| Zeile 15: |
Zeile 15: |
| | | | |
| | == Härte und Alkalinität == | | == Härte und Alkalinität == |
| − | Kaltes Wasser hat eine gute Löslichkeit für CO2 aus der Luft. Wenn solches Wasser durch Gestein fließt, kann Calziumkarbonat (CaCO3) gelöst werden. | + | Kaltes Wasser hat eine gute Löslichkeit für CO2 aus der Luft. Wenn solches Wasser durch Gestein fließt, kann Calciumkarbonat (CaCO3) gelöst werden. |
| | | | |
| | CaCO3 + H2O + CO2 <--> Ca++ + 2 HCO3− | | CaCO3 + H2O + CO2 <--> Ca++ + 2 HCO3− |
| | | | |
| − | Dadurch entsteht jeweils ein Calzium-Ion (Ca++) und zwei Hydrogencarbonat Ionen (HC03-). Die Ca++ Ionen gehen in die Härte ein, die Alkalinität wird durch die Hydrogenkarbonationen gebildet. | + | Dadurch entsteht jeweils ein Calcium-Ion (Ca++) und zwei Hydrogencarbonat Ionen (HC03-). Die Ca++ Ionen gehen in die Härte ein, die Alkalinität wird durch die Hydrogenkarbonationen gebildet. |
| | | | |
| − | Neben Calzium ist Magnesium der andere wichtige Härtebildner im Wasser. Calzium und Magnesium kommen aber nicht ausschließlich über Calziumkarbonat (CaCO3) und Magnesiumcarbonat ( MgCO3) ins Wasser, weshalb meist mehr Härte als Alkalinität im Trinkwasser vorkommt. | + | Neben Calcium ist Magnesium der andere wichtige Härtebildner im Wasser. Calcium und Magnesium kommen aber nicht ausschließlich über Calciumkarbonat (CaCO3) und Magnesiumcarbonat ( MgCO3) ins Wasser, weshalb meist mehr Härte als Alkalinität im Trinkwasser vorkommt. |
| | | | |
| | Die Alkalinität bestimmt das Säurebindungsvermögen, also wieviel Säure zugegeben werden kann, bis sich der pH-Wert des Wassers ändert. | | Die Alkalinität bestimmt das Säurebindungsvermögen, also wieviel Säure zugegeben werden kann, bis sich der pH-Wert des Wassers ändert. |
| Zeile 73: |
Zeile 73: |
| | | | |
| | Um mg/l in mmol/l umzurechnen benötigt man das Molmasse. | | Um mg/l in mmol/l umzurechnen benötigt man das Molmasse. |
| − | Für Calzium ist dies 40. Somit entsprechen 40mg/l Ca++ einer Konzentration von 1mmol/l. | + | Für Calcium ist dies 40. Somit entsprechen 40mg/l Ca++ einer Konzentration von 1mmol/l. |
| | | | |
| | === Grad deutscher Härte [°dH] === | | === Grad deutscher Härte [°dH] === |
| Zeile 84: |
Zeile 84: |
| | *10 mg CaO entsprechen somit 0,178 mmol/l oder 1 °dH. | | *10 mg CaO entsprechen somit 0,178 mmol/l oder 1 °dH. |
| | | | |
| − | Im Abschnitt "Härte und Alkalinität" wurde für das Ausfallen von Calziumkarbonat (Kalk, CaCO3) gezeigt, dass 1* Ca++ + 2 * HCO3- benötigt werden. Kommen Ca++ und HCO3- Ionen im passenden Verhältnis vor, möchte man sie auch mit dem gleichen Härtegrad bezeichnen. | + | Im Abschnitt "Härte und Alkalinität" wurde für das Ausfallen von Calciumkarbonat (Kalk, CaCO3) gezeigt, dass 1* Ca++ + 2 * HCO3- benötigt werden. Kommen Ca++ und HCO3- Ionen im passenden Verhältnis vor, möchte man sie auch mit dem gleichen Härtegrad bezeichnen. |
| | Daher gilt für Alkalinität: | | Daher gilt für Alkalinität: |
| | *2*0,178 mmol/l Alkalinität entsprechen 1 °dH (Karbonathärte) | | *2*0,178 mmol/l Alkalinität entsprechen 1 °dH (Karbonathärte) |