie z.B. Solis) nur sehr kleine Mahlwerke und deutlich schwächere Motoren, die Ihr geringes Drehmoment durch hohe Drehzahlen ausgleichen müssen.  Wenn also über die Überlegenheit von konischen Mahlwerken (=Kegelmahlwerken) diskutiert wird, sind damit immer ''große'' konische Mahlwerke gemeint. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk_geschlossen.jpg|Großes '''Kegelmahlwerk''' der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk.jpg|Freiliegender unterer Mahlkegel der Mazzer Kony (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlscheibe_oben.jpg|Obere Mahlscheibe der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hybridmahlwerk===&lt;br /&gt;
Eine Sonderform ist das Hybridmahlwerk, bei dem Kegel und Scheiben als zwei hintereinandergeschaltete Mahlstufen zum Einsatz kommen. In den zwei Stufen werden die Bohnen zunächst vor-gebrochen, um dann in der zweiten Stufe feingemahlen zu werden. Beabsichtigt wird dadurch nicht nur eine schonendere, sondern auch eine gleichmäßigere Mahlung. Diese Art von Mahlwerk ist relativ selten, die &amp;quot;Max&amp;quot; von [[La Cimbali]] ist beispielsweise so aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walzenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Walzenmahlwerke (auch: Langsammahlwerke) besitzen zwei gerillte Walzen, die sich '''langsam''' drehen und den Kaffee primär nicht zerreiben sondern zerdrücken. Die Walzen sind dabei meist unterschiedlicher Geometrie (Größe, Anordnung der Rillen) und laufen mit leicht unterschiedlicher Geschwindigkeit. Weil von allen Verfahren die Erwärmung bei diesem am unkritischsten ist, wird dieses Prinzip als das schonendste bewertet: Das Aroma bleibt bei dieser Bauart mutmaßlich am Besten erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider sind diese Mahlwerke ''sehr'' teuer und im Endkundenbereich auch relativ selten. Die Fa. [[Schärf]] bietet z.B. ein Modell an. Sehr verbreitet dagegen sind Walzenmahlwerke in der Röstindustrie, wo mit diesen Mühlen (natürlich in entsprechenden Dimensionen) hohe Mengen verarbeitet werden. In großen Anlagen werden zwei bis drei Walzenpaare hintereinander verwendet, um so (ähnlich der Hybridmahlwerke, s.o.) in mehreren Stufen zu mahlen. Außerdem werden die Walzen dabei häufig gekühlt, wodurch eine höhere Geschwindigkeit und/oder Durchsatzmenge im Dauerbetrieb erreicht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7107</id>
		<title>Mahlwerk</title>
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		<updated>2008-02-08T10:26:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Bild repariert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
Das Mahlwerk ist das eigentlich wichtigste Bauteil einer [[Kaffeemühle|Kaffeemühle]]. Zu unterscheiden sind nach der Bauart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schlagmahlwerke&lt;br /&gt;
* Scheibenmahlwerk&lt;br /&gt;
* Kegelmahlwerke&lt;br /&gt;
* Walzenmahlwerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schlagmahlwerk===&lt;br /&gt;
Schlagmahlwerke waren früher in elektrischen Kaffeemühlen relativ häufig verbaut. Sie benutzen einen kleinen &amp;quot;Propeller&amp;quot;, mit dem das Mahlgut zerschlagen wird wie in einem Mixer. Das Prinzip sorgt allerdings für ungleichmäßigen Mahlgrad: Während Teile des Pulvers schon mikrofein sind, sind andere immer noch grob. Diese Art von Mahlwerk wird heute nur noch selten verbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheibenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Scheibenmahlwerke sind im Bereich der Espressomühlen heutzutage am meisten verbreitet, sowohl im Heim- als auch im professionellen Bereich. Sie bestehen aus zwei aufeinanderliegenden Scheiben, innen konkav geformt sind und sich an den Außenrändern annähern (siehe Bilder). Diese Scheiben sind meistens aus einer Stahllegierung, seltener (weil teurer) sind Mahlscheiben aus Keramik, beispielsweise bei der 'Swift' von [[La Marzocco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzliche Funktionsweise ist, dass eine der beiden Mahlscheiben feststeht und die andere von einem Elektormotor angetrieben wird. Zwischen diesen Scheiben wird die Kaffeebohne in immer kleinere Teile gebrochen, also gemahlen. Die Kaffeebohne wandert während des Mahlens über die Mahlscheiben von innen nach aussen, wobei sie immer stärker zerkleinert wird und schließlich als Mehl durch die Fliehkraft herausgeschleudert wird. Über eine mechanische Vorrichtung (meist ein Gewinde) kann der Abstand der beiden Scheiben verändert werden, was den Mahlgrad bestimmt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_geschlossen.jpg|'''Scheibenmahlwerk''' der [[Demoka M203]] Mühle (Außenansicht, Trichter abgenommen)&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_offen.jpg|Einsicht in das '''Scheibenmahlwerk''' der Demoka (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kegelmahlwerk===&lt;br /&gt;
Kegelmahlwerke sind streng genommen eine spezielle Form der Scheibenmahlwerke. Anstatt zweier Scheiben kommen hier Kegel zum Einsatz, ein &amp;quot;positiver&amp;quot; (der untere Teil) und ein &amp;quot;Gegenstück&amp;quot;, der obere Teil (siehe Bilder). Während bei einem Scheibenmahlwerk das Kaffeemehl ausschliesslich durch die Zentrifugalkraft durch die Mahlscheiben hindurchbewegt wird, unterstützt bei einem Kegelmahlwerk die Erdanziehungskraft die Bewegung des Mahlguts. Dadurch kommt man bei dieser Bauart in der Regel mit geringeren Drehzahlen aus - das Mahlgut erhitzt sich also nicht so stark wie bei höheren Drehzahlen eines Scheibenmahlwerks, und die empfindlichen Aromen im Kaffeewerden geschont. Allerdings lassen sich die Scheibenmahlwerke nicht pauschal wegen ihrer hohen Drehzahlen verteufeln: Beispielsweise läßt sich der Erwärmung durch eine Erhöhung des Scheibendurchmessers begegnen, so das die Hitzeentwicklung vernachlässigbar wird. Die Frage &amp;quot;Was ist besser? Kegel- oder Scheibenmahlwerk?&amp;quot; läßt sich also nicht pauschal beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bautyp der Kegelmahlwerke kommt jedoch auch in kleinen Mühlen geringerer Qualität zum Einsatz; viele einfache Consumer-Kaffeemühlen besitzen Kegelmahlwerke. Allerdings sind diese den  professionellen Mühlen deutlich unterlegen und verkehren deren Vorteile quasi ins Negative. Während die professionellen konischen Mühlen ja Ihren Vorteil der schonenden Mahlung aus der großen Mahlfläche und den starken Motoren (hohes Drehmoment, niedrige Drehzahl) generieren, besitzen die kleinen Consumer-Modelle (wie z.B. Solis) nur sehr kleine Mahlwerke und deutlich schwächere Motoren, die Ihr geringes Drehmoment durch hohe Drehzahlen ausgleichen müssen.  Wenn also über die Überlegenheit von konischen Mahlwerken (=Kegelmahlwerken) diskutiert wird, sind damit immer ''große'' konische Mahlwerke gemeint. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk_geschlossen.jpg|Großes '''Kegelmahlwerk''' der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk.jpg|Freiliegender unterer Mahlkegel der Mazzer Kony (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlscheibe_oben.jpg|Obere Mahlscheibe der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walzenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Walzenmahlwerke (auch: Langsammahlwerke) stellen eine Sonderform dar. Eine solche Mühle besitzt zwei gerillte Walzen, die sich '''langsam''' drehen und den Kaffee nicht zerreiben sondern zerdrücken. Die Walzen sind dabei meist unterschiedlicher Geometrie (Größe, Anordnung der Rillen) und laufen mit leicht unterschiedlicher Geschwindigkeit. Weil von allen Verfahren die Erwärmung bei diesem am unkritischsten ist, wird dieses Prinzip als das schonendste bewertet: Das Aroma bleibt bei dieser Bauart mutmaßlich am Besten erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider sind diese Mahlwerke ''sehr'' teuer und im Endkundenbereich auch relativ selten. Die Fa. [[Schärf]] bietet z.B. ein Modell an. Sehr verbreitet dagegen sind Walzenmahlwerke in der Röstindustrie, wo mit diesen Mühlen (natürlich in entsprechenden Dimensionen) hohe Mengen verarbeitet werden. In großen Anlagen werden mehrere (zwei bis drei) Walzenpaare hintereinander verwendet, um so in mehreren &amp;quot;Schritten&amp;quot; zu mahlen, außerdem werden die Walzen dabei häufig gekühlt, wodurch eine höhere Geschwindigkeit und/oder Durchsatzmenge erreicht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Datei:Demoka_offen.jpg&amp;diff=7106</id>
		<title>Datei:Demoka offen.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Datei:Demoka_offen.jpg&amp;diff=7106"/>
		<updated>2008-02-08T10:22:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Einsicht in das Scheibenmahlwerk der Demoka M203 Espressomühle, oberer, feststehender Teil (obere Mahlscheibe) abgeschraubt (links).
Quelle: eigene (Christian Weinert)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Einsicht in das Scheibenmahlwerk der Demoka M203 Espressomühle, oberer, feststehender Teil (obere Mahlscheibe) abgeschraubt (links).&lt;br /&gt;
Quelle: eigene (Christian Weinert)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7105</id>
		<title>Mahlwerk</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7105"/>
		<updated>2008-02-08T10:12:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Ergänzungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
Das Mahlwerk ist das eigentlich wichtigste Bauteil einer [[Kaffeemühle|Kaffeemühle]]. Zu unterscheiden sind nach der Bauart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schlagmahlwerke&lt;br /&gt;
* Scheibenmahlwerk&lt;br /&gt;
* Kegelmahlwerke&lt;br /&gt;
* Walzenmahlwerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schlagmahlwerk===&lt;br /&gt;
Schlagmahlwerke waren früher in elektrischen Kaffeemühlen relativ häufig verbaut. Sie benutzen einen kleinen &amp;quot;Propeller&amp;quot;, mit dem das Mahlgut zerschlagen wird wie in einem Mixer. Das Prinzip sorgt allerdings für ungleichmäßigen Mahlgrad: Während Teile des Pulvers schon mikrofein sind, sind andere immer noch grob. Diese Art von Mahlwerk wird heute nur noch selten verbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheibenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Scheibenmahlwerke sind im Bereich der Espressomühlen heutzutage am meisten verbreitet, sowohl im Heim- als auch im professionellen Bereich. Sie bestehen aus zwei aufeinanderliegenden Scheiben, innen konkav geformt sind und sich an den Außenrändern annähern (siehe Bilder). Diese Scheiben sind meistens aus einer Stahllegierung, seltener (weil teurer) sind Mahlscheiben aus Keramik, beispielsweise bei der 'Swift' von [[La Marzocco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzliche Funktionsweise ist, dass eine der beiden Mahlscheiben feststeht und die andere von einem Elektormotor angetrieben wird. Zwischen diesen Scheiben wird die Kaffeebohne in immer kleinere Teile gebrochen, also gemahlen. Die Kaffeebohne wandert während des Mahlens über die Mahlscheiben von innen nach aussen, wobei sie immer stärker zerkleinert wird und schließlich als Mehl durch die Fliehkraft herausgeschleudert wird. Über eine mechanische Vorrichtung (meist ein Gewinde) kann der Abstand der beiden Scheiben verändert werden, was den Mahlgrad bestimmt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_geschlossen.jpg|'''Scheibenmahlwerk''' der [[Demoka M203]] Mühle (Außenansicht, Trichter abgenommen)&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_offen_1.jpg|Einsicht in das '''Scheibenmahlwerk''' der Demoka (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kegelmahlwerk===&lt;br /&gt;
Kegelmahlwerke sind streng genommen eine spezielle Form der Scheibenmahlwerke. Anstatt zweier Scheiben kommen hier Kegel zum Einsatz, ein &amp;quot;positiver&amp;quot; (der untere Teil) und ein &amp;quot;Gegenstück&amp;quot;, der obere Teil (siehe Bilder). Während bei einem Scheibenmahlwerk das Kaffeemehl ausschliesslich durch die Zentrifugalkraft durch die Mahlscheiben hindurchbewegt wird, unterstützt bei einem Kegelmahlwerk die Erdanziehungskraft die Bewegung des Mahlguts. Dadurch kommt man bei dieser Bauart in der Regel mit geringeren Drehzahlen aus - das Mahlgut erhitzt sich also nicht so stark wie bei höheren Drehzahlen eines Scheibenmahlwerks, und die empfindlichen Aromen im Kaffeewerden geschont. Allerdings lassen sich die Scheibenmahlwerke nicht pauschal wegen ihrer hohen Drehzahlen verteufeln: Beispielsweise läßt sich der Erwärmung durch eine Erhöhung des Scheibendurchmessers begegnen, so das die Hitzeentwicklung vernachlässigbar wird. Die Frage &amp;quot;Was ist besser? Kegel- oder Scheibenmahlwerk?&amp;quot; läßt sich also nicht pauschal beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bautyp der Kegelmahlwerke kommt jedoch auch in kleinen Mühlen geringerer Qualität zum Einsatz; viele einfache Consumer-Kaffeemühlen besitzen Kegelmahlwerke. Allerdings sind diese den  professionellen Mühlen deutlich unterlegen und verkehren deren Vorteile quasi ins Negative. Während die professionellen konischen Mühlen ja Ihren Vorteil der schonenden Mahlung aus der großen Mahlfläche und den starken Motoren (hohes Drehmoment, niedrige Drehzahl) generieren, besitzen die kleinen Consumer-Modelle (wie z.B. Solis) nur sehr kleine Mahlwerke und deutlich schwächere Motoren, die Ihr geringes Drehmoment durch hohe Drehzahlen ausgleichen müssen.  Wenn also über die Überlegenheit von konischen Mahlwerken (=Kegelmahlwerken) diskutiert wird, sind damit immer ''große'' konische Mahlwerke gemeint. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk_geschlossen.jpg|Großes '''Kegelmahlwerk''' der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk.jpg|Freiliegender unterer Mahlkegel der Mazzer Kony (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlscheibe_oben.jpg|Obere Mahlscheibe der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walzenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Walzenmahlwerke (auch: Langsammahlwerke) stellen eine Sonderform dar. Eine solche Mühle besitzt zwei gerillte Walzen, die sich '''langsam''' drehen und den Kaffee nicht zerreiben sondern zerdrücken. Die Walzen sind dabei meist unterschiedlicher Geometrie (Größe, Anordnung der Rillen) und laufen mit leicht unterschiedlicher Geschwindigkeit. Weil von allen Verfahren die Erwärmung bei diesem am unkritischsten ist, wird dieses Prinzip als das schonendste bewertet: Das Aroma bleibt bei dieser Bauart mutmaßlich am Besten erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider sind diese Mahlwerke ''sehr'' teuer und im Endkundenbereich auch relativ selten. Die Fa. [[Schärf]] bietet z.B. ein Modell an. Sehr verbreitet dagegen sind Walzenmahlwerke in der Röstindustrie, wo mit diesen Mühlen (natürlich in entsprechenden Dimensionen) hohe Mengen verarbeitet werden. In großen Anlagen werden mehrere (zwei bis drei) Walzenpaare hintereinander verwendet, um so in mehreren &amp;quot;Schritten&amp;quot; zu mahlen, außerdem werden die Walzen dabei häufig gekühlt, wodurch eine höhere Geschwindigkeit und/oder Durchsatzmenge erreicht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7104</id>
		<title>Mahlwerk</title>
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		<updated>2008-02-07T18:37:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Ausdruck&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
Das Mahlwerk ist das eigentlich wichtigste Bauteil einer [[Kaffeemühle|Kaffeemühle]]. Zu unterscheiden sind nach der Bauart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schlagmahlwerke&lt;br /&gt;
* Scheibenmahlwerk&lt;br /&gt;
* Kegelmahlwerke&lt;br /&gt;
* Walzenmahlwerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schlagmahlwerk===&lt;br /&gt;
Schlagmahlwerke waren früher in elektrischen Kaffeemühlen relativ häufig verbaut. Sie benutzen einen kleinen &amp;quot;Propeller&amp;quot;, mit dem das Mahlgut zerschlagen wird wie in einem Mixer. Das Prinzip sorgt allerdings für ungleichmäßigen Mahlgrad: Während Teile des Pulvers schon mikrofein sind, sind andere immer noch grob. Diese Art von Mahlwerk wird heute nur noch selten verbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheibenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Scheibenmahlwerke sind im Bereich der Espressomühlen heutzutage am meisten verbreitet, sowohl im Heim- als auch im professionellen Bereich. Sie bestehen aus zwei aufeinanderliegenden Scheiben, innen konkav geformt sind und sich an den Außenrändern annähern (siehe Bilder). Diese Scheiben sind meistens aus einer Stahllegierung, seltener (weil teurer) sind Mahlscheiben aus Keramik, beispielsweise bei der 'Swift' von [[La Marzocco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzliche Funktionsweise ist, dass eine der beiden Mahlscheiben feststeht und die andere von einem Elektormotor angetrieben wird. Zwischen diesen Scheiben wird die Kaffeebohne in immer kleinere Teile gebrochen, also gemahlen. Die Kaffeebohne wandert während des Mahlens über die Mahlscheiben von innen nach aussen, wobei sie immer stärker zerkleinert wird und schließlich als Mehl durch die Fliehkraft herausgeschleudert wird. Über eine mechanische Vorrichtung (meist ein Gewinde) kann der Abstand der beiden Scheiben verändert werden, was den Mahlgrad bestimmt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_geschlossen.jpg|'''Scheibenmahlwerk''' der [[Demoka M203]] Mühle (Außenansicht, Trichter abgenommen)&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_offen_1.jpg|Einsicht in das '''Scheibenmahlwerk''' der Demoka (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kegelmahlwerk===&lt;br /&gt;
Kegelmahlwerke sind streng genommen eine spezielle Form der Scheibenmahlwerke. Anstatt zweier Scheiben kommen hier Kegel zum Einsatz, ein &amp;quot;positiver&amp;quot; (der untere Teil) und ein &amp;quot;Gegenstück&amp;quot;, der obere Teil (siehe Bilder). Während bei einem Scheibenmahlwerk das Kaffeemehl ausschliesslich durch die Zentrifugalkraft durch die Mahlscheiben hindurchbewegt wird, unterstützt bei einem Kegelmahlwerk die Erdanziehungskraft die Bewegung des Mahlguts. Dadurch kommt man bei dieser Bauart in der Regel mit geringeren Drehzahlen aus - das Mahlgut erhitzt sich also nicht so stark wie bei höheren Drehzahlen eines Scheibenmahlwerks, und die empfindlichen Aromen im Kaffeewerden geschont. Allerdings lassen sich die Scheibenmahlwerke nicht pauschal wegen ihrer hohen Drehzahlen verteufeln: Beispielsweise läßt sich der Erwärmung durch eine Erhöhung des Scheibendurchmessers begegnen, so das die Hitzeentwicklung vernachlässigbar wird. Die Frage &amp;quot;Was ist besser? Kegel- oder Scheibenmahlwerk?&amp;quot; läßt sich also nicht pauschal beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bautyp der Kegelmahlwerke kommt jedoch auch in kleinen Mühlen geringerer Qualität zum Einsatz; viele einfache Consumer-Kaffeemühlen besitzen Kegelmahlwerke. Allerdings sind diese den  professionellen Mühlen deutlich unterlegen und verkehren deren Vorteile quasi ins Negative. Während die professionellen konischen Mühlen ja Ihren Vorteil der schonenden Mahlung aus der großen Mahlfläche und den starken Motoren (hohes Drehmoment, niedrige Drehzahl) generieren, besitzen die kleinen Consumer-Modelle (wie z.B. Solis) nur sehr kleine Mahlwerke und deutlich schwächere Motoren, die Ihr geringes Drehmoment durch hohe Drehzahlen ausgleichen müssen.  Wenn also über die Überlegenheit von konischen Mahlwerken (=Kegelmahlwerken) diskutiert wird, sind damit immer ''große'' konische Mahlwerke gemeint. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk_geschlossen.jpg|Großes '''Kegelmahlwerk''' der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk.jpg|Freiliegender unterer Mahlkegel der Mazzer Kony (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlscheibe_oben.jpg|Obere Mahlscheibe der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walzenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Walzenmahlwerke (auch: Langsammahlwerke) stellen eine Sonderform dar. Eine solche Mühle besitzt zwei gerillte Walzen, die sich '''langsam''' drehen und den Kaffee nicht zerreiben sondern zerdrücken. Weil die Erwärmung somit nicht mehr kritisch ist, bleibt das Aroma bei dieser Bauart angeblich am Besten erhalten. Leider sind diese Mahlwerke ''sehr'' teuer und im Endkundenbereich auch relativ selten. Die Fa. [[Schärf]] bietet z.B. ein Modell an. Sehr verbreitet dagegen sind Walzenmahlwerke in der Röstindustrie, wo mit diesen Mühlen (natürlich in entsprechenden Dimensionen) hohe Mengen verarbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7103</id>
		<title>Mahlwerk</title>
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		<updated>2008-02-07T18:36:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Ergänzungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
Das Mahlwerk ist das eigentlich wichtigste Bauteil einer [[Kaffeemühle|Kaffeemühle]]. Zu unterscheiden sind nach der Bauart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schlagmahlwerke&lt;br /&gt;
* Scheibenmahlwerk&lt;br /&gt;
* Kegelmahlwerke&lt;br /&gt;
* Walzenmahlwerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schlagmahlwerk===&lt;br /&gt;
Schlagmahlwerke waren früher in elektrischen Kaffeemühlen relativ häufig verbaut. Sie benutzen einen kleinen &amp;quot;Propeller&amp;quot;, mit dem das Mahlgut zerschlagen wird wie in einem Mixer. Das Prinzip sorgt allerdings für ungleichmäßigen Mahlgrad: Während Teile des Pulvers schon mikrofein sind, sind andere immer noch grob. Diese Art von Mahlwerk wird heute nur noch selten verbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheibenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Scheibenmahlwerke sind im Bereich der Espressomühlen heutzutage am meisten verbreitet, sowohl im Heim- als auch im professionellen Bereich. Sie bestehen aus zwei aufeinanderliegenden Scheiben, innen konkav geformt sind und sich an den Außenrändern annähern (siehe Bilder). Diese Scheiben sind meistens aus einer Stahllegierung, seltener (weil teurer) sind Mahlscheiben aus Keramik, beispielsweise bei der 'Swift' von [[La Marzocco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzliche Funktionsweise ist, dass eine der beiden Mahlscheiben feststeht und die andere von einem Elektormotor angetrieben wird. Zwischen diesen Scheiben wird die Kaffeebohne in immer kleinere Teile gebrochen, also gemahlen. Die Kaffeebohne wandert während des Mahlens über die Mahlscheiben von innen nach aussen, wobei sie immer stärker zerkleinert wird und schließlich als Mehl durch die Fliehkraft herausgeschleudert wird. Über eine mechanische Vorrichtung (meist ein Gewinde) kann der Abstand der beiden Scheiben verändert werden, was den Mahlgrad bestimmt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_geschlossen.jpg|'''Scheibenmahlwerk''' der [[Demoka M203]] Mühle (Außenansicht, Trichter abgenommen)&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_offen_1.jpg|Einsicht in das '''Scheibenmahlwerk''' der Demoka (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kegelmahlwerk===&lt;br /&gt;
Kegelmahlwerke sind streng genommen eine spezielle Form der Scheibenmahlwerke. Anstatt zweier Scheiben kommen hier Kegel zum Einsatz, ein &amp;quot;positiver&amp;quot; (der untere Teil) und ein &amp;quot;Gegenstück&amp;quot;, der obere Teil (siehe Bilder). Während bei einem Scheibenmahlwerk das Kaffeemehl ausschliesslich durch die Zentrifugalkraft durch die Mahlscheiben hindurchbewegt wird, unterstützt bei einem Kegelmahlwerk die Erdanziehungskraft die Bewegung des Mahlguts. Dadurch kommt man bei dieser Bauart in der Regel mit geringeren Drehzahlen aus - das Mahlgut erhitzt sich also nicht so stark wie bei höheren Drehzahlen eines Scheibenmahlwerks, und die empfindlichen Aromen im Kaffeewerden geschont. Allerdings lassen sich die Scheibenmahlwerke nicht pauschal wegen ihrer hohen Drehzahlen verteufeln: Beispielsweise läßt sich der Erwärmung durch eine Erhöhung des Scheibendurchmessers begegnen, so das die Hitzeentwicklung vernachlässigbar wird. Die Frage &amp;quot;Was ist besser? Kegel- oder Scheibenmahlwerk?&amp;quot; läßt sich also nicht pauschal beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bautyp der Kegelmahlwerke kommt allerdings auch bei Mühlen geringerer Qualität zum Einsatz; viele einfache Consumer-Kaffeemühlen besitzen Kegelmahlwerke. Allerdings sind diese den  professionellen Mühlen deutlich unterlegen und verkehren deren Vorteile quasi ins Negative. Während die professionellen konischen Mühlen ja Ihren Vorteil der schonenden Mahlung aus der großen Mahlfläche und den starken Motoren (hohes Drehmoment, niedrige Drehzahl) generieren, besitzen die kleinen Consumer-Modelle (wie z.B. Solis) nur sehr kleine Mahlwerke und deutlich schwächere Motoren, die Ihr geringes Drehmoment durch hohe Drehzahlen ausgleichen müssen.  Wenn also über die Überlegenheit von konischen Mahlwerken (=Kegelmahlwerken) diskutiert wird, sind damit immer ''große'' konische Mahlwerke gemeint. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk_geschlossen.jpg|Großes '''Kegelmahlwerk''' der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk.jpg|Freiliegender unterer Mahlkegel der Mazzer Kony (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlscheibe_oben.jpg|Obere Mahlscheibe der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walzenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Walzenmahlwerke (auch: Langsammahlwerke) stellen eine Sonderform dar. Eine solche Mühle besitzt zwei gerillte Walzen, die sich '''langsam''' drehen und den Kaffee nicht zerreiben sondern zerdrücken. Weil die Erwärmung somit nicht mehr kritisch ist, bleibt das Aroma bei dieser Bauart angeblich am Besten erhalten. Leider sind diese Mahlwerke ''sehr'' teuer und im Endkundenbereich auch relativ selten. Die Fa. [[Schärf]] bietet z.B. ein Modell an. Sehr verbreitet dagegen sind Walzenmahlwerke in der Röstindustrie, wo mit diesen Mühlen (natürlich in entsprechenden Dimensionen) hohe Mengen verarbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7102</id>
		<title>Mahlwerk</title>
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		<updated>2008-02-07T18:26:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
Das Mahlwerk ist das eigentlich wichtigste Bauteil einer [[Kaffeemühle|Kaffeemühle]]. Zu unterscheiden sind nach der Bauart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schlagmahlwerke&lt;br /&gt;
* Scheibenmahlwerk&lt;br /&gt;
* Kegelmahlwerke&lt;br /&gt;
* Walzenmahlwerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schlagmahlwerk===&lt;br /&gt;
Schlagmahlwerke waren früher in elektrischen Kaffeemühlen relativ häufig verbaut. Sie benutzen einen kleinen &amp;quot;Propeller&amp;quot;, mit dem das Mahlgut zerschlagen wird wie in einem Mixer. Das Prinzip sorgt allerdings für ungleichmäßigen Mahlgrad: Während Teile des Pulvers schon mikrofein sind, sind andere immer noch grob. Diese Art von Mahlwerk wird heute nur noch selten verbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheibenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Scheibenmahlwerke sind im Bereich der Espressomühlen heutzutage am meisten verbreitet, sowohl im Heim- als auch im professionellen Bereich. Sie bestehen aus zwei aufeinanderliegenden Scheiben, innen konkav geformt sind und sich an den Außenrändern annähern (siehe Bilder). Diese Scheiben sind meistens aus einer Stahllegierung, seltener (weil teurer) sind Mahlscheiben aus Keramik, beispielsweise bei der 'Swift' von [[La Marzocco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzliche Funktionsweise ist, dass eine der beiden Mahlscheiben feststeht und die andere von einem Elektormotor angetrieben wird. Zwischen diesen Scheiben wird die Kaffeebohne in immer kleinere Teile gebrochen, also gemahlen. Über eine mechanische Vorrichtung (meist ein Gewinde) kann der Abstand der beiden Scheiben verändert werden, was den Mahlgrad bestimmt. Die Kaffeebohne wandert während des Mahlens über die Mahlscheiben von innen nach aussen, wobei sie immer stärker zerkleinert wird und schließlich als Mehl durch die Fliehkraft herausgeschleudert wird.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_geschlossen.jpg|'''Scheibenmahlwerk''' der [[Demoka M203]] Mühle (Außenansicht, Trichter abgenommen)&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_offen_1.jpg|Einsicht in das '''Scheibenmahlwerk''' der Demoka (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kegelmahlwerk===&lt;br /&gt;
Kegelmahlwerke sind streng genommen eine spezielle Form der Scheibenmahlwerke. Während bei einem Scheibenmahlwerk das Kaffeemehl ausschliesslich durch die Zentrifugalkraft durch die Mahlscheiben hindurchbewegt wird, unterstützt bei einem Kegelmahlwerk die Erdanziehungskraft die Bewegung des Mahlguts. Dadurch kommt man bei dieser Bauart in der Regel mit geringeren Drehzahlen aus - das Mahlgut erhitzt sich also nicht so stark wie bei höheren Drehzahlen eines Scheibenmahlwerks, und die empfindlichen Aromen im Kaffeewerden geschont. Allerdings lassen sich die Scheibenmahlwerke nicht pauschal wegen ihrer hohen Drehzahlen verteufeln: Beispielsweise läßt sich der Erwärmung durch eine Erhöhung des Scheibendurchmessers begegnen, so das die Hitzeentwicklung vernachlässigbar wird. Die Frage &amp;quot;Was ist besser? Kegel- oder Scheibenmahlwerk?&amp;quot; läßt sich also nicht pauschal beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bautyp der Kegelmahlwerke kommt allerdings auch bei Mühlen geringerer Qualität zum Einsatz; viele einfache Consumer-Kaffeemühlen besitzen Kegelmahlwerke. Allerdings sind diese den  professionellen Mühlen deutlich unterlegen und verkehren deren Vorteile quasi ins Negative. Während die professionellen konischen Mühlen ja Ihren Vorteil der schonenden Mahlung aus der großen Mahlfläche und den starken Motoren (hohes Drehmoment, niedrige Drehzahl) generieren, besitzen die kleinen Consumer-Modelle (wie z.B. Solis) nur sehr kleine Mahlwerke und deutlich schwächere Motoren, die Ihr geringes Drehmoment durch hohe Drehzahlen ausgleichen müssen.  Wenn also über die Überlegenheit von konischen Mahlwerken (=Kegelmahlwerken) diskutiert wird, sind damit immer ''große'' konische Mahlwerke gemeint. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk_geschlossen.jpg|Großes '''Kegelmahlwerk''' der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk.jpg|Freiliegender unterer Mahlkegel der Mazzer Kony (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlscheibe_oben.jpg|Obere Mahlscheibe der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walzenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Walzenmahlwerke (auch: Langsammahlwerke) stellen eine Sonderform dar. Eine solche Mühle besitzt zwei gerillte Walzen, die sich '''langsam''' drehen und den Kaffee nicht zerreiben sondern zerdrücken. Weil die Erwärmung somit nicht mehr kritisch ist, bleibt das Aroma bei dieser Bauart angeblich am Besten erhalten. Leider sind diese Mahlwerke ''sehr'' teuer und im Endkundenbereich auch relativ selten. Die Fa. [[Schärf]] bietet z.B. ein Modell an. Sehr verbreitet dagegen sind Walzenmahlwerke in der Röstindustrie, wo mit diesen Mühlen (natürlich in entsprechenden Dimensionen) hohe Mengen verarbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7101</id>
		<title>Mahlwerk</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7101"/>
		<updated>2008-02-07T18:22:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Umstrukturierung, übersichtlicher, erweitert.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
Das Mahlwerk ist das eigentlich wichtigste Bauteil einer [[Kaffeemühle|Kaffeemühle]]. Zu unterscheiden sind nach der Bauart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schlagmahlwerke&lt;br /&gt;
* Scheibenmahlwerk&lt;br /&gt;
* Kegelmahlwerke&lt;br /&gt;
* Walzenmahlwerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schlagmahlwerk===&lt;br /&gt;
Schlagmahlwerke waren früher in elektrischen Kaffeemühlen relativ häufig verbaut. Sie benutzen einen kleinen &amp;quot;Propeller&amp;quot;, mit dem das Mahlgut zerschlagen wird wie in einem Mixer. Das Prinzip sorgt allerdings für ungleichmäßigen Mahlgrad: Während Teile des Pulvers schon mikrofein sind, sind andere immer noch grob. Diese Art von Mahlwerk wird heute nur noch selten verbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheibenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Scheibenmahlwerke sind im Bereich der Espressomühlen heutzutage am meisten verbreitet, sowohl im Heim- als auch im professionellen Bereich. Sie bestehen aus zwei aufeinanderliegenden Scheiben, innen konkav geformt sind und sich an den Außenrändern annähern (siehe Bilder). Diese Scheiben sind meistens aus einer Stahllegierung, seltener (weil teurer) sind Mahlscheiben aus Keramik, beispielsweise bei der 'Swift' von [[La Marzocco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzliche Funktionsweise ist, dass eine der beiden Mahlscheiben feststeht und die andere von einem Elektormotor angetrieben wird. Zwischen diesen Scheiben wird die Kaffeebohne in immer kleinere Teile gebrochen, also gemahlen. Über eine mechanische Vorrichtung (meist ein Gewinde) kann der Abstand der beiden Scheiben verändert werden, was den Mahlgrad bestimmt. Die Kaffeebohne wandert während des Mahlens über die Mahlscheiben von innen nach aussen, wobei sie immer stärker zerkleinert wird und schließlich als Mehl durch die Fliehkraft herausgeschleudert wird.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_geschlossen.jpg|'''Scheibenmahlwerk''' der [[Demoka M203]] Mühle (Außenansicht, Trichter abgenommen)&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_offen_1.jpg|Einsicht in das '''Scheibenmahlwerk''' der Demoka (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kegelmahlwerk===&lt;br /&gt;
Kegelmahlwerke sind streng genommen eine spezielle Form der Scheibenmahlwerke. Während bei einem Scheibenmahlwerk das Kaffeemehl ausschliesslich durch die Zentrifugalkraft durch die Mahlscheiben hindurchbewegt wird, unterstützt bei einem Kegelmahlwerk die Erdanziehungskraft die Bewegung des Mahlguts. Dadurch kommt man bei dieser Bauart in der Regel mit geringeren Drehzahlen aus - das Mahlgut erhitzt sich also nicht so stark wie bei höheren Drehzahlen eines Scheibenmahlwerks, und die empfindlichen Aromen im Kaffeewerden geschont. Allerdings lassen sich die Scheibenmahlwerke nicht pauschal wegen ihrer hohen Drehzahlen verteufeln: Beispielsweise läßt sich der Erwärmung durch eine Erhöhung des Scheibendurchmessers begegnen, so das die Hitzeentwicklung vernachlässigbar wird. Die Frage &amp;quot;Was ist besser? Kegel- oder Scheibenmahlwerk?&amp;quot; läßt sich also nicht pauschal beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bautyp der Kegelmahlwerke kommt allerdings auch bei Mühlen geringerer Qualität zum Einsatz; viele einfache Consumer-Kaffeemühlen besitzen Kegelmahlwerke. Allerdings sind diese den  professionellen Mühlen deutlich unterlegen und verkehren deren Vorteile quasi ins Negative. Während die professionellen Mühlen Ihre Vorteile durch große Mahlfläche und starke Motoren ausspielen, die niedrige Drehzahlen ermöglichen, besitzen die kleinen Consumer-Modelle (wie z.B. Solis) nur sehr kleine Mahlwerke und deutlich schwächere Motoren, die Ihr geringes Drehmoment durch hohe Drehzahlen ausgleichen müssen.  Wenn also über die Überlegenheit von konischen Mahlwerken (=Kegelmahlwerken) diskutiert wird, sind damit immer ''große'' konische Mahlwerke gemeint. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk_geschlossen.jpg|Großes '''Kegelmahlwerk''' der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk.jpg|Freiliegender unterer Mahlkegel der Mazzer Kony (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlscheibe_oben.jpg|Obere Mahlscheibe der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walzenmahlwerk===&lt;br /&gt;
Walzenmahlwerke (auch: Langsammahlwerke) stellen eine Sonderform dar. Eine solche Mühle besitzt zwei gerillte Walzen, die sich '''langsam''' drehen und den Kaffee nicht zerreiben sondern zerdrücken. Weil die Erwärmung somit nicht mehr kritisch ist, bleibt das Aroma bei dieser Bauart angeblich am Besten erhalten. Leider sind diese Mahlwerke ''sehr'' teuer und im Endkundenbereich auch relativ selten. Die Fa. [[Schärf]] bietet z.B. ein Modell an. Sehr verbreitet dagegen sind Walzenmahlwerke in der Röstindustrie, wo mit diesen Mühlen (natürlich in entsprechenden Dimensionen) hohe Mengen verarbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7100</id>
		<title>Mahlwerk</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Mahlwerk&amp;diff=7100"/>
		<updated>2008-02-07T17:02:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Verlinkung Demoka&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Mahlwerk''' ist das eigentlich wichtigste Bauteil einer [[Kaffeemühle|Kaffeemühle]]. Grundsätzliche Funktionsweise ist, dass eine der beiden Mahlscheiben feststeht und die andere von einem Elektormotor angetrieben wird. Zwischen diesen Scheiben wird die Kaffeebohne in immer kleinere Teile gebrochen, also gemahlen. Über eine mechanische Vorrichtung (meist ein Gewinde) kann der Abstand der beiden Scheiben verändert werden, was den Mahlgrad bestimmt. Die Kaffeebohne wandert während des Mahlens über die Mahlscheiben von innen nach aussen, wobei sie immer stärker zerkleinert wird. Je nachdem, ob die Mahlscheiben flach oder kegelförmig sind, spricht man von einem Scheibenmahlwerk oder einem Kegelmahlwerk. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem '''Scheibenmahlwerk''' wird das Kaffeemehl ausschliesslich durch die Zentrifugalkraft durch die Mahlscheiben hindurchbewegt. Bei einem '''Kegelmahlwerk''' unterstützt die Erdanziehungskraft die Bewegung des Mahlguts, weshalb man bei dieser Bauart in der Regel mit geringeren Drehzahlen auskommt. Das ist im Grunde genommen gut, denn hohe Drehzahlen erzeugen Wärme, die die empfindlichen Aromen im Kaffee leicht verflüchtigen lassen. Nun kann man aber nicht pauschal die Scheibenmahlwerke mit ihren hohen Drehzahlen verteufeln. Wenn man den Scheibendurchmesser erhöht, dann ist auch die Erwärmung kein Thema mehr. Somit ist die pauschale Frage &amp;quot;Was ist besser? Kegel- oder Scheibenmahlwerk?&amp;quot; nicht beantwortbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei '''Kegelmahlwerken''' muß jedoch zwischen den großen hochwertigen (z.B. 65 mm Mahlscheibendurchmesser bei der Mazzer Kony) und den kleinen einfachen (z.B. Solis und viele einfache Consumer-Kaffee-Mühlen) unterschieden werden. Die starken Motoren der großen ermöglichen mit ihrem hohen Drehmoment die oben erwähnten niedrigen Drehzahlen beim Mahlen, bei den kleinen sind jedoch nur schwache Motoren verbaut, die das niedrige Drehmoment durch hohe Drehzahlen ausgleichen müssen. Hinzu kommt das kleine Mahlwerk, das bauartbedingt schneller erhitzt. Wenn also über die Überlegenheit von konischen Mahlwerken (=Kegelmahlwerken) diskutiert wird, sind damit immer große konische Mahlwerke gemeint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiel für ein Scheibenmahlwerk===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_geschlossen.jpg|'''Scheibenmahlwerk''' der [[Demoka M203]] Mühle (Außenansicht, Trichter abgenommen)&lt;br /&gt;
Bild:Demoka_offen_1.jpg|Einsicht in das '''Scheibenmahlwerk''' der Demoka (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiel für ein Kegelmahlwerk===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk_geschlossen.jpg|Großes '''Kegelmahlwerk''' der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlwerk.jpg|Freiliegender unterer Mahlkegel der Mazzer Kony (obere Mahlscheibe abgeschraubt)&lt;br /&gt;
Bild:Mazzer_Mahlscheibe_oben.jpg|Obere Mahlscheibe der Mazzer Kony&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonderform: Langsammahlwerk==&lt;br /&gt;
Eine Sonderform ist das '''Langsammahlwerk''', welches zwei gerillte Walzen besitzt, die sich '''langsam''' drehen und den Kaffee nicht zerreiben sondern zerdrücken. Die Temperatur ist somit kein Thema mehr und das Aroma bleibt angeblich am Besten erhalten. Leider sind diese Mahlwerke ''sehr'' teuer und auch relativ selten. Die Fa. [[Schärf]] bietet z.B. ein Modell an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Abk%C3%BCrzungen&amp;diff=7064</id>
		<title>Diskussion:Abkürzungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Abk%C3%BCrzungen&amp;diff=7064"/>
		<updated>2008-01-28T16:24:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wollen wir die Liste mal alphabetisch sortieren? -- [[Benutzer:Chris weinert|chris_weinert]] 00:23, 28. Jan 2008 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
done --[[Benutzer:Hawk|Hawk]] 15:45, 28. Jan 2008 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr schön, ich wollte erstmal nachfragen, bevor Arbeit investiert wird... Vielen Dank für's Ändern! -- [[Benutzer:Chris weinert|chris_weinert]] 17:24, 28. Jan 2008 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Abk%C3%BCrzungen&amp;diff=7060</id>
		<title>Diskussion:Abkürzungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Diskussion:Abk%C3%BCrzungen&amp;diff=7060"/>
		<updated>2008-01-27T23:23:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Wollen wir die Liste mal alphabetisch sortieren? -- [[Benutzer:Chris weinert|chris_weinert]] 00:23, 28. Jan 2008 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7055</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7055"/>
		<updated>2008-01-26T17:25:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Danke ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffè Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt;''' nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muß der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es macht den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|Umgießen nach dem Aufschäumen]]====&lt;br /&gt;
:Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccino in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Schwenken, Abgießen, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muß sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muß &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Stömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und vorsichtig kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A weiteren Video eines Profis] sehen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muß, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
:Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, daß die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. Neben den obigen Videos von Marcus kann man das auch in [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A&amp;amp;NR diesem Video] oder auch in [http://www.youtube.com/watch?v=Jkj8nob57o0 diesem schon im Aufschäum-Artikel verlinkten Video] gut sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, daß ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, daß er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über diese Nebensächlichkeit herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, daß sich einige Kannen besser eignen als andere. Einige Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffeezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Motta.jpg|Motta-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muß aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, daß der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in den oben verlinkten Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen ebendieses Videos auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''[[T0m]]'': Für das Foto der Motta Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Espresso_f%C3%BCr_Einsteiger&amp;diff=7051</id>
		<title>Espresso für Einsteiger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Espresso_f%C3%BCr_Einsteiger&amp;diff=7051"/>
		<updated>2008-01-25T13:43:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Link zu Latte Art&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Achtung, dieser Artikel ist '''nicht''' vollständig, er erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit und ist noch im Aufbau.&lt;br /&gt;
Sollten (vor allem bei Anfängern) noch Fragen offen bleiben oder einzelne Passagen schwer verständlich sein, bitte ich darum, mich im [http://www.kaffee-netz.de/board/ Kaffeenetz] zu [http://www.kaffee-netz.de/private.php?do=newpm&amp;amp;u=6199 kontaktieren], dort gibt es auch einen entsprechenden [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=12288 Thread].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist ein Espresso? ==&lt;br /&gt;
Ein [[Espresso]] unterscheidet sich vom normalen [[Filterkaffee]] nicht nur durch die Konzentration und die Druckbrühung, sondern auch durch die Verwendung eines Siebes statt einer Filtertüte. Durch das Sieb können auch die Kaffeeöle extrahiert werden, und die sind bekanntlich wichtig für den Geschmack. [[Bild:Espresso_hb.jpeg|thumb]]&lt;br /&gt;
Abgesehen davon gibt es einige Parameter, die ein guter Espresso erfüllen sollte:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Ca. 30ml Wasser werden in etwa 25s mit 8-10bar Überdruck und etwa 88-92°C durch 7g Espressomehl gepresst.''' &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für eine gleichmäßige Extraktion des Kaffeepulvers sollte das Selbige im Sieb mit etwa 15kg angedrückt werden.&lt;br /&gt;
Beim Espressobrühen versucht man, diese Faktoren konstant zu halten. Allerdings erfordert dies eine Anpassung des Mahlgrades je nach verwendeter Espressosorte. Diese wird mit der Espressomühle vorgenommen. Oft muss die Mühle mehrmals „von Tasse zu Tasse“ nachjustiert werden, um in den Genuss eines „perfekten Espresso“ zu kommen.&lt;br /&gt;
Für einen doppelten Espresso werden nur Wasser- und Pulvermenge verdoppelt, auf keinen Fall aber die Zeit.&lt;br /&gt;
Die Kriterien für einen echten italienischen Caffè wurden auch vom [http://www.espressoitaliano.org Nationalen Institut für italienischen Espresso] vorgegeben und sind [[Espresso | hier]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
Ein Espresso enthält etwa 100mg Koffein. Das ist etwa genauso viel wie ein Tässchen Filterkaffee. Diese Zahl darf aber nur als sehr grober Anhaltspunkt gelten, weil z.B. reiner Arabica-Kaffee nur 1,4% Koffein enthält, der oft beigemischte Robusta aber schon ca. 4%. Auch durch die Zubereitung kann die Menge an herausgelöstem Koffein verändert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vor dem Kauf==&lt;br /&gt;
=== Welche Maschine soll ich nehmen? ===&lt;br /&gt;
*Es gibt für jeden Einsatzzweck und jeden Geldbeutel die (nahezu) perfekte Maschine. Um diese zu finden, sollte man sich zuerst folgende Fragen stellen:&lt;br /&gt;
**Wie viele Tassen werden pro Tag produziert bzw. wie viele Personen müssen versorgt werden?&lt;br /&gt;
**Wird fast ausschließlich Espresso getrunken oder mehr Milchmixgetränke wie Cappuccino und Latte Macchiato?&lt;br /&gt;
**Wo soll die Maschine stehen und wer soll sie bedienen (Haushalt/Büro)?&lt;br /&gt;
**Wie viel Platz steht zur Verfügung?&lt;br /&gt;
**Wie soll sie aussehen? Retro-Look oder Form-Follows-Function?&lt;br /&gt;
**Wie groß ist das Budget?&lt;br /&gt;
[[Bild:Silvia_l.jpg|thumb|100px|Rancilio Silvia]]&lt;br /&gt;
*Für reine Espressotrinker oder Einpersonen-Haushalte empfiehlt sich ein [[Einkreismaschinen|Einkreiser]] ([[Alphabetische Liste der Einkreismaschinen|Liste der Einkreismaschinen]]). Diese Maschinen sind günstig in der Anschaffung und schnell betriebsbereit, haben aber wenig Dampfleistung und müssen für Dampf extra hochgeheizt und nachher wieder entlüftet werden. Trotzdem können gute Einkreiser bei günstigen Einstiegspreisen zusammen mit einer geeigneten Mühle bereits sehr guten Espresso nach o.g. Vorgaben herstellen. Eine sehr einfache Bauart des Einkreisers sind Thermoblock-Maschinen, die das Wasser nur in einem Metallblock erhitzen statt, wie bei besser ausgestatteten Einkreisern, in einem Kessel. Dadurch schwankt ihre Temperatur stärker, sie sind zwar schneller einsatzbereit, haben aber noch weniger Dampf. [[Beliebte Einkreiser]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Bezzera_bz99_inox.jpg|thumb|100px|Bezzera BZ99]]&lt;br /&gt;
*Für Liebhaber von Cappuccino oder anderen Milchmixgetränken und bei höherem Bedarf ist ein sogenannter [[Zweikreismaschinen|Zweikreiser]] ([[Alphabetische Liste der Zweikreismaschinen|Liste der Zweikreismaschinen]]) oft die bessere Wahl, weil er durch sein [[Zweikreisprinzip|Konstruktionsprinzip]] Dampf und Wasser gleichzeitig verfügbar hat und eine höhere Temperaturstabilität aufweist. Dadurch kann man ohne große Spielereien mehrere Espressi und Cappuccini in Folge herstellen, ohne dass die Temperatur dabei zu weit absinkt oder man zum Aufschäumen u.U. mehrmals aufheizen und abkühlen muss. Maschinen wie die Gaggia Baby Twin, Kitchenaid Artisan oder Quickmill 3004 sind keine Zweikreiser, sondern Einkreiser mit zusätzlichem Dampferzeuger. Dieser erzeugt aber genauso wenig oder noch weniger Dampf als ein normaler Einkreiser. [[Beliebte Zweikreiser]]&lt;br /&gt;
*Wer es gerne richtig nobel und unkompliziert haben will, ist mit einem [[Dualboilermaschinen|Dualboiler]] ([[Alphabetische Liste der Dualboilermaschinen|Liste der Dualboilermaschinen]]) gut beraten. Diese Geräte sind zwar recht teuer, bieten aber durch ihre zwei Kessel ständig Dampf und Wasser mit der richtigen Temperatur, kennen keine Überhitzungsprobleme, die man bei anderen Maschinen durch Leerbezüge ausgleichen müsste und haben den großen Vorteil, dass man die Wassertemperatur ganz simpel und exakt an der Gehäusefront oder hinter einer leicht abnehmbaren Blende verstellen kann. Dies ist sehr nützlich, wenn man gern viele verschiedene Bohnensorten ausprobiert oder seinen Espresso selbst röstet. Hier ist eine schnelle und exakte Anpassung der Temperatur wünschenswert, weil man dadurch leichte Fehler beim Rösten ausgleichen und das Optimum aus jeder Charge herausholen kann. [[Beliebte Dualboiler]]&lt;br /&gt;
*Falls die Ansprüche an die Qualität des Espressos nicht gar so hoch sind und es mehr auf die Einfachheit von Nutzung und Wartung des Gerätes ankommt, etwa am Arbeitsplatz, wo viele Mitarbeiter es nutzen und keiner sich für die Reinigung verantwortlich fühlt, kann ein Kapselsystem wie [[Pod-Espressomaschinen, Nespresso et al.|Nespresso]] die beste Lösung sein. Es bietet gleichbleibende relativ hohe Qualität und ist extrem einfach zu bedienen, auch ist es unabhängig von einer Spüle.&lt;br /&gt;
*Vollautomaten werden bewusst nicht mit aufgeführt, da sie für die Produktion von Espresso nach der oben genannten Definition nur bedingt bis gar nicht geeignet sind. Das hängt damit zusammen, dass durch die prinzipbedingt etwas fragile Konstruktion der Brühgruppe (meist Kunststoff) nicht genug Druck aufgebaut werden kann, um das Pulver in gleichem Maße wie beim Siebträger zu extrahieren. Dafür spielen Vollautomaten dort ihre Qualitäten aus, wo eine Tasse guter frischer Kaffee oder ein passabler Cappuccino auf Knopfdruck gefordert ist. Jedoch sind diese Geräte oft  nicht besonders robust sowie fehleranfällig, und erfordern darüberhinaus penible und regelmäßig durchgeführte manuelle Reinigung. Die integrierten Spül- und Reinigungsprogramme reichen in der Regel nicht aus, die Maschine muss regelmäßig geöffnet und von Hand gereinigt werden. Beim Kauf ist deshalb auf eine einfach herausnehmbare Brühgruppe zu achten.&lt;br /&gt;
*Ein weiterer Sonderfall sind die Handhebelmaschinen, wie sie z.B. La Pavoni baut. Hier wird der Druck nicht von einer elektrischen Pumpe erzeugt, sondern muss von Hand über einen Hebel aufgebracht werden. Diese Maschinen sind nicht ganz einfach zu bedienen, eignen sich aber hervorragend zur Produktion von Ristretto. Man kan aber nicht viele Espressi in Folge brühen, weil der Brühkopf sich schnell überhitzt und der Kessel auch von Hand befüllt werden muss. Dazu muss man die Maschine erst abkühlen lassen. Aus diesen Gründen werden die Handhebel oft nur als Zweitgerät gekauft. Es gibt aber auch Handhebelmaschinen mit Wärmetauscher und teilweise mit einer Feder im Brühkopf, die vor dem Bezug gespannt wird. Dieses Prinzip war vor dem flächendeckenden Einsatz von Elektropumpen in der Gastronomie sehr verbreitet. Handhebel sind nahezu lautlos, im Gegensatz zu den in Haushaltsespressomaschinen fast ausschließlich verbauten Vibrationspumpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warum brauche ich unbedingt eine Mühle? ===&lt;br /&gt;
Entgegen der landläufigen Meinung, eine Mühle brauche man nur, wenn man absolut frischen Kaffee haben wolle, erfüllt diese noch eine weitere wichtige Funktion:&lt;br /&gt;
[[Bild:Demoka_M203.jpg|thumb|100px|Demoka M203]]&lt;br /&gt;
*vorgemahlenes Espressopulver hat '''nie''' den richtigen Mahlgrad. Es ist fast immer wesentlich zu grob. Selbst wenn man beispielsweise im Laden die Bohnen fein genug mahlen ließe, wäre es reine Glückssache, wenn zu Hause der Espresso in der gewünschten Zeit durchliefe. Schon eine geringfügige Änderung kann die Durchlaufzeit um 5 bis 10 Sekunden verändern. Und selbst wenn man nach einigen Versuchen bzw. Kaffeeproben den richtigen Mahlgrad gefunden haben sollte, ändert sich mit dem Alter des Kaffees und sogar der Luftfeuchtigkeit schon bald die Durchlaufzeit, und diese muss durch einen anderen Mahlgrad ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
*Daraus lässt sich leicht erkennen, dass man durch eine eigene Mühle zu Hause den Mahlgrad leicht anpassen kann.&lt;br /&gt;
*Vorgemahlenes Kaffee-/Espressopulver ist beim Öffnen der Packung noch relativ aromatisch, doch durch die große Oberfläche verliert es innerhalb von Stunden den größten Teil seines Aromas. Als Laie mag man noch denken: &amp;quot;Pöh, Espresso schmeckt doch eh nur bitter und etwas sauer.&amp;quot;, mit frischem Pulver aus der eigenen Mühle und der richtigen Zubereitung lassen sich noch weitaus mehr geschmackliche Eigenschaften erkennen.&lt;br /&gt;
*Es gibt Mühlen mit und ohne Dosierer, im Hausgebrauch ist er aber nicht notwendig, da er immer zu mindestens einem Drittel gefüllt sein muss, um korrekt zu funktionieren. Dabei wird das Pulver alt und bei einer Änderung des Mahlgrads muss viel Pulver entsorgt werden. Bei Besuch kann er aber ganz hilfreich sein. Man kann aber auch, vor allem mit einer Zeitschaltuhr, nur so viel Pulver in den Dosierer mahlen, wie man für einen Espresso braucht. Dann muss man während des Mahlvorgangs nicht den Siebträger unter einen Direktmahlerrüssel halten, das Pulver wird etwas durchmischt und fällt mit weniger Sauerei in das Sieb.&lt;br /&gt;
*Beim Kauf einer Mühle sollte eine gewisse Qualitätsstufe nicht unterschritten werden, weil darunter nicht die feine Körnung erreicht wird, die für Espresso notwendig ist, oder die Partikelgrößenstreuung (oh ho, kompliziertes Wort) so groß ist, dass der Staub das Sieb der Maschine verstopft, die größeren Partikel aber unterextrahiert bleiben. Dadurch ist die Einstellung des passenden Mahlgrades sehr schwierig. Verstärkt wird dies durch die grobe Rasterung bei der Einstellung des Mahlgrads billiger Mühlen. Als Referenz für die preiswerteste brauchbare Mühle wird oft die [[Demoka_M203|Demoka M-203]] genannt. [[Weitere beliebte Mühlen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welches Zubehör brauche ich? ===&lt;br /&gt;
Diese Gegenstände sollte man sich beim Kauf einer Espressomaschine gleich als erstes zulegen:&lt;br /&gt;
*Einen '''[[Tamper]]''' braucht man, um das Kaffeemehl im Sieb anzudrücken. Er soll genau in das Sieb passen. Der oft mitgelieferte Plastiktamper ist mehr oder weniger nutzlos.&lt;br /&gt;
*Einen '''Abschlagkasten''' oder auch '''Ausklopfkasten''' braucht man, um den Kaffeesatz aus dem Siebträger zu klopfen. Eine '''Sudschublade''' erfüllt den selben Zweck und sieht besser aus, ist aber teurer und neigt eher zur Schimmelbildung.&lt;br /&gt;
*Mit einem '''Brühgruppenpinsel''' holt man die Kaffeekrümel aus dem Brühkopf.&lt;br /&gt;
*Das '''[[Milchkännchen|Milchschaumkännchen]]''' hat großen Einfluss auf die Qualität des Milchschaums. Es muss einen schönen Wirbel ermöglichen und braucht eine eher schmale Tülle, wenn man damit sog. [[Latte Art]] zeichnen möchte. Bewährt hat sich z.B. das Paderno-Kännchen oder das etwas teurere von Alessi.&lt;br /&gt;
*Beim Kauf der '''[[Latte_Art#Tassen|Tassen]]''' sollte man gerade bei kleinen Maschinen darauf achten, das sie unter den Siebträgerauslauf passen. Dickwandige Tassen speichern mehr Hitze, vorausgesetzt man wärmt sie vorher mit heißem Wasser auf.&lt;br /&gt;
*Maschinen mit Magnetventil brauchen ein '''[[Blindsieb]]''' bzw. '''Reinigungsfilter''' zum [[Rückspülen der Brühgruppe|Rückspülen]].&lt;br /&gt;
Folgendes Zubehör ist eher optional, wenn auch nicht ganz nutzfrei:&lt;br /&gt;
*Ein '''Thermometer''' kann beim Schäumen sehr nützlich sein, da man sofort sieht, wann man spätestens den Hahn zudrehen muss.&lt;br /&gt;
*Mit einer '''Feinwaage''' kann man von Zeit zu Zeit kontrollieren, ob die Pulvermenge im Sieb auch stimmt. Abweichungen um mehr als 5% sind in der Durchlaufzeit schon deutlich spürbar.&lt;br /&gt;
*Eine '''Tamperauflage''', '''Tamperstation''' oder '''Tampermatte''' gibt beim Tampen guten Halt und schont die Arbeitsplatte.&lt;br /&gt;
*Der '''bodenlose Siebträger''' ist ein schönes Modespielzeug, das abgesehen vom ästhetischen Anblick beim Herausquellen des Espressos aus dem Sieb auch präzise Rückschlüsse auf die persönliche Technik beim Verteilen und Andrücken des Mahlguts zulässt. Schlampigkeit wird auf der Stelle mit Kaffeespritzern rund um die Maschine bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nach dem Kauf==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Bohnen soll ich nehmen? ===&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es Arabica und Robusta, die beiden Kaffee-Arten. Espresso besteht fast immer aus Arabica, oft mit einem Anteil Robusta für mehr Crema und einen kräftigeren Geschmack. Arabica hat die feineren Nuancen und weniger Koffein.&lt;br /&gt;
Auf das Angebot der Supermärkte kann man meistens getrost verzichten: Durch die langen Vertriebswege und die Lagerung ist der Kaffee meistens schon mehrere Monate alt. Er ist zwar noch nicht &amp;quot;schlecht&amp;quot; im Sinne von verschimmelt oder ungenießbar, doch er hat einen Großteil der feinen Aromastoffe verloren, entwickelt nur noch wenig Crema und verhält sich in der Zubereitung relativ unkollegial bzw. zickig. Guten Espresso produzieren die italienischen Großröster, die ihre Ware ab etwa 15 Euro in Feinkostläden an den Mann bringen. Auch hier muss man jedoch darauf achten, dass der Kaffee nicht älter als etwa einen oder zwei Monate ist. Die großen 1kg-Beutel lassen ihn zu Hause auch schnell altern.&lt;br /&gt;
Richtig frische Bohnen bekommt man am besten beim Handwerksröster, etwa Caffe-Fausto in München, Mirella in Würzburg oder Langen Kaffee in Medebach im Hochsauerland. Hier kann man zu überaus fairen Preisen extrem frischen (meistens nur wenige Tage alten) Kaffee auch per Versand beziehen, allein durch die Frische ist dieser Kaffee vielen Industrieprodukten überlegen. Eine Übersicht der Röster findet man auf [http://www.espressosorten.de www.espressosorten.de]. Richtig frisch heißt für Kenner nicht älter als eine Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie finde ich den richtigen Mahlgrad? ===&lt;br /&gt;
*Grundsätzlich ist der Mahlgrad '''der''' Faktor, den man zum Einstellen der Durchlaufzeit anpasst. Bei einer neuen Tüte Bohnen findet man ihn am leichtesten durch dieses Vorgehen:&lt;br /&gt;
**1. Mühle anstellen (die Mühle muss leer sein)&lt;br /&gt;
**2. Mahlgrad feiner stellen, bis die Scheiben zu schleifen beginnen (erkennbar am klirrenden Geräusch)&lt;br /&gt;
**3. Mahlgrad sofort wieder etwas gröber stellen, bis das Klirren verschwindet&lt;br /&gt;
**4. Mühle abstellen und Bohnen einfüllen&lt;br /&gt;
**5. Eine Portion Pulver mahlen, möglichst genau abwiegen, damit die Menge bei jedem Versuch gleich ist und einen Espresso brühen. Es sollte jetzt so fein sein, dass die Maschine höchstens ein paar Tropfen durch das Pulver drücken kann.&lt;br /&gt;
**6. Solange schrittweise gröber stellen und Testbezüge durchführen, bis die Durchlaufzeit stimmt.&lt;br /&gt;
*Meistens kann man die Einstellung der alten Packung als Startwert für die nächste benutzen. Frischere Bohnen brauchen in der Regel einen etwas gröberen Mahlgrad als ältere. Wenn man den Mahlgrad ein mal gefunden hat, reicht es, ihn&lt;br /&gt;
**feiner zu stellen, wenn der Espresso zu schnell durchläuft oder&lt;br /&gt;
**gröber zu stellen, wenn der Espresso zu langsam durchläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was mache ich falsch? Diagnostik! ===&lt;br /&gt;
*Auf meinem Espresso ist keine oder sehr wenig Crema -&amp;gt; Bohnen zu alt, Druck zu niedrig oder Mahlgrad zu grob. Einige Sorten entwickeln von Natur aus weniger Crema, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut.&lt;br /&gt;
*Mein Espresso schmeckt eklig sauer -&amp;gt; die Brühtemperatur war zu niedrig oder die Röstung zu hell. Die Maschine samt Brühgruppe und Siebträger muss je nach Typ mindestens 15min durcheizen, Zweikreiser brauchen eher 30min. Die Tasse muss auch mit heißem Wasser vorgeheizt werden.&lt;br /&gt;
*Mein Espresso ist sehr bitter -&amp;gt; Die Temperatur war zu hoch oder die Röstung zu dunkel. Auch zu fein gemahlenes Pulver, zu starker Anpressdruck und der daraus resultierende hohe Brühdruck verursacht bitteren Geschmack. Es kann auch an der Einstellung der Maschine liegen, dass der Druck zu spät abgeregelt wird. Auch zu viel Wasser macht bitter, erkennen kann man das an einem heller werdenden Strahl aus dem Siebträger während der Zubereitung, genannt &amp;quot;Blondphase&amp;quot;. Hier sollte man den Bezug abbrechen, auch wenn die Tasse nicht &amp;quot;voll&amp;quot; ist.&lt;br /&gt;
* Eine helle Crema weist auch auf einen zu niedrigen Druck oder eine zu niedrige Temperatur hin. Sie sollte haselnussbraun sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie mache ich Milchschaum? ===&lt;br /&gt;
Zur Herstellung von [[Milchaufschäumen|Milchschaum]] existiert ein wirklich guter Artikel an anderer Stelle.&lt;br /&gt;
Deshalb hier die Kurzform: Von einem Dampfstrahl wird seitlich an der Dampfdüse Luft mitgerissen und unter die Milch gehoben. Die groben Blasen werden vom Dampfstrahl weiter zerteilt, bis eine homogene, cremige und fließfähige Masse entsteht. Braucht man dafür zu lange, wird die Milch zu heiß, schmeckt verkocht und setzt sich wieder unten ab, während oben drauf ein fester, blasiger und unansehnlicher Schaum steht. Dies gilt es zu vermeiden. Milchaufschäumen erfordert einiges an Geschick und Übung, also bitte nicht aufgeben, wenn es nicht auf Anhieb klappt.&lt;br /&gt;
Für den Anfang gibt es aber das sogenannte Pannarello, das etwas leichter zu benutzen ist, jedoch nur einen relativ groben Schaum ermöglicht. Prinzipiell sind auch Düsen mit weniger Löchern leichter in der Handhabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie macht man Cappuccino, Latte Macchiato und Co? ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|thumb|[[Latte Art]]-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
*Der berühmte Cappuccino wird hierzulande oft beschrieben als 180ml einer Mischung aus je einem Drittel Espresso, heißer Milch und Milchschaum. Diese Vorstellung darf man getrost vergessen, es ist viel einfacher: Man wärmt eine Cappuccinotasse mit heißem Wasser vor, brüht einen guten Espresso hinein (einen, also 25ml!) und füllt die Tasse mit Milchschaum auf. Dabei setzt sich ein Teil der Milch wieder ab und verbindet sich mit dem Espresso, der Schaum steigt nach oben durch die Crema auf und bildet bei [[Latte Art|entsprechendem Eingießen]] hübsche Muster, die jedes Kakaopulver oben drauf überflüssig machen.&lt;br /&gt;
*Latte Macchiato, der Mega-Milch-Mode-Mix zum Beeindrucken weiblicher Gäste: Man schäumt wie gewohnt Milch auf, gießt sie in ein nicht vorgewärmtes LM-Glas, macht dann erst einen Espresso, z.B. in einem gut vorgewärmten kleinen Kännchen oder Tässchen und gießt ihn langsam oben durch die nun etwas abgesetzte Schaumschicht. Er sollte sich jetzt genau zwischen Schaum und Milch abgrenzen. Das entstandene Loch lässt sich mit einem Extra-Löffel Schaum verschließen, oder man verwendet den braun gefärbten Schaum um, mit dem im Glas befindlichen Löffel, schöne Muster in den Schaum zu zaubern.&lt;br /&gt;
*Ein Espresso Macchiato ist einfach ein normaler Espresso mit kleinem Schaumhäubchen&lt;br /&gt;
*Der Espresso Corretto wird mit einem '''kleinen''' Schuss Grappa oder Amaretto abgerundet. Die Wahl der Spirituose obliegt aber eigentlich der Phantasie des Einzelnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Pflege braucht meine Bella Macchina? ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rückspülen01.jpg|thumb|Reinigung der Dusche]]&lt;br /&gt;
*Wenn die Maschine ein Magnetventil besitzt, sollte man mehrmals am Tag, d.h. möglichst immer bevor man die Maschine ausschaltet, die Brühgruppe mit klarem Wasser rückspülen. Dazu setzt man in einen ST das '''[[Blindsieb]]''' ein, spannt ihn in die Maschine und drückt für einige Sekunden die Bezugstaste.&lt;br /&gt;
*Je nach Nutzung sollte man einmal pro Woche mit '''[[Kaffeefettlöser]]''' rückspülen, dazu füllt man einen Löffel davon in das Blindsieb, startet mehrmals den Bezug, lässt es danach jeweils etwas einwirken, bis das Wasser, welches durch das Magnetventil abgeleitet wird, nicht mehr braun ist. Am Ende muss man mit klarem Wasser mehrmals rückspülen, damit Rückstände des Reinigungsmittels aus der Brühgruppe entfernt wird. Zusätzlich sollte das '''[[Duschsieb]]''', wenn möglich, abgeschraubt und mit einer Bürste unter heißem Wasser gereinigt werden.&lt;br /&gt;
*Mit der Zeit sammelt sich in der Milchschaumdüse etwas eingetrocknete Milch. Deshalb sollte sie aus ästhetischen und hygienischen Gründen ab und zu demontiert und gereingt werden. Nach jedem Schäumen sollte sie abgewischt und mit Dampf durchgeblasen werden. Hartnäckige Milchkrusten lassen sich aufweichen, indem man die Dampflanze in ein Kännchen voll heißes Wasser stellt. Allerdings kann ein defektes [[Entlüftungsventil]] dafür sorgen, dass das Milchrest-Wasser-Gemisch in den Kessel gesaugt wird, wenn man die Maschine abschaltet.&lt;br /&gt;
*Über die Reinigung des Gehäuses entscheidet auch das ästhetische Empfinden des jeweiligen Benutzers...&lt;br /&gt;
*Einkreiser lassen sich je nach Härte des verwendeten Wassers entkalken, indem man einfach spezielle Entkalkerlösung oder Zitronen- oder Weinsteinsäure in den Tank gibt und durch die Maschine pumpt. Wenn man nachher ordentlich mit klarem Wasser nachspült, bleiben kaum Rückstände in der Maschine.&lt;br /&gt;
*Bei Zweikreisern lässt sich die Lösung leider nur schwer aus dem Kessel entfernen, weshalb man hier auch von einer solchen Schnellentkalkung absehen sollte. Wenn man entkalktes Wasser (Brita, Ionentauscher oder Umkehrosmose) verwendet, verkalkt die Maschine so langsam, dass man sie nur alle paar Jahre zerlegen und von Hand entkalken muss. Handwerklich Unbegabte sollten dies einem Fachmann überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bedient man eine Espressomaschine?!===&lt;br /&gt;
[[Einkreismaschinen|Einkreiser]]:&lt;br /&gt;
*Zuerst muss die Maschine richtig aufgeheizt sein. Dazu reicht es nicht, zu warten, bis die Heizung ausgeht, weil dann nur der Kessel, nicht aber die Brühgruppe und der Siebträger heiß sind. Die meisten Einkreiser sind nach etwa 15 min betriebsbereit. Ob die Maschine heiß genug ist, lässt sich durch vorsichtiges Berühren der Gruppe oder des Brühkopfes erkennen: Wenn man sich die Finger verbrennen kann, ist sie bereit (Vorsicht!!!). Der Siebträger sollte aus thermischen Gründen stets im Brühkopf eingeklinkt sein.&lt;br /&gt;
*Die Tassen heizt man mit heißem Wasser aus der Maschine vor. Dies beschleunigt auch die Aufheizung der Brühgruppe.&lt;br /&gt;
*Wenn alles schön warm ist, nimmt man den ST von der Maschine, [[Bild:leerer_siebträger.jpg|thumb|Leerer Siebträger]] wischt ihn trocken und befüllt ihn mit der gewünschten Menge (7 oder 14g) Pulver. Dieses verteilt man möglichst gleichmäßig im Sieb [[Bild:Loses_Mahlgut_im_Siebträger.jpg|thumb|Verteiltes Espressomehl]] und drückt es mit dem Tamper fest. Am Ende führt man mit dem Tamper ohne Druck noch eine kleine Drehbewegung durch, um die Oberfläche schön glatt zu bekommen. [[Bild:Verdichtetes_Mahlgut_im_Siebträger.jpg|thumb|Getamptes und poliertes Mehl]] Jetzt muss man nur noch die Kaffeekrümel vom Siebrand streichen und den ST wieder einspannen.&lt;br /&gt;
*Nun leert man die Tasse/n und stellt sie unter den Auslauf. Wenn man jetzt den Bezug startet, sollten in etwa 20-30sek 25 bzw. 50ml Espresso in die Tasse fließen. [[Bild:Espresso(1).jpg|thumb|Fertiger Espresso]]&lt;br /&gt;
*Nachdem man die Tasse weggestellt hat, klinkt man den ST aus, [[Bild:Gefüllter_Siebträger_nach_dem_Bezug.jpg|thumb|Trester mit Abdruck der Dusche]] leert ihn in den Abschlagkasten [[Bild:Kaffeepuck.jpg|thumb|Idealtypischer Kaffeepuck]] und spült ihn aus. Die Brühgruppe spült man mit einem weiteren Leerbezug und pinselt die Reste hinaus. Zum Schluss hängt man den ST wieder in sein warmes Plätzchen.&lt;br /&gt;
*Wenn man aus dem Espresso jetzt z.B. einen Cappuccino machen möchte, heizt man den Kessel jetzt auf Dampftemperatur hoch und [[Milchaufschäumen|schäumt die Milch]]. Danach muss man erst den Dampfdruck ablassen und den Kessel wieder mit Wasser füllen, bevor man wieder Espresso bereiten kann.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Zweikreismaschinen|Zweikreiser]]:&lt;br /&gt;
*Auch ein Zweikreiser muss vor dem ersten Bezug ordentlich durchheizen, in der Regel länger als jeder Einkreiser (min. 30 Minunten)&lt;br /&gt;
*Das Vorgehen gleicht großteils dem beim Einkreiser, jedoch muss man vor dem Espressobezug erst einen [[Leerbezug]] durchfühhren, weil das Wasser im [[Wärmetauscher]] mit der Zeit die Temperatur des Kessels annimmt. Dieses überhitzte Wasser muss erst abgelassen werden, weil es sonst den Kaffee verbrennen würde. Wie viel Wasser abgelassen werden muss, hängt von der Maschine und dem eingestellten Kesseldruck ab, die Menge muss jeder für seine Maschine selbst herausfinden. Mit dem Leerbezug kann man auch gleich die Tassen aufwärmen.&lt;br /&gt;
*Jetzt spannt man wie gewohnt den Siebträger ein und brüht den Espresso.&lt;br /&gt;
*Mit etwas Geschick oder einer Dosierautomatik kann man beim Zweikreiser schon mit dem Milchschäumen beginnen, wenn der Espresso noch läuft.&lt;br /&gt;
*Weitere Unterschiede in der Bedienung gibt es nicht, abgesehen vom separaten Heißwasserhahn. Bei einigen Maschinen muss man noch selbst den Kesselfüllstand regulieren, neuere Modelle haben zu großen Teilen eine automatische Kesselfüllung.&lt;br /&gt;
*Wenn der Espresso immer zu bitter oder vor allem zu sauer ist, kann das an einem ungeeigneten Kesseldruck liegen. Dieser wird am [[Pressostat|Pressostaten]] im Inneren der Maschine verstellt. Bei fast allen Zweikreisern lässt sich über das Bypass- oder Expansionsventil auch der Brühdruck einstellen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Handhebelmaschinen]]:&lt;br /&gt;
*Die Handhebelmaschine (z.B. LaPavoni „[[Europiccola]]“) ist neben der [[Bialetti]] die wohl puristischste Art, Espresso zu kochen. Einfacher wird es dadurch allerdings nicht.&lt;br /&gt;
*Zunächst wird der Verschlussdeckel vom Kessel geschraubt und maximal bis zur Markierung mit Wasser befüllt. Den Deckel nun wieder festschrauben.&lt;br /&gt;
*Nach dem Einschalten der Maschine dauert es etwa zehn Minuten, bis die Heizspindel das Wasser und die Maschine bis zur Bezugstemperatur erhitzt hat. Ein deutliches Signal, dass die Maschine betriebsbereit ist, ist der austretende Dampf aus dem Sicherheitsventil. &lt;br /&gt;
*Die zu verwendende Espressotasse unter den Siebträger stellen. Nun wird mit eingespanntem, leerem Siebträger -und die Maschine daran festhaltend- der Handhebel langsam nach oben geführt. Kurz vor der obersten Position tritt durch den Überdruck heißes Wasser aus dem Kessel in den Kolben und selbständig durch den Siebträger. Hiermit wird die Espressotasse vorgewärmt. Damit die Tasse nicht überläuft, muss der Hebel rechtzeitig wieder nach unten geführt werden. '''Vorsicht:''' Wird der Handhebel anfangs zu weit nach oben geführt, spritzt das heiße Wasser unkontrolliert seitlich aus dem Siebträger heraus, so dass Verbrennungen vorprogrammiert sind. &lt;br /&gt;
*Der Siebträger wird nun wieder ausgespannt und das Sieb mit frischem und sehr fein gemahlenem Kaffeepulver bis zur Oberkante befüllt. Vorgemahlenes Kaffeepulver hat an dieser Stelle übrigens überhaupt nichts zu suchen. Eine vernünftige Kaffeemühle ist demnach auch bei dieser Espressomaschinenkategorie unerlässlich.&lt;br /&gt;
*Mit einem ordentlichen, passgenauen Tamper wird das Kaffeemehl nun mit etwa 15 kg festgedrückt. Um die kleine Kaffeewand am Siebrand zum Einsturz zu bringen, sollte ein-, zweimal mit dem Tamper seitlich an den Siebträger geklopft werden. Anschließend noch mal fest andrücken.&lt;br /&gt;
*Der gefüllte Siebträger wird nun wieder in die Brühgruppe eingespannt. Damit dieser auch ordentlich fest sitzt, muss die Maschine am Handhebel festgehalten werden.&lt;br /&gt;
*Nun wird die vorgewärmte (und nunmehr leere) Espressotasse unter den Siebträger gestellt.&lt;br /&gt;
*Ähnlich wie oben schon beschrieben, wird nun der Handhebel langsam bis ganz nach oben geführt. Hierbei muss die Maschine ebenfalls am Siebträgergriff festgehalten werden. Nun hört man kurz das in den Kolben strömende Wasser. Für etwa zehn Sekunden lässt man jetzt das Kaffeepulver aufquellen. Im besten Fall tritt auch gegen Ende der Aufquellzeit kein Espresso aus dem Siebträgerauslauf. Anschließend wird der Handhebel im Verlauf von etwa 20 Sekunden bis ganz nach unten gedrückt. Hierbei sollte auf den Handhebel eine Kraft von ungefähr 10 bis 15 kg aufgewandt werden. (=&amp;gt; Muss zum Bezug wesentlich stärker gedrückt werden und es kommt dennoch kein Espresso aus dem Siebträger, ist das Kaffeemehl zu fein gemahlen. Entsprechend wäre das Kaffeemehl zu grob gemahlen, wenn nahezu keine Kraft aufgebracht werden muss, um den Hebel nach unten zu drücken.)&lt;br /&gt;
*Unter Verwendung eines Einersiebes ist nun ein Espresso fertig. Zwei Espressi bzw. einen Doppio erhält man, indem man einen Bezug mit dem Zweiersieb entnimmt und anschließend den Hebel noch ein weiteres Mal nach oben führt und sofort wieder langsam nach unten drückt.&lt;br /&gt;
*Der Siebträger sollte erst nach einer kurzen Wartezeit vorsichtig ausgespannt werden. Sofort nach dem Bezug herrscht auf den Kaffeepuck noch ein hoher Druck, der das Kaffeepulver aus dem Siebträger spritzen ließe, wenn dieser zu früh und zu schnell entfernt würde.&lt;br /&gt;
[[Bild:espresso.jpg|thumb|Espresso aus einer Europiccola]]&lt;br /&gt;
*'''Hinweis:''' Der Brühkopf von Handhebelmaschinen wird einzig durch das heiße Wasser im benachbarten Kessel geheizt. Bei einer längeren Standzeit der Maschine bzw. bei vielen Bezügen hintereinander droht dieser zu überhitzen. Das Bezugswasser wird hier nicht mehr gekühlt, so dass zu heißes Wasser durch den Siebträger gedrückt wird. Folglich verbrennt der Espresso und er schmeckt bitter. &lt;br /&gt;
**Abhilfe kann man sich durch einen einfachen Trick verschaffen: Man füllt ein Glas mit kaltem Wasser, hält es so unter den Brühkopf, dass dieser leicht in das Glas eintaucht. Nun saugt man das kalte Wasser in den Brühkopf, indem der Bezugshebel nach oben gehoben wird. (Aber nicht zu hoch, denn sonst kommt ja wieder heißes Wasser vom Kessel in den Kolben.) Da sich der Brühkopf nun um ein paar Grad abgekühlt hat, kann´s jetzt mit dem Espressobezug wieder losgehen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Anleitung gibt's [http://www.kaffee-netz.de/espresso-und-kaffeemaschinen/12687-anleitung-zum-gluecklichsein-pavoni-professional-handhebel.html hier] im Kaffee-Netz.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel geht natürlich nicht allein auf meine Kappe, deshalb möchte ich an dieser Stelle nochmal allen Beteiligten aus dem Kaffee-Netz danken, als da wären langbein, chris_weinert, danielp, KingCole, altaron, unclewoo, bamf, Caruso, scott zardoz und zu guter letzt natürlich auch Stilgar, der den kompletten letzten Teil über die Handhebel verfasst hat. Vielen Dank für die konstruktiven Vorschläge, die direkte Mitwirkung am Text, die technischen Hinweise und die Beseitung meiner Rechtschreibfehler. Vielen Dank auch denen, die sich incognito beteiligt haben.&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Espresso_f%C3%BCr_Einsteiger&amp;diff=7050</id>
		<title>Espresso für Einsteiger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Espresso_f%C3%BCr_Einsteiger&amp;diff=7050"/>
		<updated>2008-01-25T13:40:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Typo-Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Achtung, dieser Artikel ist '''nicht''' vollständig, er erhebt keinen Anspruch auf Korrektheit und ist noch im Aufbau.&lt;br /&gt;
Sollten (vor allem bei Anfängern) noch Fragen offen bleiben oder einzelne Passagen schwer verständlich sein, bitte ich darum, mich im [http://www.kaffee-netz.de/board/ Kaffeenetz] zu [http://www.kaffee-netz.de/private.php?do=newpm&amp;amp;u=6199 kontaktieren], dort gibt es auch einen entsprechenden [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=12288 Thread].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist ein Espresso? ==&lt;br /&gt;
Ein [[Espresso]] unterscheidet sich vom normalen [[Filterkaffee]] nicht nur durch die Konzentration und die Druckbrühung, sondern auch durch die Verwendung eines Siebes statt einer Filtertüte. Durch das Sieb können auch die Kaffeeöle extrahiert werden, und die sind bekanntlich wichtig für den Geschmack. [[Bild:Espresso_hb.jpeg|thumb]]&lt;br /&gt;
Abgesehen davon gibt es einige Parameter, die ein guter Espresso erfüllen sollte:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Ca. 30ml Wasser werden in etwa 25s mit 8-10bar Überdruck und etwa 88-92°C durch 7g Espressomehl gepresst.''' &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für eine gleichmäßige Extraktion des Kaffeepulvers sollte das Selbige im Sieb mit etwa 15kg angedrückt werden.&lt;br /&gt;
Beim Espressobrühen versucht man, diese Faktoren konstant zu halten. Allerdings erfordert dies eine Anpassung des Mahlgrades je nach verwendeter Espressosorte. Diese wird mit der Espressomühle vorgenommen. Oft muss die Mühle mehrmals „von Tasse zu Tasse“ nachjustiert werden, um in den Genuss eines „perfekten Espresso“ zu kommen.&lt;br /&gt;
Für einen doppelten Espresso werden nur Wasser- und Pulvermenge verdoppelt, auf keinen Fall aber die Zeit.&lt;br /&gt;
Die Kriterien für einen echten italienischen Caffè wurden auch vom [http://www.espressoitaliano.org Nationalen Institut für italienischen Espresso] vorgegeben und sind [[Espresso | hier]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
Ein Espresso enthält etwa 100mg Koffein. Das ist etwa genauso viel wie ein Tässchen Filterkaffee. Diese Zahl darf aber nur als sehr grober Anhaltspunkt gelten, weil z.B. reiner Arabica-Kaffee nur 1,4% Koffein enthält, der oft beigemischte Robusta aber schon ca. 4%. Auch durch die Zubereitung kann die Menge an herausgelöstem Koffein verändert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vor dem Kauf==&lt;br /&gt;
=== Welche Maschine soll ich nehmen? ===&lt;br /&gt;
*Es gibt für jeden Einsatzzweck und jeden Geldbeutel die (nahezu) perfekte Maschine. Um diese zu finden, sollte man sich zuerst folgende Fragen stellen:&lt;br /&gt;
**Wie viele Tassen werden pro Tag produziert bzw. wie viele Personen müssen versorgt werden?&lt;br /&gt;
**Wird fast ausschließlich Espresso getrunken oder mehr Milchmixgetränke wie Cappuccino und Latte Macchiato?&lt;br /&gt;
**Wo soll die Maschine stehen und wer soll sie bedienen (Haushalt/Büro)?&lt;br /&gt;
**Wie viel Platz steht zur Verfügung?&lt;br /&gt;
**Wie soll sie aussehen? Retro-Look oder Form-Follows-Function?&lt;br /&gt;
**Wie groß ist das Budget?&lt;br /&gt;
[[Bild:Silvia_l.jpg|thumb|100px|Rancilio Silvia]]&lt;br /&gt;
*Für reine Espressotrinker oder Einpersonen-Haushalte empfiehlt sich ein [[Einkreismaschinen|Einkreiser]] ([[Alphabetische Liste der Einkreismaschinen|Liste der Einkreismaschinen]]). Diese Maschinen sind günstig in der Anschaffung und schnell betriebsbereit, haben aber wenig Dampfleistung und müssen für Dampf extra hochgeheizt und nachher wieder entlüftet werden. Trotzdem können gute Einkreiser bei günstigen Einstiegspreisen zusammen mit einer geeigneten Mühle bereits sehr guten Espresso nach o.g. Vorgaben herstellen. Eine sehr einfache Bauart des Einkreisers sind Thermoblock-Maschinen, die das Wasser nur in einem Metallblock erhitzen statt, wie bei besser ausgestatteten Einkreisern, in einem Kessel. Dadurch schwankt ihre Temperatur stärker, sie sind zwar schneller einsatzbereit, haben aber noch weniger Dampf. [[Beliebte Einkreiser]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Bezzera_bz99_inox.jpg|thumb|100px|Bezzera BZ99]]&lt;br /&gt;
*Für Liebhaber von Cappuccino oder anderen Milchmixgetränken und bei höherem Bedarf ist ein sogenannter [[Zweikreismaschinen|Zweikreiser]] ([[Alphabetische Liste der Zweikreismaschinen|Liste der Zweikreismaschinen]]) oft die bessere Wahl, weil er durch sein [[Zweikreisprinzip|Konstruktionsprinzip]] Dampf und Wasser gleichzeitig verfügbar hat und eine höhere Temperaturstabilität aufweist. Dadurch kann man ohne große Spielereien mehrere Espressi und Cappuccini in Folge herstellen, ohne dass die Temperatur dabei zu weit absinkt oder man zum Aufschäumen u.U. mehrmals aufheizen und abkühlen muss. Maschinen wie die Gaggia Baby Twin, Kitchenaid Artisan oder Quickmill 3004 sind keine Zweikreiser, sondern Einkreiser mit zusätzlichem Dampferzeuger. Dieser erzeugt aber genauso wenig oder noch weniger Dampf als ein normaler Einkreiser. [[Beliebte Zweikreiser]]&lt;br /&gt;
*Wer es gerne richtig nobel und unkompliziert haben will, ist mit einem [[Dualboilermaschinen|Dualboiler]] ([[Alphabetische Liste der Dualboilermaschinen|Liste der Dualboilermaschinen]]) gut beraten. Diese Geräte sind zwar recht teuer, bieten aber durch ihre zwei Kessel ständig Dampf und Wasser mit der richtigen Temperatur, kennen keine Überhitzungsprobleme, die man bei anderen Maschinen durch Leerbezüge ausgleichen müsste und haben den großen Vorteil, dass man die Wassertemperatur ganz simpel und exakt an der Gehäusefront oder hinter einer leicht abnehmbaren Blende verstellen kann. Dies ist sehr nützlich, wenn man gern viele verschiedene Bohnensorten ausprobiert oder seinen Espresso selbst röstet. Hier ist eine schnelle und exakte Anpassung der Temperatur wünschenswert, weil man dadurch leichte Fehler beim Rösten ausgleichen und das Optimum aus jeder Charge herausholen kann. [[Beliebte Dualboiler]]&lt;br /&gt;
*Falls die Ansprüche an die Qualität des Espressos nicht gar so hoch sind und es mehr auf die Einfachheit von Nutzung und Wartung des Gerätes ankommt, etwa am Arbeitsplatz, wo viele Mitarbeiter es nutzen und keiner sich für die Reinigung verantwortlich fühlt, kann ein Kapselsystem wie [[Pod-Espressomaschinen, Nespresso et al.|Nespresso]] die beste Lösung sein. Es bietet gleichbleibende relativ hohe Qualität und ist extrem einfach zu bedienen, auch ist es unabhängig von einer Spüle.&lt;br /&gt;
*Vollautomaten werden bewusst nicht mit aufgeführt, da sie für die Produktion von Espresso nach der oben genannten Definition nur bedingt bis gar nicht geeignet sind. Das hängt damit zusammen, dass durch die prinzipbedingt etwas fragile Konstruktion der Brühgruppe (meist Kunststoff) nicht genug Druck aufgebaut werden kann, um das Pulver in gleichem Maße wie beim Siebträger zu extrahieren. Dafür spielen Vollautomaten dort ihre Qualitäten aus, wo eine Tasse guter frischer Kaffee oder ein passabler Cappuccino auf Knopfdruck gefordert ist. Jedoch sind diese Geräte oft  nicht besonders robust sowie fehleranfällig, und erfordern darüberhinaus penible und regelmäßig durchgeführte manuelle Reinigung. Die integrierten Spül- und Reinigungsprogramme reichen in der Regel nicht aus, die Maschine muss regelmäßig geöffnet und von Hand gereinigt werden. Beim Kauf ist deshalb auf eine einfach herausnehmbare Brühgruppe zu achten.&lt;br /&gt;
*Ein weiterer Sonderfall sind die Handhebelmaschinen, wie sie z.B. La Pavoni baut. Hier wird der Druck nicht von einer elektrischen Pumpe erzeugt, sondern muss von Hand über einen Hebel aufgebracht werden. Diese Maschinen sind nicht ganz einfach zu bedienen, eignen sich aber hervorragend zur Produktion von Ristretto. Man kan aber nicht viele Espressi in Folge brühen, weil der Brühkopf sich schnell überhitzt und der Kessel auch von Hand befüllt werden muss. Dazu muss man die Maschine erst abkühlen lassen. Aus diesen Gründen werden die Handhebel oft nur als Zweitgerät gekauft. Es gibt aber auch Handhebelmaschinen mit Wärmetauscher und teilweise mit einer Feder im Brühkopf, die vor dem Bezug gespannt wird. Dieses Prinzip war vor dem flächendeckenden Einsatz von Elektropumpen in der Gastronomie sehr verbreitet. Handhebel sind nahezu lautlos, im Gegensatz zu den in Haushaltsespressomaschinen fast ausschließlich verbauten Vibrationspumpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warum brauche ich unbedingt eine Mühle? ===&lt;br /&gt;
Entgegen der landläufigen Meinung, eine Mühle brauche man nur, wenn man absolut frischen Kaffee haben wolle, erfüllt diese noch eine weitere wichtige Funktion:&lt;br /&gt;
[[Bild:Demoka_M203.jpg|thumb|100px|Demoka M203]]&lt;br /&gt;
*vorgemahlenes Espressopulver hat '''nie''' den richtigen Mahlgrad. Es ist fast immer wesentlich zu grob. Selbst wenn man beispielsweise im Laden die Bohnen fein genug mahlen ließe, wäre es reine Glückssache, wenn zu Hause der Espresso in der gewünschten Zeit durchliefe. Schon eine geringfügige Änderung kann die Durchlaufzeit um 5 bis 10 Sekunden verändern. Und selbst wenn man nach einigen Versuchen bzw. Kaffeeproben den richtigen Mahlgrad gefunden haben sollte, ändert sich mit dem Alter des Kaffees und sogar der Luftfeuchtigkeit schon bald die Durchlaufzeit, und diese muss durch einen anderen Mahlgrad ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
*Daraus lässt sich leicht erkennen, dass man durch eine eigene Mühle zu Hause den Mahlgrad leicht anpassen kann.&lt;br /&gt;
*Vorgemahlenes Kaffee-/Espressopulver ist beim Öffnen der Packung noch relativ aromatisch, doch durch die große Oberfläche verliert es innerhalb von Stunden den größten Teil seines Aromas. Als Laie mag man noch denken: &amp;quot;Pöh, Espresso schmeckt doch eh nur bitter und etwas sauer.&amp;quot;, mit frischem Pulver aus der eigenen Mühle und der richtigen Zubereitung lassen sich noch weitaus mehr geschmackliche Eigenschaften erkennen.&lt;br /&gt;
*Es gibt Mühlen mit und ohne Dosierer, im Hausgebrauch ist er aber nicht notwendig, da er immer zu mindestens einem Drittel gefüllt sein muss, um korrekt zu funktionieren. Dabei wird das Pulver alt und bei einer Änderung des Mahlgrads muss viel Pulver entsorgt werden. Bei Besuch kann er aber ganz hilfreich sein. Man kann aber auch, vor allem mit einer Zeitschaltuhr, nur so viel Pulver in den Dosierer mahlen, wie man für einen Espresso braucht. Dann muss man während des Mahlvorgangs nicht den Siebträger unter einen Direktmahlerrüssel halten, das Pulver wird etwas durchmischt und fällt mit weniger Sauerei in das Sieb.&lt;br /&gt;
*Beim Kauf einer Mühle sollte eine gewisse Qualitätsstufe nicht unterschritten werden, weil darunter nicht die feine Körnung erreicht wird, die für Espresso notwendig ist, oder die Partikelgrößenstreuung (oh ho, kompliziertes Wort) so groß ist, dass der Staub das Sieb der Maschine verstopft, die größeren Partikel aber unterextrahiert bleiben. Dadurch ist die Einstellung des passenden Mahlgrades sehr schwierig. Verstärkt wird dies durch die grobe Rasterung bei der Einstellung des Mahlgrads billiger Mühlen. Als Referenz für die preiswerteste brauchbare Mühle wird oft die [[Demoka_M203|Demoka M-203]] genannt. [[Weitere beliebte Mühlen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welches Zubehör brauche ich? ===&lt;br /&gt;
Diese Gegenstände sollte man sich beim Kauf einer Espressomaschine gleich als erstes zulegen:&lt;br /&gt;
*Einen '''[[Tamper]]''' braucht man, um das Kaffeemehl im Sieb anzudrücken. Er soll genau in das Sieb passen. Der oft mitgelieferte Plastiktamper ist mehr oder weniger nutzlos.&lt;br /&gt;
*Einen '''Abschlagkasten''' oder auch '''Ausklopfkasten''' braucht man, um den Kaffeesatz aus dem Siebträger zu klopfen. Eine '''Sudschublade''' erfüllt den selben Zweck und sieht besser aus, ist aber teurer und neigt eher zur Schimmelbildung.&lt;br /&gt;
*Mit einem '''Brühgruppenpinsel''' holt man die Kaffeekrümel aus dem Brühkopf.&lt;br /&gt;
*Das '''[[Milchkännchen|Milchschaumkännchen]]''' hat großen Einfluss auf die Qualität des Milchschaums. Es muss einen schönen Wirbel ermöglichen und braucht eine eher schmale Tülle, wenn man damit sog. [[Latte Art]] zeichnen möchte. Bewährt hat sich z.B. das Paderno-Kännchen oder das etwas teurere von Alessi.&lt;br /&gt;
*Beim Kauf der '''[[Latte_Art#Tassen|Tassen]]''' sollte man gerade bei kleinen Maschinen darauf achten, das sie unter den Siebträgerauslauf passen. Dickwandige Tassen speichern mehr Hitze, vorausgesetzt man wärmt sie vorher mit heißem Wasser auf.&lt;br /&gt;
*Maschinen mit Magnetventil brauchen ein '''[[Blindsieb]]''' bzw. '''Reinigungsfilter''' zum [[Rückspülen der Brühgruppe|Rückspülen]].&lt;br /&gt;
Folgendes Zubehör ist eher optional, wenn auch nicht ganz nutzfrei:&lt;br /&gt;
*Ein '''Thermometer''' kann beim Schäumen sehr nützlich sein, da man sofort sieht, wann man spätestens den Hahn zudrehen muss.&lt;br /&gt;
*Mit einer '''Feinwaage''' kann man von Zeit zu Zeit kontrollieren, ob die Pulvermenge im Sieb auch stimmt. Abweichungen um mehr als 5% sind in der Durchlaufzeit schon deutlich spürbar.&lt;br /&gt;
*Eine '''Tamperauflage''', '''Tamperstation''' oder '''Tampermatte''' gibt beim Tampen guten Halt und schont die Arbeitsplatte.&lt;br /&gt;
*Der '''bodenlose Siebträger''' ist ein schönes Modespielzeug, das abgesehen vom ästhetischen Anblick beim Herausquellen des Espressos aus dem Sieb auch präzise Rückschlüsse auf die persönliche Technik beim Verteilen und Andrücken des Mahlguts zulässt. Schlampigkeit wird auf der Stelle mit Kaffeespritzern rund um die Maschine bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nach dem Kauf==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Bohnen soll ich nehmen? ===&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es Arabica und Robusta, die beiden Kaffee-Arten. Espresso besteht fast immer aus Arabica, oft mit einem Anteil Robusta für mehr Crema und einen kräftigeren Geschmack. Arabica hat die feineren Nuancen und weniger Koffein.&lt;br /&gt;
Auf das Angebot der Supermärkte kann man meistens getrost verzichten: Durch die langen Vertriebswege und die Lagerung ist der Kaffee meistens schon mehrere Monate alt. Er ist zwar noch nicht &amp;quot;schlecht&amp;quot; im Sinne von verschimmelt oder ungenießbar, doch er hat einen Großteil der feinen Aromastoffe verloren, entwickelt nur noch wenig Crema und verhält sich in der Zubereitung relativ unkollegial bzw. zickig. Guten Espresso produzieren die italienischen Großröster, die ihre Ware ab etwa 15 Euro in Feinkostläden an den Mann bringen. Auch hier muss man jedoch darauf achten, dass der Kaffee nicht älter als etwa einen oder zwei Monate ist. Die großen 1kg-Beutel lassen ihn zu Hause auch schnell altern.&lt;br /&gt;
Richtig frische Bohnen bekommt man am besten beim Handwerksröster, etwa Caffe-Fausto in München, Mirella in Würzburg oder Langen Kaffee in Medebach im Hochsauerland. Hier kann man zu überaus fairen Preisen extrem frischen (meistens nur wenige Tage alten) Kaffee auch per Versand beziehen, allein durch die Frische ist dieser Kaffee vielen Industrieprodukten überlegen. Eine Übersicht der Röster findet man auf [http://www.espressosorten.de www.espressosorten.de]. Richtig frisch heißt für Kenner nicht älter als eine Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie finde ich den richtigen Mahlgrad? ===&lt;br /&gt;
*Grundsätzlich ist der Mahlgrad '''der''' Faktor, den man zum Einstellen der Durchlaufzeit anpasst. Bei einer neuen Tüte Bohnen findet man ihn am leichtesten durch dieses Vorgehen:&lt;br /&gt;
**1. Mühle anstellen (die Mühle muss leer sein)&lt;br /&gt;
**2. Mahlgrad feiner stellen, bis die Scheiben zu schleifen beginnen (erkennbar am klirrenden Geräusch)&lt;br /&gt;
**3. Mahlgrad sofort wieder etwas gröber stellen, bis das Klirren verschwindet&lt;br /&gt;
**4. Mühle abstellen und Bohnen einfüllen&lt;br /&gt;
**5. Eine Portion Pulver mahlen, möglichst genau abwiegen, damit die Menge bei jedem Versuch gleich ist und einen Espresso brühen. Es sollte jetzt so fein sein, dass die Maschine höchstens ein paar Tropfen durch das Pulver drücken kann.&lt;br /&gt;
**6. Solange schrittweise gröber stellen und Testbezüge durchführen, bis die Durchlaufzeit stimmt.&lt;br /&gt;
*Meistens kann man die Einstellung der alten Packung als Startwert für die nächste benutzen. Frischere Bohnen brauchen in der Regel einen etwas gröberen Mahlgrad als ältere. Wenn man den Mahlgrad ein mal gefunden hat, reicht es, ihn&lt;br /&gt;
**feiner zu stellen, wenn der Espresso zu schnell durchläuft oder&lt;br /&gt;
**gröber zu stellen, wenn der Espresso zu langsam durchläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was mache ich falsch? Diagnostik! ===&lt;br /&gt;
*Auf meinem Espresso ist keine oder sehr wenig Crema -&amp;gt; Bohnen zu alt, Druck zu niedrig oder Mahlgrad zu grob. Einige Sorten entwickeln von Natur aus weniger Crema, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut.&lt;br /&gt;
*Mein Espresso schmeckt eklig sauer -&amp;gt; die Brühtemperatur war zu niedrig oder die Röstung zu hell. Die Maschine samt Brühgruppe und Siebträger muss je nach Typ mindestens 15min durcheizen, Zweikreiser brauchen eher 30min. Die Tasse muss auch mit heißem Wasser vorgeheizt werden.&lt;br /&gt;
*Mein Espresso ist sehr bitter -&amp;gt; Die Temperatur war zu hoch oder die Röstung zu dunkel. Auch zu fein gemahlenes Pulver, zu starker Anpressdruck und der daraus resultierende hohe Brühdruck verursacht bitteren Geschmack. Es kann auch an der Einstellung der Maschine liegen, dass der Druck zu spät abgeregelt wird. Auch zu viel Wasser macht bitter, erkennen kann man das an einem heller werdenden Strahl aus dem Siebträger während der Zubereitung, genannt &amp;quot;Blondphase&amp;quot;. Hier sollte man den Bezug abbrechen, auch wenn die Tasse nicht &amp;quot;voll&amp;quot; ist.&lt;br /&gt;
* Eine helle Crema weist auch auf einen zu niedrigen Druck oder eine zu niedrige Temperatur hin. Sie sollte haselnussbraun sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie mache ich Milchschaum? ===&lt;br /&gt;
Zur Herstellung von [[Milchaufschäumen|Milchschaum]] existiert ein wirklich guter Artikel an anderer Stelle.&lt;br /&gt;
Deshalb hier die Kurzform: Von einem Dampfstrahl wird seitlich an der Dampfdüse Luft mitgerissen und unter die Milch gehoben. Die groben Blasen werden vom Dampfstrahl weiter zerteilt, bis eine homogene, cremige und fließfähige Masse entsteht. Braucht man dafür zu lange, wird die Milch zu heiß, schmeckt verkocht und setzt sich wieder unten ab, während oben drauf ein fester, blasiger und unansehnlicher Schaum steht. Dies gilt es zu vermeiden. Milchaufschäumen erfordert einiges an Geschick und Übung, also bitte nicht aufgeben, wenn es nicht auf Anhieb klappt.&lt;br /&gt;
Für den Anfang gibt es aber das sogenannte Pannarello, das etwas leichter zu benutzen ist, jedoch nur einen relativ groben Schaum ermöglicht. Prinzipiell sind auch Düsen mit weniger Löchern leichter in der Handhabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie macht man Cappuccino, Latte Macchiato und Co? ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|thumb|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
*Der berühmte Cappuccino wird hierzulande oft beschrieben als 180ml einer Mischung aus je einem Drittel Espresso, heißer Milch und Milchschaum. Diese Vorstellung darf man getrost vergessen, es ist viel einfacher: Man wärmt eine Cappuccinotasse mit heißem Wasser vor, brüht einen guten Espresso hinein (einen, also 25ml!) und füllt die Tasse mit Milchschaum auf. Dabei setzt sich ein Teil der Milch wieder ab und verbindet sich mit dem Espresso, der Schaum steigt nach oben durch die Crema auf und bildet bei entsprechendem Eingießen hübsche Muster, die jedes Kakaopulver oben drauf überflüssig machen.&lt;br /&gt;
*Latte Macchiato, der Mega-Milch-Mode-Mix zum Beeindrucken weiblicher Gäste: Man schäumt wie gewohnt Milch auf, gießt sie in ein nicht vorgewärmtes LM-Glas, macht dann erst einen Espresso, z.B. in einem gut vorgewärmten kleinen Kännchen oder Tässchen und gießt ihn langsam oben durch die nun etwas abgesetzte Schaumschicht. Er sollte sich jetzt genau zwischen Schaum und Milch abgrenzen. Das entstandene Loch lässt sich mit einem Extra-Löffel Schaum verschließen, oder man verwendet den braun gefärbten Schaum um, mit dem im Glas befindlichen Löffel, schöne Muster in den Schaum zu zaubern.&lt;br /&gt;
*Ein Espresso Macchiato ist einfach ein normaler Espresso mit kleinem Schaumhäubchen&lt;br /&gt;
*Der Espresso Corretto wird mit einem '''kleinen''' Schuss Grappa oder Amaretto abgerundet. Die Wahl der Spirituose obliegt aber eigentlich der Phantasie des Einzelnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Welche Pflege braucht meine Bella Macchina? ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rückspülen01.jpg|thumb|Reinigung der Dusche]]&lt;br /&gt;
*Wenn die Maschine ein Magnetventil besitzt, sollte man mehrmals am Tag, d.h. möglichst immer bevor man die Maschine ausschaltet, die Brühgruppe mit klarem Wasser rückspülen. Dazu setzt man in einen ST das '''[[Blindsieb]]''' ein, spannt ihn in die Maschine und drückt für einige Sekunden die Bezugstaste.&lt;br /&gt;
*Je nach Nutzung sollte man einmal pro Woche mit '''[[Kaffeefettlöser]]''' rückspülen, dazu füllt man einen Löffel davon in das Blindsieb, startet mehrmals den Bezug, lässt es danach jeweils etwas einwirken, bis das Wasser, welches durch das Magnetventil abgeleitet wird, nicht mehr braun ist. Am Ende muss man mit klarem Wasser mehrmals rückspülen, damit Rückstände des Reinigungsmittels aus der Brühgruppe entfernt wird. Zusätzlich sollte das '''[[Duschsieb]]''', wenn möglich, abgeschraubt und mit einer Bürste unter heißem Wasser gereinigt werden.&lt;br /&gt;
*Mit der Zeit sammelt sich in der Milchschaumdüse etwas eingetrocknete Milch. Deshalb sollte sie aus ästhetischen und hygienischen Gründen ab und zu demontiert und gereingt werden. Nach jedem Schäumen sollte sie abgewischt und mit Dampf durchgeblasen werden. Hartnäckige Milchkrusten lassen sich aufweichen, indem man die Dampflanze in ein Kännchen voll heißes Wasser stellt. Allerdings kann ein defektes [[Entlüftungsventil]] dafür sorgen, dass das Milchrest-Wasser-Gemisch in den Kessel gesaugt wird, wenn man die Maschine abschaltet.&lt;br /&gt;
*Über die Reinigung des Gehäuses entscheidet auch das ästhetische Empfinden des jeweiligen Benutzers...&lt;br /&gt;
*Einkreiser lassen sich je nach Härte des verwendeten Wassers entkalken, indem man einfach spezielle Entkalkerlösung oder Zitronen- oder Weinsteinsäure in den Tank gibt und durch die Maschine pumpt. Wenn man nachher ordentlich mit klarem Wasser nachspült, bleiben kaum Rückstände in der Maschine.&lt;br /&gt;
*Bei Zweikreisern lässt sich die Lösung leider nur schwer aus dem Kessel entfernen, weshalb man hier auch von einer solchen Schnellentkalkung absehen sollte. Wenn man entkalktes Wasser (Brita, Ionentauscher oder Umkehrosmose) verwendet, verkalkt die Maschine so langsam, dass man sie nur alle paar Jahre zerlegen und von Hand entkalken muss. Handwerklich Unbegabte sollten dies einem Fachmann überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie bedient man eine Espressomaschine?!===&lt;br /&gt;
[[Einkreismaschinen|Einkreiser]]:&lt;br /&gt;
*Zuerst muss die Maschine richtig aufgeheizt sein. Dazu reicht es nicht, zu warten, bis die Heizung ausgeht, weil dann nur der Kessel, nicht aber die Brühgruppe und der Siebträger heiß sind. Die meisten Einkreiser sind nach etwa 15 min betriebsbereit. Ob die Maschine heiß genug ist, lässt sich durch vorsichtiges Berühren der Gruppe oder des Brühkopfes erkennen: Wenn man sich die Finger verbrennen kann, ist sie bereit (Vorsicht!!!). Der Siebträger sollte aus thermischen Gründen stets im Brühkopf eingeklinkt sein.&lt;br /&gt;
*Die Tassen heizt man mit heißem Wasser aus der Maschine vor. Dies beschleunigt auch die Aufheizung der Brühgruppe.&lt;br /&gt;
*Wenn alles schön warm ist, nimmt man den ST von der Maschine, [[Bild:leerer_siebträger.jpg|thumb|Leerer Siebträger]] wischt ihn trocken und befüllt ihn mit der gewünschten Menge (7 oder 14g) Pulver. Dieses verteilt man möglichst gleichmäßig im Sieb [[Bild:Loses_Mahlgut_im_Siebträger.jpg|thumb|Verteiltes Espressomehl]] und drückt es mit dem Tamper fest. Am Ende führt man mit dem Tamper ohne Druck noch eine kleine Drehbewegung durch, um die Oberfläche schön glatt zu bekommen. [[Bild:Verdichtetes_Mahlgut_im_Siebträger.jpg|thumb|Getamptes und poliertes Mehl]] Jetzt muss man nur noch die Kaffeekrümel vom Siebrand streichen und den ST wieder einspannen.&lt;br /&gt;
*Nun leert man die Tasse/n und stellt sie unter den Auslauf. Wenn man jetzt den Bezug startet, sollten in etwa 20-30sek 25 bzw. 50ml Espresso in die Tasse fließen. [[Bild:Espresso(1).jpg|thumb|Fertiger Espresso]]&lt;br /&gt;
*Nachdem man die Tasse weggestellt hat, klinkt man den ST aus, [[Bild:Gefüllter_Siebträger_nach_dem_Bezug.jpg|thumb|Trester mit Abdruck der Dusche]] leert ihn in den Abschlagkasten [[Bild:Kaffeepuck.jpg|thumb|Idealtypischer Kaffeepuck]] und spült ihn aus. Die Brühgruppe spült man mit einem weiteren Leerbezug und pinselt die Reste hinaus. Zum Schluss hängt man den ST wieder in sein warmes Plätzchen.&lt;br /&gt;
*Wenn man aus dem Espresso jetzt z.B. einen Cappuccino machen möchte, heizt man den Kessel jetzt auf Dampftemperatur hoch und [[Milchaufschäumen|schäumt die Milch]]. Danach muss man erst den Dampfdruck ablassen und den Kessel wieder mit Wasser füllen, bevor man wieder Espresso bereiten kann.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Zweikreismaschinen|Zweikreiser]]:&lt;br /&gt;
*Auch ein Zweikreiser muss vor dem ersten Bezug ordentlich durchheizen, in der Regel länger als jeder Einkreiser (min. 30 Minunten)&lt;br /&gt;
*Das Vorgehen gleicht großteils dem beim Einkreiser, jedoch muss man vor dem Espressobezug erst einen [[Leerbezug]] durchfühhren, weil das Wasser im [[Wärmetauscher]] mit der Zeit die Temperatur des Kessels annimmt. Dieses überhitzte Wasser muss erst abgelassen werden, weil es sonst den Kaffee verbrennen würde. Wie viel Wasser abgelassen werden muss, hängt von der Maschine und dem eingestellten Kesseldruck ab, die Menge muss jeder für seine Maschine selbst herausfinden. Mit dem Leerbezug kann man auch gleich die Tassen aufwärmen.&lt;br /&gt;
*Jetzt spannt man wie gewohnt den Siebträger ein und brüht den Espresso.&lt;br /&gt;
*Mit etwas Geschick oder einer Dosierautomatik kann man beim Zweikreiser schon mit dem Milchschäumen beginnen, wenn der Espresso noch läuft.&lt;br /&gt;
*Weitere Unterschiede in der Bedienung gibt es nicht, abgesehen vom separaten Heißwasserhahn. Bei einigen Maschinen muss man noch selbst den Kesselfüllstand regulieren, neuere Modelle haben zu großen Teilen eine automatische Kesselfüllung.&lt;br /&gt;
*Wenn der Espresso immer zu bitter oder vor allem zu sauer ist, kann das an einem ungeeigneten Kesseldruck liegen. Dieser wird am [[Pressostat|Pressostaten]] im Inneren der Maschine verstellt. Bei fast allen Zweikreisern lässt sich über das Bypass- oder Expansionsventil auch der Brühdruck einstellen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Handhebelmaschinen]]:&lt;br /&gt;
*Die Handhebelmaschine (z.B. LaPavoni „[[Europiccola]]“) ist neben der [[Bialetti]] die wohl puristischste Art, Espresso zu kochen. Einfacher wird es dadurch allerdings nicht.&lt;br /&gt;
*Zunächst wird der Verschlussdeckel vom Kessel geschraubt und maximal bis zur Markierung mit Wasser befüllt. Den Deckel nun wieder festschrauben.&lt;br /&gt;
*Nach dem Einschalten der Maschine dauert es etwa zehn Minuten, bis die Heizspindel das Wasser und die Maschine bis zur Bezugstemperatur erhitzt hat. Ein deutliches Signal, dass die Maschine betriebsbereit ist, ist der austretende Dampf aus dem Sicherheitsventil. &lt;br /&gt;
*Die zu verwendende Espressotasse unter den Siebträger stellen. Nun wird mit eingespanntem, leerem Siebträger -und die Maschine daran festhaltend- der Handhebel langsam nach oben geführt. Kurz vor der obersten Position tritt durch den Überdruck heißes Wasser aus dem Kessel in den Kolben und selbständig durch den Siebträger. Hiermit wird die Espressotasse vorgewärmt. Damit die Tasse nicht überläuft, muss der Hebel rechtzeitig wieder nach unten geführt werden. '''Vorsicht:''' Wird der Handhebel anfangs zu weit nach oben geführt, spritzt das heiße Wasser unkontrolliert seitlich aus dem Siebträger heraus, so dass Verbrennungen vorprogrammiert sind. &lt;br /&gt;
*Der Siebträger wird nun wieder ausgespannt und das Sieb mit frischem und sehr fein gemahlenem Kaffeepulver bis zur Oberkante befüllt. Vorgemahlenes Kaffeepulver hat an dieser Stelle übrigens überhaupt nichts zu suchen. Eine vernünftige Kaffeemühle ist demnach auch bei dieser Espressomaschinenkategorie unerlässlich.&lt;br /&gt;
*Mit einem ordentlichen, passgenauen Tamper wird das Kaffeemehl nun mit etwa 15 kg festgedrückt. Um die kleine Kaffeewand am Siebrand zum Einsturz zu bringen, sollte ein-, zweimal mit dem Tamper seitlich an den Siebträger geklopft werden. Anschließend noch mal fest andrücken.&lt;br /&gt;
*Der gefüllte Siebträger wird nun wieder in die Brühgruppe eingespannt. Damit dieser auch ordentlich fest sitzt, muss die Maschine am Handhebel festgehalten werden.&lt;br /&gt;
*Nun wird die vorgewärmte (und nunmehr leere) Espressotasse unter den Siebträger gestellt.&lt;br /&gt;
*Ähnlich wie oben schon beschrieben, wird nun der Handhebel langsam bis ganz nach oben geführt. Hierbei muss die Maschine ebenfalls am Siebträgergriff festgehalten werden. Nun hört man kurz das in den Kolben strömende Wasser. Für etwa zehn Sekunden lässt man jetzt das Kaffeepulver aufquellen. Im besten Fall tritt auch gegen Ende der Aufquellzeit kein Espresso aus dem Siebträgerauslauf. Anschließend wird der Handhebel im Verlauf von etwa 20 Sekunden bis ganz nach unten gedrückt. Hierbei sollte auf den Handhebel eine Kraft von ungefähr 10 bis 15 kg aufgewandt werden. (=&amp;gt; Muss zum Bezug wesentlich stärker gedrückt werden und es kommt dennoch kein Espresso aus dem Siebträger, ist das Kaffeemehl zu fein gemahlen. Entsprechend wäre das Kaffeemehl zu grob gemahlen, wenn nahezu keine Kraft aufgebracht werden muss, um den Hebel nach unten zu drücken.)&lt;br /&gt;
*Unter Verwendung eines Einersiebes ist nun ein Espresso fertig. Zwei Espressi bzw. einen Doppio erhält man, indem man einen Bezug mit dem Zweiersieb entnimmt und anschließend den Hebel noch ein weiteres Mal nach oben führt und sofort wieder langsam nach unten drückt.&lt;br /&gt;
*Der Siebträger sollte erst nach einer kurzen Wartezeit vorsichtig ausgespannt werden. Sofort nach dem Bezug herrscht auf den Kaffeepuck noch ein hoher Druck, der das Kaffeepulver aus dem Siebträger spritzen ließe, wenn dieser zu früh und zu schnell entfernt würde.&lt;br /&gt;
[[Bild:espresso.jpg|thumb|Espresso aus einer Europiccola]]&lt;br /&gt;
*'''Hinweis:''' Der Brühkopf von Handhebelmaschinen wird einzig durch das heiße Wasser im benachbarten Kessel geheizt. Bei einer längeren Standzeit der Maschine bzw. bei vielen Bezügen hintereinander droht dieser zu überhitzen. Das Bezugswasser wird hier nicht mehr gekühlt, so dass zu heißes Wasser durch den Siebträger gedrückt wird. Folglich verbrennt der Espresso und er schmeckt bitter. &lt;br /&gt;
**Abhilfe kann man sich durch einen einfachen Trick verschaffen: Man füllt ein Glas mit kaltem Wasser, hält es so unter den Brühkopf, dass dieser leicht in das Glas eintaucht. Nun saugt man das kalte Wasser in den Brühkopf, indem der Bezugshebel nach oben gehoben wird. (Aber nicht zu hoch, denn sonst kommt ja wieder heißes Wasser vom Kessel in den Kolben.) Da sich der Brühkopf nun um ein paar Grad abgekühlt hat, kann´s jetzt mit dem Espressobezug wieder losgehen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Anleitung gibt's [http://www.kaffee-netz.de/espresso-und-kaffeemaschinen/12687-anleitung-zum-gluecklichsein-pavoni-professional-handhebel.html hier] im Kaffee-Netz.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Artikel geht natürlich nicht allein auf meine Kappe, deshalb möchte ich an dieser Stelle nochmal allen Beteiligten aus dem Kaffee-Netz danken, als da wären langbein, chris_weinert, danielp, KingCole, altaron, unclewoo, bamf, Caruso, scott zardoz und zu guter letzt natürlich auch Stilgar, der den kompletten letzten Teil über die Handhebel verfasst hat. Vielen Dank für die konstruktiven Vorschläge, die direkte Mitwirkung am Text, die technischen Hinweise und die Beseitung meiner Rechtschreibfehler. Vielen Dank auch denen, die sich incognito beteiligt haben.&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7049</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7049"/>
		<updated>2008-01-24T19:17:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Videolink geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffè Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt;''' nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muß der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es macht den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|Umgießen nach dem Aufschäumen]]====&lt;br /&gt;
:Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccino in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Schwenken, Abgießen, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muß sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muß &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Stömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und vorsichtig kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A weiteren Video eines Profis] sehen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muß, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
:Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, daß die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. Neben den obigen Videos von Marcus kann man das auch in [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A&amp;amp;NR diesem Video] oder auch in [http://www.youtube.com/watch?v=Jkj8nob57o0 diesem schon im Aufschäum-Artikel verlinkten Video] gut sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, daß ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, daß er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über diese Nebensächlichkeit herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, daß sich einige Kannen besser eignen als andere. Einige Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffeezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muß aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, daß der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in den oben verlinkten Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen ebendieses Videos auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7048</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7048"/>
		<updated>2008-01-24T19:00:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffè Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt;''' nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muß der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es macht den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|Umgießen nach dem Aufschäumen]]====&lt;br /&gt;
:Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccino in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Schwenken, Abgießen, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muß sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muß &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Stömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und vorsichtig kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=14gzHb-ep3E weiteren Video eines Profis] sehen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muß, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
:Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, daß die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. Neben den obigen Videos von Marcus kann man das auch in [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A&amp;amp;NR diesem Video] oder auch in [http://www.youtube.com/watch?v=Jkj8nob57o0 diesem schon im Aufschäum-Artikel verlinkten Video] gut sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, daß ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, daß er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über diese Nebensächlichkeit herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, daß sich einige Kannen besser eignen als andere. Einige Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffeezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muß aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, daß der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in den oben verlinkten Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen ebendieses Videos auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7047</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7047"/>
		<updated>2008-01-24T18:58:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffe Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt;''' nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muß der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es macht den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|Umgießen nach dem Aufschäumen]]====&lt;br /&gt;
:Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccino in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Schwenken, Abgießen, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muß sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muß &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Stömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und vorsichtig kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=14gzHb-ep3E weiteren Video eines Profis] sehen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muß, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
:Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, daß die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. Neben den obigen Videos von Marcus kann man das auch in [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A&amp;amp;NR diesem Video] oder auch in [http://www.youtube.com/watch?v=Jkj8nob57o0 diesem schon im Aufschäum-Artikel verlinkten Video] gut sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, daß ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, daß er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über diese Nebensächlichkeit herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, daß sich einige Kannen besser eignen als andere. Einige Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffeezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muß aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, daß der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in den oben verlinkten Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen ebendieses Videos auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7046</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7046"/>
		<updated>2008-01-24T18:57:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Absatz über Milch hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffe Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt;''' nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muß der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es macht den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|Umgießen nach dem Aufschäumen]]====&lt;br /&gt;
:Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccino in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Schwenken, Abgießen, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muß sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muß &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Stömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und vorsichtig kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=14gzHb-ep3E weiteren Video eines Profis] sehen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muß, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
:Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, daß die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. Neben den obigen Videos von Marcus kann man das auch in [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A&amp;amp;NR diesem Video] oder auch in [http://www.youtube.com/watch?v=Jkj8nob57o0 diesem schon im Aufschäum-Artikel verlinkten Video] gut sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Milch===&lt;br /&gt;
[[Bild:Schaum_faellt_zusammen.jpg|thumb|Zusammengefallener Milchschaum]] Milch = Equipment? Naja, irgendwie schon, denn wenn das Werk nicht danach aussieht, als ob es auf dem [http://www.worldbaristachampionship.com WBC] einen Preis gewinnen würde, dann kann das auch an der Milch liegen. Merkwürdig aber wahr: Wie bereits im Aufschäum-Artikel erläutert, besitzen unterschiedliche Marken unterschiedliche Qualitäten beim Aufschäumen. Wer das nicht glaubt, kann als Referenz mal die Milch von Bärenmarke ausprobieren, die am feinsten schäumt. Bezüglich des Fettgehaltes ist es im Zweifel (aber nicht immer) so, daß ein höherer Fettanteil in der Milch auch cremigeren Milchschaum bedeutet. Also ruhig die Sorten mit &amp;quot;mind. 3,8% Fett&amp;quot; durchprobieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein klassisches Problem ist das schnelle &amp;quot;Zusammenfallen&amp;quot; von ansonsten korrekt geschäumtem Milchschaum, was den Cappuccino dann schnell unappetitlich aussehen läßt und sich das Latte-Art-Bild in ein &amp;quot;Gerippe&amp;quot; verwandelt (siehe Bild, in der Vergrößerung besser zu erkennen). Die Ursache dafür liegt allerdings nicht in der Milch, sondern in der Kaffeesorte. Der Caffè &amp;quot;greift&amp;quot; den Milchschaum an und sorgt dafür, daß er sich schneller zersetzt. Dieses Phänomen kommt besonders häufig bei reinen Arabica-Mischungen vor. Lösung dementsprechend: Kaffesorte wechseln!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über diese Nebensächlichkeit herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, daß sich einige Kannen besser eignen als andere. Einige Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muß aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, daß der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in den oben verlinkten Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen ebendieses Videos auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Datei:Schaum_faellt_zusammen.jpg&amp;diff=7045</id>
		<title>Datei:Schaum faellt zusammen.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Datei:Schaum_faellt_zusammen.jpg&amp;diff=7045"/>
		<updated>2008-01-24T18:44:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: Milchschaum fällt zusammen
Quelle: eigene Aufnahme
Christian Weinert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Milchschaum fällt zusammen&lt;br /&gt;
Quelle: eigene Aufnahme&lt;br /&gt;
Christian Weinert&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7044</id>
		<title>Latte Art</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.kaffeewiki.de/index.php?title=Latte_Art&amp;diff=7044"/>
		<updated>2008-01-24T13:18:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Chris weinert: kleine Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Definition==&lt;br /&gt;
Die Kunst [[Espresso|Caffe Latte oder Cappuccino]] so zuzubereiten, dass die eingegossene Milch eine Figur oder ein &amp;quot;Bild&amp;quot; ergibt. [[Barista]]s weltweit wetteifern jedes Jahr auf so genannten &amp;quot;Barista Championships&amp;quot; darum wer die beste Latte Art herstellen kann. Die beliebteste Figur ist dabei das ''Blatt'' (auch als ''“Bäumchen”'' bezeichnet):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_LaPotenza1.jpg|Latte Art-Blatt (Quelle: LaPotenza.com)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild entsteht dabei häufig ausschließlich beim Eingießen, und auch nicht durch Zeichnen ''auf'' der Oberfläche, sondern quasi ''darunter'', durch Ausnutzen der Strömungskraft des Milchschaumes beim Eingießen. Was gemeint ist, läßt sich am besten in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=jXItRLE6Hcc Video] sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anleitung==&lt;br /&gt;
Um einen Cappuccino mit Latte Art verzieren zu können, braucht man zunächst einmal Milchschaum in der richtigen Konsistenz, nämlich cremig, viskos und trotzdem flüssig. Wie das geht, steht in dem dazugehörigen Artikel [[Milchaufschäumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Milchschaum fertig, kann es losgehen. Wie auch schon das richtige Schäumen ist auch das Gießen sehr einfach. Hier die Regeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Das Gießen sollte &amp;lt;u&amp;gt;sofort bzw. zügig&amp;lt;/u&amp;gt;''' nach dem Schäumen passieren====&lt;br /&gt;
:Nur frischer Schaum ist wirklich gut, sonst trennen sich Flüssigkeit und Schaum wieder. Wenn das sofortige Gießen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muß der Milchschaum durch kreisende Schwenkbewegungen in Bewegung gehalten werden, um das Trennen zu verhindern. Aber das ist nur eine Notlösung, am besten ist frischer Schaum.  Schwenken ist in jedem Fall eine sinnvolle Sache, denn es macht den Schaum noch einmal cremiger und feinporiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Umgießen nach dem Aufschäumen[[Bild:Latte_Art_Umgiessen.jpg|thumb|right|Umgießen nach dem Aufschäumen]]====&lt;br /&gt;
:Wird in der 0,6-Liter Kanne geschäumt, sollte man ca. ein Drittel der Milch direkt nach dem Schäumen in eine andere Kanne umgießen. Normalerweise setzt sich der Schaum im Kännchen relativ schnell oben ab, aber auch wenn man die Milch durch Schwenken vermischt, wird oben immer etwas mehr schaumige Konsistzenz sein, als am Boden des Kännchens. Die Folge: Der Schaum ist beim ersten Cappuccino zu dickflüssig, für den zweiten zu dünn. Durch Umgießen erhält man für beide Cappuccino in etwa die gleiche Milchschaumkonsistenz (siehe Illustration auf der rechten Seite). Die Reihenfolge sollte dabei sein: Aufschäumen, Schwenken, Abgießen, ersten Cappuccino gießen, abgegossene Milch zurückgießen, Schwenken, zweiten Cappuccino gießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Der erste &amp;quot;Schluck&amp;quot; muß sitzen====&lt;br /&gt;
:...denn der Milchschaum muß &amp;lt;u&amp;gt;unter&amp;lt;/u&amp;gt; die Créma. Das Muster ensteht ja wie gesagt nicht durch zeichnen, sondern durch die wirbelnde Stömung des Milchschaums beim Eingießen. Und zwar ganz unkompliziert. Kanne gegen den Tassenrand und vorsichtig kippen. Fertig. Keine Hektik, kein Ruck, keine Vorsicht. Einfach nur gegen den Rand stützen und kippen. Die Bewegung des Schaumes ist dann genau richtig, um unter die Crema zu kommen und der &amp;quot;Fluß&amp;quot; läßt sich gut unter Kontrolle halten. Das anvisierte Ziel sollte dabei nicht die Mitte der Tasse sein, sondern ein Punkt versetzt davon. Keine Scheu, das ist wirklich sehr einfach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Sehr gut läßt sich das ganze in diesem [http://www.youtube.com/watch?v=14gzHb-ep3E weiteren Video eines Profis] sehen. Dort sieht man auch die Bewegung, die man machen muß, um ein Bäumchen zu zeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Die Bewegung beim Gießen====&lt;br /&gt;
:Dies ist  das einzige, was Übung erfordert. Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, die Feinheiten dagegen beherrscht man erst nach einiger Routine. Immer daran denken, daß die Strömung die Musik macht, d.h. der Fluß in die Tasse sollte nicht tröpfeln, sondern schon “selbstbewußt” sein. Am Anfang kann man erstmal ohne das ganze Hin und Her für das Blattmuster üben, um ein Gefühl für das Eingießen selbst zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Blattmuster bekommt man (wie im Video zu sehen) hin, indem man &amp;lt;u&amp;gt;auf der gleichen Stelle&amp;lt;/u&amp;gt; mit der Kanne leicht und schnell hin- und herschwenkt. Das ergibt das Zick-Zack-Muster, der “Stiel” wird durch die Abschlußbewegung (senkrecht zu den Schwenkbewegungen) erreicht. Am besten wirklich im Video zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man mag sich nach ein paar Versuchen fragen, wann denn nun die eigentliche Figur in der Tasse &amp;quot;auftaucht&amp;quot;. Das ist unterschiedlich, je nach Gießgeschwindigkeit, Tassenform, Caffè etc. Entscheidend ist, mit den Bewegungen nicht zu spät anzufangen - ganz nebenbei hilft man damit dem &amp;quot;Auftauchen&amp;quot; auch ein bißchen auf die Sprünge. Neben den obigen Videos von Marcus kann man das auch in [http://www.youtube.com/watch?v=UqTyWlbCR1A&amp;amp;NR diesem Video] oder auch in [http://www.youtube.com/watch?v=Jkj8nob57o0 diesem schon im Aufschäum-Artikel verlinkten Video] gut sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tja: Das ist das ganze Geheimnis''', denn wenn die Form der Tasse halbwegs normal ist (v.a. ein runder Boden oder Runde Seitenwände, keine zylindrischen Formen, siehe auch unten die Tips), kann nach dem Kippen erstmal grundsätzlich nichts mehr schiefgehen. Klar, für ein präzises Ergebnis braucht man Übung. Aber nicht für das grundsätzliche Vorgehen: Wenn der Schaum nicht zu dick ist (siehe [[Milchaufschäumen]]) und man den ersten &amp;quot;Schluck&amp;quot; richtig in die Tasse bringt (s.o.), entsteht IMMER irgendein Ansatz von Latte Art. Wie ''gekonnt'' die Figur dann wird, hängt vor allem von der Übung ab, ein bißchen vielleicht auch von der Begabung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Equipment-Tips==&lt;br /&gt;
===Kanne===&lt;br /&gt;
Zum Gießen von Latte Art benötigt man eine Kanne mit einer ausgeprägten Tülle. Wie bei allen Accessoires läßt sich auch über diese Nebensächlichkeit herrlich fachsimpeln, Tatsache ist jedoch, daß sich einige Kannen besser eignen als andere. Einige Marken sind z.B. Paderno, WAS, La Potenza, Alessi und Motta.&lt;br /&gt;
* Als besonders geeignet werden beispielsweise die Kannen von '''Paderno''' bewertet (über Ebay erhältlich), sie haben eine ausgeprägte Tülle und eine sehr gute Verarbeitung (Materialstärke etc.), und das bei einem (in Fachkreisen relativ günstigen) Preis von ca. 14 Euro (0,6 Liter).&lt;br /&gt;
* Die '''WAS'''-Kännchen werden von vielen Online-Händlern als “no-name” Kannen verkauft und sind sehr verbreitet und liegen etwa in der gleichen Preisklasse wie die Paderno-Kannen, haben allerdings nicht so eine große Tülle sowie eine geringere Materialstärke.&lt;br /&gt;
* [http://www.lapotenza.com '''La Potenza'''] fertigt Kannen in “Überlänge”, die von der Qualität her ebenfalls top notch sind, und dementsprechend in einer ähnlichen Preislage bewegen wie die Alessi Kannen. Die Berliner Kaffee-Kette [http://www.einstein-coffeeshops.com Einstein], die bekannt für das Verwenden von High-End-Equipment (und für guten Caffè) sind, benutzen beispielsweise diese Kannen.&lt;br /&gt;
* Die Kannen von [http://www.alessi.com/ecommerce//scheda_oggetto.jsp?idProgetto=1672&amp;amp;idCatalogo=6286 '''Alessi'''] sind eher teuer (62 Euro für das 0,5-Liter-Modell namens 103/50 und 75 Euro für das 0,75-Liter Modell 103/75), aber sowohl vom Material als auch vom Handling her von denen, die sie besitzen als die besten bewertet. Die hohe Materialstärke führt zu einem höheren Gewicht, das einerseits eine hohe Wertigkeit vermittelt, andereseits jedoch von einigen als nachteilhaft für das Gefühl für den Fluß beim Eingießen empfunden wird. Die Tülle der Alessi-Kannen ist dagegen unbestritten am besten ausgeprägt. Bezugsquellen: Amazon, Karstadt, [http://www.artvoll.de/advanced_search_result.html?keywords=alessi+milchk%E4nnchen+or+alessi+sahnek%E4nnchen+&amp;amp;x=18&amp;amp;y=8&amp;amp;gclid=CMnckI_8h5ECFQJGZwodQ0a6-g Artvoll] u.a.&lt;br /&gt;
* Seit einiger Zeit erfreuen sich auch die Kannen von '''Motta''' großer Beliebtheit. Sie liegen qualitativ auf Alessi-Niveau, preislich allerdings zwischen Paderno und Alessi. Die Punkte der Alessi (hohes Gewicht, ausgeprägte Tülle) gelten auch für die Motta-Kannen. Bezugsquellen: [http://www.pasmarose.de/catalog/product_info.php/cPath/39_73/products_id/400?osCsid=0106aa9e3fff1affeba7986523605f28 Pasmarose], [http://www.kaffeezentrale.de/d/shop/showoneitem.cfm?ItemID=MMO06 Kaffezentrale] u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Paderno_Kaennchen.jpg|Paderno-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:WAS_Kaennchen.jpg|WAS-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:LaPotenza_Kaennchen.jpg|La-Potenza-Kännchen&lt;br /&gt;
Bild:Alessi_Milchkaennchen1.jpg|Alessi-Kännchen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe zum Vergleich von verschiedenen Kannen auch [http://www.kaffee-netz.de/board/viewtopic.php?t=11288 diesen Thread im Kaffee-Netz Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tassen===&lt;br /&gt;
Das Gelingen ''kann'' von der Tassenform abhängen, muß aber nicht. Es gibt Tassen, in denen Latte Art gar nicht gelingt (z.B. die großen müslischalenartigen 500-ml-Tassen von IKEA), obwohl sich das logisch nicht erschließt, in einem Glas dagegen kann Latte Art ebenso gut gelingen wie in einer Tasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Tassenform die Ursache ist, gilt Folgendes: Damit die Strömung in der Tasse sich wie gewünscht einstellt, sollte die Tassenform so beschaffen sein, daß der Tassenboden keine scharfe Kante aufweist und die Seitenwände (im Profil) eher rund geformt sind. Auch von Vorteil: Wenn sich die Oberfläche beim Eingießen dehnt. Da das in Worten relativ schlecht zu beschreiben ist, hier eine Illustration:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Latte_Art_Tassengroesse.jpg|Die richtige Tassenform für Latte Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Tassendurchmesser auf der Höhe der Espresso-Oberfläche (vor dem Eingießen der Milch) kleiner ist als der Durchmesser der Tasse oben am Rand, dann &amp;quot;dehnt&amp;quot; sich doch die Cremafläche ganz einfach schon durch das Auffüllen mit Flüssigkeit und sollte demnach leichter aufbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [http://www.worldbaristachampionship.com Barista Championships]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danke==&lt;br /&gt;
Danke an die Mitglieder des Forums [http://www.kaffee-netz.de Kaffee-Netz.de], insbesondere an&lt;br /&gt;
* ''Marcus'' (&amp;quot;nobbi-4711&amp;quot;): Für seine zahlreichen Tips und für seine Rolle als Protagonist in den oben verlinkten Videos&lt;br /&gt;
* ''blu'' (&amp;quot;blu&amp;quot;): Für das Aufnehmen ebendieses Videos auf dem Boardtreffen 2006&lt;br /&gt;
* ''Steffen'' (&amp;quot;steffenk&amp;quot;): Für das Thematisieren der Kännchenqualität&lt;br /&gt;
* ''Roger'' (&amp;quot;bubikopf&amp;quot;): Für das Foto der La Potenza Kanne&lt;br /&gt;
* ''Stefan'' (&amp;quot;Stefan&amp;quot;): Für das Foto der Alessi Kanne&lt;br /&gt;
* ''Alle unbekannten und bekannten Editoren'', die die Tipp- und Rechtschreibfehler in diesem Artikel beseitigt haben und weiter beseitigen.&lt;br /&gt;
* ''Alle anderen'' für die Ratschläge und Diskussionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Autor: Christian Weinert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[kategorie:Grundlagen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Chris weinert</name></author>
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