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Espresso für Einsteiger

176 Bytes hinzugefügt, 20:31, 4. Jun. 2013
K
Diverse Rechtschreibfehler
Ein [[Espresso]] unterscheidet sich vom normalen [[Filterkaffee]] nicht nur durch die Konzentration und die Druckbrühung, sondern auch durch die Verwendung eines [[Brühsieb|Siebes]] statt einer Filtertüte. Durch das Sieb können auch die Kaffeeöle extrahiert werden. Die Kaffeeöle tragen zum besonderen Geschmack eines Espressos bei. [[Bild:Espresso_hb.jpeg|thumb]]
===Parameter für einen guten Espresso===
'''Ca. 30ml 30 ml [[Wasser]] werden in etwa 25 Sekunden mit 8-10bar 10 bar [[Brühdruck|Überdruck]] und etwa 88-92°C 92 °C durch 7g 7 g Espressomehl gepresst.''' (Bei vielen [[Brühsieb|Sieb]]-[[Duschsieb|Dusche]]-Kombinationen wie z. B. Standard-7g 7-g mit [[E61]] sind zuverlässige Ergebnisse unter Umständen erst ab 8 oder 9g 9 g möglich.)
Für eine gleichmäßige Extraktion des Kaffeepulvers sollte das Selbige selbige im Sieb mit etwa 15kg 15 kg Pressdruck angedrückt werden.
Beim Espressobrühen versucht man, diese Faktoren konstant zu halten. Allerdings erfordert dies eine Anpassung des Mahlgrades je nach verwendeter Espressosorte. Diese wird mit der [[Kaffeemühlen|Espressomühle]] vorgenommen. Oft muss die Mühle mehrmals "von Tasse zu Tasse" nachjustiert werden, um in den Genuss eines ''perfekten Espresso'' zu kommen.
Für einen doppelten Espresso werden nur Wasser- und Pulvermenge verdoppelt, auf keinen Fall aber die Bezugszeit.
Die Kriterien für einen echten italienischen Caffè wurden auch vom [http://www.espressoitaliano.org Nationalen Institut für italienischen Espresso] vorgegeben und sind [[Espresso|hier]] aufgeführt.
Ein Espresso enthält etwa 100mg 100 mg Koffein. Das ist etwa genauso viel wie ein Tässchen Filterkaffee. Diese Zahl darf aber nur als sehr grober Anhaltspunkt gelten, weil beispielsweise reiner Arabica-Kaffee nur 1,4 % Koffein enthält, der oft beigemischte Robusta aber schon circa 4 %. Auch durch die Zubereitung kann die Menge an herausgelöstem Koffein verändert werden.
==Vor dem Kauf==
**Wie groß ist das Budget?
* Davon hängt dann die Wahl der richtigen Maschine ab, die sich nicht nur im Anschaffungspreis und im Espressoresultat, sondern u. A. auch in folgenden Faktoren unterscheiden:
** Aufwärmzeit, Temperatur- und Druckstabilität in Abhängigkeit vom Durchsatz, Parallelbezug von Brühwasser und Dampf, Stromverbrauch, Gewicht, Platzbedarf, maximale Tassen-Unterstellhöhe (Abstand zw. Brühgruppe und Abtropfplatte), Dampfleistung.
[[Datei:Rancilio Miss Silvia.jpg|thumb|100px|Rancilio Silvia]]
*Für reine Espressotrinker oder Einpersonen-Haushalte empfiehlt sich ein kompakter [[Einkreismaschinen|Einkreiser]] ([[Alphabetische Liste der Einkreismaschinen|Liste der Einkreismaschinen]]) mit kleinem Kessel. Diese Maschinen sind vergleichsweise kostengünstig und schnell betriebsbereit. Es gibt verschiedene kompakte Einkreiser für den Privatbereich, die - zusammen mit einer geeigneten Mühle - sehr guten Espresso nach o. g. Vorgaben herstellen können. Zu Bedenken bedenken ist bei Einkreisern, dass für das Aufschäumen von Milch über die Dampflanze der Kessel extra hochgeheizt und nach Dampfentnahme wieder entlüftet werden muss. Danach dauert es einen kurzen Zeitraum, bis die Kesseltemperatur für den nächsten Espressobezug wieder stabil ist. Einkreiser mit kleinem Kessel können vergleichsweise schnell zwischen den notwendigen Temperaturen - Espresso oder Dampf - wechseln, liefern aber nur begrenzt Dampf. Eine Variante des Einkreisers sind [[Thermoblock]]-Maschinen, die das Wasser in einem Metallblock erhitzen statt in einem Kessel. Durch die geringe beheizte Wassermenge schwankt ihre Temperatur stärker als bei Kessel-Einkreisern. Thermoblock-Maschinen sind dafür schneller einsatzbereit und können, theoretisch, unbegrenzt Dampf erzeugen - in der Praxis hat ihr Dampf aber meist wenig Druck und ist zu feucht. [[Beliebte Einkreiser]]
[[Bild:Bezzera_bz99_inox.jpg|thumb|100px|Bezzera BZ99]]
*Für Liebhaber von Cappuccino oder anderen Milchmixgetränken und bei höherem Bedarf ist ein sogenannter [[Zweikreismaschinen|Zweikreiser]] ([[Alphabetische Liste der Zweikreismaschinen|Liste der Zweikreismaschinen]]) oft die bessere Wahl, weil er durch sein [[Zweikreisprinzip|Konstruktionsprinzip]] mit zwei unterschiedlich temperierten Wasserkreisen den gleichzeitigen Bezug von Brühwasser und Dampf erlaubt. So lassen sich mehrere Cappuccini herstellen, ohne dass man zum Milchaufschäumen den Kessel mehrmals aufheizen und abkühlen muss. Zudem ist die Konstruktion bei hohem Durchsatz an Brühwasser temperaturstabiler, es lassen sich also mehrere Tassen in Folge beziehen, ohne dass die Kesseltemperatur dabei zu weit absinkt. Dies gelingt auch wegen des größeren Wasservolumens und massiveren Aufbaus im Vergleich zu den kompakten Einkreisern. Dafür benötigen massive Zweikreis-Maschinen deutlich länger zum Aufheizen und werden normalerweise durchgängig betrieben - wobei dann der Stromverbrauch pro Tag zu berücksichtigen ist. [[Beliebte Zweikreiser]]
*Bei besonders hohem Durchsatz an Brühwasser und Dampf ist ein [[Dualboilermaschinen|Dualboiler]] ([[Alphabetische Liste der Dualboilermaschinen|Liste der Dualboilermaschinen]]) anzuraten. Diese Geräte sind zwar recht teuer, bieten aber durch ihre zwei Kessel ständig Dampf und Wasser mit der richtigen Temperatur, kennen keine Überhitzungsprobleme, die man bei anderen Maschinen durch Leerbezüge ausgleichen müsste und haben den großen Vorteil, dass man die Wassertemperatur ganz simpel und exakt an der Gehäusefront oder hinter einer leicht abnehmbaren Blende verstellen kann. Dies ist sehr nützlich, wenn man gern viele verschiedene Bohnensorten ausprobiert oder seinen Espresso selbst röstet. Hier ist eine schnelle und exakte Anpassung der Temperatur wünschenswert, weil man dadurch leichte Fehler beim Rösten ausgleichen und das Optimum aus jeder Charge herausholen kann. [[Beliebte Dualboiler]]
*Falls die Aufheizzeit im Vordergrund steht, sind [[Thermoblockmaschinen]] ([[:Kategorie:Thermoblockmaschinen]]) gut geeignet. Diese Konstruktion baut relativ klein, ist günstig zu produzieren und wird nur für Haushaltsgeräte verwendet. Es gibt bei Thermoblockmaschinen unterschiedliche Bauarten:
**Ein Thermoblock für Kaffee- und Dampfbezug. Beim Wechsel von Dampf- nach Kaffeebezug muss der Thermoblock sich erst auf die neue Themperatur einpendeln. Das ergibt Wartezeiten, wie sie auch bei einem Einkreiser auftreten. Eine Maschine dieser Gattung ist z. B. die [[Krups_Novo|Krups Novo]]
** Einkreiser mit nachgeschaltetem Thermoblock-Dampferzeuger, der nicht unabhängig betrieben werden kann. Sie erlauben den schnellen Wechsel von Brühwasser- zu Dampf-Bezug ohne Pause zum Aufheizen des Kessels - ein Parallelbezug ist aber nicht möglich. Leider erreichen diese beiden Maschinen aber auch nicht mehr Dampfleistung als normale Einkreiser. Ein Vertreter dieser Bauart ist die [[Baby_Twin|Gaggia Baby Twin]].
**Zwei unabhängige Thermoblöcke: Der gleichzeitige Bezug von Brühwasser und Dampf ist durch zwei unabhängige, einzeln geregelte Thermoblöcke sichergestellt. Vertreter dieser Bauart sind [[QuickMill_3004_Cassiopeia|QuickMill 3004 Cassiopea]] und [[Graef_ES90|Graef ES90]].
*Falls die Ansprüche an die Qualität des Espressos nicht gar so hoch sind und es mehr auf die Einfachheit von Nutzung und Wartung des Gerätes ankommt, etwa am Arbeitsplatz, wo viele Mitarbeiter es nutzen und keiner sich für die Reinigung verantwortlich fühlt, kann ein Kapselsystem wie [[Pod-Espressomaschinen, Nespresso et al.|Nespresso]] die beste Lösung sein. Es bietet gleichbleibende ordentliche Qualität und ist extrem einfach zu bedienen, auch ist es unabhängig von einer Spüle.
*[[Vollautomaten]] werden bewusst nicht mit aufgeführt, da sie für die Produktion von Espresso nach der oben genannten Definition nur bedingt bis gar nicht geeignet sind. Das hängt damit zusammen, dass durch die prinzipbedingt etwas fragile Konstruktion der Brühgruppe (meist Kunststoff) nicht genug Druck aufgebaut werden kann, um das Pulver in gleichem Maße wie beim Siebträger zu extrahieren. Dafür spielen Vollautomaten dort ihre Qualitäten aus, wo eine Tasse guter frischer Kaffee oder ein passabler Cappuccino auf Knopfdruck gefordert ist. Jedoch sind diese Geräte oft nicht besonders robust sowie fehleranfällig, und erfordern darüberhinaus penible und regelmäßig durchgeführte manuelle Reinigung. Die integrierten Spül- und Reinigungsprogramme reichen in der Regel nicht aus, die Maschine muss regelmäßig geöffnet und von Hand gereinigt werden. Beim Kauf ist deshalb auf eine einfach herausnehmbare Brühgruppe zu achten.
*Ein weiterer Sonderfall sind die [[Handhebelmaschinen]], wie sie z. B. [[La Pavoni]] baut. Hier wird der Druck nicht von einer elektrischen Pumpe erzeugt, sondern muss von Hand über einen Hebel aufgebracht werden. Diese Maschinen sind nicht ganz einfach zu bedienen, eignen sich aber hervorragend zur Produktion von [[Ristretto]]. Man kann aber ohne entsprechende Gegenmassnahmen nicht viele Portionen in Folge brühen, da sich der Brühkopf schnell überhitzt und der Kessel von Hand befüllt werden muss. Bei Modellen ohne Dampfdüse (wie z. B. bei der La Pavoni Mignon) muss man die Maschine zum Befüllen erst abkühlen lassen, bei Modellen mit Dampfdüse kann man diese zum Druckabbau nutzen. Den Brühkopf sollte man bei mehr als drei Bezügen in Folge durch Einzug von Wasser kühlen. Aus diesen Gründen werden die Handhebel oft nur als Zweitgerät gekauft. Es gibt aber auch Handhebelmaschinen mit [[Wärmetauscher]] und teilweise mit einer Feder im Brühkopf, die vor dem Bezug gespannt wird. Dieses Prinzip war vor dem flächendeckenden Einsatz von Elektropumpen in der Gastronomie sehr verbreitet. Handhebel sind nahezu lautlos, im Gegensatz zu den in Haushaltsespressomaschinen fast ausschließlich verbauten [[Vibrationspumpe]]n.
=== Warum brauche ich unbedingt eine Mühle? ===
*Vorgemahlenes Kaffee-/Espressopulver ist beim Öffnen der Packung noch relativ aromatisch, doch durch die große Oberfläche verliert es innerhalb von Stunden den größten Teil seines Aromas. Als Laie mag man noch denken: "Pöh, Espresso schmeckt doch eh nur bitter und etwas sauer.", mit frischem Pulver aus der eigenen Mühle und der richtigen Zubereitung lassen sich noch weitaus mehr geschmackliche Eigenschaften erkennen.
*Es gibt Mühlen mit und ohne Dosierer, im Hausgebrauch ist er aber nicht notwendig, da er immer zu mindestens einem Drittel gefüllt sein muss, um korrekt zu funktionieren. Dabei wird das Pulver alt und bei einer Änderung des Mahlgrads muss viel Pulver entsorgt werden. Bei Besuch kann er aber ganz hilfreich sein. Man kann aber auch, vor allem mit einer Zeitschaltuhr, nur so viel Pulver in den Dosierer mahlen, wie man für einen Espresso braucht. Dann muss man während des Mahlvorgangs nicht den Siebträger unter einen Direktmahlerrüssel halten, das Pulver wird etwas durchmischt und fällt mit weniger Sauerei in das Sieb.
*Beim Kauf einer Mühle sollte deren Qualität beachtet werden: Normale Kaffemühlen erreichen nicht die feine Körnung, die für Espresso notwendig ist. Oder ihre Partikelgrößenstreuung ist so groß, dass der Staub das Sieb der Maschine verstopft, die größeren Partikel aber unterextrahiert bleiben bzw. und keinen ausreichenden Brühdruck aufkommen lassen. Mit einem solchen inhomogenen Mahlgut kommt es dann oft zu [[Espresso_mit_Siebtr%C3%A4germaschine_zubereiten#Was_alles_schiefgehen_kann|Channeling]], d. h. das Brühwasser sucht sich in dem Puck den Weg des geringsten Widerstandes ohne ihn gleichmäßig zu extrahieren. Resultat: der Espresso wird fad und sauer. Darüberhinaus ist die Oberflächenstruktur des Mahlgutes entscheidend für die Extraktion, die Partikel sollten viel Oberfläche haben. Für eine besonders raue Oberfläche sollten die Bohnen daher nicht zerhackt, sondern zerrieben werden. Damit der genau passende Brühdruck aufgebaut werden kann, muss der Puck dem Brühwasser einen entsprechenden Widerstand entgegensetzen, was eine präzise Einstellung und Homogenität der Partikelgröße erfordert. Die richtige Partikelgröße kann je nach Bohnensorte unterschiedlich sein. Dafür ist die Einstellbarkeit des passenden Mahlgrades entscheidend. Eine grobe Rasterung bei der Einstellung des Mahlgrades, wie oft bei billiger Mühlen vorzufinden, ist hierfür nicht ausreichend. Da dieses bislang nur bei einer sehr exakten und massiven Bauweise fein, rau und gleichmäßig gelingt sind espressotaugliche Mühlen entsprechend hochpreisig. Als Referenz für die preiswerteste brauchbare Mühle wird oft die [[Demoka_M203|Demoka M-203]] genannt, die neu bei etwa €190,- 190 € liegt. Es gibt aber auch andere günstige und espressotaugliche Mühlen im Bereich unter 150,- EUR €, beispielsweise die Graef CM80. [[Weitere beliebte Mühlen]]
=== Welches Zubehör brauche ich? ===
*Einen '''Abschlagkasten''' oder auch '''Ausklopfkasten''' braucht man, um den Kaffeesatz aus dem Siebträger zu klopfen. Eine '''Sudschublade''' erfüllt den selben Zweck und sieht besser aus, ist aber teurer und neigt eher zur Schimmelbildung.
*Mit einem '''Brühgruppenpinsel''' holt man die Kaffeekrümel aus dem Brühkopf.
*Das '''[[Milchkännchen|Milchschaumkännchen]]''' hat großen Einfluss auf die Qualität des Milchschaums. Es muss einen schönen Wirbel ermöglichen und braucht eine eher schmale Tülle, wenn man damit sog. [[Latte Art]] zeichnen möchte. Bewährt hat sich z. B. das Paderno-Kännchen oder das etwas teurere von Alessi.
*Beim Kauf der '''[[Latte_Art#Tassen|Tassen]]''' sollte man gerade bei kleinen Maschinen darauf achten, das sie unter den Siebträgerauslauf passen. Dickwandige Tassen speichern mehr Hitze, vorausgesetzt man wärmt sie vorher mit heißem Wasser auf.
*Maschinen mit Magnetventil brauchen ein '''[[Blindsieb]]''' bzw. '''Reinigungsfilter''' zum [[Rückspülen der Brühgruppe|Rückspülen]]. Dazu natürlich noch Reinigungsmittel (Kaffeelöser).
Folgendes Zubehör ist eher optional, wenn auch nicht ganz nutzfrei:
*Ein '''Thermometer''' kann beim Schäumen sehr nützlich sein, da man sofort sieht, wann man spätestens den Hahn zudrehen muss.
*Mit einer '''Feinwaage''' kann man von Zeit zu Zeit kontrollieren, ob die Pulvermenge im Sieb auch stimmt. Abweichungen um mehr als 5 % sind in der Durchlaufzeit schon deutlich spürbar.
*Eine '''Tamperauflage''', '''Tamperstation''' oder '''Tampermatte''' gibt beim Tampen guten Halt und schont die Arbeitsplatte.
*Der '''bodenlose Siebträger''' ist ein schönes Modespielzeug, das abgesehen vom ästhetischen Anblick beim Herausquellen des Espressos aus dem Sieb auch präzise Rückschlüsse auf die persönliche Technik beim Verteilen und Andrücken des Mahlguts zulässt. Schlampigkeit wird auf der Stelle mit Kaffeespritzern rund um die Maschine bestraft.
=== Wie finde ich den richtigen Mahlgrad? ===
*Grundsätzlich ist der Mahlgrad '''der''' Faktor, den man zum Einstellen der Durchlaufzeit anpasst. Die Grundeinstellung (z. B. bei neuer Mühle oder nach dem Reinigen) findet man am leichtesten durch dieses Vorgehen:
*# Mühle anstellen (die Mühle muss leer sein)
*# Mahlgrad feiner stellen, bis die Scheiben zu schleifen beginnen (erkennbar am klirrenden Geräusch)
*Zuerst muss die Maschine richtig aufgeheizt sein. Dazu reicht es nicht, zu warten, bis die Heizung ausgeht, weil dann nur der Kessel, nicht aber die Brühgruppe und der Siebträger heiß sind. Die meisten Einkreiser sind nach etwa 15 min betriebsbereit. Ob die Maschine heiß genug ist, lässt sich durch vorsichtiges Berühren der Gruppe oder des Brühkopfes erkennen: Wenn man sich die Finger verbrennen kann, ist sie bereit (Vorsicht!!!). Der Siebträger sollte aus thermischen Gründen stets im Brühkopf eingeklinkt sein.
*Die Tassen heizt man mit heißem Wasser aus der Maschine vor. Dies beschleunigt auch die Aufheizung der Brühgruppe.
*Wenn alles schön warm ist, nimmt man den ST von der Maschine, [[Bild:leerer_siebträger.jpg|thumb|Leerer Siebträger]] wischt ihn trocken und befüllt ihn mit der gewünschten Menge (7 oder 14g14 g) Pulver. Dieses verteilt man möglichst gleichmäßig im Sieb [[Bild:Loses_Mahlgut_im_Siebträger.jpg|thumb|Verteiltes Espressomehl]] und drückt es mit dem Tamper fest. Am Ende führt man mit dem Tamper ohne Druck noch eine kleine Drehbewegung durch, um die Oberfläche schön glatt zu bekommen. [[Bild:Verdichtetes_Mahlgut_im_Siebträger.jpg|thumb|Getamptes und poliertes Mehl]] Jetzt muss man nur noch die Kaffeekrümel vom Siebrand streichen und den ST wieder einspannen.*Nun leert man die Tasse/n und stellt sie unter den Auslauf. Wenn man jetzt den Bezug startet, sollten in etwa 20-30sek 30 Sekunden 25 bzw. 50ml 50 ml Espresso in die Tasse fließen. Die Durchlaufzeit von 20-30sek 30 Sekunden gilt für das 1er - und das 2er -Sieb. Das 2er -Sieb besitzt mehr Löcher als das 1er-Sieb, d. h. in der gleichen Zeit läuft die doppelte Menge Wasser durch das Sieb. [[Bild:Espresso(1).jpg|thumb|Fertiger Espresso]]
*Nachdem man die Tasse weggestellt hat, klinkt man den ST aus, [[Bild:Gefüllter_Siebträger_nach_dem_Bezug.jpg|thumb|Trester mit Abdruck der Dusche]] leert ihn in den Abschlagkasten [[Bild:Kaffeepuck.jpg|thumb|Idealtypischer Kaffeepuck]] und spült ihn aus. Die Brühgruppe spült man mit einem weiteren Leerbezug und pinselt die Reste hinaus. Zum Schluss hängt man den ST wieder in sein warmes Plätzchen.
*Wenn man aus dem Espresso jetzt z.B. einen Cappuccino machen möchte, heizt man den Kessel jetzt auf Dampftemperatur hoch und [[Milchaufschäumen|schäumt die Milch]]. Danach muss man erst den Dampfdruck ablassen und den Kessel wieder mit Wasser füllen, bevor man wieder Espresso bereiten kann.
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[[Handhebelmaschinen]]:
*Die Handhebelmaschine (z.&nbsp;B. LaPavoni „[[Europiccola]]“) ist neben der [[Bialetti]] die wohl puristischste Art, Espresso zu kochen. Einfacher wird es dadurch allerdings nicht.
*Zunächst wird der Verschlussdeckel vom Kessel geschraubt und maximal bis zur Markierung mit Wasser befüllt. Den Deckel nun wieder festschrauben.
*Nach dem Einschalten der Maschine dauert es etwa zehn Minuten, bis die Heizspindel das Wasser und die Maschine bis zur Bezugstemperatur erhitzt hat. Ein deutliches Signal, dass die Maschine betriebsbereit ist, ist der austretende Dampf aus dem Sicherheitsventil.
*Die zu verwendende Espressotasse unter den Siebträger stellen. Nun wird mit eingespanntem, leerem Siebträger -und die Maschine daran festhaltend- der Handhebel langsam nach oben geführt. Kurz vor der obersten Position tritt durch den Überdruck heißes Wasser aus dem Kessel in den Kolben und selbständig durch den Siebträger. Hiermit wird die Espressotasse vorgewärmt. Damit die Tasse nicht überläuft, muss der Hebel rechtzeitig wieder nach unten geführt werden. '''Vorsicht:''' Wird der Handhebel anfangs zu weit nach oben geführt, spritzt das heiße Wasser unkontrolliert seitlich aus dem Siebträger heraus, so dass Verbrennungen vorprogrammiert sind.
*Der Siebträger wird nun wieder ausgespannt und das Sieb mit frischem und sehr fein gemahlenem Kaffeepulver bis zur Oberkante befüllt. Vorgemahlenes Kaffeepulver hat an dieser Stelle übrigens überhaupt nichts zu suchen. Eine vernünftige Kaffeemühle ist demnach auch bei dieser Espressomaschinenkategorie unerlässlich.
*Mit einem ordentlichen, passgenauen Tamper wird das Kaffeemehl nun mit etwa 15 &nbsp;kg festgedrückt. Um die kleine Kaffeewand am Siebrand zum Einsturz zu bringen, sollte ein-, zweimal mit dem Tamper seitlich an den Siebträger geklopft werden. Anschließend noch mal fest andrücken.
*Der gefüllte Siebträger wird nun wieder in die Brühgruppe eingespannt. Damit dieser auch ordentlich fest sitzt, muss die Maschine am Handhebel festgehalten werden.
*Nun wird die vorgewärmte (und nunmehr leere) Espressotasse unter den Siebträger gestellt.
[[Bild:espresso.jpg|thumb|Espresso aus einer Europiccola]]
*'''Hinweis:''' Der Brühkopf von Handhebelmaschinen wird einzig durch das heiße Wasser im benachbarten Kessel geheizt. Bei einer längeren Standzeit der Maschine bzw. bei vielen Bezügen hintereinander droht dieser zu überhitzen. Das Bezugswasser wird hier nicht mehr gekühlt, so dass zu heißes Wasser durch den Siebträger gedrückt wird. Folglich verbrennt der Espresso und er schmeckt bitter.
**Abhilfe kann man sich durch einen einfachen Trick verschaffen: Man füllt ein Glas mit kaltem Wasser, hält es so unter den Brühkopf, dass dieser leicht in das Glas eintaucht. Nun saugt man das kalte Wasser in den Brühkopf, indem der Bezugshebel nach oben gehoben wird. (Aber nicht zu hoch, denn sonst kommt ja wieder heißes Wasser vom Kessel in den Kolben.) Da sich der Brühkopf nun um ein paar Grad abgekühlt hat, kann´s kann es jetzt mit dem Espressobezug wieder losgehen.
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Eine weitere Anleitung gibt's gibts [http://www.kaffee-netz.de/espresso-und-kaffeemaschinen/12687-anleitung-zum-gluecklichsein-pavoni-professional-handhebel.html hier] im Kaffee-Netz.
[[Kategorie: Grundlagen]]
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