Rancilio Miss Silvia

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Datei:Silvia l.jpg
Rancilio Silvia

Kurzbeschreibung:

Rancilio Miss Silvia, robuste Maschine für den Hausgebrauch. Sehr gute Einkreismaschine, in der Komponenten aus der Profitechnik verbaut sind.

Preisspanne:

  • Neupreis:
475-550 EUR
  • gebraucht:
Empfehlenswert Modelle ab XX/2002 bis 350 EUR

empf. Einsatzbereich:

zu Hause

Weitere Bilder zur "Rancilio Miss Silvia"

Allgemeine Angaben

  • Modellbezeichnung: Miss Silvia
  • Modelvarianten:
  • Hersteller: www.rancilio.it
  • produziert von - bis: 1998 - heute

Beschreibung

  • Verarbeitungsqualität: gut
  • Aufheizzeit: min 15, besser 30min
  • Dampfdüse: ja
  • Heißwasserausgabe: ja
  • Automatische Dosierung: -
  • Kesselmanometer: -
  • Pumpenmanometer: -

Vorteile:

  • hochwertiges Metallgehäuse
  • sehr robuste Verarbeitung
  • hohes Dampfvolumen (für diese Geräteklasse)
  • hochwertiger, sehr massiver Siebträger

Nachteile:

  • mitgelieferter Tamper sehr schlecht
  • mitgeliefertes Eintassensieb sehr schwierig zu handhaben (im Gegensatz zum mitgelieferten Zweitassensieb).
Abhilfe: La Marzocco Eintassensieb erwerben.

Technische Daten

  • Kessel: Messing 0,33 Liter
  • Pumpe: Elektromagnetische Pumpe von Ulka, 48W
  • Magnetventil und einstellbares Expansionsventil (erst ab ca M 2005 einstellbar!)
  • Leistung Heizung: 950W
  • max. Leistungsaufnahme: ca. 1000W
  • Stromanschluß: 230V
  • Abmessungen(BxHxT): 235x340x290
  • Wassertank: ca. 2,5L
  • Nettogewicht: 14kg

Reparatur und Wartungsanleitungen

Bedienung der Silvia

Espresso

  • Anschalten
Mindestens 15 Minuten warten, besser 30 bis die Silvia warm geworden ist.
Durch einen Leerbezug lässt sich die Aufwärmzeit etwas verkürzen.
Einige (ältere) Silvias haben ein 110 Grad Thermostat. Da ist ein Leerbezug vorgeschrieben, denn sonst brüht man mit heißem Dampf.
  • Wasser vor dem Bezug über Dampflanze ablassen (und damit die Tassen wärmen)
  • mahlen (14 Gramm ins Zweiersieb (lt. Wiki)), tampern (das Kaffeepulver sollte in etwa die Höhe der Rille im Sieb haben), Siebträger einspannen
  • warten, bis Silvia wieder heiß ist und die Leuchte erlischt
  • unverzüglich Bezugstaste drücken (mit Vorbehalt, siehe Diskussion:Silvia)
  • genießen
Es sollten in 20-30 Sekunden ca. 20-30 ml in jede Tasse geflossen sein, dann stimmen die Durchlaufzeiten.

Milch aufschäumen

  • Dampftaste drücken
  • wenn die Leuchte erlischt Kondenswasser über die Dampflanze ablaufen lassen bis "trockener" Dampf kommt
  • nach dem Artikel im Wiki aufschäumen (dabei beherzt den Dampfknopf aufdrehen)
  • Dampfschalter wieder ausschalten
  • nach dem Schäumen mit feuchtem Lappen die Dampflanze abwischen (je nasser und schneller desto leichter geht die Milch ab)
  • noch einen Dampfstoß um die möglicherweise ins Rohr gelangte Milch auszulüften.

Tipp für mehr Dampfpower

Ein Geheimtip für maximale Dampfpower ist, nach dem Umschalten nicht bis zum Erlöschen der Lampe zu warten, sondern den Dampfhahn zunächst sofort für ca. 10 Sekunden zu öffnen, um das Kondenswassser abzulassen. Nach weiteren 30 Sekunden dann mit dem Schäumen beginnen, ohne auf das Lampensignal zu warten. Effekt: Der Dampf hält deutlich länger an, weil die ganze Zeit von der Maschine geheizt wird. Effekt ist der am Anfang zum Ziehen nicht so explosive Dampfdruck der zum Ende hin kontinuierlich stärker wird und dann perfektes Rollen ermöglicht. Wartest Du mit dem Aufheizen bis die Heizlampe ausgeht, hast Du am Anfang tierischen Dampfdruck, der aber sehr schnell nachlässt. Wenn die Rollphase einsetzen sollte, ist er zu niedrig. Wenn die Heizung wieder an geht, ist die Milch schon zu heiß. Probier es mal aus, funktioniert super, ich schäume mit Einkreisern grundsätzlich so. Kürzt ganz nebenbei auch die Wartezeit bis zum Schäumen ab.

Entlüften nach dem Aufschäumen

Dafür kann man unterschiedlich vorgehen -- was einem besser liegt kann man ja rausfinden -- nur machen muß man es in jedem Fall

Entlüften 1)

Wenn die Maschine zum Milchschäumen auf einen höheren Dampfdruck gebracht wird und nach dem Aufschäumen mit diesem Druck der Kaffee zubereitet wird, ist das Wasser noch zu heiss und der Druck und Dampf im Kessel noch vorhanden. Also NACH dem Aufschäumen die untere Taste wieder ausstellen und OHNE Siebträger solange Wasser laufen lassen bis kein Dampf mehr aus der Brühgruppe entweicht sondern nur noch Wasser kommt - alternativ kann auch über die Dampflanze entlüftet werden. Dann ist sichergestellt das der Kessel wieder optimal befüllt ist und der Espresso nicht mit Dampf sondern mit Wasser zubereitet wird.

Entlüften 2)

Die Wasserentnahme erfolgt für den Bezug im unteren Teil des Boilers und die Dampfentnahme im oberen. Das heißt, die Dampfblase verschwindet nur wenn die Entlüftung (eigentlich Entdampfung - da ist keine Luft drin!) über die Dampflanze erfolgt.

Ganz einfaches "Kochrezept":

  1. Dampfschalter aus.
  2. Heißwasserschalter (der in der Mitte) ein bis das Pumpgeräusch sich ändert (damit wird kaltes Wasser in den überhitzten Boiler gepumpt - bis ca. 9,5bar - und die Temperatur schon wesentlich abgesenkt)
  3. Erst jetzt Dampfhahn auf, bis ein gleichmäßiger Wasserstrahl rauskommt. Nach dieser Methode dauert es bei mir nur max 20-30s bis die Heizung wieder anspringt. Wichtig ist aber die Reihenfolge: erst kaltes Wasser rein, dann erst Dampfhahn auf. Viel Spaß beim Entdampfen - es ist kein Hexenwerk

Temperatursurfen

Immer wieder taucht im Zusammenhang mit der Silvia der Begriff Temperatursurfen auf. Die Temperatur ist bei der Silvia nicht stabil. Je nach dem ob man gerade aufheizt, Espresso bezogen hat, der Boiler etwas abkühlt ist das "Brühwasser" etwas heisser oder kälter. Da die Silvia auch keine Temperaturanzeige hat, weiß man eigentlich nie genau mit welcher Temperatur man nun den Espresso bezieht. Man behilft sich damit, in dem man zu festen Zeiten (direkt nach dem Aufheizen, wenn das Licht ausgeht z. B. ) die Bezüge startet um so immer mit der gleichen Temperatur (ideal 95 - 96 Grad) den Espresso zu erhalten. Möchte man sich diese Mühe nicht machen und wünscht sich eine temperaturstabile Silvia so muß man einen PID Regler nachrüsten.

Als praktikabel hat sich erwiesen, mit dem Wasser eines Leerbezuges die Tassen zu wärmen und so einen Heizvorgang zu provozieren. Die Zeit der Aufheizphase kann genutzt werden, um den Siebträger zu befüllen. Nach Abschalten der Lampe kann man noch gut 20 Sekunden warten - dann ist die höchste Temperatur erreicht und der Bezug kann beginnen. So sind immer wieder reproduzierbare Temperaturen möglich.



Die oben beschriebene Anleitung ist eine Zusammenfassung aus dem im Forum des Kaffee-Netz Gelesenen. Einige Anweisungen habe ich einfach aus den Thread rauskopiert, sind also nicht auf meinem Mist gewachsen, ich habe sie lediglich zusammengestellt.

Ein Dankeschön für die vielen guten Tipps geht also an Bubikopf, anrubo, ChrisPe45, enduro... und noch einige andere deren Tipps und Hilfe ich im Forum gelesen und für diese Zusammenfassung "verwurschtet" habe.

Sie darf gerne ergänzt und verbessert werden. Tara

Unterschiede in den Produktionsserien (Modelljahre)

Teilweise wurden die Maschinen im Laufe der Produktionsjahre vom Hersteller technisch verändert. Sind hier Unterschiede bekannt, bitte hier angeben.

Ab XX/2000: Professionelle Siebträger identisch zu den Siebträgern der Barmaschinen von Rancilio

Ab XX/2002: Kupferheizung anstatt der bisher verwendeten Edelstahlheizung

Ab XX/2005: einstellbares Expansionsventil (zur Veränderung des Brühdrucks)

Ab XX/2006: Neues Abtropfsieb und Verkleidung der Brühgruppe mit Kunststoffblende wirkt täuschend echt wie Chromblende