Änderungen

49 Bytes hinzugefügt ,  15:55, 24. Okt. 2018
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 9: Zeile 9:  
==Kennlinie==
 
==Kennlinie==
 
[[Bild:Kennlinie_E5.PNG|thumb|Kennlinie einer E5]]
 
[[Bild:Kennlinie_E5.PNG|thumb|Kennlinie einer E5]]
Die Kennlinie der Pumpe sagt aus, bei welchem Druck sie welche Förderleistung erbringen kann. Der Druck ist antiproportional zum Förderleistung. So kann man z.B. ablesen, dass eine EX5, die keinen Widerstand überwinden muss, etwa 650ml/min pumpen kann. Diese Situation liegt etwa beim Beginn eines Bezugs vor, wenn sich noch kein nennenswerter Druck aufgebaut hat und das Kaffeepulver noch trocken ist.
+
Die Kennlinie der Pumpe sagt aus, bei welchem Druck sie welche Förderleistung erbringen kann. Der Druck ist antiproportional zur Förderleistung. So kann man z.B. ablesen, dass eine EX5, die keinen Widerstand überwinden muss, etwa 650ml/min pumpen kann. Diese Situation liegt etwa beim Beginn eines Bezugs vor, wenn sich noch kein nennenswerter Druck aufgebaut hat und das Kaffeepulver noch trocken ist.
    
Sobald es jedoch feucht wird, beginnt es zu quellen und bremst das durchfließende Wasser. Dadurch baut sich im System zwischen Pumpe und Puck ein Druck auf. Dieser Druck lastet ebenso auf dem Kolben der Pumpe und verringert dessen Hub. Dadurch fördert die Pumpe immer weniger Wasser und der Druck nimmt immer langsamer zu. Gleichzeitig fließt das Wasser durch den Druck wieder schneller durch das Kaffeepulver. Bleibt der Widerstand des Kaffeepulvers konstant, so erreicht der Druck bald einen Wert, bei dem die Förderleistung der Pumpe mit der Menge des abfließenden Wassers übereinstimmt. Dies ist unser effektiver Brühdruck.
 
Sobald es jedoch feucht wird, beginnt es zu quellen und bremst das durchfließende Wasser. Dadurch baut sich im System zwischen Pumpe und Puck ein Druck auf. Dieser Druck lastet ebenso auf dem Kolben der Pumpe und verringert dessen Hub. Dadurch fördert die Pumpe immer weniger Wasser und der Druck nimmt immer langsamer zu. Gleichzeitig fließt das Wasser durch den Druck wieder schneller durch das Kaffeepulver. Bleibt der Widerstand des Kaffeepulvers konstant, so erreicht der Druck bald einen Wert, bei dem die Förderleistung der Pumpe mit der Menge des abfließenden Wassers übereinstimmt. Dies ist unser effektiver Brühdruck.
Zeile 17: Zeile 17:  
==Druckreduktion==
 
==Druckreduktion==
   −
Die ideale Flussgeschwindigkeit für einen einzelnen Espresso liegt bei etwa 1ml/s (25ml in 25s). Schaut man sich aber die Kennlinien der verbreiteten Vibrationspumpen an, so stellt man fest, dass der dabei entstehende Druck bei etwa 12-13Bar beträgt. Bei diesem Druck muss aber sehr sorgfältig befüllt werden und außerdem werden mehr Bitterstoffe gelöst. Der ideale Druck liegt je nach Sorte bei 9-10bar und muss daher reduziert werden.
+
Die ideale Flussgeschwindigkeit für einen doppelten Espresso liegt bei etwa 1,5g/s (z.B. 17g Kaffemehl, 34g Espresso in 25s ab dem ersten Tropfen). Schaut man sich aber die Kennlinien der verbreiteten Vibrationspumpen an, so stellt man fest, dass der dabei entstehende Druck bei etwa 12 Bar beträgt. Bei diesem Druck muss aber sehr sorgfältig befüllt werden und außerdem werden mehr Bitterstoffe gelöst. Der ideale Druck liegt je nach Sorte bei 9-10bar und muss daher reduziert werden.
    
Bei einfachen Maschinen ist dazu ein Brühgruppenventil eingebaut, das im Prinzip nur eine kleine Dichtung auf einer Feder entgegengesetzt dem Wasserweg ist und einen gewissen Druck braucht, um geöffnet zu werden. Das Ventil ist also ein zusätzlicher Widerstand im Wasserweg, der überwunden werden muss und senkt so die Flussrate der Pumpe um einen bestimmten Wert. Als Resultat davon kann baut sich am Puck weniger Druck auf. Vor dem Ventil herrscht jetzt ein höherer Druck als dahinter. Hat man z.B. bei 1ml/s an der Pumpe 13Bar, so zieht das Ventil davon 3Bar ab und im Sieb herrschen nur noch 10Bar.
 
Bei einfachen Maschinen ist dazu ein Brühgruppenventil eingebaut, das im Prinzip nur eine kleine Dichtung auf einer Feder entgegengesetzt dem Wasserweg ist und einen gewissen Druck braucht, um geöffnet zu werden. Das Ventil ist also ein zusätzlicher Widerstand im Wasserweg, der überwunden werden muss und senkt so die Flussrate der Pumpe um einen bestimmten Wert. Als Resultat davon kann baut sich am Puck weniger Druck auf. Vor dem Ventil herrscht jetzt ein höherer Druck als dahinter. Hat man z.B. bei 1ml/s an der Pumpe 13Bar, so zieht das Ventil davon 3Bar ab und im Sieb herrschen nur noch 10Bar.
2.852

Bearbeitungen