Gaggia Classic Coffee: Unterschied zwischen den Versionen

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== Vor- und Nachteile ==
 
== Vor- und Nachteile ==

Version vom 16. April 2013, 07:44 Uhr


Gaggia Classic Coffee
Allgemeines
Modellbezeichnung: Classic Coffee Hersteller: Gaggia
Modellvarianten: Coffee (Schwarz und Silber), Coffee de Luxe (Silber), Classic Coffee (Edelstahl)
Bauart: Einkreiser Gruppenanzahl: 1
Produktionszeitraum: von 1977 bis heute. (1977 erstmalige Markteinführung vorerst nur in Italien.) Neupreis [€]: ab ca. 260
Gebrauchtpreis [€]: ca. 150 bis 250
Beschreibung
Allgemeine Beschreibung: Kompakte Einsteigermaschine ohne Firlefanz
Verarbeitungsqualität: gut
Aufheizzeit: laut Bedienungsanleitung 6 min, zu empfehlen: 15-30 min
Empf. Einsatzbereich: Haushalt
Technische Daten
Leistung [W]: 1425 Stromanschluss [V]: 230
Abmessungen (BxHxT) [mm]: 230x380x240 Gewicht [kg]: 8
Pumpe: 15 bar, Vibrationspumpe Gehäusematerial: stabiles Metallgehäuse
Kesselvolumen [ℓ]: ca. 0,1 Kesselmaterial: Aluminium, außenliegende Heizung
Expansionsventil: Ja Entlüftungsventil: Nein
Magnetventil: Ja Automatische Kesselfüllung: Ja
Brühgruppentyp: Messing, an Kessel angeflanscht Siebträgerdurchmesser [mm]:
Siebdurchmesser [mm]: 58 mm
Ausstattung
Dampfdüse: Ja (Panarello) Heißwasserausgabe: Ja
Festwasseranschluss: Nein Wassertank [ℓ]: 2,1
Pumpenmanometer: Nein Kesselmanometer: Nein
Automatische Dosierung: Nein



Vor- und Nachteile

  • Vorteile:
    • gutes Espresso/Kaffee Ergebnis (vor allem mit nachgerüstetem PID - siehe [1])
    • langlebig und robust
    • einfache Handhabung
    • Professionelle Siebträger und Brühgruppe aus Messing (identisch zu den Siebträgern der Barmaschinen von Gaggia)
    • Hohe Heizleistung: schnell auf Dampftemperatur
    • Einsehbarer Tank
    • Aussenheizung wird von Aussenthermostaten gut geregelt, "Temperatursurfen" unnötig
    • Aussenheizung kann wegen Wassermangel nicht durchbrennen
    • Ausreichend grosse Abtropfschale aus Plastik, gut tragbar
    • Relativ vibrationsarme Pumpenbefestigung
    • geringerer Platzbedarf
    • Tank nach vorne entnehmbar (günstig bei niedrigen Hängeschränken)
    • Tropfgitter wendbar (ca 1cm Höhengewinn)
    • auch ohne Abtropfschale betreibbar (mit einem Glas unter dem MV-Rährchen)
    • Niedriger Preis


  • Nachteile:
    • Einfach verarbeitetes Gehäuse, billiges Tassenblech
    • Weniger Messing im Gruppenbereich = weniger Temperaturstabilität beim Bezug
    • Komplexe, teure Tastergruppe; Fehler (defekte Lampe) schwer zu beheben
    • Überlastungsschutz durch Schmelzsicherung statt Thermostat
    • Dampfventil wird bei falscher Bedienung schnell undicht
    • Dampflanze ist ohne den Aufsatz (von fragwürdigem Nutzen) kurz - Alternativen: [2] oder [3]
    • ältere Modelle neigen zum Durchrosten am Boden
    • suboptimale Konstruktion mit offenem Tank
    • Alu-Kessel (Entkalkungsproblematik) [4],[5]
    • Duschen-Trägerplatte aus Aluminium (Messing kann nachgerüstet werden, z.B. [6] Duschen-Trägerplatte - GAGGIA CC/C/ES/D/, Bestellnummer: G120025_M)
    • mitgeliefertes Eintassensieb sehr schwierig zu handhaben. Abhilfe: La Marzocco Eintassensieb.
    • wird seit einigen Jahren mit sogenannten Crema-Sieben ausgeliefert. Diese sind an einem doppelten Boden sowie einem einzelnen Loch an der Unterseite zu erkennen und sollten, um "echte" Crema zu erreichen, gegen Standard-Siebe ausgetauscht werden. [7]

Reparatur und Wartungsanleitungen

Unterschiede in den Produktionsserien (Modelljahre)

Modell Baujahr 10/2010 mit Edelstahl-Gehäuse

Die Gaggia Classic Coffee hat seit 1977 eine nahezu unveränderte Bauweise. Einige wenige Modelle, vor Baujahr 1995, hatten den Dampfdrehknopf rechts auf der Vorderseite neben links auf der Vorderseite angebrachten Wippschaltern. Die Classic Coffee wurde ca. ab Baujahr 2000 auch mit einem Edelstahlgehäuse produziert, da die vorangehenden Modelle besonders im Innen - und Bodenbereich starke Rostanfälligkeit aufwiesen (Hier hätte man einfach bloß besser im Innenbereich lackieren müssen). Die Classic Coffee, heute nur noch Classic genannt, wird nicht mehr in ihrem typischen und weit verbreitetem Gold- Look produziert, ebenso wenig wie in der eher selteneren Farbe Weiß. Circa ab Baujahr 2000 wurde ein verbesserter Siebträger verbaut, sowie eine andere (bessere?) Aufschäumdüse.

(Genauere Jahresdaten und mehr Unterschiede sind mir leider nicht mehr in Erinnerung, Anm. des Autors)

Es gibt auch noch das Modell Super Gaggia welches technisch identisch mit der Classic Coffee ist, aber sich äußerlich durch einen quadratischen Grundriss unterscheidet.


Die eigentlich als Classic Coffee bekannt gewordene Maschine ist noch immer im Fachhandel erhältlich und weist feine Unterschiede zu aktuell erhältlichen Modellvarianten auf:

  • Das Modell "Coffee de Luxe" hat die Schalter linksseitig und senkrecht angebracht, es fehlt das typische Gaggia Symbol mit den Kannen. Die Schalter sind kleiner, schmaler und einzeln gehalten; kein ganzer Tastenblock wie bei der CC, aber wie gewohnt Wippschalter. Sie wiegt nur 7,5 kg und ist 36cm statt 38cm hoch. Das Modell ist nur in Silber erhältlich und hat kein Überdruckrohr.
  • Das wohl am weitesten verbreitete und bekannteste Modell "Classic Coffee" wiegt 8kg und ist 38cm hoch, hat den seit jeher bekannten Drei-Tastenblock-Wippschalter, das Kannen Symbol von Gaggia und ein Überdruckrohr welches überschüssiges Wasser in die Auffangschale ableitet. Die "Classic Coffee" - auf der Maschine steht heute nur noch "Classic" - wird nunmehr in Edelstahl und Edelstahl matt produziert. Neuere Geräte (hier Baujahr 10/2010) in Edelstahl und mit Überdruckrohr haben eine Höhe von 36cm, eine Grundfläche von 19,8x23,8cm und besitzen kein Kannen-Symbol mehr, sondern nur noch den Schriftzug "Classic GAGGIA". Auf dem Typenschild steht u.a. "Mod.: Classic, 1300W, Made in EU"
  • Das Modell "Coffee" ist haargenau das Modell "Coffee de Luxe" mit lediglich einem einzigen Unterschied, dass nur dieses Modell auch in Schwarz erhältlich ist. Alle drei Modelle sind aber im Prinzip weitestgehend technisch baugleich.

Tipps und Modifikationen

Tassenwärmer:
Der integrierte Tassenwärmer ist allerdings mit Abstrichen zu sehen. Er besteht nicht aus einer seperat laufenden Heizung, sondern der über dem Alukessel liegende Metalldeckel der Maschine fängt die überschüssige Wärme des Kessels ab. Es vergehen schon gut 60 Minuten, bevor eine normal große Tasse annähernd handwarm wird. Mit einem kleinen Trick sind die Tassen sehr viel schneller warm und auch heiß genug für einen guten Espresso und man spart nebenbei auch noch Energie: Man lege ein Geschirrtuch o. ä. über die Tassen auf der Maschine (ist nicht gefährlich für die Technik!) nebenbei bleibt die Innenseite der Tassen staubfrei. Sinnvollerweise stellt man die Espressotassen richtig herum auf die Ablage, dann verbrennt man sich nicht den Mund und der Espresso bleibt länger warm!



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Weblinks