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Espresso für Einsteiger

562 Bytes hinzugefügt, 21:18, 28. Mär. 2010
Welche Maschine soll ich nehmen?
*Für reine Espressotrinker oder Einpersonen-Haushalte empfiehlt sich ein kompakter [[Einkreismaschinen|Einkreiser]] ([[Alphabetische Liste der Einkreismaschinen|Liste der Einkreismaschinen]]) mit kleinem Kessel. Diese Maschinen sind günstig in der Anschaffung und schnell betriebsbereit. Es gibt verschiedene kompakte Einkreiser für den Privatberich, die bei vergleichsweise günstigem Anschaffungspreis - zusammen mit einer geeigneten Mühle - sehr guten Espresso nach o.g. Vorgaben herstellen. Zu Bedenken ist bei Einkreisern, dass für das Aufschäumen von Milch über die Dampflanze der Kessel extra hochgeheizt und nach Dampfentnahme wieder entlüftet werden muss. Danach dauert es einen kurzen Zeitraum, bis die Kesseltemperatur für den nächsten Espressobezug wieder stabil ist. Einkreiser mit kleinem Kessel haben dabei wenig Dampfleistung, mit ihnen kann man aber vergleichsweise schnell zwischen den notwendigen Temperaturen - Espresso oder Dampf - wechseln. Eine Variante des Einkreisers sind [[Thermoblock]]-Maschinen, die das Wasser in einem Metallblock erhitzen statt in einem Kessel. Durch die geringe beheizte Wassermenge schwankt ihre Temperatur stärker als bei Kessel-Einkreisern. Thermoblock-Maschinen sind dafür schneller einsatzbereit, haben aber noch weniger Dampfleistung. [[Beliebte Einkreiser]]
[[Bild:Bezzera_bz99_inox.jpg|thumb|100px|Bezzera BZ99]]
*Für Liebhaber von Cappuccino oder anderen Milchmixgetränken und bei höherem Bedarf ist ein sogenannter [[Zweikreismaschinen|Zweikreiser]] ([[Alphabetische Liste der Zweikreismaschinen|Liste der Zweikreismaschinen]]) oft die bessere Wahl, weil er durch sein [[Zweikreisprinzip|Konstruktionsprinzip]] mit zwei unterschiedlich temperierten Wasserkreisen den gleichzeitigen Bezug von Brühwasser und Dampf erlaubt. So lassen sich mehrere Cappuccini herstellen, oder dass man zum Milchaufschäumen den Kessel mehrmals aufheizen und Wasser gleichzeitig verfügbar hat und eine höhere Temperaturstabilität aufweistabkühlen muss. Dadurch kann man ohne große Spielereien Zudem ist die Konstruktion bei hohem Durchsatz an Brühwasser temperaturstabiler, es lassen sich also mehrere Tassen in Folge herstellenbeziehen, ohne dass die Temperatur Kesseltemperatur dabei zu weit absinkt oder man zum Aufschäumen u.U. mehrmals aufheizen Eine spezielle Art der Zweikreiser arbeitet mit zwei Thermoblöcken, unabhängig für Brühwasser und abkühlen mussDampf [[Dual-Thermoblock-Maschinen]], beispielsweise die [[Graef ES90]]. Maschinen wie die Gaggia Baby Twin oder die Quickmill 3004 sind keine Zweikreiser, im engeren Sinn sondern Einkreiser mit zusätzlichem nachgeschaltetem Thermoblock-Dampferzeuger, der nicht unabhängig betrieben werden kann. Sie erlauben den schnellen Wechsel von Brühwasser- zu Dampf-Bezug ohne Pause zum Aufheizen des Kessels - ein Parallelbezug ist aber nicht möglich. Dieser erzeugt Leider liefern diese beiden Maschinen aber genauso wenig oder noch weniger Dampf als ein normaler Einkreiser. [[Beliebte Zweikreiser]]*Wer es gerne richtig nobel Bei besonders hohem Durchsatz an Brühwasser und unkompliziert haben will, Dampf ist mit einem ein [[Dualboilermaschinen|Dualboiler]] ([[Alphabetische Liste der Dualboilermaschinen|Liste der Dualboilermaschinen]]) gut beratenanzuraten. Diese Geräte sind zwar recht teuer, bieten aber durch ihre zwei Kessel ständig Dampf und Wasser mit der richtigen Temperatur, kennen keine Überhitzungsprobleme, die man bei anderen Maschinen durch Leerbezüge ausgleichen müsste und haben den großen Vorteil, dass man die Wassertemperatur ganz simpel und exakt an der Gehäusefront oder hinter einer leicht abnehmbaren Blende verstellen kann. Dies ist sehr nützlich, wenn man gern viele verschiedene Bohnensorten ausprobiert oder seinen Espresso selbst röstet. Hier ist eine schnelle und exakte Anpassung der Temperatur wünschenswert, weil man dadurch leichte Fehler beim Rösten ausgleichen und das Optimum aus jeder Charge herausholen kann. [[Beliebte Dualboiler]]
*Falls die Ansprüche an die Qualität des Espressos nicht gar so hoch sind und es mehr auf die Einfachheit von Nutzung und Wartung des Gerätes ankommt, etwa am Arbeitsplatz, wo viele Mitarbeiter es nutzen und keiner sich für die Reinigung verantwortlich fühlt, kann ein Kapselsystem wie [[Pod-Espressomaschinen, Nespresso et al.|Nespresso]] die beste Lösung sein. Es bietet gleichbleibende relativ hohe Qualität und ist extrem einfach zu bedienen, auch ist es unabhängig von einer Spüle.
*[[Vollautomaten]] werden bewusst nicht mit aufgeführt, da sie für die Produktion von Espresso nach der oben genannten Definition nur bedingt bis gar nicht geeignet sind. Das hängt damit zusammen, dass durch die prinzipbedingt etwas fragile Konstruktion der Brühgruppe (meist Kunststoff) nicht genug Druck aufgebaut werden kann, um das Pulver in gleichem Maße wie beim Siebträger zu extrahieren. Dafür spielen Vollautomaten dort ihre Qualitäten aus, wo eine Tasse guter frischer Kaffee oder ein passabler Cappuccino auf Knopfdruck gefordert ist. Jedoch sind diese Geräte oft nicht besonders robust sowie fehleranfällig, und erfordern darüberhinaus penible und regelmäßig durchgeführte manuelle Reinigung. Die integrierten Spül- und Reinigungsprogramme reichen in der Regel nicht aus, die Maschine muss regelmäßig geöffnet und von Hand gereinigt werden. Beim Kauf ist deshalb auf eine einfach herausnehmbare Brühgruppe zu achten.
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